Sangay eruptiert am 7. Oktober Aschewolken

Sangay in Ecuador bleibt aktiv – Ascheemissionen und glühende Schuttströme

Am ecuadorianischen Vulkan Sangay hält die seit September verstärkte eruptive Aktivität an. Das VAAC Washington meldete am 7. Oktober eine Ascheemission, die sich möglicherweise über einen längeren Zeitraum fortsetzte. Möglicherweise deswegen, weil Beobachter am Grund über einen längeren Zeitraum Asche feststellten, diese aber per Satellit nicht verfolgt werden konnte. Die Aschewolke wurde auf eine Höhe von bis zu rund 7.000 Metern über dem Meeresspiegel geschätzt und bewegte sich mit dem Wind mit etwa 20 km/h nach Westen.

Sangay

Die Aktivität passt zu einem seit dem 19. September 2026 beobachteten neuen Eruptionspuls. Das Geophysikalische Institut der Nationalen Polytechnischen Schule Ecuadors (IG-EPN) bewertet die Oberflächenaktivität derzeit als moderat, während die interne Aktivität als gering eingestuft wird. Beide Parameter zeigen laut dem aktuellen Tagesbericht keinen deutlichen Trend.

Am 5. Oktober registrierten die Überwachungsstationen nur zwei Explosionen, zwei Langperioden-Ereignisse und sieben Tremorphasen im Zusammenhang mit der Emission vulkanischer Gase und Asche. Bei der langjährigen Eruptionsphase, die 2019 begann, wurden bis zum letzten Jahr täglich oft mehrere hundert Explosionssignale festgestellt. Über die Kameras wurden Asche- und Gaswolken beobachtet, die bis zu 1.100 Meter über den Krater aufstiegen. Sie breiteten sich zeitweise in unterschiedliche Richtungen aus. Zusätzlich wurden mehrere thermische Anomalien registriert. Besonders auffällig war während der Nacht das Absteigen glühenden Materials über die Vulkanflanken bis etwa 200 Meter unterhalb des Kraters.

Die Schwefeldioxid-Emissionen belegen den anhaltenden Magmen- bzw. Entgasungsprozess. Das Satellitensystem MOUNTS erfasste am 5. Oktober eine SO₂-Emission von 73,9 Tonnen, was ein vergleichsweise niedriger Wert ist.

Die derzeitige Eruptionsphase verursacht zudem messbaren Aschefall. Das IG-EPN sammelte Ende September an 25 Messstellen im Kanton Guamote Ascheproben und wartete das dort installierte Messnetz. Zwischen dem 17. und 23. September waren 18 Ascheemissionen mit Wolkenhöhen von bis zu 3.200 Metern über dem Krater registriert worden. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen allerdings nur leichten Aschefall.

Der Sangay bleibt damit kontinuierlich aktiv, ohne dass die Überwachungsdaten derzeit auf eine signifikante Intensivierung hindeuten.

Vulkan Sangay eruptiert am 27. September Aschewolken

Sangay bleibt aktiv und eruptiert Aschewolken bis auf 6100 m Höhe – Emission hoher Wärmestrahlung

Der ecuadorianische Vulkan Sangay zeigt weiterhin eine anhaltende eruptive Aktivität und stößt Vulkanasche aus. Das geht aus dem aktuellen Tagesbericht des Geografischen Instituts sowie einer VONA-Warnung vom VAAC Washington hervor. Die sichtbare Aktivität wird als moderat eingestuft. Die seismische Aktivität bleibt dagegen auf niedrigem Niveau.

Sangay

Bereits am 25. und 26. September wurden zwei Explosionen und ein Tremorereignis im Zusammenhang mit der Emission von Vulkanasche registriert. Während der Nacht war am Krater Rotglut zu beobachten. Zudem wurde das Herabstürzen glühenden Materials in Form von Schuttlawinen an den Flanken dokumentiert, was auf lange belichteten Fotos oft den Eindruck von Lavaströmen erzeugt.

Auch die satellitengestützte Überwachung registrierte eine anhaltende thermische Aktivität. Das MIROVA-System erfasste innerhalb von 24 Stunden sechs thermische Anomalien mit VIIRS, während FIRMS insgesamt 41 thermische Anomalien registrierte. Die unterschiedlichen Zahlen ergeben sich aus den verschiedenen Sensoren und Auswerteverfahren. MODIS zeigt eine Spitzenleistung von 838 MW an, was mich zu der Schlussfolgerung bringt, dass die beobachtete Rotglut möglicherweise nicht nur von Schuttlawinen stammt, sondern doch von einem Lavastrom.

Nach Angaben des ecuadorianischen Instituts erreichte die Eruptionswolke in den vergangenen Tagen eine Höhe von bis zu 700 Metern über dem Krater und bewegte sich nach Nordwesten. Die Washington VAAC meldete anschließend zwei weitere Ascheemissionen. Dabei wurden Wolkenhöhen von bis zu 900 Metern über dem Krater festgestellt.

Eine aktuelle VAAC-Beobachtung vom 27. September zeigt, dass sich die Aschewolke in einer Höhe bis etwa FL200 befand, also rund 20.000 Fuß beziehungsweise etwa 6.100 Meter über dem Meeresspiegel. Die Wolke bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 28 km/h nach Westen und wurde rund 90 Kilometer westlich des Gipfels beobachtet.

Am Vulkan wurden Regenfälle registriert, die bislang aber keine größeren Lahare auslösten. Dennoch warnt das IG davor, dass bei stärkeren Niederschlägen angesammeltes Lockermaterial mobilisiert werden und als Schlamm- und Schuttstrom in die angrenzenden Flusstäler abgehen könnte. Daher sollte man sich auch in einiger Entfernung zum Sangay noch von Flusstälern und Niederungen fernhalten.

Vulkan Sangay verstärkt seine eruptive Aktivität

Sangay mit verstärkten Ascheemissionen – Vulkanasche in 7300 m Höhe detektiert

Am ecuadorianischen Vulkan Sangay hat sich die eruptive Aktivität in den vergangenen Tagen weiter verstärkt. Nachdem am 20. September zunächst eine Zunahme der oberflächennahen Aktivität mit Gas- und Ascheemissionen sowie schwache Rotglut im Krater beobachtet worden war, registrierte das Washingtoner VAAC am 21. September eine anhaltende Ascheemission.

Sangay

Nach Angaben des VAAC wurde die Asche am Montag um 06:30 UTC in einer Höhe von gerundeten 7.300 Metern über dem Meeresspiegel detektiert. Die Wolke driftete mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h nach Nordnordwesten und hatte sich zum Zeitpunkt der Meldung bereits 40 Kilometer vom Gipfel entfernt. Satellitenaufnahmen von GOES-19 und Webcam-Aufzeichnungen bestätigten die anhaltenden Emissionen. Das VAAC geht davon aus, dass die Ascheemissionen zunächst weiter andauern.

Auch das für die Vulkanbeobachtung des Landes zuständige Instituto Geofísico (IG-EPN) warnte vor möglichem Aschefall. Am 20. September wurde eine Ascheemission beobachtet, die in Richtung Südwesten zog. Später drehte die Ausbreitungsrichtung mit dem Wind auf Nordnordwest. Nach den Angaben der Vulkanologen könnten insbesondere Gemeinden in der Provinz Chimborazo von Ascheniederschlag betroffen sein, darunter Cebada, Guamote und Riobamba. Das IG-EPN überwacht den Vulkan kontinuierlich.

Die aktuelle Aktivitätszunahme folgt auf mehrere Ascheemissionen in den vergangenen Tagen. Bereits am 19. September wurde eine Aschewolke registriert, die nach Südwesten driftete. Am 20. September folgten weitere Emissionen, die zeitweise bis auf 6.400 Meter Höhe über dem Meeresspiegel aufgestiegen waren.

Der 5.230 Meter hohe Sangay liegt abgelegen in der Cordillera Real und gehört zu den aktivsten Vulkanen Ecuadors. Seine aktuelle Eruptionsphase dauert bereits seit dem 17. Jahrhundert an, wobei seit 2019 eine deutliche Zunahme der Aktivität beobachtet wird. Typisch sind Ascheemissionen, strombolianische Explosionen, Lavaströme und pyroklastische Ströme. Wegen der abgelegenen Lage sind größere Gefahren für bewohnte Gebiete vergleichsweise gering; Ascheniederschlag kann jedoch auch weiter entfernte Regionen erreichen.

Vulkan Sangay eruptiert seit gestern wieder Asche

Sangay mit neuen Ascheemissionen – Vulkanasche in 6100 m Höhe detektiert

Am ecuadorianischen Vulkan Sangay haben nach einer mehrwöchigen Eruptionspause gestern wieder Ascheemissionen eingesetzt. Das VAAC Washington veröffentlichte am 16. und 17. September neue Vulkanasche-Warnungen. Die jüngste stammte von heute Morgen, als gegen 05:10 UTC eine Ascheemission festgestellt beziehungsweise aufgrund der jüngsten Aktivität erwartet wurde, die bis auf eine Höhe von 6.100 m über dem Meeresspiegel aufsteigen könnte und sich mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h nach Südwesten bewegen sollte. Zuvor gab es am 16. September um 23:47 UTC eine VONA-Warnung, bei der die Asche tatsächlich auf Satellitenbildern detektiert werden konnte.

Sangay. © VAAC Washington

Bemerkenswert ist, dass die aktuelle Aktivität unmittelbar auf eine Phase mit ausgesprochen geringer Oberflächenaktivität folgt. Im Wochenbericht des Instituto Geofísico der Escuela Politécnica Nacional (IG-EPN) für den Zeitraum vom 4. bis 11. September wurde die Tätigkeit des Sangay sowohl hinsichtlich der oberflächennahen als auch der internen Aktivität als niedrig eingestuft. Die Vulkanologen registrierten im Mittel lediglich drei Explosionssignale. Kameras und der Wettersatellit GOES-19 zeigten während der gesamten Berichtswoche weder Gas- noch Ascheemissionen. Auch das VAAC Washington hatte in diesem Zeitraum keine Meldung zum Sangay herausgegeben.

Am 17. September änderte sich die Situation. Zwar konnte die Ascheemission laut VAAC zum Zeitpunkt der neuesten Satellitenbeobachtung nicht eindeutig in den GOES-19-Bildern erkannt werden. Aufgrund der kurz zuvor beobachteten explosiven Aktivität hält Washington weitere Ascheemissionen jedoch für möglich. Die prognostizierte Ausbreitungsrichtung liegt bei Südwest.

Die Unterbrechung der VAAC-Meldungen bedeutet allerdings nicht, dass der Sangay grundsätzlich inaktiv gewesen wäre. Der Vulkan befindet sich seit Jahren in einer nahezu kontinuierlichen Eruptionsphase. Seine Aktivität schwankt stark und umfasst unter anderem explosive Eruptionen, Ascheemissionen und Lavaströme, die temporär über die Vulkanflanke fließen. Das IG-EPN beschreibt insbesondere seit 2019 eine verstärkte Aktivität.

Die letzte im Washington-Archiv auffindbare Aschewarnung vor der aktuellen Phase stammt vom 23. Juli 2026. Damals wurde keine Asche mehr auf Satellitenbildern erkannt und das Advisory beendet. Zuvor waren unter anderem am 7. Juli sowie Ende Juni Ascheemissionen registriert worden. Die aktuellen Explosionen markieren somit ein Ende der Eruptionspause.

Vulkan Sangay verstärkte seine Aktivität

Vulkan Sangay zeigt Anzeichen einer verstärkten Aktivitätsphase – mehr als 400 Explosionen an einem Tag

Der ecuadorianische Vulkan Sangay hat in den vergangenen Tagen eine Phase erhöhter Aktivität durchlaufen. Zwar verhinderten ungünstige Wetterbedingungen häufig die direkte Beobachtung des Vulkans, doch seismische Daten und Aschewarnungen deuten auf eine Intensivierung des Ausbruchs hin, der bereits seit 2019 andauert.

Das letzte wolkenfreie Foto vom 10. Juni zeigt den Sangay ohne Anzeichen seiner aktueller Aktivität, obwohl an diesem Tag 254 seismische Explosionssignale registriert wurden. Deutlich erkennbar sind jedoch die Spuren der vergangenen Jahre: Eine tiefe Scharte an der Vulkanflanke zeugt von den Lava- und pyroklastischen Strömen, die während der anhaltenden Eruptionsphase entstanden sind. Seit der Aufnahme haben sich sowohl die meteorologischen Bedingungen als auch die vulkanische Aktivität mehrfach verändert.

Im Tagesbericht des Geophysikalischen Instituts von Ecuador vom 11. Juni wurden innerhalb von 24 Stunden 344 Explosionen registriert. Zudem beobachteten die Überwachungskameras eine Gas- und Ascheemission, die bis in etwa 1.000 Meter Höhe über dem Krater aufstieg. Das Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) meldete mehrere Aschewolken, die in nordöstlicher und südöstlicher Richtung verfrachtet wurden.

Am folgenden Tag nahm die Aktivität weiter zu. Im Berichtszeitraum vom 11. bis 12. Juni wurden 408 Explosionen erfasst – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vortag. Obwohl der Vulkan aufgrund dichter Bewölkung nicht sichtbar war, wurde die Oberflächenaktivität weiterhin als hoch eingestuft. Satelliten- und Kamerabeobachtungen waren an diesem Tag allerdings kaum möglich.

Auch am 13. Juni blieb der Sangay vollständig von Wolken verhüllt. Die Instrumente registrierten innerhalb eines Tages noch 81 Explosionen. Aussagen über die Höhe möglicher Ascheemissionen waren wegen der schlechten Sichtbedingungen nicht möglich. Zu diesem Zeitpunkt lagen zudem keine aktuellen VAAC-Meldungen vor.

Inzwischen hat sich die Situation ein weiteres Mal verändert: Das VAAC Washington veröffentlichte am 14. Juni eine Aschewarnung. Demnach wurde um 06:20 UTC eine Aschewolke festgestellt, die sich vom Krater aus etwa 25 Kilometer nach Westen erstreckte. Die Wolke erreichte Höhen von gut 6.100 Metern über dem Meeresspiegel, und wurde mit etwa 46 km/h nach Westen verfrachtet.

Obwohl es keine direkte visuelle Bestätigung der eruptiven Aktivität gibt, sprechen die seismischen Daten und Satellitenbeobachtungen dafür, dass der Sangay eine Phase gesteigerter Tätigkeit durchläuft. Zudem können starke Niederschläge jederzeit Lahare auslösen, die umliegende Flusssysteme beeinflussen könnten. Das IG beobachtet die Entwicklung des Vulkans weiterhin aufmerksam und informiert die Bevölkerung über jedwede Aktivitätsänderung.

Vulkanausbruch am Sangay fördert Aschewolke auf Fl 240

Sangay steigert Explosivität seiner Ausbrüche – Vulkanasche in 7300 m Höhe detektiert

Der Sangay ist einer der aktivsten Vulkane Ecuadors und steigerte heute die Explosivität seiner Eruptionen. Aktuelle Überwachungsdaten vom 14. Mai 2026 weisen auf häufige Explosionen hin, die Ascheemissionen sowie thermische Anomalien generieren. Der isoliert liegende Stratovulkan erhebt sich in den östlichen Anden Ecuadors am Übergang zum Amazonasbecken und erreicht eine Höhe von 5.286 Metern. Wegen seiner abgeschiedenen Lage stellt er für größere Siedlungen meist keine unmittelbare Gefahr dar, beeinflusst aber regelmäßig den Flugverkehr und kleinere Gemeinden im Umland durch Ascheniederschlag. Zudem veränderten Lahare bereits Flussläufe und lösten Überflutungen aus.

VONA

Heute wurde vom VAAC Washington eine VONA-Warnung veröffentlicht, die Vulkanasche auf Flughöhe 240 bestätigte. Im metrischen System bedeutet das, dass die Aschewolke bis auf 7300 m über dem Meeresspiegel aufgestiegen ist. Sie driftet mit einer Geschwindigkeit von 19 km/h nach Südosten.

Die jüngsten Messungen des IGN registrierten innerhalb von 24 Stunden 84 Explosionsereignisse, ein Hinweis auf anhaltende strombolianische bis vulcanianische Aktivität. Überwachungskameras beobachteten schwache Ascheemissionen, die weniger als 200 Meter über den Krater aufstiegen und nach Westen drifteten. Satellitendaten von GOES-19 zeigten zusätzlich eine Gas- und Aschefahne von unter 1000 Metern Höhe über dem Krater in südwestlicher Richtung. Die zuständige Washington-VAAC meldete zudem zwei Aschewolken mit Höhen von etwa 1500 Metern über Kraterniveau, die ebenfalls nach Südwesten zogen. Zeitweise wurde Vulkanasche in Höhen bis etwa 7,3 Kilometer über Meereshöhe erfasst, wobei sich die Wolke südöstlich verlagerte.

Die Aktivität des Sangay wird seit langem dokumentiert. Bereits seit dem 17. Jahrhundert sind wiederholte Ausbrüche bekannt. Die aktuelle eruptive Phase begann im Mai 2019, als nach einer ruhigeren Periode neue Explosionen und anhaltende Ascheemissionen einsetzten. Seitdem befindet sich der Vulkan nahezu kontinuierlich in Aktivität.

Sangay: Vulkanasche in FL 220 detektiert

Vulkan Sangay eruptierte Aschewolke – Vulkanasche in 6700 m Höhe festgestellt

Der Sangay in Ecuador stieß heute Vormittag eine Aschewolke aus, die um 11:41 UTC beim VAAC Washington eine VONA-Warnung für den Flugverkehr auslöste. Demnach erreichte die Asche eine Flughöhe von 22 000 Fuß, was in etwa 6700 m über dem Meeresspiegel entspricht. Die Asche bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von fast 40 km/h in südwestlicher Richtung. Grundlage der Meldung waren unter anderem Satellitendaten von GOES-19. Die Eruptionsquelle bzw. der Förderschlot des Sangay liegt auf etwa 5.286 m Höhe über dem Meeresspiegel.

Sangay. © IG

Die aktuelle Aktivität des Sangay wird von wiederkehrenden Ascheeruptionen dominiert, bei denen es auch zum Auswurf glühender Tephra kommt. Damit zeigt er ein typisches Muster eines dauerhaft eruptiven Vulkans. Auffällig ist die hohe Zahl registrierter Explosionen: Innerhalb von 24 Stunden wurden 190 Einzelereignisse festgestellt. Damit kommt der Sangay auf rund 8 Explosionen pro Stunde und ist ähnlich aktiv wie der bekanntere Stromboli in Italien. Solche Eruptionsfrequenzen sprechen für ein offenes Fördersystem, in dem Magma kontinuierlich entgast und in kurzen Intervallen fragmentiert wird.

Gemäß bodengestützter Überwachung steigen die beobachteten Ascheemissionen meist weniger als 800 m über Kraterniveau auf, während satellitengestützte Analysen des VAAC gelegentlich Wolkenhöhen bis 900 m bestätigen. Diese Diskrepanz ist nicht ungewöhnlich: Die Satelliten scheinen empfindlichere Sensoren zu haben als die Vulkanbeobachter am Boden. Die Drift der Asche nach Westen und Nordwesten korrespondiert mit den modellierten Windfeldern der VONA-Warnung und ihrer Vorhersagemodelle.

Ein weiterer wichtiger Indikator ist die thermische Aktivität des Vulkans. Es werden immer wieder thermische Anomalien detektiert. Zuletzt mit einer Leistung von 16 MW.  Diese entstehen typischerweise durch glühende Lavafragmente im Kraterbereich, die auch glühende Schuttlawinen erzeugen können. Diese bewegen sich über die Vulkanflanke bis auf ein Höheniveau 1200 m unterhalb des Kraters.

Auf den Vulkanflanken befinden sich Ascheablagerungen, die im Falle starker Regenfälle als Lahar (Schlammstrom) mobilisiert werden können. Eine Besteigung des Vulkans bleibt verboten.

Sangay: Asche bis in 7300 m Höhe eruptiert

Explosion am Sangay befördert Aschewolke bis auf 7300 m Höhe – VONA-Warnung ausgegeben

Der ecuadorianische Vulkan Sangay zeigt weiterhin schwache bis mittelstarke Aktivität, die bereits seit mehreren Jahren anhält. Aktuelle Beobachtungen und eine Aschewarnmeldung des Washington VAAC zeigen, dass der Vulkan kontinuierlich Gase und zeitweise auch Asche freisetzt.

Sangay. © VAAC Washington

Laut der VONA-Warnung gab es heute gegen 13:20 UTC eine explosive Eruption, die eine Aschewolke förderte, die sich vom Gipfel aus mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h nach Südosten bewegte und bis in eine Höhe von 7.300 m (Flugfläche 240) aufstieg. In dieser Höhe stellt Vulkanasche bereits eine Gefahr für den Flugverkehr dar. Aufgrund dichter Bewölkung konnte diese jedoch nicht eindeutig per Satellit bestätigt werden. Prognosen gehen davon aus, dass sich mögliche Ascheemissionen innerhalb von 6 Stunden weiter ausbreiten, danach aber rasch auflösen.

Laut dem IGN-Tagesbulletin für den 18. März wurden innerhalb eines Tages 141 explosionsbedingte seismische Signale registriert, was auf eine aktive, aber nicht außergewöhnlich starke eruptive Phase hindeutet. Überwachungskameras dokumentierten seit dem Vortag wiederholt Emissionen von Gas und Asche mit Höhen zwischen 400 und 2000 Metern über dem Krater. Diese wurden überwiegend in Richtung Nord bis Nordwest verfrachtet.

Zusätzlich wurde in der Nacht glühendes Material beobachtet, das die Vulkanflanken bis zu 1300 Meter unterhalb des Kraters hinabrollte – ein typisches Zeichen strombolianischer Aktivität, bei der glühende Tephra bis auf den Kraterrand fliegt und Schuttlawinen auslöst. Regen wurde nicht registriert, dennoch besteht bei starken Niederschlägen weiterhin die Gefahr von Laharen, also gefährlichen Schlamm- und Geröllströmen.

Der Sangay zählt zu den aktivsten Vulkanen Ecuadors und liegt abgelegen im Osten des Landes. Seine Aktivität ist häufig durch kontinuierliche, kleinere Explosionen und Ascheemissionen geprägt, die selten größere Auswirkungen auf bewohnte Gebiete haben, jedoch den Flugverkehr beeinträchtigen können.

Der Vulkan bleibt auf Alarmstufe Gelb. Die Situation wird weiterhin genau überwacht.

Sangay: Vulkanasche driftet in 7300 m Höhe

Anhaltende Aktivität am Vulkan Sangay – Aschewolken bis FL240 und hohe Explosionsrate

Der 5.230 m hohe Vulkan Sangay bleibt weiterhin eruptiv aktiv und förderte nach Angaben des Washington VAAC in den frühen Morgenstunden des 11. Februar Vulkanasche, die bis auf eine Höhe von 7.300 m aufgestiegen ist und eine Gefahr für den Flugverkehr darstellt.

VONA

Laut einer VONA-Warnung wurde um 02:00 UTC eine Aschewolke im Höhenbereich FL240 (ca. 7.300 m) beobachtet. Die Asche driftete mit rund 10 Knoten (19 km/h) nach Westen. Prognosen geben an, dass sich der Wind drehen wird und dass die Aschewolke dann Richtung Süden geweht wird. Aufgrund dichter meteorologischer Bewölkung war die Vulkanasche in Satellitenbildern zeitweise nicht eindeutig sichtbar. Die Emissionen gelten jedoch auf Basis der vorangegangenen Aktivität als anhaltend.

Parallel dazu meldeten bodengestützte Kamerasysteme und das Satellitensystem GOES-19 seit dem Vortag mehrere Gas- und Ascheemissionen in südliche und südwestliche Richtung. Die Eruptionssäulen erreichten Höhen von 800 bis 1.200 Metern über Kraterhöhe. Das VAAC veröffentlichte hierzu zwei Aschewolkenmeldungen mit Ausbreitung nach Süden und Höhen bis etwa 900 Meter über Kraterniveau.

Die seismische Überwachung des IGPN registrierte innerhalb von 24 Stunden 316 Explosionssignale. Damit ist man zwar ein gutes Stück von früheren Spitzenwerten entfernt, doch es zeigt, dass die explosive Aktivität des Sangay hoch bleibt. Die hohe Explosivität, bei der glühende Tephra gefördert wird, bedingt auch die Detektion von Wärmeanomalien im Kraterbereich. Möglicherweise ist auch wieder ein kleiner Lavastrom auf der Flanke unterwegs.

Regenfälle wurden im Berichtszeitraum nicht festgestellt. Es wird aber darauf hingewiesen, dass starke Niederschläge potenziell Lahare (Schlamm- und Gerölllawinen) auslösen könnten. Solche Ströme würden sich entlang der Flanken bewegen und in angrenzende Flusssysteme gelangen. In früheren Jahren veränderten Lahar-Ablagerungen den Lauf von Flüssen am Vulkanfuß deutlich, was Überflutungen verursachte.

Der Sangay liegt am Rand der Anden und entwässert in Richtung des Amazonasbeckens. Somit beeinflussen die Mineralstoffeinträge durch die Vulkanasche auch eines der wichtigsten Ökosysteme unseres Planeten.