Tornado in Deutschland

Heute Abend suchte ein Tornado die Stadt Viersen bei Mönchengladbach heim. Der Wirbelsturm richtete große Schäden an. 1 Mensch wurde von einem umstürzenden Baum schwer verletzt. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. Zudem deckte der Tornado zahlreiche Dächer ab. In umliegenden Regionen gab es plötzliche Sturmböen, Starkregen und Hagel. Die Unwetter-Gefahr steigt aufgrund der viel zu hohen Temperaturen, die für diese Jahreszeit untypisch sind, aber immer häufiger vorkommen.

Meeresforschung: Größte Unterwasser-Todeszone entdeckt

Die weltgrößte Unterwasser-Todeszone wurde jüngst im Golf von Oman entdeckt: in einem Gebiet so groß wie Bayern, ist die Sauerstoff-Konzentration des Wassers so gering, dass praktisch kein Leben mehr möglich ist. Die Unterwasserlandschaft gleicht einer Wüste. Diese traurige Entdeckung machte ein Forscherteam der University of East Anglia. Ihre Arbeit wurde im Geophysical Research Letters veröffentlicht. Mit 2 Unterwasserdrohnen erkundeten sie das Arabische Meer bis im einer Tiefe von 1000 Metern. Die Drohnen sammelten Daten über die Sauerstoffkonzentration und fertigten Bilder an. In Wassertiefen zwischen 150 m und 950 m ist die Sauerstoffkonzentration sehr gering. Die meisten Tier- und Pflanzenarten sind ausgestorben.

Die Todeszone war schon seit längerem bekannt, doch ihre Ausdehnung überraschte die Wissenschaftler. Bisher waren genaue Untersuchungen der Gegend unmöglich, da somalische Piraten den Golf unsicher machten.

Solche Todeszonen verbreiten sich in den Weltmeeren immer weiter. Sie entstehen, wenn der Sauerstoffaustausch gestört wird, was durch sich ändernde Meeresströmungen geschehen kann. Ein weiterer Grund ist der extrem hohe Eintrag von Düngemitteln und Abwässern über die Flüsse. Dadurch kommt es zur sogenannte Algenblüte: der explosionsartigen Vermehrung der Algen. Diese verbrauchen Sauerstoff und wenn sie absterben verbraucht die verfaulende Biomasse weiteren Sauerstoff.  Der anthropogene Klimawandel verschärft die Situation: ein Anstieg der Meerestemperaturen ändert die Strömungsverhältnisse. Zudem kann warmes Wasser weniger Sauerstoff binden als kaltes Wasser. Die gleichen Phänomene sind auch für das Absterben des australische Great Barrier Reef verantwortlich. Dort will man nun Milliarden Dollar in den Umweltschutz stecken, um das Riff zu retten.

Studienleiter Bastien Queste sagt: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Situation schlimmer ist als bislang gedacht“.

Mikroplastik in der Arktis

Schlimmer als gedacht ist auch die Situation der arktischen Meeresregionen. Dort fanden Forscher mehr als 12.000 Mikroplastikpartikel pro Liter Meereis. Ilka Peeke vom AWI (Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven) untersuchte die Meereisproben und zeigte sich über das Ergebnis selbst überrascht. Die Forscherin hatte mit so einer hohen Kunststoffpartikel-Konzentration fernab von menschlichen Einflüssen nicht gerechnet. Plastikmüll wird zu mikroskopisch kleinen Partikeln zerkleinert und mit der Meeresströmung in die entlegensten Regionen transportiert. Dort werden sie von den Meerestieren aufgenommen und gelangen so in die Nahrungskette.

Die beiden Beispiele zeigen wieder, wie Verantwortungslos wir mit der Umwelt umgehen. In meinen Augen liegen die Hauptprobleme in der immer weiter wachsenden Weltbevölkerung, der zunehmenden Industrialisierung und in unserem Konsumverhalten. Eine Weltwirtschaft, die auf beständiges Wachstum basiert ist auf Dauer nicht tragbar.

Quellen: Geophysical Research Letters, Nature Communications

Schneechaos Zermatt

In den vergangenen Tagen herrschte in den Schweizer Alpen Schneechaos. Verschiedenen Täler waren von der Außenwelt abgeschnitten, da die starken Schneefälle die Straßen und Bahnlinien unpassierbar machten. Letztere sind nun wieder offen. Besonders stark betroffen war der Wintersportort Zermatt. Dort wurden eingeschneite Touristen teilweise per Heli ausgeflogen. Der viele Schnee lockt nun Wintersporturlauber in die Schweiz. Wenn die Schneemassen schmelzen, muss auch bei uns in Deutschland mit Hochwasser gerechnet werden.

Dies ist nur ein Beispiel zahlreicher Extremwetterlagen, die in den letzten Monaten für Schlagzeilen sorgten. Der globale Klimawandel ist ein Grund, weshalb das Bulletin of Atomic Scientists seine Weltuntergangsuhr um 30 Sekunden vorstellte. Auf dieser Uhr ist es nun 2 Minuten vor 12 Uhr. Weitere Gründe, warum die Wissenschaftler das Ende der menschlichen Zivilisation erwarten, sind die Regentschaft des US-Amerikanischen Präsidenten und mangelnde Abrüstung.

Sturmtief Friederike wütet über Deutschland

Heute Nacht erreichte das gefürchtete Sturmtief Friederike den Westen Deutschlands und bringt Orkanböen, Schnee in den Höhenlagen und Starkregen in den Niederungen. Besonders betroffen sind zunächst NRW und Niedersachsen. Im Laufe des Tages breitet sich der Sturm weiter in den Osten aus. Vielerorts ist es den Eltern freigestellt ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken. Meteorologen empfehlen jedem, der nicht das Haus verlassen muss zuhause zu bleiben. Lose Gegenstände im Garten sollten gesichert werden: sie könnten herumfliegen und Beschädigungen verursachen. Zudem können Bäume entwurzelt werden und Dachteile herunterfallen. Glatteis und Schnee bedingten bereits zahlreiche Verkehrsunfälle.

Auf dem Tag vor 11 Jahren zog ein noch stärkeres Sturmtief über Deutschland und richtete große Schäden an: Kyrill. Damals wurden große Waldflächen zerstört. Es entstanden schwere Gebäudeschäden und 13 Menschen verloren in Deutschland ihr Leben. Die Warnungen für Heute sind durchaus ernst zu nehmen.

Von Schlammlawinen und Schneechaos

Kaum ein Tag, an dem es nicht neue Nachrichten über klimabedingte Naturkatastrophen gibt. Leider übersteigt es meine Kapazitäten über alle zu schreiben, daher beschränke ich mich hier auf die Ereignisse, die die größten Schlagzeilen verursachen. Besorgniserregend finde ich die schiere Anzahl der Katastrophen der letzten Monate und ich halte es für absolut unverantwortlich, dass wir alle so tun, als würde es den Klimawandel nicht geben. Ein trauriges Beispiel für eine klimabedingte Naturkatastrophe finden wir derzeit in den USA:

Schlammlawine in Kalifornien

Nach den verheerenden Waldbränden im Großraum Los Angeles, wird die Region nun von Unwettern heimgesucht. Starke Regenfälle lösten die Dürre ab und löschten das Thomas-Feuer, lösten dafür aber katastrophale Schlammlawinen aus. Im Bezirk Santa Barbara gingen gleich mehrere Schlammlawinen ab. Die verheerendste zerstörte viele Häuser im Ort Montecito. Es starben mindesten 17 Menschen und es gab 25 Verletzte. 13 Personen werden noch vermisst. Eine gute Nachricht gibt es dennoch: ein 14 jähriges Mädchen wurde aus einem verschütteten Haus lebend geborgen.

Das nun vermehrt Schlammlawinen abgehen, hängt mir den Waldbränden zusammen: Die Vegetation ist verbrannt, der kahle Boden kann das Wasser nicht aufnehmen und wird weggespült. Aus ähnlichem Grund kommt es häufig zu Schlammlawinen in den Tropen, nachdem die Wälder gerodet wurden.

Schneechaos in Zermatt

Im schweizerischen Kanton Wallis sorgen massive Schneefälle für Chaos. Im Wintersportort Zermatt waren Einheimische und gut 13.000 Touristen mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten: innerhalb weniger Stunden war über 1 m Neuschnee gefallen. Die gesamte Schneehöhe betrug 4 m. Der Autofreie Ort wird von Touristen überwiegend per Bahn angesteuert, welche aufgrund der Schneemassen nicht fahren konnte. Aufgrund der Lawinengefahr wurden mit Sprengungen kontrolliert Lawinen ausgelöst, um die brisante Situation zu entschärfen. Eine echte Katastrophe blieb aus, daher kann man hier nur von Schneechaos reden. Dieses muss nicht unbedingt mit dem Klimawandel in Verbindung stehen, dennoch löst dieser weltweite Klima-Extreme aus. Diese können sich z.B. auch in häufigen Stürmen manifestieren:

Toter nach Sturm in Frankreich

In den letzten Tagen wurde das Wetter in Frankreich vom Sturmtief „Eleanor“ bestimmt. ein deutscher galt als vermisst. Nun bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen, dass der 70 Jahre alte Düsseldorfer im Sturm starb. Ähnliche Wetterlagen wie in Frankreich, hatten Hochwasser an Rhein und Mosel ausgelöst. Die Pegelstände sinken nun wieder, aber Experten sind sich einig, das wir in den nächsten Jahrzehnten mit einer Zunahme von Flutkatastrophen rechnen müssen.

Bilder, Videos und weitere Berichte über Naturkatastrophen findet ihr in unserer FB-Gruppe „Naturkatastrophen und Naturphänomene„.

USA: Wetterchaos an der Ostküste

Seit Tagen herrschen an der Ostküste von Kanada und der USA polare Temperaturen. Letzte Woche purzelte der bisherige Kälterekord: der Neue liegt nun bei -34 Grad. Einige Medien berichten von noch tieferen Temperaturen. Sehr wahrscheinlich sind dies aber die „gefühlten“ Temperaturen inklusive Windchill. Diese lagen bei -45 Grad. Bisher starben in den USA 16 Menschen. Aber nicht nur Menschen leiden unter der Extremkälte, sondern auch Tiere. An den Küsten wurden erfrorene Haie angespült. Im US Bundesstaat Florida kämpfen Reptilien mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Sobald es kühler als 10 Grad ist fallen sie in eine Kältestarre. Helfer versuchen Schildkröten & Co. zu retten. In einigen Orten des Südostküste fiel zum ersten Mal seit Jahrzehnten Schnee.

Dem nicht genug, erreicht nun ein Bomben-Zyklon Die Nordostküste und zieht parallel zu ihr gen Norden. Dieser Wirbelsturm bringt Temperaturen um -20 Grad mit sich und jede Menge Wind und Schnee. In Washington und New York sollen die Temperaturen auf minus 17 Grad fallen. In einigen Küstenstädten kam es zu Sturmfluten. Das Wasser gefror in den Straßen und schloss Fahrzeuge ein. Bisher fielen mehr als 4000 Flüge aus, Tausende Reisende saßen an den Flughäfen fest. 24.000 Haushalte sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Ohne Strom funktionieren auch die meisten Heizungen nicht mehr.

Die Extremkälte steht in keinem Widerspruch zur globalen Klimaerwärmung und kann sogar durch den Klimawandel erzeugt, bzw. verstärkt werden: da sich derzeit die Polarregionen schneller erwärmen, als äquatoriale Gegenden, verändert sich der Jetstream. Die Höhenwinde transportieren die arktische Luft gen Süden. Die derzeitige Abkühlung beschränkt sich regional auf die Ostküste Nordamerikas. Im größten Teil der Welt ist es derzeit zu warm.

Hochwasser in Deutschland

Während die Ostküste der USA friert, ist es in Deutschland für diese Jahreszeit zu warm. So hat bereits die Schneeschmelze eingesetzt. In Kombination mit den starken Regenfällen der letzten Wochen steigen nun die Pegel zahlreicher Flüsse. Mosel und Rhein sind besonders betroffen. so bereiten sich die Städte Bonn, Köln und Düsseldorf auf Hochwasser vor. Erste Straßen wurden bereits überflutet. Betroffen sind aber auch zahlreiche Flüsse im Süden und Norden der Republik. Der Osten scheint bisher verschont zu bleiben.

USA: Kälteeinbruch und Waldbrände

Das Wetter spielt in weiten Teilen der USA verrückt und überzieht das Land mit Klimaextremen. Über den Nordosten des Landes ist eine Kältewelle hinein gebrochen, von der auch Kanada betroffen ist. In der Kleinstadt International Falls (Bundesstaat Minnesota) sank das Thermometer auf -38,33 Grad Celsius und unterbot den bisherigen Kälterekord von -34 Grad. Dieser Rekord wurde erst im Jahr 2014 aufgestellt. In Kanada fiel das Thermometer sogar auf -40 Grad. Im US-Bundesstaat Pennsylvania vielen große Schneemengen und es wurde der Notstand ausgerufen.

Präsident Trump bewies einmal mehr, wie wissenschaftlich ungebildet er ist und twitterte: „Im Osten könnte es der KÄLTESTE Silvesterabend werden, der jemals registriert wurde. Vielleicht könnten wir ein bisschen von dem guten alten Treibhauseffekt gebrauchen, vor dem sich unser Land – anders als andere Länder – mit Zahlungen von BILLIONEN VON DOLLAR hatte schützen wollen. Zieht euch schön warm an!“ (Quelle: https://www.mz-web.de/29406226 ©2017). Dabei dürfte der extreme Kälteeinbruch in Kanada und den USA mit der extrem warmen Luft am Nordpol zusammen hängen: ein starkes Islandtief pumpt Warmluft von Mitteleuropa in den Norden und schiebt die kalte Polarluft entlang der Westküste Nordamerikas gen Süden. Am Nordpol werden derzeit Temperaturen um den Gefrierpunkt gemessen, während es normalerweise dort jetzt -40 Grad und weniger wären. Die Klimaerwärmung hat dramatische Folgen und kommende Generationen werden Trump und uns verfluchen! Das ist der Preis für maßlosen Konsum und eine kapitalistische Weltwirtschaft, die nur auf Wachstum aus ist!

Thomas-Feuer in Kalifornien

Während man im Nordosten friert, schwitzen die Menschen im Südwesten. Dort herrscht eine langanhaltende Dürre und Waldbrände wüten. In Kalifornien ist das sogenannte Thomas-Feuer der größte Wald-Steppenbrand in der Geschichte des US-Bundesstaates. Mittlerweile soll der Brand zum großen Teil unter Kontrolle sein. Dennoch ist seine Bilanz verheerend.

Österreich: Feslsturz in Vals

Im österreichischen Vals-Tal nahe Innsbruck sind 130 Bewohner eines Dorfs nur knapp einer Katastrophe entgangen, als sich Heiligabend ein Felssturz ereignete. Dieser verschüttete die einzige Zugangsstraße zum Ort. Die Geröllmassen stoppten kurz von den ersten Häusern. Wenige Minuten zuvor waren auf der Straße noch mehrere Familien unterwegs, die vom Gottesdienst zu ihren Häusern zurück kehrten. Die Anwohner sprechen von einem Weihnachtswunder, da Menschen dich zu Schaden kamen. Da weitere Bergstürze drohen, bleibt die Straße gesperrt. Gut 80 Personen sind von der Außenwelt abgeschnitten und müssen per Hubschrauber versorgt werden.

Taifun Tembin verwüsten Philippinen

Auf den Philippinen richtete ein Taifun große Schäden an. Starkregen setzte die Region Mindanao unter Wasser. Die Wassermassen lösten Hangrutsche aus. Mehr als 200 Menschen starben. 75.000 Menschen wurden evakuiert. Kurz darauf folgte ein weiterer schwerer Sturm. Tembin zog weiter Richtung Vietnam, schwächte sich kurz vor dem Landkontakt aber zu einen normalen Sturm ab.

 

Chile: Schlammlawine zerstört Häuser

In Chile ereignete sich eine weitere Naturkatastrophe: starke Regenfälle ließen beim Dorf Santa Lucia einen Fluss über die Ufer treten und lösten einen Schlammlawine aus. Diese begrub 20 Häuser unter sich. Mindestens 11 Personen starben, 15 werden noch Vermisst. Der Ort liegt in der Provinz Chaiten, in der auch der gleichnamige Vulkan Chaiten liegt. Dieser löste 2008 eine Katastrophe aus.

Taifun Lan erreicht Tokio

Bei uns in den Medien kaum beachtet, tobt über Tokio derzeit ein schwerer Taifun der Kategorie 2. Der Sturm erreicht Windstärken von bis zu 120 km/h und bring starke Regenfälle. Bereits in den letzten Tagen passierte er die Ostküsten Japans und brachte viel Regen mit sich. Auf offener See erreichter der Taifun die höchste Kategorie 5 und wurde in lokalen Medien als „Super Taifun“ bezeichnet. Dieses Jahr scheint in der Tat ein Rekordjahr der Stürme zu sein!

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