Merapi: Update 23.11.20

Die Seismik am Merapi befindet sich weiterhin auf sehr hohem Niveau. Gestern ereigneten sich gut 510 Erschütterungen, die im Zusammenhang mit dem Domwachstum stehen. Das war der dritt höchste Wert in dieser Wachstumsphase. Den ersten Platz belegte der 20. November mit ca. 560 seismischen Signalen. In den ersten 6 Stunden des heutigen Tages wurden 83 hybride Erdbeben und 5 vulkanotektonische Erschütterungen registriert. Hinzu kamen 23 Signale, die von starken Entgasungen verursacht wurden, sowie 10 Beben, die auf den Abgang von Steinschlägen/Schuttlawinen zurückzuführen waren. Der Dom wächst fleißig weiter.

Sinabung mit Schuttlawinen

Die Seismik am Sinabung (Sumatra) bewegt sich im unteren moderaten Bereich. Innerhalb von 6 Stunden gingen 12 Schuttlawinen ab. 6 Beben mit niedriger Frequenz und 1 hybrides Erdbeben zeugen von Magmenbewegungen im Untergrund. Zudem wurden 5 Tornillos registriert.

Nevado del Ruiz mit Ascheeruption

Das VAAC meldete eine Aschewolke, die vom kolumbianischen Vulkan Nevado del Ruiz ausging. Die Asche erreichte eine Höhe von 5800 m über dem Meeresspiegel und driftete in westlicher Richtung.

Fuego eruptiert wieder öfters

Auf unserer LiveCam lassen sich heute frequente Eruptionen des guatemaltekischen Vulkans Fuego beobachten. Glühende Tephra wird bis zu 300 m hoch ausgeworfen. Das Material geht auf den Flanken nieder und erzeugt glühende Schuttlawinen. INSIVUMEH berichtet von 10-12 Explosionen pro Stunde. Wie man auf dem Infrasound-Seismogramm des LGS erkennt, erzeugen einige Explosionen einen recht hohen Explosionsdruck. Diese Explosionen kann man in umliegenden Ortschaften hören. Starker Wind remobilisiert zudem bereits abgelagerte Asche.

Katla: Erdbeben M 3,1

Unter dem isländischen Gletschervulkan Katla gab es gestern ein Erdbeben der Magnitude 3,1. Das Epizentrum lag im Osten der Caldera. Das Hypozentrum wurde in einer Tiefe von nur 0,1 km lokalisiert. Es folgten 4 weitere schwache Erschütterungen, ein Erdbebenschwarm blieb aber aus. Die Katla gilt statistisch betrachtet als überfällig, dennoch lässt sie einfach weiter auf sich warten.

Katla: Erdbeben M 3,4

Heute bebete es wieder unter dem isländischen Gletschervulkan Katla. Der Erdstoß hatte eine Magnitude 3,4 und lag in nur 100 m Tiefe. Es ist das 2. Erdbeben dieser Größenordnung innerhalb weniger Tage. Zudem wurden 7 schwächere Beben festgestellt. Mehrere Monate war es seismisch recht ruhig unter Katla, dass scheint sich momentan zu ändern. Die nächsten Tage werden zeigen, ob es ein neuer Trend ist, oder ob es bei einem kurzen Aufflackern seismischer Aktivität bleibt. Die Beben unter der Caldera hängen möglicherweise mit Magmenaufstieg zusammen. Seit langem gilt eine Eruption der Katla als überfällig, obwohl wir ja inzwischen Wissen, dass sich Vulkane recht wenig um Statistiken scheren.

Hekla: Vulkanologen warnen vor bevorstehender Eruption

Auf Island bebt derzeit nicht nur die Erde besonders häufig, sondern es stehen auch mehrere Vulkane vor einem möglichen Ausbruch. Jetzt warnten Vulkanologen erneut vor einem bevorstehenden Vulkanausbruch der Hekla. Der Vulkan befindet sich im Süden der Insel, unweit des beliebten Landmännerbades. Unter der Hekla akkumulierte sich viel Magma. Die aktuell gemessene Inflation ist deutlich höher als vor den letzten beiden Eruptionen der Hekla in den Jahren 1991 und 2000. Da der Vulkan meistens ausbricht, ohne vorher eine lange seismische Krise zu erzeugen, könnte er jederzeit ohne weitere Vorwarnung ausbrechen und Wanderer gefährden. In einem Bericht des „Institute of Earth Sciences at the University of Iceland“ heißt es sogar, dass starke phreatomagmatische Eruptionen pyroklastische Ströme generieren könnten. Sie würden eine besondere Gefahr für Touristen und Anwohner der Region darstellen. Viele Besucher der heißen Quelle von Landmannalaugar passieren die Hekla auf ihren Weg zum Bad. sie sind aufgefordert besonders wachsam zu sein.

Ganz neu ist die Warnung nicht, denn bereits seit der Eyjafjallajökull- Eruption im Jahr 2010 wird davor gewarnt, dass ein Ausbruch der Hekla statistisch überfällig sei. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte sich reichlich Magma unter dem Vulkan angesammelt. Damals übertraft die Infaltion bereits das Niveau der vorherigen Eruptionen um 1-2 mikrorad, doch mittlerweile blähte sich der Boden um 15 mikrorad auf, was doppelt soviel ist wie vor der Eruption im Jahr 2000.

Weiter Vulkane auf Island laden auf

Nicht weit von der Hekla enternt liegt der Vulkan Katla. Er verbirgt sich unter dem Gletscher Myrdalsjökull. Auch hier ist eine Eruption statistisch gesehen überfällig. Immer wieder kommt es zu Erdbeben, die sich unter der Caldera ereignen und mit Magmenbewegungen zusammenhängen könnten. Ein weiterer subglazialer Vulkan ist Grimsvötn. Auch hier sprachen Wissenschaftler jüngst Warnungen aus, dass demnächst mit einer Eruption zu rechnen sei. Last, but nut least, sammelt sich Magma im Südosten der Reykjanes-Halbinsel an. Die starken Schwarmbeben bei Grindavik standen im Zusammenhang mit dem Eindringen Magmatischer Gänge in den Untergrund, was auf eine effusive Eruption hinauslaufen könnte. Spannende Zeiten auf Island!

Pacaya: Zunahme der Aktivität besorgt Behörden

In Guatemala hat die Aktivität des Vulkans Pacaya weiter zugenommen. Aus dem McKenney Krater werden kleine Lavafontänen gefördert. Gestern berichten lokale Medien von einer ständigen Eruptionssäule über dem Vulkan. Eine VONA-Warnung gab es allerdings nicht. Starke Explosionen brachten Häuserdächer zum vibrieren und Fenster zu klirren. Die nächsten Ortschaften liegen in einer Entfernung von 4 km zum Krater. Lavaströme bewegen sich auf dem Plateau, von dem aus sich der McKenney-Kraterkegel erhebt. Die Seismik ist deutlich erhöht.

Die Situation besorgt nicht nur die Anwohner, sondern auch die Behörden. Der Katastrophenschutz CONRED steht in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen der Gemeinden um den Vulkan. Offensichtlich bereitet man sich auf eine weitere Aktivitätssteigerung vor.

Die Website der Vulkanolgen ist nur bedingt erreichbar, daher fehlen momentan Informationen aus erster Hand.

Ätna: Zunahme der Seismik

In den letzten Tagen ereigneten sich wieder mehrere Erdbeben unter dem Valle del Bove. Gegenüber vorherigen Wochen stieg die Zahl der Erschütterungen an. Dr. Boris Behncke berichtet von Episoden strombolianischer Eruptionen, die sich im Sattelvent des Neuen Südostkraterkegels manifestieren. Täglich sind 2-3 dieser Episoden zu beobachten. Möglicherweise sind sie Vorspiel für einen stärkeren Ausbruch, oder einer neuen paroxysmalen Phase. Aktuelle Sentinel-Aufnahmen zeigen nicht nur eine thermische Anomalie im Sattelvent, sondern auch im Nordostkrater.

Popocatepetl: Situation beruhigt sich

Der Ausbruch von gestern kam nach gut 4 Stunden zum erliegen. Auf dem Seismogramm ist der Paroxysmus sehr schön zu erkennen. CENAPRED berichtet lapidar von einer Phase kontinuierlichem Ascheausstoßes. Es wurde Tremor mit einer Dauer von 101 Minuten aufgezeichnet. Mich würde es nicht wundern, wenn wir in den nächsten Stunden/Tagen weitere Paroxysmen sehen würden. Erst vor ein paar Tagen tauchten Videoaufnahmen in den sozialen Medien auf, die Aufnahmen vom Krater zeigten. Die vermeintliche Ruhe der Tage vor dem Paroxysmus hatten Wanderer genutzt, um den gesperrten Gipfel zu betreten. Sowas kann schnell schief gehen.

Raung weiter heiß

Auf der indonesischen Insel Java ist der Raung weiterhin in Eruption begriffen. MIROVA registriert eine schwache bis moderate Thermalstrahlung, wie sie für strombolianische Eruptionen typisch ist. Das VSI meldete heute Morgen 2 seismische Eruptionssignale geringer Dauer und Amplituden. Dafür wurden 71-Tremorsignale aufgezeichnet. Es scheint mehr Magma unterwegs zu sein.

Katla: Erdbeben M 3,1

Unter dem isländischen Gletschervulkan Katla wurde ein Erdstoß der Magnitude 3,1 festgestellt. Das Hypozentrum befand sich in nur 100 m Tiefe. Außerdem gab es mehrere schwache Erschütterungen.

Island: Erdbeben unter Katla

Unter dem isländischen Gletschervulkan Katla manifestierte sich ein Erdstoß der Magnitude 3,0. Das Hypozentrum lag in 1,5 km Tiefe, nahe des nordöstlichen Calderarandes. Zuvor gab es einen Schwarm schwächerer Erdbeben.

Die Sorge vor einem großen Vulkanausbruch treibt derzeit die Isländer um. Obwohl man auch auf einen Ausbruch der Katla wartet, ist man wegen der Situation am Öræfajökull besorgter. Ende des Monats soll eine Notfallübung abgehalten werden, die als Szenario eine Eruption dieses Vulkans annimmt. In den letzten Monaten gab es Anzeichen eines Erwachens des Öræfajökull. Es wurden zahlreiche schwache Erdbeben registriert, sowie Bodendeformation beobachtet.

Piton Fournaise: erneute Erdbeben

Am Piton de la Fournaise finden wieder zahlreiche schwache Erdbeben statt. Nur wenige Stunden nach dem Ende der gestrigen Eruption wurde gegen 15 Uhr Ortszeit eine neue seismische Krise gemeldet. Allerdings wurde keine Bodendeformation beobachtet, die auf den raschen Aufstieg von Magma hindeutet. Das kann sich allerdings schnell ändern.

Erdbeben M 5,9 vor Java

Vor der Südküste der indonesischen Insel Java gab es ein Erdbeben der Magnitude 5,9. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum lag offshore, gut 160 km vor der Küste. Diese Daten stammten vom indonesischen BMKG. Das GFZ Potsdam kommt auf andere Werte: Mw 5,6 in 39 km Tiefe. Das USGS gibt die Tiefe mit 21,6 km an. Auch die genaue Lokation weicht von Dienst zu Dienst ab. Dieses Beispiel zeigt, wie schwierig die genaue Angabe von Daten zu Erdbeben sind und wie fehlerbehaftet diese sein können.

Polen: Erdbeben M 3,7

Im polnischen Kohlerevier gab es wieder ein Erdbeben. Diesmal hatte es eine Magnitude von 3,7. Die Tiefe des Erdstoßes wurde mit 1 km angegeben. Somit könnte das Beben mit dem Bergbau assoziiert gewesen sein.

Sizilien: Erdbeben M 3,3

Auf Sizilien gab es ein moderates Erdbeben der Magnitude 3,3. Das Hypozentrum befand sich in 70 km Tiefe und somit bereits im Bereich des oberen Erdmantels. Das Epizentrum lag unweit der Nordküste, 5 km südlich des Dorfes Castel di Lucio. Bereits zum Ende letzten Jahres gab es in dieser Region eine Serie schwacher bis moderater Erdbeben. Natürlich gab es auch wieder einige Beben am Ätna.

Veniaminof: Sehr hohe thermische Strahlung

Der Veniaminof in Alaska ist weiterhin aktiv. MIROVA registrierte heute eine sehr hohe thermische Strahlung in Höhe von 1011 MW. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Eruption und lässt darauf schließen, dass der Lavastrom größer geworden ist. Das AVO bezeichnet die Eruption weiterhin als klein und der Alarmstatus steht auf „orange“.

Ätna: leichte Aktivitätszunahme

Der Ätna auf Sizilien scheint langsam wieder etwas munterer zu werden. Dies bestätigten nun auch Vulkanologen des INGV, welche gestern die Gipfelkrater besuchten. In 3 von 4 Kratern steht Magma ziemlich weit oben im Fördersystem. Es werden kleine Eruptionen generiert, welche sich größtenteils im Kraterbereich abspielen. Die Vulkanologen filmten Eruptionen im Neuen Südostkrater, welcher tiefer als angenommen ist. Aus einem Schlot eruptiert es schon recht kraftvoll und eine Steigerung der Explosivität ist jederzeit möglich.

Piton de la Fournaise: Eruption hält an

Auf La Réunion geht der Vulkanausbruch weiter. Der Tremor stieg in den letzten Tagen leicht an und es wurden Förderraten zwischen 1 und 3 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Inzwischen ist vor Ort ein Streit über die Zugangsregelungen zur Caldera entbrannt. Es wird die Frage gestellt, nach welchem Schema beurteilt wird, wer als „Experte“ Zugang zur Caldera erhält, und wer nicht. Scheinbar wurden mehr als 40 ausgebildete Bergführer ausgesperrt, während Journalisten und einige andere Bergführer Zugangserlaubnis erteilt wurden. Es wird auch diskutiert, ob nicht ein sicherer Beobachtungsplatz für Schaulustige eingerichtet werden könnte. Anfang des Millenniums wurde die Zugangsregelung lockerer gehalten. Oft wurden Publikumsplätze eingerichtet. das Interesse von Touristen und Einheimischen war sehr groß, was leider zu Verkehrschaos und Parkplatznot führte. Generell bin ich der Meinung, dass Menschen Zugang zu Vulkanen erhalten sollten, selbst wenn ein Restrisiko besteht. Jeder Mensch sollte das Recht haben, solche Naturwunder mit eigenen Augen zu sehen und eigenverantwortlich zu handeln!

Katla: Diskussion um Forschungsbericht

Die Boulevardpresse berichtete in den letzten Tagen um Forschungsergebnisse in Bezug auf den Kohlendioxid-Ausstoß des isländischen Vulkans Katla. Dieser soll laut einer Studie (vnet berichtete) für 5% der gesamten Kohlendioxidemission der Erde verantwortlich sein. Forscher sind sich nicht ganz im Klaren darüber, wie diese große Menge zustande kommt. Einige halten eine Eruption für überfällig. Die für die Studie zuständige Forscherin -Evgenia Ilyinskaya- sieht sich in den Medien nun falsch zitiert und Missverstanden und protestiert mit Tweets dagegen, dass ihre Aussagen verdreht worden sein sollen. Fakt bleibt wohl, dass die Katla enorm viel Kohlendioxid ausstößt! Eine Interpretation der Daten scheint aber nicht möglich zu sein.

Katla: Hohe Gas-Konzentrationen

Isländische und Britische Wissenschaftler bestätigten abermals, dass sich der Vulkan Katla auf eine Eruption vorbereitet. Sie haben ungewöhnlich hohe Konzentrationen vulkanischer Gase nachgewiesen. Rekordverdächtig ist dabei die Konzentration des Gases Kohlendioxid: täglich stößt der Gletschervulkan 20.000 Tonnen des Treibhausgases aus. Die Messungen wurden unter Federführung von Vulkanologin Evgenia Ilyinskaya der Universität Leeds durchgeführt. Die erste Messung fand bereits im Jahr 2016 statt, eine Zweite im Oktober 2017. Die Forscherin sagte nun in einem Interview des Fernsehsenders RUV, dass es dringend nötig sei, regelmäßige Messungen zu tätigen, um zu sehen, ob sich der Gasfluss ändere. Allerdings gestalteten sich die Messungen als Aufwendig, da sie mit einem speziell ausgerüsteten Forschungsflugzeug durchgeführt wurden. Das gesamte Gebiet des Gletschers Myrdalsjökull musste abgeflogen werden, das sich die Katla unter dem Eis befindet. Daher entweicht das Gas nicht aus einem zentralen Schlot, sondern aus vielen Öffnungen und Rissen im Gletscher, bzw. aus dessen Rand.

Flug über den Gletscher. copy; Evgenia Ilyinskaya – RÚV

Die Katla bricht im statistischen Durchschnitt alle 40-80 Jahre aus. ihr letzter Ausbruch ereignete sich im Jahr 1918. Daher halten einige Forscher einen Vulkanausbruch für überfällig. Allerdings halte ich solche statistischen Betrachtungen bei Vulkanen für sinnlos. Katla hat das Potenzial den Eyjafjallajökull-Ausbruch von 2010 zu übertrumpfen und weitaus stärkere Explosionen zu generieren.

Öræfajökull: Konferenz zur aktuellen Situation

Die Katla ist derzeit nicht der einzige subglaziale Vulkan, der den Isländern Sorgen bereitet. Die Verantwortlichen des isländischen Zivilschutzes konferierten mit den federführenden Wissenschaftlern des IMO, der Universität Reykjavik und des geologischen Dienstes und veröffentlichte heute ein neues Kommuniqué zur Situation des Gletschervulkans:

  • Die Inflation hält seit mindestens 1,5 Jahren unverändert an
  • Bisher sammelten sich ca. 10 Millionen Kubikmeter Schmelze unter dem Vulkan.
  • Es gibt keine Anzeichen, dass sich die Inflation verringern würde
  • Geoelektrische Untersuchungen haben ergeben, dass sich die Morphologie des Calderabodens verändert

Alles in Allem sind die Forscher davon überzeugt, dass sich der Öræfajökull auf eine Eruption vorbereitet. Es lässt sich allerdings noch nicht sagen, wann sich ein Ausbruch ereignen wird. Die Bevölkerung im Gefahrenbereich des Vulkans wird auf einen möglichen Vulkanausbruch vorbereitet.

Ätna: Ascheeruption aus dem NSEC

Gestern Morgen ereignete sich eine weitere Ascheeruption aus dem neuen Südostkrater (NSEC). Diese manifestierte sich um 10.05 Uhr und begann relativ kraftvoll, dauerte aber nur kurz. Zuvor wurden einige kleinere Aschepuffs beobachtet.

Lombok: weiteres Erdbeben M 5,9

Auf der indonesischen Insel Lombok manifestierte sich ein neues Erdbeben der Magnitude 5,9. Das Hypozentrum lag in 12 km Tiefe, etwas westlich des starken Erdbebens vom Sonntag. der Erdstoß war auch auf der Nachbarinsel Bali zu spüren. In den nächsten Monaten könnte es weitere starke Erdbeben in der gebeutelten Region geben. Es ist auch denkbar, dass es an anderer Stelle entlang des Flores Thrust zu Erdbeben kommt, auch die Urlaubsinsel Bali könnte es direkt erwischen. Es stellt sich auch die Frage, ob und wie die aktiven Vulkane der Region reagieren werden. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass starke Erdbeben geladene Vulkane zum Ausbrechen bringen können. Dieser Effekt soll sogar noch ein halbes Jahr nach dem Beben wirken. Rinjani auf Lombok eruptierte in den letzten Jahren 2 Mal. Es könnte gut sein, dass sich Magma im Untergrund befindet. Natürlich könnte mittelfristig eine Eruption auch ohne auslösendes Erdbeben erfolgen, was der Schwachpunkt dieser These ist.

Island: weitere Schwarmbeben

Unter der Katla im Süden Islands kam es zu einem Erdbeben der Magnitude 3,1. Es folgten einige weitere Erdbeben. Nachdem es in den letzten Monaten seismisch relativ ruhig war, scheint die Erdbebenhäufigkeit unter diesem mächtigen Vulkan wieder anzuziehen. Bisher ereignen sich aber bei weitem noch nicht genug Erdbeben, als dass man sie als Anzeichen eines unmittelbar bevorstehenden Vulkanausbruchs interpretieren könnte.

Einen Erdbebenschwarm gab es auch unter dem Tafelbergvulkan Herdubreid. Dieser Vulkan ist mit dem Askja-System assoziiert und wurde in den letzten Jahren öfters von Erdbebenschwärmen heimgesucht. Wahrscheinlich stehen diese Heimsuchungen mit der Intrusion von Magma im Zusammenhang.

Long Valley Caldera mit Seismik

Gestern gab es 2 schwache Erdbeben im Bereich der US-Amerikanischen Caldera Long Valley. Das stärkste Beben hatte eine Magnitude von 2,6 und lag in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum lag östlich vom Mammoth-Lakes. in der Nähe gibt es heiße Quellen, die von der magmatischen Aktivität im Untergrund der Caldera zeugen. Der gigantische Vulkan ruht nur und gilt nicht als erloschen. Die Long Valley Caldera ist zwar kleiner als die Yellowstone Caldera, zählt dennoch zu den größten Vulkanen des Nordamerikanischen Kontinents. ein großer Vulkanausbruch hier, wäre verheerend für die USA.