USA: Waldbrände in Kalifornien

Im US-Bundesstaat Kalifornien wüten katastrophale Waldbrände. Mindestens neun Menschen sind bisher ums Leben gekommen. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden.

Besonders schlimm trifft es das Butte Country mit er Stadt Paradise. Dort herrscht ein Flammeninferno. 27.000 Menschen sollten sich in Sicherheit bringen. Flüchtende Menschen verbrannten in ihren Fahrzeugen. Mehr als 6.400 Häuser wurden Opfer der Flammen. Insgesamt befinden sich 157.000 Menschen auf der Flucht vor den Waldbränden, die ganze Siedlungen einäschern.

Der Waldbrand war am Donnerstagmorgen ausgebrochen und wurde bisher nur zu einem sehr geringen Teil eingedämmt. Die Wetterlage begünstigt die Verbreitung der Flammen. Und ab Sonntag könnte sich die Lage noch weiter verschlechtern: dann sind starke Winde vorausgesagt.

Malibu von Waldbränden bedroht

Die Brände wüten aber auch in mehreren anderen Bezirken Kaliforniens, So wird aktuell die Stadt Malibu nahe Los Angeles von den Flammen bedroht. Vororte wurden bereits evakuiert. In Malibu leben viele Wohlhabende und Künstler. Dort wurde der Highway 101 gesperrt.

Zwischen Topanga Canyon und Decker Canyon gibt es weitere Sperrungen am Pacific Highway. Er ist eine wichtige Verbindung zwischen den Städten Süd- und Nordkaliforniens.

Ausrufung des Notstandes

Für die betroffenen Countys des Bundesstaates an der Westküste wurde der Notstand ausgerufen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Brände weiter ausbreiten. Anhaltende Hitze und Dürre mit Starkwinden liefern dafür gute Bedingungen. Hilfskräfte aus anderen Bundesstaaten werden in Kalifornien zusammengezogen. Mehr als 2000 Feuerwehrleute sind dort im Einsatz.

Dürre in Kalifornien

Die ungewöhnlich lang anhaltende Dürreperiode in Kalifornien begann Ende 2011. Seitdem wurde die Schweregrad der Dürre mehrfach hochgestuft. Bereits seit 2013 ist der gesamte Bundesstaat von der Dürre betroffen, allerdings unterscheidet sich ihr Ausmaß regional. Neben den geringen Niederschlägen verstärken ungewöhnliche Hitzewellen die Dürre. So liegen die Temperaturen um 1,8 Grad höher, als im Durchschnitt. Baumringanalysen zeigten, dass es aktuell die schlimmste Dürre seit 1200 Jahren ist. In Kalifornien gibt es immer wieder Dürreperioden, so zum Beispiel 1977 und 1934.

Wissenschaftler diskutieren einen Zusammenhang mit der globalen Klimaerwärmung. Eine Arbeitsgruppe der NASA kommt zu dem Schluss, dass das Klima in Kalifornien in der 2. Hälfte des Jahrhunderts signifikant trockener wird als jetzt. Ein Grund für die Dürre ist ein stabiles Hochdruckgebiet, welches sich über Kalifornien eingebaut hat. Vergleichbares erlebt gerade Deutschland! Schuld hieran sind die Höhenwinde des Jet-Streams. Diese globalen Luftströmungen ändern sich derzeit stark. Mit unabsehbaren Folgen.

Italien: Unwetter halten an

Die schweren Unwetter der letzten Tage hielten auch am Freitag an. Besonders schlimm betroffen ist Norditalien. Die Lagunenstadt Venedig steht unter Wasser: selbst im Markusdom drang Wasser ein. Die betagte Bausubstanz leidet.

In der Provinz Belluno wurden mehrere Dörfer durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten. Es wurden nicht nur Straßen blockiert, sondern auch die Strom- und Wasserversorgung gekappt. 35.000 Menschen wurden aufgefordert das Wasser abzukochen. Was für viele Haushalte ohne Strom schwierig werden dürfte, sofern sie nicht mit Gas kochen. In den Dolomiten sind 160.000 Menschen ohne Strom.

In der Region Trentino-Südtirol verwüsteten Sturmböen ganze Wälder. Bäume knickten um. Der Schaden für die Forstwirtschaft ist enorm. Auf Sardinien wurden 2 ältere Frauen vom Blitz erschlagen. Eines der Opfer ist eine deutsche Touristin. Somit stiegen die bisherigen Opferzahlen auf mindestens 20.

Selbst in Rom sind Straßen überflutet. Das Kolosseum, der Palatin-Hügel und die Kaiserforen wurden gesperrt. Unwetter wüteten auch in Neapel und ganz im Süden des Landes. In Palermo stand das Wasser in einigen Straßen bis zu einem halben Meter tief.

Schuld an diese ungewöhnliche Wetterlage hat das Tiefdruckgebiet Wenke. Es wird auch weiterhin viel regen bringen. Besonders betroffen sind der Norden (Toskana und des Latium) sowie der Süden des Landes. Starke Regenfälle beschränken sich aber nicht auf Italien, sondern werden auch für den westlichen Mittelmeerraum vorausgesagt.

Während es in Südeuropa zu viel regnet, herrscht bei uns in Deutschland weiterhin Dürre. Bereits jetzt schlägt das Jahr sämtliche Wärmerekorde bei uns und es wird als bisher heißestes Jahr in die Geschichtsbücher der Wetteraufzeichnung eingehen.

Unwetter in Italien, Frankreich und Spanien

Weite Teile von Italien, Frankreich und Spanien wurden gestern von starken Unwettern heimgesucht. Besonders schlimm getroffen hat es den Mittelmeerraum. In Italien starben 12 Menschen und es gab zahlreiche verletzte. Urlauber saßen in den Alpen fest. Starke Schneefälle blockierten einen Pass am Stilfser Joch. An der Brenner-Autobahn kam es zu einem Erdrutsch. Die Autobahn war stundenlang gesperrt.

In Ligurien wurde die Stromversorgung unterbrochen. Sämtliche Häfen wurden gesperrt, der Flugverkehr eingestellt. Der Badeort Portofino war von der Außenwelt abgeschnitten. Boote wurden in den Häfen zerstört. Die Schäden werden auf mehrere Hundert Millionen Euro geschätzt.

In Venedig hieß es Land unter: Der Wasserpegel war auf 156 cm über NN angestiegen. Ein Großteil der Altstadt wurde durch die Sturmflut überschwemmt. Der Markusplatz stand unter Wasser und das Wasser drang sogar in den berühmte Dom ein. Touristen flüchteten in Scharen aus der Stadt.

In Rom mussten ebenfalls Touristen in Sicherheit gebracht werden. Äste und Antennen wirbelten wie Geschosse durch die Luft. Bäume knickten um und erschlugen Menschen. Auch in Neapel gab es Todesopfer. Am Gipfel des Vesuv tobte der Sturm am Schlimmsten.

Unwetter in Osteuropa

Auch der Osten Europas wurde nicht verschont. Der Sturm sorgte auch hier für Stromausfälle und Verkehrschaos. In Slowenien starben 2 Autofahrer durch einen Erdrutsch. In Kroatien wurde der Schiffsverkehr behindert, die Sturmflut überschwemmte Häfen und zerstörte Yachten.

Schneechaos im Westen Europas

In Frankreich und sogar in Spanien brachte das Extremwetter einen ungewöhnlich frühen Wintereinbruch mit sich. Besonders in Höhenlagen fiel viel Schnee. Tausende Autofahrer wurden von den Schneemassen überrascht und steckten fest. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen.

Auch im Westen Deutschlands bekamen wir Ausläufer des Sturmtiefs zu spüren, doch zum Glück blieb es einfach bei schlechtem Wetter. Dennoch droht die Gefahr eines europaweiten Stromausfalls, wenn zu viele regionale Stromnetze versagen. Dadurch könnte es zu Überspannungen kommen, die das gesamte Stromnetz lahmlegen. Prepper wissen, wie man sich auf größere Naturkatastrophen vorbereiten kann.

Taifun Yutu verwüstet Marianen-Inseln

Taifu Yutu fiel in der Nacht über die Inseln Saipan und Tinian her. Es ist der stärkste tropische Wirbelsturm, der jemals zum US-Territorium gelangte. Als Sturm der Kategorie 5 erreicht er Windgeschwindigkeiten von bis 280 km/h. Am Internationalen Flughafen von Saipan wurden Windböen von 165 km/h gemessen. Auch Guam wurde von Ausläufern des Sturms getroffen. Der Taifun richtete große Schäden an. Er zerstörte Stromleitungen und deckte Häuser ab. Starke Regenfälle überfluteten Straßen. Unzählige Bäume knickten um. Es wird vor Erdrutschen gewarnt.

Saipan, die größte Insel der Nördlichen Marianen, liegt im westlichen Pazifik und ist ein Außengebiet der USA. Die Insel wurde erst Anfang September vom Taifun Mangkhut getroffen. Bei ihm handelte es sich um einen Sturm der Kategorie 4. Die Inseln der Südsee sind vom Klimawandel besonders stark betroffen. Sie werden nicht nur von der zunehmenden Anzahl sehr starker Stürme heimgesucht, sondern leiden auch unter dem Anstieg des Meeresspiegels. Viele der Inseln werden bis zum Ende des Jahrhunderts unbewohnbar sein, oder sogar ganz im Ozean versinken.

Taifun Yutu hat sich etwas abgeschwächt und zieht nun als Sturm der Kategorie 3-4 Richtung Philippinen. Anfang nächste Woche könnte der Sturm dort eintreffen. Besonders bedroht sind die nördlichen Inseln des Archipels, sowie die südlichen Ryukyu-Inseln, die zu Japan gehören.

Diese Taifun-Saison ist eine der schlimmsten, die jemals auftrat. Alleine Japan wurde bisher von 24 Taifunen heimgesucht. der letzte traf Anfang des Monats auf das Archipel und richtete große Zerstörungen an. Tropische Wirbelstürme entstehen, wenn das Meerwasser über 26,5 Grad warm ist. Dann verdunsten große Mengen Wasser, die aufsteigen und in großer Höhe kondensieren. Dadurch wird eine enorme Menge Energie frei, welche die Höhenluft aufwärmt und sich ausdehnen lässt. Über dem Meer entsteht ein Unterdruck, welcher praktisch weitere Luft aus der Umgebung ansaugt. Die Corioliskraft versetzt das so entstandene Tiefdrucksystem in Rotation, der Wirbelsturm ist geboren.

Deutschland: Niedrigwasser am Rhein

Die anhaltende Dürre in Deutschland bereitet weiter Probleme. Nun sind die Pegel der großen Flüsse so weit gefallen, dass die Schifffahrt stark beeinträchtigt ist. Dies könnte zu Versorgungsengpässen führen. Besonders stark betroffen ist der Niederrhein. Am Rhein bei Emmerich fiel der Pegel auf einen Allzeit-Tiefstand von 0,22 m. Das sind 6 Zentimeter weniger, als am 1. Oktober 2003 gemessen wurden, dem bisherigen Rekord-Tiefstand. Derzeit können Frachtschiffe nur mit einem Bruchteil der normalen Ladung fahren. Davon ist besonders stark die Energieversorgung der Region betroffen: Heizöl, Kohle und Benzin werden im große Stil über dem Fluss transportiert. So könnten Benzin und Heizöl bald knapp werden. Der Stromversorger RWE musst bei Hamm bereits ein Steinkohlekraftwerk still legen, da keine Kohle transportiert werden kann. Aber auch andere Branchen sind betroffen: so können Kies und Sand nur noch bedingt transportiert werden, was zu einer Verknappung und Verteuerung der Baurohstoffe führt.

Die Dürre beeinträchtigt auch weiterhin die Landwirtschaft: das Wachstum der Wintergerste fällt um 50% geringer aus, als normal. Das könnte bald auch den Bierbrauern teuer zu stehen kommen, den Gerste ist einer der Hauptbestandteile des Biers.

Noch ist die Trinkwasserversorgung im Ruhrgebiet gesichert, allerdings sinken auch die Pegel der Talsperren im Sauerland bedrohlich. Sie sind nur noch halbvoll. Die Ruhr wird aus den Talsperren gespeist. Fast 5 Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus dem Namensgeber des Ruhrgebiets. Ohne das Wasser der Talsperren wäre der Fluss bereits trocken.

Sollte es im Winter nicht ordentlich Regnen und Schneien, dann droht uns im nächsten Jahr eine ernste Wasserknappheit! Generell wird die Wasserversorgung aufgrund des Klimawandels unsicherer. Wichtiger Bestandteil des Wasserversorgung sind die Gletscher, welche auch im Sommer für Wassernachschub sorgen, selbst wenn es Saisonbedingt trockener ist. Verschwinden die Alpengletscher, verschwindet auch ein natürliches Trinkwasserreservoir. Wie sehr in der Natur alles verknüpft ist, wird vielen Menschen erst nach und nach bewusst werden: genau dann, wenn man auf Dinge verzichten muss, die wir als selbstverständlich betrachten! Forscher mit Weitblick, sagen schon seit Jahrzehnten, dass die nächsten Kriege nicht um Öl, sondern um Wasser geführt werden.

Um im Krisenfall mit Wasser versorgt zu sein, empfiehlt sich der Bau einer Zisterne, oder große Regenwassertanks im Garten. Kurzfristige Wasserknappheit kann man mit einem water-bob entgegen wirken. Allerdings muss man ihn auch befüllen, solange das Wasser aus dem Hahn kommt!

Portugal: Hurrikan im Anmarsch

Nachdem der Mittelmeerraum in den letzten Tagen von heftigen Unwettern heimgesucht wurde, drohen nun Unwetter in Portugal und Spanien. In der Nacht wird der Landgang von Hurrikan Leslie erwartet. Sturmböen bis zu 190 km/h sollen möglich sein. Sollten die Prognosen eintreffen, wäre das der stärkste Sturm Portugals in den letzten 170 Jahren. Der Hurrikan soll nördlich von Lissabon auf Land treffen und sich dann abschwächen. Als Sturmtief wird er dann auch Spanien erreichen. Es muss mit Starkregen, Überflutungen und Hangrutschen gerechnet werden. Flussbetten und Bäche sind zu meiden, selbst wenn sie nicht direkt im Sturmgebiet liegen!

Bleibt zu Hoffen, dass es die Portugiesen nicht so schlimm erwischt, wie die Menschen auf Mallorca. Die Schadensbilanz ist erschreckend: Mindestens 12 Menschen fanden den Tod. Ein 8 jähriger Junge gilt noch als vermisst. Er wurde wahrscheinlich von der Sturzflut ins Meer gespült. Sardinien wurde ebenfalls von einem Unwetter heimgesucht. Dort wurde eine Brücke zerstört.

Hurrikan Michael verwüstete weite Teile der Küste des US-Bundesstaates Florida. In der Kleinstadt Panama sieht es aus wie nach einem Bombenangriff. Die Stadt muss komplett neu aufgebaut werden.

In den letzten Tagen und Wochen häufen sich die wetterbedingten Schreckensbotschaften: Ein Beweis dafür, wie ernst die Situation für uns alle ist und wie weit der Klimawandel bereits fortgeschritten ist. Die schlimmsten Prognosen der Modelle treten ein. Womit man wohl nicht gerechnet hat, sind die starken Fluktuationen des Jetstreams. Die Höhenwinde beeinflussen das Klima in unseren nördlich gemäßigten Breiten extrem und bringen das gewohnte Wetter und die Jahreszeiten mächtig durcheinander: Ob heiße Saharaluft aus dem Süden, oder arktische Outbreaks aus der Polarregion: unser Wetter wird immer extremer. Die aktuelle Trockenheit ist mehr als besorgniserregend. Die Pegel der Flüssen nähern sich neuen Tiefstständen an. Vielerorts steht die Binnenschifffahrt still und die Vegetation leidet. Sollte es im Winter in den Bergen nicht ordentlich schneien, droht nächstes Jahr Wasserknappheit, auf die wir uns vorbereiten sollten.

Hurrikan Michael verwüstet Teile Floridas

Der Hurrikan Michael traf Gestern auf die Küste des US-Bundesstaates Florida und richtete entlang der Küste katastrophale Schäden an. Mindestens 1 Person starb. Der Sturm hatte kurz vor seinem Landgang noch ordentlich an Kraft zugelegt und traf die Küste als Hurrikan der Kategorie 4. Er fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h über die Küste und zerstörte die Infrastruktur. Eine Sturmflut brachte meterhohe Wellen, die das Land überfluteten. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom. Das gesamte Ausmaß der Schäden wird sich erst in einigen Tagen zeigen.

Florida: Hurrikan Michael kommt

Update 10.10.18: Am Mittwoch Abend MESZ traf der Hurrikan Michael die Küste von Florida. Kurz zuvor hatte der Sturm ordentlich an fahrt aufgenommen und wurde auf einen Hurrikan der Kategorie 4 hochgestuft. Im Sturm toben Winde mit Geschwindigkeiten von 250 km/h. Meisten verlieren die Wirbelstürme kurz vor dem Auftreffen auf Land an Fahrt. Mit einer Verstärkung des Sturms hatte Meteorologen nicht gerechnet. Viele Anwohner waren den Aufforderungen zur Evakuierung nicht nachgekommen. Ihnen droht nun auch noch eine Sturmflut, die bis zu 4 m hoch werden könnte.

Originalmeldung: Hurrikan Michael ist ein Wirbelsturm der Kategorie 2 und befindet sich über dem Golf von Mexiko. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 km/h nähert er sich der Küste des US-Bundesstaates Florida. Dort wird er am Mittwoch auf Land treffen. Die Katastrophenschutzbehörde FEMA bereitet sich auf das Schlimmste vor und forderte die Küstenbewohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. es drohen gewaltige Regenfälle und eine Sturmflut mit 3 m hohen Wellen. Diese werden die Flachen Küstengebiete Floridas überfluten. Die Ausdehnung des Wirbelsturms wird als „gewaltig“ beschrieben. Michael ist der 2 große Hurrikan in dieser Saison, der die Ostküste der USA bedroht. Erst vor wenigen Wochen richtete Florence große Zerstörungen in South- und North Carolina an. Diese Bundesstaaten könnten auch diesmal wieder betroffen werden.

Unwetter in Spanien

Entlang der spanischen Mittelmeerküste wüten Unwetter. Besonders betroffen ist die Gegend um Barcelona und die Ferieninsel Mallorca. Heftige Gewitter mit Starkregen setzten ganze Landstriche unter Wasser. Flüsse und Bäche traten über die Ufer. Autos wurden weggespült. Besonders schlimm betroffen ist die Gemeinde Sant Llorenç im Osten der Insel. Dort fielen innerhalb von 2 Stunden 150 Liter Wasser auf den Quadratmeter. Es gab mindestens 10 Tote, darunter ein Deutscher Tourist. ein Grund für die heftigen Unwetter ist das ungewöhnlich warme Meerwasser. dadurch können sich sogar Wirbelstürme bilden, die in der Mittelmeerregion Medicane genannt werden.

Weltklimarat: Es ist fast zu spät!

Gestern ging ein dramatischer Appell des Weltklimarates durch die Medien. Demnach ist es fast zu spät, die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad zu begrenzen. Um diese Ziel noch zu erreichen, seien drastische Maßnahmen erforderlich, welche unser gesamtes Leben beeinflussen würden. Weltweit müsste umgedacht werden und alle Menschen der Industrienationen müssten uns einschränken. Wir müssten weniger konsumieren und dürften nichts verschwenden. Die Wissenschaftler meinen, dass es noch zu schaffen sei, die Klimaerwärmung im Zaum zu halten, wenn sofort gehandelt werden würde. Sollte alles so weitergehen wie bisher, dann würde sich das globale Klima bis zum Ende des Jahrhunderts um 3-4 Grad erwärmen. Unser Planet Erde wäre damit für uns in weiten Teilen unbewohnbar!

Im Grunde ist dies keine neue Erkenntnis und es bedarf keine Analyse unzähliger Studien, um zu diesem Ergebnis zu gelangen. Wir leben seit Jahrzehnten über die Ressourcen unseres Planeten. Die Folgen von Umweltzerstörung und Klimawandel sind bereits jetzt deutlich sichtbar. In den letzten Jahren nehmen Anzahl und Stärke klimabedingter Katastrophen deutlich zu. Zunehmend werden auch wir in Mitteleuropa davon betroffen. Die aktuelle Dürre in Deutschland ist eine der heftigsten, seit Beginn der Klimaaufzeichnungen. Bis jetzt scheinen die Konsequenzen noch nicht große zu sein: außer steigende Preise für Kartoffeln und Gemüse merkt der normale Bürger kaum etwas. Doch wenn die Dürre anhalten sollte, könnten in den nächsten Jahren dramatischere Konsequenzen folgen.

Doch wir machen alle weiter wie bisher! Und ich sehe auch keine Änderung im Verhalten der Menschen und erst recht keine politischen Konsequenzen. Dass ist auch kein Wunder, werden Politik und Politiker doch maßgeblich von den großen Konzernen beeinflusst. Diese haben absolut kein Interesse daran, dass sich das Konsumverhalten der Menschen ändert. Im Gegenteil: Schon die kranke Zinspolitik animiert die Bürger dazu, Geld auszugeben, anstatt zu sparen. Der Konsum wird weiter angeheizt. In einem Wirtschaftssystem, dass auf Wachstum basiert, wird man auch keine gravierenden Änderungen durchsetzten können. Um etwas zu ändern bedarf es neue Konzepte, Wertvorstellungen, Gedankengut, welches über Generationen vermittelt werden muss. Doch dazu bleibt uns keine Zeit mehr! Derweilen wird erst einmal alles weiterlaufen wie bisher und erst in einigen Jahren wird die Notbremse gezogen werden müssen. Ich gehe einmal davon aus, dass in 15 – 20 Jahren Energie rationiert werden wird und der Individualverkehr, sowie Flugreisen stark eingeschränkt werden, bzw. so teuer werden, dass es sich nur Privilegierte leisten können. Derweilen werden die Naturkatastrophen weiter zunehmen und wir sollten uns darauf vorbereiten.

Griechenland: Medicane vor der Südküste

Update 30.09.18: Medicane „Sobras“ richtete am Samstag erhebliche Schäden an. Besonders stark getroffen hatte es den Ort Kalamata auf der Halbinsel Peloponnes. Teilweise fiel die Stromversorgung aus. Viele kleinere Boote sanken in den Häfen. Die Autobahn zwischen Athen und Patras musste gesperrt werden. Feuerwehr und Rettungsdienst mussten mehr als 1000 Mal ausrücken. Umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller bereiteten Probleme. Inzwischen wurde der Medicane herabgestuft und ist jetzt als großes Sturmtief unterwegs. Als solches zieht es heute Abend wieder aufs Meer hinaus und soll die Inseln der Ägäis heimsuchen.

Originalmeldung: Die Südküste Griechenlands wird derzeit vom Medicane „Sorbas“ heimgesucht. Als Medicane bezeichnet man Wirbelstürme äquivalent zu den atlantischen Hurricane. Die tropischen Wirbelstürme bilden sich nur über dem Meer, wenn das Wasser eine Temperatur von mindestens 26,5 Grad Celsius hat. Über Land verlieren Wirbelstürme schnell an Energie und transformieren sich in normale Stürme. Diese bringen meistens starke Regenfälle mit sich. Die Temperatur des östlichen Mittelmeeres liegt derzeit bei 28 Grad. Medicane sind bisher relativ selten, da so hohe Wassertemperaturen nicht oft erreicht wurden. Dies könnte sich dank des globalen Klimawandels allerdings ändern.

Medicane „Sobras“ wütet heute über der griechischen Halbinsel Peloponnes. Bis zu 8 Meter hohe Wellen branden auf die Küsten. Der Fährverkehr zu den Inseln der Ägäis kam zum erliegen. Es wurde der Alarmzustand ausgerufen. Dieser gilt auch für die Hauptstadt Athen. Bisher wurden Windstärken bis zu 10 Beaufort (Bft) registriert. Dass entspricht Windgeschwindigkeiten von bis zu 102 km/h. Damit ist der Medicane zwar etwas schwächer als ein ausgewachsener Hurricane, doch das reicht um schwere Schäden an Dächern zu verursachen und Bäume zu entwurzeln.

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