Teneriffa: Aktivität erhöht

Auf der Kanareninsel Teneriffa sind Seismik und Kohlendioxidausstoß der Vulkane erhöht. Am Samstag ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 3,3. Es war das stärkste Erdbeben einer Serie von insgesamt 59 Beben innerhalb eines Monats. Ansonsten bebt es deutlich weniger auf den Kanaren. Die Beben manifestieren sich zwischen Teneriffa und Grand Canaria. Zudem wurden am Cumbre Dorsal auf Teneriffa 3-fach erhöhte CO2 Emissionen nachgewiesen. Diese Daten bedeuten allerdings nicht, dass in der Ferienzeit ein Vulkan auf der beliebten Urlaubsinsel ausbrechen wird.

Gasausstoß auf La Palma

Eine weitere Kanareninsel steht heute in den Schlagzeilen: auf La Palma wurde der CO2-Ausstoß aller Vulkane von INVOLCAN gemessen. Dabei fand man heraus, dass die Feuerberge täglich 800 Tonnen CO2 ausstoßen.

Erdbeben südlich von Kreta

Vor der Südküste Kretas ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5,2. Das Hypozentrum lag in 20 km Tiefe. Es entstanden keine größeren Schäden. Weiter östlich gibt es immer noch Nachbeben zwischen Kos und der Türkischen Küste.

 

Griechenland: Erdbeben Mw 5,3

Vor der Südküste der griechischen Insel Kreta gab es ein Erdbeben der Magnitude 5,3. Es ereignete sich gestern Abend in 15 km Tiefe. Der Erdstoß war auf Kreta deutlich zu spüren, über Schäden liegen aber bislang keine Meldungen vor. Es gab mehrere Nachbeben.

Vor der Küste Kretas verläuft die Subduktionszone zwischen Afrika und Europa entlang derer es immer wieder zu starken Erbeben kommt. An der Küste bildet sich ein sogenannter Akkretionskeil, an dem sich abgeschabter Meeresboden und Ozeanische Kruste aufstauen und metamorphe Gesteine aufsteigen. Dort habe ich zu meiner Studienzeit kartiert und einige Gesteine wie Serpentinit und Pegmatit mit Turmalin finden sich heute noch in meiner Vitrine. 

Bardarbunga: Erdbeben M 4,0

Unter dem isländischen Vulkan Bardarbunga bebte wieder die Erde. Es kam zu einer Erdbebenserie, bei der die stärksten Erschütterungen die Magnituden 4,0 – 3,9 – 3,3 aufwiesen. Die Hypozentren lagen in 11 km Tiefe. Auch unter dem Gletschervulkan Katla kam es zu weiteren Erdbeben.

Zudem ereignete sich unter Kreta heute ein Erdbeben der Magnitude 4,4. Das Hypozentrum lag offshore in 50 km Tiefe und dürfte keine Schäden verursacht haben.

Erwähnenswert sind mittelstarke Erdbeben der Inselwelt des Pazifiks: auf Vanuatu, Sumatra, Halmahera und Hokkaido kam es zu Beben mit Magnituden zwischen 5 und 6.

Kreta: Erdbeben M 5,6

Vor der Ostküste der griechischen Insel Kreta ereignete sich heute Abend ein Erdbeben der Magnitude 5,6. Da das Hypozentrum in 60 km Tiefe lag, vermute ich weder einen Tsunami, noch große Schäden. Vor Kreta verläuft eine aktive Subduktionszone und es kommt in der Region häufig zu starken Erdbeben.

Update: Stärke und Tiefe des Bebens wurden korrigiert: Mw 5,2 in 85 km Tiefe.

Erdbeben weltweit

In den letzten 24 Stunden ereigneten sich einige interessante Erdbeben, die ich Euch nicht vorenthalten möchte: Das Stärkste hatte eine Magnitude von 7,7 und ereignete sich unter der Wasserwüste des Pazifischen Ozeans bei den Northern Mariana Islands. Auf dem ersten Blick riecht dass schwer nach einem Tsunami, doch da sich das Hypozentrum in 267 km Tiefe befand blieb dieser wohl aus.

Ein mittelstarkes Beben M 5,7 ereignete sich bei Papua Neuguinea. Das Hyppozentrum lag auch hier bei recht tiefen 71 km.

Das jüngste Seebeben manifestierte sich wenige Kilometer westliche von Kreta: es hatte eine Magnitude von 4,8 und lag in 10 km Tiefe.

Kreta: Schwarmbeben

Östlich der griechischen Insel Kreta manifestiert sich seit einigen Tagen ein Erdbebenschwarm. Die Magnituden einzelner Erdbeben variieren stark (M 2-4,3), genauso die Tiefen (2-40 km) der Beben.

Auslöser war vermutlich ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,1 das sich bereits am 16.04.2015 ereignete. Den aktuellen Erdbebenschwarm sehe ich allerdings weniger als Nachbeben des 6,1er Bebens an, sondern halte sie für eigenständige Events aufgrund tektonischer Bewegungen. Möglicher Weise ereignet sich hier demnächst ein deutlich stärkeres Beben.

Kreta liegt hinter der Hellenischen Subduktionszone, entlang derer die Afrikanische Kontinentlaplatte unter die Europäische Platte abtaucht. An der Südküste Kretas schiebt sich ein sogenannter Akkretionskeil auf: hier sammeln sich Gesteine die vom abtauchenden Afrika abgeschabt werden. Durch diese plattentektonischen Prozesse gehören Erdbeben in dieser Region praktisch zur Tagesordnung. Dennoch ist der jetzige Erdbebenschwarm schon so ausgeprägt, dass er eine Meldung wert ist.

Erdbeben weltweit

Vor der Südküste Kretas ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 5.0. Das Hypozentrum lag in 20 km Tiefe. Ein Beben der Stärke 6,8 erschütterte den Südatlanik bei den Bouvet-Islands.

Gestern gab es zudem einen kleinen Erdbebenschwarm ca. 10 km südlich des Vulkans Hekla auf Island. Ein weitere Erdbebenserie mit vulkanischem Hintergrund fand in Nicaragua statt. Im Fokus stehen hier die Vulkane Apoyeque und Momotombo. Experten halten ein Erwachen der Feuerberge für möglich.

Vulkane weltweit: Santorin und Kilauea

Santorin: der Tremor war heute Nacht so hoch, dass er zeitweise die Grafik sprengte. Sehr wahrscheinlich standen diese Ausschläge aber mit einem Erdbeben auf Kreta in Zusammenhang. Das Beben hatte eine Magnitude von 5.3. Vor Kreta befindet sich eine Subduktionszone, an der die Afrikanische Platte unter die Platte Eurasiens abtaucht. An der Südküste Kretas findet sich ein Akkretionskeil, der aus Gesteinen der Afrikansichen Platte besteht, die sich wie Spähne an einem Hobel aufgeschoben haben. Der Vulkanismus der Ägäis steht in direktem Zusammenhang mit der Subduktionszone. Zudem können Erdbeben Vulkanausbrüche auslösen.

Kilauea: die Aktivität am Kilauea auf Hawaii nimmt seit gestern wieder zu. Es wurde leichte Inflation registriert. Eine Depression des Pu`u `O`o Kraters begann sich mit Lava zu füllen. Im Südosten des Kraters wurden einige Lavaströme gesichtet.