Taal-Vulkan: 23 Tremorphasen kündigen Vulkanausbruch an

Erhöhte Unruhe am Vulkan Taal – Anstieg der Seismizität kündigt phreatische Eruption an

Am Taal-Vulkan auf den Philippinen ist es in den letzten 24 Stunden zu einem erneuten Anstieg der seismischen Aktivität gekommen. Wie das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHILVOLCS) mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 23 vulkanische Tremorphasen registriert, die jeweils eine Dauer von zwei bis drei Minuten hatten. Diese seismischen Signale treten typischerweise einige Tage bis Stunden vor einer phreatischen Explosion auf, so wie wir sie in den letzten Monaten häufiger sahen.

Taal
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Darüber hinaus verzeichneten die Messstationen am 25. Januar elf vulkanische Erdbeben, nachdem am Vortag bereits neun weitere Ereignisse aufgezeichnet worden waren. Damit setzt sich eine Phase zunehmender seismischer Unruhe fort, nachdem die Aktivität in den Tagen zuvor deutlich geringer ausgefallen war.

Laut PHILVOLCS zeigten die Überwachungsdaten zwischen dem 12. und 23. Januar eine vergleichsweise ruhige Phase mit lediglich 25 vulkanotektonischen Erdbeben und zehn Tremor-Signalen innerhalb von zwölf Tagen. Der jüngste Anstieg stellt somit eine signifikante Abweichung vom vorherigen Trend dar.

Vulkanologen erklärten, dass vulkanische Erdbeben durch Prozesse im Inneren eines aktiven Vulkans verursacht werden und sich durch charakteristische seismische Muster, Amplituden und Wellenperioden auszeichnen. Bei Tremor handelt es sich hingegen um kontinuierliche Signale mit niedrigen Frequenzen, die auf die Bewegung von Fluiden wie Gasen oder hydrothermalen Lösungen im Untergrund hinweisen können.

Neben den Erdbebensignalen ergaben die jüngsten Messungen, dass der Taal rund 271 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag emittiert. Diesen Wert stufen die Vulkanologen als schwache Gasemission ein.

In den vergangenen Wochen gab es am Taal mehrere phreatische Eruptionen, die von Dampf angetrieben wurden. Sie folgten alle dem gleichen Muster, wie es sich jetzt wieder ankündigt.

Neben dem Taal ist auf den Philippinen der Mayon weiterhin aktiv und baut an seinem Lavadom. Täglich gibt es zahlreiche Schuttlawinen und Abgänge pyroklastischer Dichteströme, bei denen Aschewolken entstehen, die beim VAAC Tokio VONA-Warnungen auslösen. Heute gab es drei dieser Warnungen.

Taal: deutliche Zunahme der Seismizität am 11. Januar

Zunehmende Unruhe am Taal-Vulkan: Erdbeben, Gasemissionen und Bodenhebung registriert

Am Taal-Vulkan in der philippinischen Provinz Batangas ist in den vergangenen Tagen eine deutliche Zunahme der seismovulkanischen Aktivität beobachtet worden: Nachdem es am Freitag zu 2 kleinen phreatischen Eruptionen aus dem Kratersee auf Volcano Island gekommen war, steigerte sich am Samstag die Erdnebenaktivität: Nach Angaben der Überwachungsbehörden wurden 20 vulkanische Erdbeben registriert, darunter 14 vulkanische Tremor-Episoden, die zwischen einer und 125 Minuten andauerten. Die Messwerte deuten auf eine erneute Unruhe im Vulkansystem hin, bei der sich der Druck im Fördersystem erhöht. Die Gefahr weiterer phreatischer Eruptionen steigt somit.

Taal-Archivbild

Generell gab es im letzten Jahr Hinweise auf ein Abkühlen des Vulkansystems am Taal, obwohl es zugleich eine Häufung phreatischer Eruptionen gab, was allerdings kein Widerspruch sein muss: Neuere Studien belegen, dass es während Abkühlungsphasen zu einer Zunahme phreatischer Eruptionen kommen kann, da der Druck durch Verschließung von Poren und Klüften in einem Hydrothermalsystem zunehmen kann. Der zuletzt am 19. Februar 2025 gemessene pH-Wert des Wassers im Kratersee lag bei 0,3, was weniger sauer war als noch ein Jahr zuvor. Auch die Wassertemperatur verringerte sich und wurde am 20. November 2025 mit 58,1 Grad Celsius angegeben. Mit Spannung darf man die neuen Messungen erwarten, die in den nächsten Wochen stattfinden sollten.

Was gegen eine Abkühlung des Systems spricht, ist eine weiterhin anhaltende Inflation von Teilen des Inselvulkans, die sich in Form einer leichten Bodenhebung widerspiegelt. Diese Deformation wird üblicherweise mit Druckaufbau im flachen Magmareservoir in Verbindung gebracht, wobei es aber auch ein Effekt des Hydrothermalsystems sein kann.

Die Kombination der Messwerte unterstreicht, dass sich der Taal-Vulkan weiterhin in einem Zustand erhöhter Unruhe befindet. Die Behörden setzen die engmaschige Überwachung fort und weisen darauf hin, dass plötzliche Dampf- oder Ascheeruptionen auch ohne längere Vorwarnzeit möglich sind. Das Betreten von Volcano Island bleibt verboten.

Taal mit 2 kleinen phreatischen Eruptionen am 9. Januar

Taal erzeugte heute 2 kleine phreatische Eruptionen – Gasausstoß vergleichsweise niedrig

Auf den Philippinen sind nicht nur Mayon und Kanlaon aktiv, sondern auch der Taal: Heute manifestierten sich dort zwischen 07:11 und 07:15 Uhr Lokalzeit zwei kleine phreatische Eruptionen im Kratersee von Volcano Island. Die Explosionen erzeugten schlammige Fontänen und ließen Dampf aufsteigen. Eine VONA-Warnung gab es nicht, was darauf hindeutet, dass kein frisches Magma an der Eruption beteiligt gewesen war.

Taal. © PHILVOLCS

Direkte Warnzeichen in Form von Tremor gab es diesmal nicht, allerdings war der Schwefeldioxidausstoß in den letzten Tagen sehr niedrig. Er erhöhte sich allerdings bereits vor den Explosionen wieder. So wurden gestern 160 Tonnen des vulkanischen Gases emittiert. Zudem registriert das seismische Netzwerk 3 vulkanotektonische Erschütterungen. Das Vulkangebäude des Inselvulkans innerhalb der Taal-Caldera zeigt weiterhin Anzeichen der Inflation: Auch wenn aktuell kein Magma an der Eruption beteiligt war, befindet sich im flachen Magmenspeicher unter dem Vulkan Schmelze. Sie ist für die Erdwärme verantwortlich, die Grundwasser explosionsartig verdampfen lässt, wodurch die phreatischen Eruptionen entstehen.

Seit einem Jahr sind die geophysikalischen und geochemischen Messgrößen am Taal generell rückläufig. Phreatische Eruptionen können auch verstärkt während Abkühlungsphasen auftreten und müssen nicht zwingend an ein Aufheizen eines Vulkansystems gekoppelt sein. Daher bleibt unklar, ob der Taal aktuell zu einer größeren Eruption befähigt ist, die über phreatomagmatische Explosionen hinausgeht.

Mit der Alarmstufe „1“ hält PHILVOLCS den Alarmstatus des Vulkans niedrig. Es gilt eine 2-Kilometer-Sperrzone um den Krater auf Volcano Island und die Insel darf nicht betreten werden. Es gilt auch ein Überflugverbot in geringer Höhe. Passagiermaschinen sind hiervon aber nicht betroffen.

Der Mayon hingegen steigerte in den letzten Tagen seine Aktivität signifikant. Hier könnte sich ein lohnendes Ziel für Vulkanspotter entwickeln, besonders falls es wie bei den beiden vorangegangenen Eruptionsserien zu Paroxysmen kommen sollte. Stay tuned!

Taal: Zunahme der Seismizität am 4. Januar

Zunahme der Erdbeben am Taal-Vulkan sorgt für erhöhte Aufmerksamkeit

Der Taal-Vulkan auf den Philippinen hat in den vergangenen Tagen eine spürbare Zunahme seiner seismischen Aktivität gezeigt. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHIVOLCS) meldete, dass sich die Zahl der vulkanischen Erdbeben in den letzten 72 Stunden deutlich erhöht hat. Am 4. Januar 2026 wurden beispielsweise innerhalb von 24 Stunden 55 vulkanische Erdbeben registriert – eine deutliche Steigerung gegenüber den Tagen zuvor. Die 55 Erschütterungen enthalten 9 Tremore, darunter eine langanhaltende Phase, die am 3. Januar begann und auch heute aktiv ist. Solche langanhaltenden Tremorphasen kündigen oft hydrothermale Explosionen im Kratersee von Volcano Island an.

Im Dezember 2025 kam es zudem zu mehreren kleineren hydrothermalen Eruptionen, die von PHIVOLCS als „minor phreatic“ oder „minor phreatomagmatic“ Ereignisse klassifiziert wurden. Besonders am 4. Dezember stiegen Dampf- und Aschewolken bis zu 1,2 Kilometer auf. Ein weiteres ähnliches Ereignis wurde am 26. Dezember verzeichnet, bei dem Dampfwolken in einer Höhe von bis zu 600 Metern über dem Hauptkrater beobachtet wurden.

Hydrothermale Eruptionen entstehen, wenn Wasser in Kontakt mit heißem Magma oder Gestein kommt und sich explosionsartig in Dampf verwandelt. Diese kleineren Ausbrüche sind meist weniger gefährlich als größere magmatische Eruptionen, können aber Vorboten für eine zunehmende vulkanische Aktivität sein.

Die Vulkanologen beobachtet die aktuelle Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit, da steigende Erdbebenzahlen oft ein Hinweis auf Bewegung von Magma oder erhitztem Gestein im Untergrund sind. Begleitend zu den Erdbeben wurde auch ein anhaltendes Beben registriert, das seit dem Morgen des 3. Januar andauert. Die Alarmstufe für den Vulkan bleibt bei Stufe 1, was eine erhöhte, aber noch nicht kritische Unruhe signalisiert.

PHIVOLCS rät Anwohnern und Besuchern, die Warnungen ernst zu nehmen und den Vulkan weiterhin genau zu beobachten. Die seismische Unruhe des Taal bleibt ein Zeichen dafür, dass der Vulkan nicht zur Ruhe gekommen ist.

Taal: Phreatische Eruption am 3. Dezember

Eruption vom Taal lässt Eruptionswolke auf 1500 m Höhe aufsteigen – VONA-Warnung veröffentlicht

Am philippinischen Taal-Vulkan kam es heute zu einer explosiven Eruption. Laut dem Vulkanaschewarnzentrum in Tokio begann der Ausbruch um 16:59 UTC. Auf den Philippinen war es zu diesem Zeitpunkt 00:59 Uhr Ortszeit. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von etwa 1.500 Metern über dem Krater, was dem Flugniveau FL050 entspricht.

Die Beobachtungen basieren auf Daten des Himawari-9-Wettersatelliten sowie auf Informationen der philippinischen Vulkanbehörde PHIVOLCS. Zum Zeitpunkt der letzten Auswertung um 17:00 UTC konnte in den Satellitenbildern aufgrund dichter Bewölkung keine klar erkennbare Vulkanaschewolke festgestellt werden. In der betroffenen Höhe herrschten Winde aus Nordost mit rund 28 Knoten.

Taal © PHILVOLCS

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um eine phreatische oder phreatomagmatische Eruption, wie sie für den Taal in den letzten Jahren typisch ist. Aufgrund der VONA-Warnung kann von einem gewissen Ascheanteil in der Eruptionswolke ausgegangen werden, was nahelegt, dass es sich um eine der stärkeren phreatomagmatischen Eruptionen handelte. Diese Eruptionsform geht vom Kratersee auf Volcano Island aus.

Der Inselvulkan war in den letzten Tagen Schauplatz einer langanhaltenden Tremorphase, die am 1. Dezember begann. Solche Tremorphasen werden durch starke Fluidbewegungen verursacht und treten besonders dann auf, wenn das Fördersystem des Vulkans blockiert oder verstopft ist. Bereits am 27. November betrug der Schwefeldioxidausstoß 208 Tonnen pro Tag. Der Wert wurde seitdem nicht aktualisiert. In meinem letzten Update zum Taal hatte ich darüber spekuliert, dass sich das Vulkansystem langsam abkühlen könnte. Die heutige Eruption scheint dem zu widersprechen. Von anderen Vulkanen ist jedoch bekannt, dass es in einer Abkühlphase vermehrt zu phreatischen Eruptionen kommen kann, weil sinkende Gastemperaturen Kondensations- und Kristallisationsprozesse in den Aufstiegswegen begünstigen, was zu den erwähnten Blockaden führt.

Handelte es sich jedoch um eine phreatomagmatische Eruption, müsste Magma mit Grundwasser in Kontakt gekommen sein. Das stünde eher im Gegensatz zu einer fortschreitenden Abkühlphase.

Update: Gerade als ich mit dem Schreiben des Artikels fertig geworden bin, veröffentlichte PHILVOLCS Bilder der Überwachungskameras. Die Aufnahmen bestätigen meine Spekulationen betreffend des Ausbruchscharakters: Es war eine phreatomagmatische Eruption. Vor diesem Ausbruch gab es eine kleine hydrothermale Explosion.

Taal: Erhöhte Seismizität Ende November

Vulkan Taal zeigt weiterhin erhöhte seismische Aktivität – Risiko phreatischer Eruptionen hoch

In den letzten 24 Stunden registrierten die Geoforscher am philippinischen Vulkan Taal insgesamt 20 vulkanische Erdbeben, darunter 4 Tremorereignisse, die zwischen 2 und 403 Minuten andauerten. Die Temperatur im Hauptkratersee lag bei 58,1 Grad Celsius, während der Säuregrad des Wassers bei einem pH-Wert von 0,3 blieb. Die Schwefeldioxid-Emissionen beliefen sich auf rund 208 Tonnen pro Tag, was ein vergleichsweise niedriger Wert ist. Eine Dampffahne stieg bis zu 800 Meter hoch und wurde als moderate Emission eingestuft, die in südwestlicher Richtung abtrieb. Gleichzeitig zeigten Messungen eine Aufwölbung der Vulkaninsel, ein Hinweis auf eine mögliche Magmabewegung unter der Oberfläche.

Aufgrund dieser Entwicklungen bleibt das Betreten der Vulkaninsel, insbesondere des Hauptkraters und der Daang-Kastila-Spalten, weiterhin verboten. Auch das Befahren des Taal-Sees mit Booten sowie Flüge in unmittelbarer Nähe des Vulkans sind untersagt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Ein Blick auf die gesamte Aktivität im November zeigt, dass der Vulkan Taal mit 514 vulkanischen Erdbeben und 98 Tremorereignissen deutlich aktiver war als in den Vormonaten. Im Oktober wurden 367 Beben und 69 Tremore registriert, im September 189 Beben und 129 Tremore. Diese Zunahme unterstreicht die anhaltende Unruhe des Vulkans.

Die Vulkanbeobachter erklären, dass vulkanische Erdbeben durch magmatische Bewegungen im Untergrund verursacht werden. Die Tremore sind niederfrequente Schwingungen, die durch resonierendes Magma oder kleinere interne Explosionen entstehen. Trotz der erhöhten seismischen Aktivität gilt weiterhin Alarmstufe 1, was ungewöhnliche Bedingungen und die Möglichkeit plötzlicher, dampfgetriebener Eruptionen signalisiert. Dazu kommen mögliche Aschefälle und gefährliche Gasfreisetzungen, die vor allem die Insel rund um den Vulkan betreffen können. Die Bevölkerung wird daher weiterhin dringend aufgefordert, die Gefahrenzone nicht zu betreten und den Sicherheitsanweisungen Folge zu leisten.

Generell sprechen 2 Beobachtungen für ein Abkühlen des magmatischen Systems: der deutlich verringerte Schwefeldioxidausstoß sowie die deutlich verringerte Temperatur des Kratersees. Hier scheint es nicht nur zu einer kurzfristigen Blockade des Fördersystems gekommen zu sein, sondern zu einer Verringerung der Entgasung der Schmelze in der Tiefe. Trotzdem ist in Vulkannähe weiterhin Vorsicht geboten.

Taal: Phreatische Eruption nach Erdbebenanstieg

Phreatische Eruption am Taal – Erdbebenanstieg ging voran

Am philippinischen Taal-Vulkan kam es heute Morgen um Kurz vor 10 Uhr Ortszeit zu einer phreatischen Eruption, deren auftreten wenig überraschend kam, da in den letzten Tagen der Gasausstoß deutlich zurückgegangen war und die Erdbebentätigkeit signifikant anstieg, allerdings offenbar ohne Tremor zu erzeugen.

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Insgesamt wurden in den letzten 24 Stunden 27 vulkanotektonische Erdbeben registriert. Die SO₂-Emissionen waren seit Tagen niedrig und betrugen bereits bei der letzten Messung am 17. November nur 72 Tonnen am Tag – ein Bruchteil dessen, was sonst üblich ist. Damit ist klar, dass es eine Blockade im Fördersystem gab, die der Vulkan nur mit einer Explosion lösen konnte. Ob die Sache bereits erledigt ist, bleibt fraglich, denn bei der Explosion heute handelte es sich um ein vergleichsweise schwaches Ereignis. Meiner Meinung nach muss man mit weiteren dampfgetriebenen Explosionen bis hin zu phreatomagmatischen Eruptionen rechnen.

Der See im Krater von Volcano Island zeigt weiterhin deutliche Anzeichen vulkanischer Aktivität: Der pH-Wert liegt stark im sauren Bereich. Zudem wurde am 20. November 2025 eine neue Messung der Wassertemperatur durchgeführt, die nur noch 58,1 °C betrug und damit um 12 Grad unter dem Wert der letzten Messung im Frühjahr lag. Dieser deutliche Temperaturrückgang könnte mit der Blockade des Fördersystems zusammenhängen oder tatsächlich darauf hindeuten, dass die Aktivität runterfährt. Dagegen sprechen allerdings die frequenten phreatischen Eruptionen.

Der Vulkan stößt zudem eine Dampf- und Gasfahne aus, die bis heute Morgen bis zu 600 m hoch aufstieg und leicht nach Südwesten verfrachtet wurde. Messungen zur Bodenverformung zeigen eine kurzfristige Inflation des Taal Volcano Island, was auf eine leichte Zufuhr magmatischer Fluide im Untergrund hinweist.

Der Alarmstatus „1“ bleibt bestehen und damit das Verbot, Volcano Island zu betreten oder zu überfliegen.

Der Volcano Island ist ein komplexer Inselvulkan mit mehreren Kratern im Südwesten der philippinischen Insel Luzon, rund 60 km südlich von Manila. Er liegt innerhalb der großen Taal-Caldera, die heute überwiegend vom Taal-See ausgefüllt wird. Trotz seiner relativ geringen Höhe von etwa 311 m zählt Taal zu den gefährlichsten Vulkanen der Philippinen, da er hochexplosive Ausbrüche erzeugen kann und in einer dicht besiedelten Region liegt.

Taal: Phreatomagmatische Eruption am 12 November

Phreatomagmatische Eruption am Taal-Vulkan nach Tagen der Verstopfung – Eruptionswolke auf 2800m Höhe

Der philippinische Taal-Vulkan hat am Morgen des 12. November 2025 eine kurze, aber eindrucksvolle phreatomagmatische Eruption erzeugt. Nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHIVOLCS) ereignete sich das Geschehen zwischen 06:51 und 06:54 Uhr Ortszeit im Hauptkrater auf Volcano Island. Die kleine Vulkaninsel liegt im See der Taal-Caldera und beherbergt ihrerseits einen Kratersee, aus dem sich die dampfgetriebenen Eruptionen manifestieren. Zeitrafferaufnahmen der Überwachungskameras zeigen eine grau-weiße Eruptionswolke aus Dampf, Seesedimenten und Vulkanasche, die bis zu 2 800 Meter hoch aufstieg und anschließend nordöstlich abdriftete. Nach einer VOANA-Meldung des VAAC Tokio erreichte die Eruptionswolke sogar eine Höhe von 3500 m und driftete in Richtung Nordosten. Die Warnstufe 1 bleibt weiterhin in Kraft.

Der Ausbruch kam nicht völlig überraschend. Bereits in den Tagen zuvor hatte PHIVOLCS auf langanhaltenden vulkanischen Tremor hingewiesen: Die Tremorphase begann am 7. November um 03:22 Uhr und dauerte bis zu Zeitpunkt der Eruption an. Diese kontinuierlichen Erschütterungen gelten als Zeichen von aufsteigenden Gasen oder Fluiden im Untergrund. Gleichzeitig reduzierte sich der Schwefeldioxidausstoß auf nur noch 90 Tonnen am Tag – ein Hinweis auf eine Blockade des Fördersystems und inneren Druckaufbau. Der entstehende Druck konnte sich schließlich nur über eine explosive Dampf-Magma-Reaktion entladen. Die Tatsache, dass es sich nicht um eine rein phreatische Eruption handelte und Vulkanasche gefördert wurde, zeigt, dass sich fließfähiges Magma im Speichersystem befindet. Wahrscheinlich ist es die sehr zähe Schmelze, die schuld daran ist, dass es immer wieder zu Blockaden des Fördersystems kommt. Das zeigt auch, dass stärkere Explosionen mit einem größeren Ascheanteil möglich sind.

Auch die Bedingungen im Kratersee zeigten die hohe Energie des Systems: Bei Temperaturen von fast 70 °C und einem extrem sauren pH-Wert von 0,3 herrschen dort aggressive hydrothermale Prozesse. Eine schwache, 600 Meter hohe Gasfahne mit nordöstlichem Drift war in den Tagen vor dem Ausbruch sichtbar.

Trotz der spektakulären Bilder gilt der Ausbruch als kleines Ereignis, das keine größeren Schäden verursachte. Dennoch mahnt PHIVOLCS zur Vorsicht: Plötzliche Dampfexplosionen oder gefährliche Gasansammlungen bleiben unter den aktuellen Bedingungen möglich. Die Insel des Hauptkraters bleibt daher weiterhin Sperrgebiet.

Taal: 3 Eruptionen am 26. Oktober

Taal bricht dreimal aus – 2 Eruptionen waren phreatomagmatisch

Dem philippinischen Taal-Vulkan reichte der Druckabbau offenbar nicht, den die phreatische Eruption gestern bewirkt hatte – denn heute kam es gleich zu drei Ausbrüchen. Nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHILVOLCS) ereigneten sich im Hauptkrater drei kleinere phreatische und phreatomagmatische Eruptionen, bei denen Dampf, Asche und vulkanisches Material ausgestoßen wurden.

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Der erste Ausbruch trat um 02:55 Uhr auf, war rein phreatischer Natur und dauerte etwa eine Minute. Zwischen 08:13 Uhr und 08:15 Uhr folgte ein weiterer, phreatomagmatischer Ausbruch, der eine Eruptionswolke bis zu 1200 Meter über den Krater aufsteigen ließ. Gegen 08:20 Uhr kam es schließlich zur dritten und stärksten Eruption des Tages, bei der die Auswurfshöhe rund 2100 Meter betrug. Diese löste eine VONA-Meldung vor Aschewolken für den Flugverkehr beim VAAC (Volcanic Ash Advisory Center) in Tokio aus.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Vulkan eine erhöhte Aktivität gezeigt. Am 25. Oktober wurde ein dreiminütiger, am 20. Oktober ein einminütiger phreatischer Ausbruch registriert. Solche Eruptionen entstehen, wenn Erdwärme Wasser explosionsartig verdampfen lässt. Die heutigen phreatomagmatischen Ausbrüche dagegen wurden durch den direkten Kontakt zwischen Grundwasser und Magma ausgelöst – ein Prozess, der ebenfalls zu heftigen Explosionen führen kann und dabei neben älteren Ablagerungen auch frisches, teils glühendes Material fördert.

Laut PHILVOLCS wurden innerhalb von 24 Stunden neun vulkanische Erdbeben sowie zwei länger andauernde Tremorphasen aufgezeichnet. Im Oktober summierten sich die Ereignisse bislang auf 229 vulkanotektonische Erdbeben und 13 Tremor-Episoden.

Der Ausstoß von Schwefeldioxid wurde am Samstag mit 436 Tonnen gemessen und lag damit deutlich unter dem üblichen Niveau. Die Dampffahne stieg bis zu 600 Meter hoch.

Der Taal-Vulkan bleibt weiterhin auf Alarmstufe 1, was auf eine geringe vulkanische Unruhe hinweist. Dennoch warnt Phivolcs vor möglichen plötzlichen, dampfgetriebenen Eruptionen sowie gefährlichen Gaskonzentrationen in der Nähe der Vulkaninsel.

Der Taal-Vulkan liegt rund 60 Kilometer südlich von Manila im Batangas-See. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen und brach zuletzt im Januar 2020 heftig aus, was zu massiven Evakuierungen und Ascheregen in der Region führte. Trotz der derzeit niedrigen Alarmstufe bleibt der Vulkan unter intensiver Beobachtung.