Ätna: Erdbeben Mw 4,7

Am Fuße des Vulkans Ätna gab es ein moderates Erdbeben der Magnitude 4,7. Laut dem INGV lag das Hypozentrum in 6 km Tiefe, 1 km südlich Nähe der Stadt Biancavilla. Die Institute EMSC und USGS geben ein abweichendes Epizentrum an. Dadurch werden in einigen Apps 2 moderate Erdbeben in Sizilien angezeigt. Erdbeben dieser Magnitude können Schäden an betagter Bausubstanz verursachen und in der Tat gab es einige Schäden: Besonders betroffen ist das Rathaus von Santa Maria di Licodia. Von mehreren Kirchen sind Fassadenteile herabgestürzt. Zudem wurden Wohnhäuser leicht beschädigt. Von Todesopfern, oder Verletzten ist nichts bekannt.

Das Erdbeben war tektonischen Ursprungs und manifestierte sich an einer Störungszone im Süden des Vulkans. Es gab ein Vorbeben und ein Nachbeben mit Magnituden um 2,5. Auch wenn es sich um ein tektonisches Erdbeben handelte, besteht die Möglichkeit, dass ein Zusammenhang mit Magmenaufstieg besteht.

Bereits in der letzten Woche manifestierten sich mehrere Erdbeben an einer Störungszone im Nordosten des Vulkans. Vor den letzten Flankeneruptionen im Jahr 2001 und 2002 ereigneten sich moderate Erdbeben entlang von Störungszonen des Ätnas. Auch wenn das aktuelle Erdbeben kein verlässlicher Indikator für eine bevorstehende Flankeneruption ist, so ist die Seismik am Vulkan und entlang der Ostküste Siziliens erhöht. Ein außergewöhnliches Ereignis (Vulkanausbruch, stärkeres Erdbeben) ist möglich.

Südlich des Epizentrums liegt die Salinelle di Paterno. Hierbei handelt es sich um ein Mofettenfeld mit einigen Schlammquellen. Sporadisch wird hier soviel Schlamm ausgestoßen, dass ganze Straßen überflutet werden. Es gibt Spekulationen darüber, dass erhöhte Aktivität der Salinelle ein Anzeichen einer bevorstehenden großen Eruption am Ätna sein könnte. Es wäre interessant zu erfahren, wie sich die Salinelle nach dem Erdbeben verhält.

Bilder der Schäden in Santa Maria di Licodia gibt es in den sizilianischen Zeitungen zu sehen.

Ätna: Erdbeben Mw 2,9

Unter der Ostflanke des Ätna ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 2,9. Es folgten 4 schwächere Erdbeben mit Magnituden um 2. Das Hypozentrum des stärksten Erdbebens lag in 11 km Tiefe nördlich des Ortes Fornazzo. Die Erdbeben manifestierten sich an der Außengrenze zum Valle del Bove. Die Situation erinnert mich ein wenig an den Sommer 2001. Damals gab es vor der Flankeneruptionen Erdbeben entlang der Pernicana-Störungszone. Ausläufer dieses Störungssystems verlaufen ungefähr dort, wo sich die aktuellen Beben manifestierten. Auf dem Tremor-Graphen des INGV sind die Beben als steiler Peak dargestellt. Der Erdbebenschwarm kann allerdings auch direkt mit der Intrusion von Magma im Untergrund in Verbindung stehen. Die aktuelle Erdbebenserie ist allerdings noch nicht so dramatisch, dass ich nun einen bevorstehenden Flankenausbruch postulieren möchte. Dazu würde es weitere und stärkere Erdbeben brauchen.

Stromboli mit Aktivitätssteigerung

Am Stromboli auf den Liparischen Inseln, wurde gestern Abend eine Steigerung der Aktivität festgestellt. Mehrere Vulkanspotter beobachteten via LiveCam frequente Eruptionen. Der nordöstlichste Schlot war besonders aktiv. Leider ist die öffentlich zugängliche Seismik seit Monaten offline, oder gestört, so dass keine eignen Interpretationen des Geschehens möglich sind. Vom INGV gibt es bisher kein Statement. Fluktuationen in der Aktivität sind normal und sind noch keine Anzeichen für einen größeren Ausbruch. Allerdings kann es jederzeit zu einer stärkeren Eruption kommen, welche eine Gefahr für die Vulkanbeobachter darstellt.

Kadovar mit Aschewolke

Nach längerer Pause meldet sich der Kadovar mit einer Eruption zurück. Das VAAC Darwin registrierte eine Aschewolke, die 2,3 km hoch aufstieg. Ob die Aschewolke vom Gipfelkrater ausging, oder vom Lavadom ist unklar.  Kadovar ist ein Inselvulkan in der Bismarck-See und liegt vor der Nordküste von Papua Neuguinea. Im Januar dieses Jahres war der Vulkan überraschend ausgebrochen. Am Südufer wuchs ein Lavadom aus dem Meer. Alle Bewohner des Eilands mussten evakuiert werden.

Veniaminof: Sehr hohe thermische Strahlung

Der Veniaminof in Alaska ist weiterhin aktiv. MIROVA registrierte heute eine sehr hohe thermische Strahlung in Höhe von 1011 MW. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Eruption und lässt darauf schließen, dass der Lavastrom größer geworden ist. Das AVO bezeichnet die Eruption weiterhin als klein und der Alarmstatus steht auf „orange“.

Ätna: leichte Aktivitätszunahme

Der Ätna auf Sizilien scheint langsam wieder etwas munterer zu werden. Dies bestätigten nun auch Vulkanologen des INGV, welche gestern die Gipfelkrater besuchten. In 3 von 4 Kratern steht Magma ziemlich weit oben im Fördersystem. Es werden kleine Eruptionen generiert, welche sich größtenteils im Kraterbereich abspielen. Die Vulkanologen filmten Eruptionen im Neuen Südostkrater, welcher tiefer als angenommen ist. Aus einem Schlot eruptiert es schon recht kraftvoll und eine Steigerung der Explosivität ist jederzeit möglich.

Piton de la Fournaise: Eruption hält an

Auf La Réunion geht der Vulkanausbruch weiter. Der Tremor stieg in den letzten Tagen leicht an und es wurden Förderraten zwischen 1 und 3 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Inzwischen ist vor Ort ein Streit über die Zugangsregelungen zur Caldera entbrannt. Es wird die Frage gestellt, nach welchem Schema beurteilt wird, wer als „Experte“ Zugang zur Caldera erhält, und wer nicht. Scheinbar wurden mehr als 40 ausgebildete Bergführer ausgesperrt, während Journalisten und einige andere Bergführer Zugangserlaubnis erteilt wurden. Es wird auch diskutiert, ob nicht ein sicherer Beobachtungsplatz für Schaulustige eingerichtet werden könnte. Anfang des Millenniums wurde die Zugangsregelung lockerer gehalten. Oft wurden Publikumsplätze eingerichtet. das Interesse von Touristen und Einheimischen war sehr groß, was leider zu Verkehrschaos und Parkplatznot führte. Generell bin ich der Meinung, dass Menschen Zugang zu Vulkanen erhalten sollten, selbst wenn ein Restrisiko besteht. Jeder Mensch sollte das Recht haben, solche Naturwunder mit eigenen Augen zu sehen und eigenverantwortlich zu handeln!

Katla: Diskussion um Forschungsbericht

Die Boulevardpresse berichtete in den letzten Tagen um Forschungsergebnisse in Bezug auf den Kohlendioxid-Ausstoß des isländischen Vulkans Katla. Dieser soll laut einer Studie (vnet berichtete) für 5% der gesamten Kohlendioxidemission der Erde verantwortlich sein. Forscher sind sich nicht ganz im Klaren darüber, wie diese große Menge zustande kommt. Einige halten eine Eruption für überfällig. Die für die Studie zuständige Forscherin -Evgenia Ilyinskaya- sieht sich in den Medien nun falsch zitiert und Missverstanden und protestiert mit Tweets dagegen, dass ihre Aussagen verdreht worden sein sollen. Fakt bleibt wohl, dass die Katla enorm viel Kohlendioxid ausstößt! Eine Interpretation der Daten scheint aber nicht möglich zu sein.

Popocatepetl: Lavadom zerstört

Bei einem Erkundungsflug über dem Popocatepetl machten Vulkanologen von CENAPRED die Reste eines Lavadoms aus, der im Krater des mexikanischen Vulkans wuchs. Der verbleibende Rest des Doms hat einen Durchmesser von weniger als 50 Metern. Es ist der 80. Dom, der im Zuge der anhalten Eruptionsphase bereits zerstört wurde. Der Dom wurde in einer Serie explosiver Eruptionen zerstört, welche in den letzten Tagen den Popo rockten. Der Dom wurde nur 4 Wochen alt.

Anak Krakatau: Eruption hält an

Der Ausbruch am Krakatau geht weiter. Heute kommunizierte das VSI erstmals seit mehreren Wochen wieder die Anzahl seismischer Explosionssignale: gestern waren es 253. Der Tremor hat weiterhin eine hohe Amplitude. Das VAAC Darwin registrierte Vulkanasche in 4 km Höhe. Es muss sich also eine stärkere Explosion ereignet haben. Beobachter des Vulkanausbruchs werden aufgefordert, die 2 km Sperrzone zu akzeptieren. Damit ist es praktisch unmöglich auf dem kleinen Vulkaneiland anzulanden.

Piton Fournaise: Eruption stabil

Der Vulkanausbruch am Piton de la Fournaise hält an. MIROVA registriert seit Tagen eine nahezu konstante Wärmestrahlung um 1200 MW. Um den einzig verbliebenen Förderschlot baut sich ein kleiner Schlackenkegel auf. Es wird ein Lavastrom gespeist. Die Förderrate liegt zwischen 2 und 5 Kubikmeter pro Sekunde. Die Behörden weisen ausdrücklich darauf hin, dass ein Betreten der Caldera untersagt ist. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldbuße in Höhe von 38 € geahndet. Diese Verordnung gilt seit dem Jahr 2010 im Falle einer Eruption. Zuvor war es teilweise gestattet, sich den Ausbrüchen zu nähern. Mit einem Presseausweis bekam man damals immer Sondergenehmigungen. Anlaufstelle war die Prefecture in St. Denis.

Ätna mit moderater Wärmestrahlung

In den letzten Tagen war es vergleichsweise still um den mächtigsten Vulkan Europas. Doch nun registrierte MIROVA eine moderate Wärmestrahlung in Höhe von 17 MW. Das ist der höchste Wert, seit der Eruption Ende August. Es könnte also sein, dass Ätna langsam wieder anheizt und Druck auf dem Kessel bekommt.

Öraefajökull: Erdbeben M 3,0

Heute gab es unter dem Gletschervulkan einen Erdstoß der Magnitude 3,0. Zudem wurden mehrere schwächere Beben registriert. Die Vulkanologen gehen davon aus, dass die Erdbeben mit dem Aufstieg von Magma assoziiert sind.

Anak Krakatau: Eruption geht weiter

Anak Krakatau ist derzeit sehr munter und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Eruption einem Ende nähern würde. Die Stärke der Eruption fluktuiert, ist aber noch auf hohem Niveau. MIROVA zeichnet eine Thermalstrahlung in Höhe von 171 MW auf und das VSI registriert Tremor mit einer durchschnittlichen Amplitude von 40 mm. Einzelne Eruptionssignale, oder vulkanische Erdbeben werden nicht gemeldet, aber ich gehe davon aus, dass entweder die Seismik kaputt ist, oder dass man die Informationen zurückhält. Ein Team indonesischer Vulkanführer befand sich am Wochenende auf dem Vulkaneiland und hat beeindruckende Fotos mitgebracht. Man sieht starke strombolianische-vulcanianische Eruptionen, die glühende Tephra und Vulkanasche fördern. Ein Lavastrom entspringt dem Krater und erreicht das Meer, es gibt (oder gab) einen Ocean Entry. Von diese steigt eine Wasserdampfwolke auf. Gegenüber dem Wochenende hat die thermische Strahlung abgenommen, von daher ist es unsicher, ob die Lava noch den Ozean erreicht. Seit Beginn der Eruption Mitte Juni, gab es immer wieder mehrtägige Hochphasen, welche man mit Paroxysmen vergleichen kann. Anders als bei den Paroxysmen am Ätna werden allerdings keine hohe Lavafontänen gefördert. Bei den Ätna-Eruptionen der letzten Jahre sind diese aber auch weitaus geringer ausgefallen, dafür hielten die Lavaströme und strombolianischen Eruptionen mehrere Tage an.

Ätna mit Aschewolke

Womit wir beim Ätna auf Sizilien wären! Dieser eruptierte heute Morgen eine kleine Aschewolke aus dem Nordost-Krater. Solche Aschewolken kennt man in den letzten Jahren eher aus dem Neuen Südostkrater, erscheinen aber auch immer wieder aus anderen Schloten. MIROVA registrierte gestern eine leichte thermischen Anomalie. Die Seismik ist unauffällig und der Vulkan lässt mit einer weiteren größeren Eruption auf sich warten. Diese könnte allerdings relativ kurzfristig einsetzten. Wie die heutige Aschewolke zeigt, steht Magma im Fördersystem.

Piton de la Fournaise

Die Eruption am Fournaise geht auf relativ geringem Niveau weiter. Aktuell ist noch eine Lavafontäne aktiv, welche einen Lavastrom speist. MIROVA registriert eine Thermalstrahlung in Höhe von 1303 MW. Dass ist fast eine Halbierung des Vortageswertes. Entsprechend gering wird die Förderrate der Lava sein. Gestern Nachmittag betrug sie weniger als 5 Kubikmeter pro Sekunde.

Sarychev Peak: weitere Explosionen

Am Sarychev Peak auf den Kurilen gab es heute 4 weitere explosive Eruptionen. Laut VAAC Tokio stieg Vulkanasche bis in einer Höhe von 5 km auf. Seit Beginn der eruptiven Phase wurden 8 Eruptionen registriert.

Anak Krakatau: Aktivitätsrückgang

Nach einigen Tagen der erhöhten Aktivität, nimmt diese derzeit wieder ab. Der Tremor ist immer noch stark, doch es gibt inzwischen Lücken im Seismogramm, so dass der Tremor nicht mehr kontinuierlich ist. Die thermische Strahlung liegt bei moderaten 19 MW. Auf dem neusten Sentinel Satellitenfoto erkennt man, dass die thermische Anomalie nicht mehr so ausgeprägt ist. Die beiden Lavaströme bekommen keinen Nachschub mehr und erkalten. Die explosiven Eruptionen sind kleiner geworden und stoßen nicht mehr soviel Asche und Dampf aus. Das Schiebebild vergleicht die Bilder vom 10. und 12. September.

Sarychev Peak eruptiert 3 Mal

Der Vulkan Sarychev Peak (auf Russisch Sarytschew) liegt auf der Kurilen-Insel Matua und eruptierte in diesem Jahr zum ersten Mal. Das VAAC Tokio registrierte seit gestern 3 Aschewolken, die vom Vulkan aufstiegen. Sie erreichten Höhen von knapp 5 km. Die letzte größere Eruption des Vulkans ereignete sich im Jahr 2009. Damals entstand das ziemlich bekannte und spektakuläre Foto, welches von der Internationalen Raumstation aus aufgenommen wurde. Damit sind derzeit 2 Vulkane der Kurilen aktiv: neben dem Sarychev Peak eruptiert noch der Ebeko.

Merapi: vermehrte Steinschläge

Der Dom im Krater des Merapi wächst weiterhin. Das VSI registrierte gestern 43 seismische Signale, die durch Steinschläge entstanden sind. Indirekt lässt dies Rückschlüsse zu, dass der Dom immer steiler wird und es so zu einer Zunahme der Abgänge kommt. Weiterhin wurden zahlreiche Erdbeben registriert, die mit dem Aufstieg von Magma in Verbindung stehen. In einigen Monaten könnte es am Merapi spannend und gefährlich zugleich werden.

Ätna: Erdbeben und Aschewolke

Der Ätna auf Sizilien gibt weitere Lebenszeichen von sich. Heute Morgen eruptierte er eine kleine Aschewolke, welche aus dem Neue Südostkrater aufstieg. Zudem ereigneten sich 3 schwache Erdbeben mit Magnituden um 2,5. Die Hypozentren lagen im Süden des Vulkans, in 4 km Tiefe. Die thermische Strahlung ist gering, dennoch erkennt man auf Satellitenfotos 3 hotspot in der Bocca Nuova und dem Nordostkrater. Auf der ThermalCam sieht es so aus, als würde sich die Spitze des Neuen Südostkraters ebenfalls aufheizen. Dies könnte allerdings auch Restwärme der letzten Eruption sein.

Ätna eruptiert 2 Aschewolken

Heute Morgen erwachte Ätna mit 2 Rülpsern aus dem Neuen Südostkrater. Vulkane.net Leser Andreas Sprengler berichtete mir davon. Mittlerweile wurden die Eruptionen auch von anderen Stellen bestätigt. Die Aschewolken wurden vom starken Wind niedergedrückt, so dass sich nichts über ihre Höhe sagen lässt. Der Tremor ist unauffällig und es lässt sich noch nicht sagen, ob die beiden Events Vorläufer einer neuen Eruptionsphase sind. Ich halte es für wahrscheinlich, dass wir in den nächsten Tagen/Wochen mehr vom Ätna hören und sehen werden.

Anak Krakatau: Thermisches Signal steigt

Am Anak Krakatau geht es heiß her: MIROVA registrierte gestern Abend ein thermisches Signal in Höhe von 115 MW. Aktuell werden 67 MW gemessen. VSI beobachtet starken Tremor mit einer Amplitude von 40 mm. Im Bericht von gestern werden keine Angaben über die Anzahl einzelner Explosionssignal gemacht. Entweder kann man diese kaum noch zählen, oder es gibt kein. Dafür sieht am auf dem Sentinel-Foto von heute, wie sich ein kleiner Lavastrom über die SW-Flanke Richtung Ozean schiebt, ohne diesen bisher zu erreichen. Anak Krakatau ist bereits seit Mitte Juni aktiv.

Mount Veniaminof: Erhöhung der Alarmstufe

Der Vulkan in Alaska ist am Sonntag aktiv geworden und produziert Aschewolken, die eine Höhe von 3050 m ü.NN erreichen und somit ca 450 m über den Gipfel des Vulkans. Das AVO erhöhte den Alarmstatus auf „orange“, da jederzeit Aschewolken eruptiert werden könnten, die eine Gefahr für den Flugverkehr darstellen.

Nevado del Ruiz mit Aschewolken

Der Vulkan in Kolumbien ist ebenfalls in eine neue Eruptionsphase eingetreten und erzeugt kleine Aschewolken. Vorangegangen war eine Periode mit vulkanisch bedingten Erdbeben. Der Nevado del Ruiz gelangte im Jahre 1985 zu trauriger Berühmtheit, als ein gigantischer Lahar eine ganze Stadt auslöschte. Bei der Katastrophe kamen ca. 25.000 Menschen ums Leben.

Ätna: neue thermische Anomalie

Update: Langsam lichten sich die Wolken und man sieht, dass es sich um die Front des alten Lavastroms aus dem „Puttusiddu“ handelt. Dieser ist in der Tat noch weiter Richtung Süden gewandert und noch nicht völlig zum Erliegen gekommen.

Originalmeldung: Am Ätna geht etwas vor sich: trotz Wolken kann man auf der ThermalCam eine Anomalie sehen. Diese manifestiert sich an der südöstlichen Basis des Neuen Südostkraters und nicht am Gipfel, oder an der Ostflanke. Es könnte die Front eines Lavastroms sein, oder ein neuer Förderschlot. Der Tremor ist unauffällig, allerdings gab es heute ein Erdbeben der Magnitude 2,2 in 10 km Tiefe. Das Epizentrum lag im Süden, zwischen den beiden Seilbahnstationen.

Ätna: weitere Aktivität in der BN

Tremor und Lava-Ausstoß gehen gegen Null und man kann die letzte Eruption als beendet betrachten. Entgegen meinem Posting gestern, kam der Lavastrom wohl doch aus dem „Puttisiddu“ genannten Krater. Heute ist er allerdings still. Dafür berichtet Dr. Boris Behncke davon, dass in der Bocca Nuova ein weiterer Schlot aktiv geworden ist. Jetzt sind BN1 und BN2 aktiv, auch wenn sie nicht viel Lava eruptieren. Man sieht allerdings nächtliche Rotglut und das Magma scheint hoch in den Schloten zu stehen. Der neu reaktivierte Förderschlot war zuletzt zwischen 2011 und 2013 aktiv. In dieser Zeit gab es auch die großer Serie von Paroxysmen, bei denen der Neue Südostkrater entstand.

Stromboli mit reger Aktivität

Ein anderer Vulkan Italiens ist derzeit recht munter und schön anzusehen: Stromboli! Der Vulkan auf den Liparischen Inseln vor Sizilien ist nicht nur bei Vulkanspottern beliebt, sondern auch bei normalen Urlaubern, die einmal in den Schlund der Hölle gucken möchten. Derzeit finden frequente Eruptionen statt. Auf der Thermalcam sieht man, dass 4 Schlote aktiv sind. Um diesen lagert sich heiße Tephra ab. Die Eruptionen erfolgen in kurzen Abständen. Stromboli beweist einmal mehr, warum der Vulkan als Leuchtfeuer des Mittelmeeres bekannt ist.

Sakurajima in Bestform

Der Vulkan auf der japanischen Insel Kyushu eruptierte in den letzten 48 Stunden 18 Mal. Laut VAAC Tokyo wurde Vulkansche bis in einer Höhe von 4,3 km gefördert. Hauptschauplatz des Geschehens war der Krater Minima-dake. Vulkanische Blitze wurden seit längerem keine mehr gesichtet. Diese wurden bei Eruptionen des Showa-dake generiert.

Ebeko speit Asche

Auf den Kurilen ist der Ebeko weiterhin sehr aktiv. Das VAAC Tokyo stelle 13 Eruptionen innerhalb von 48 Stunden fest. Die Vulkanasche steigt bis in einer Höhe von 3,7 km auf. Zusammen mit dem Sakurajima dominiert der Ebeko die Meldungen des VAAC.