Ein Vulkan entsteht, wenn geschmolzenes Gestein in Form von Magma aus dem Erdinneren bis an die Oberfläche aufsteigt, dort als Lava austritt und sich um die Öffnung ablagert. Dieses Austreten von Lava ist im Allgemeinen als Vulkanausbruch bekannt. Der Prozess beginnt tief unter unseren Füßen.
Im Inneren der Erde ist es extrem heiß. Unter der festen Erdkruste liegt der Erdmantel mit Temperaturen von über 1.000 °C. In manchen Bereichen schmilzt das Gestein teilweise auf ‐ es entsteht Magma. Dieses Magma ist leichter als das umgebende feste Gestein und beginnt deshalb langsam nach oben zu steigen, ähnlich wie eine Luftblase im Wasser. Auf seinem Weg sammelt es sich in einigen Kilometern Tiefe in sogenannten Magmakammern.
Ein Vulkan entsteht, wenn sich in der Erdkruste Risse oder Schwachstellen bilden. Solche Risse entstehen häufig an Plattengrenzen oder in geologisch aktiven Regionen. Durch diese Öffnungen kann das unter Druck stehende Magma weiter aufsteigen. Der Druck entsteht vor allem durch im Magma gelöste Gase. Wird der Druck groß genug, presst er das Magma durch einen Förderschlot nach oben.
Erreicht das Magma die Erdoberfläche, spricht man von Lava. Bei einem Vulkanausbruch tritt sie aus dem Krater oder aus Spalten aus. Die Lava kühlt ab und erstarrt. Mit jeder weiteren Eruption lagern sich neue Schichten aus Lava, Asche und Gesteinsfragmenten (Tephra) ab. Über viele Ausbrüche hinweg wächst so allmählich ein Berg ‐ der Vulkankegel entsteht.
Die geologische Struktur eines Vulkans
Ein Vulkanberg bildet sich also nicht auf einmal, sondern über lange Zeiträume durch wiederholte Ausbrüche. Seine geologische Struktur ist mehr als der sichtbare Teil des Vulkanbergs. Sie besteht typischerweise aus mehreren Teilen:
Nicht jeder Vulkan sieht gleich aus und es gibt mehrere unterschiedliche Vulkanformen. Manche sind hohe, steile Berge wie der Mount Fuji, andere sind flach und breit wie der Mauna Loa oder bestehen nur aus einer Spalte in der Erdkruste. Es gibt sogar Vulkane unter dem Meer oder unter Gletschern. Welche Form ein Vulkan annimmt und wie er ausbricht, hängt maßgeblich von der Lavaart ab, die er fördert. Ist die Lava dünnflüssig, entstehen eher Spaltenvulkane und Schildvulkane. Zähflüssige Lava lässt steile Stratovulkane entstehen. Die Zähigkeit der Lava ist auch mit verantwortlich, ob ein Vulkan explosiv ausbricht und hoch aufsteigende Aschewolken fördert oder ob überwiegend effusive Tätigkeit in Form von Lavaströmen stattfindet.
Zusammengefasst ist ein Vulkan also kein einzelner "Feuerberg", sondern ein geologisches System. Er verbindet das heiße Erdinnere mit der Oberfläche und ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass unser Planet ständig in Bewegung ist.
Online seit 2026