Ätna: Zunahme flacher Erdbeben

In den letzten 3 Tagen manifestierten sich am Ätna auf Sizilien mehrere schwache Erdbeben in Tiefen geringer als 5 km. Ein vergleichbares Muster konnte man vor den letzten Paroxysmen im Februar dieses Jahres beobachten. Das ist zwar kein ausreichendes Indiz für die Vorhersage eines baldigen Ausbruchs, allerdings scheint mir die Wahrscheinlichkeit dafür zu wachsen. Es würde mich nicht wundern, wenn wir demnächst vermehrt Ascheemissionen aus dem Neuen Südostkrater sehen würden. Bei der letzten eruptiven Phase kam es zu litoralen Explosionen, als ein Lavastrom mit Schmelzwasser in Kontakt kam. Zahlreiche Vulkanbeobachter wurden durch umherfliegende Lavabrocken leicht verletzt.

Erta Alé: nur noch ein Lavastrom aktiv

Am entlegenen Schildvulkan Erta Alé in der äthiopischen Wüste Danakil hat sich die Situation geändert. Auf dem Sentinel-Satellitenfoto ist zu erkennen, dass der südwestliche Lavastrom inaktiv geworden ist. Der Lavastrom im Südosten ist hingegen weiter gewachsen und erreicht nun eine senke am Fuß des Vulkans. Auf dem Lavastrom sieht man mehrere oberflächliche Ausbrüche frischer Lava. Normalerweise fließt Lava über solche Distanzen in einem Tunnel. Der Lavastrom ist ca. 13 km lang, was schon beachtlich ist, besonders, wenn man das relativ geringe Gefälle des Vulkans berücksichtigt.

Gunung Agung: finaler Magmenaufstieg

Update 23.09.2017, 20.00 Uhr:  

Im Laufe des Tages verstärkte sich die Seismik wieder. Allerdings erfolgte noch keine Eruption. Erfahrungsgemäß kann dieses Spiel mehrere Tage dauern bis es zur Eruption kommt. Am Bardarbunga dauerten die Erdbeben sogar mehrere Wochen, bis der Vulkan eruptierte. Das Magma erhöht den Druck im Vulkan und sucht sich eine Schwachstelle im Vulkangebäude.

Update 23.09.2017:

Gunung Agung auf höchster Warnstufe

Gestern Abend wurde die höchste Warnstufe am Gunung Agung auf Bali ausgerufen. Es wurden 586 vulkanotektonische Erdbeben registriert, sowie 116 Erdbeben in geringer Tiefe. In den ersten Stunden des heutigen Tages (zwischen 0.00 und 6.00 Uhr) registrierten die Seismometer 72 vulkanotektonische Erdbeben. Statistisch gesehen war die Seismik rückläufig.

In den letzten Tagen wurden von gläubigen Hindus Zeremonien abgehalten, um die Geister der Ahnen im Vulkan zu besänftigen. Trotzdem wurden bisher mehr als 10.000 Menschen evakuiert. Die Notunterkünfte verzeichnen weiterhin Neuankömmlinge. Mehr als 200.000 Personen sollen sich im Osten Balis bereithalten, die Gegend schnell zu verlassen.

Übernächste Wochen beginnen in Australien Ferien, dann rechnet man auf Bali mit besonders vielen Touristen. Wenn der Vulkan wie befürchtet ausbricht, dürfte es zu massiven Beeinträchtigungen kommen. Sehr wahrscheinlich wird auch der Flugverkehr gestört. Touristen sollen sich auf Entsprechendes einstellen und ihre Reisepläne überdenken.

Laut einem Medienbericht, den Bernard Duyck in der Tribun Bali entdeckt hat, sollen Tiere bereits auf der Flucht sein. Von Schlangen und anderen Reptilien ist bekannt, dass sie empfindlich auf seismische Wellen reagieren.

Update 22.09.2017:

Eruption am Gunung Agung steht unmittelbar bevor

Am Mount Agung rechnet man nun mit einer Eruption innerhalb der nächsten 24 Stunden. Die Evakuierungszone wurde nochmal vergrößert und misst jetzt 9 x 12 km. Offenbar erwartet man einen sehr heftigen Vulkanausbruch, bei dem pyroklastische Ströme entstehen können!

Bei der letzten Eruption des Agung im Jahr 1963 starben 1148 Menschen in pyroklastischen Ströme. Der Vulkanausbruch dauerte mehrere Monate. Die Eruption war eine der Stärksten des 20. Jahrhunderts.

Originalmeldung:

Am Agung auf Bali hat die seismische Aktivität weiter zugenommen. Die Wissenschaftler vor Ort sind sich sicher, dass das Magma mit dem Aufstieg aus 5 km Tiefe begonnen hat. VSI registrierte 568 vulkanische Erdbeben innerhalb von 24 Stunden. In einem Newsbericht ist von Tremor die Rede. Die seismische Energie ist sehr hoch und man rechnet mit einen größeren Vulkanausbruch. Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen die 6 km Sperrzone um den Vulkan zu respektieren.

Ätna mit Aschewolken

Heute morgen konnte man am Ätna kleine Aschewolken beobachten, die von Neuen Südostkrater ausgingen. Diese kleinen Eruptionen könnten die Vorankündigung einer neuen Aktivitätsphase darstellen. Wie wir an der Seismik der letzten Wochen und Tage gesehen haben ist Magma dabei aufzusteigen.

Mexiko: Erdbeben Mw 5,6

Vor der Küste der mexikanischen Provinz Oxaca gab es erneut ein Erdbeben, Es hatte die Magnitude 5,6 und lag in 10 km Tiefe. Es kann als Nachbeben des starken Erdbebens von 8. September gesehen werden.

Erdbeben vor Chile

Vor der Küste Chiles ereignete sich ebenfalls ein Erdbeben der Magnitude 5,9. Das Hypozentrum lag in 40 km Tiefe und 130 km von Valparaiso entfernt. Diese Hafenstadt ist berüchtigt für ihre sehr starken Erdbeben wie das von 1906. Damals bebte die Erde mit einer Magnitude von 8,2.

Ätna mit Erdbeben

Am Vulkan Ätna gab es heute auch mehrere Erdbeben. Das Stärkste brachte es auf Mw 3,3. Es lag im Südwesten den Vulkans in nur 6 km Tiefe. Die letzten Erdbeben ereigneten sich an dieser Stelle vor gut 4 Wochen in mehr als 15 km Tiefe. Es sieht so aus als würde Magma aufsteigen!

Ätna: weitere schwache Erdbeben

Update: Heute Abend bebt die Erde am Ätna weiter. Es ereigneten sich weiter Erdbeben mit Magnituden um 2 bei Adrano. Tiefen zwischen 13 und 25 km.

Original: Unter der Südwestflanke des Ätnas auf Sizilien bebte wieder die Erde. Insgesamt wurden 7 Beben registriert. Die 2 Stärksten hatten die Magnituden 2,3 und 3,3. Die Hypozentren lagen in 3 und 6 km Tiefe und verlagerten sich gegenüber der letzten Bebenserie weiter Richtung Süden.

Ätna: Schwarmbeben

Am Vulkan Ätna auf Sizilien manifestierte sich heute Nachmittag ein Schwarmbeben: EMSC registrierte bisher 15 Erdbeben mit Magnituden größer als 2. Das Stärkste brachte es auf Mw 3,1. Die Hypozentren liegen unter dem Ort Adrano auf der Südwestflanke des Vulkans, in Tiefen zwischen 10 und 20 km. Vermutlich werden die Erdbeben von aufsteigendem Magma hervorgerufen, wobei auch eine tektonische Ursache denkbar wäre. Erfahrungsgemäß wird es zahlreiche schwächerer Erdbeben geben die bei EMSC nicht angezeigt werden. Auf der Seismik des INGV hält sich die Zahl schwacher Signale in Grenzen, was an der Empfindlichkeit der Einstellungen liegen kann.

Im Dezember letzten Jahres ereignete sich, in 4 km Entfernung zum jetzigen Beben, ebenfalls ein Schwarmbeben. Im Februar 2017 begannen dann neue Paroxysmen.

Poás: Ascheeruption

In den letzten Tagen ereigneten sich mehrere kleine Ascheeruptionen am Poás in Costa Rica. Die letzte fand gestern Morgen um 6.30 Uhr Ortszeit statt. Der Kratersee ist schon seit längerem verdampft, wodurch die Eruptionen weniger spektakulär aussehen. 

Vergleichbare Vulkanausbrüche werden auch vom Reventador in Ecuador gemeldet. Hier muss allerdings glühende Tephra involviert sein, da der Vulkan derzeit eine Wärmestrahlung von 82 MW emittiert. 

Der Ätna auf Sizilien stieß auch etwas Vulkanasche aus. Es wird eine schwache Wärmesignatur angezeigt. In den letzten Tagen stand der Vulkan in den Schlagzeilen, da die DLR dort einen Rover testete.

Fuego: Zunahme der Aktivität

Der Fuego in Guatemala steuert wieder auf einen Paroxysmus zu. MIROVA registriert heute eine Wärmestrahlung von 148 MW und der Tremor ist erhöht. Leider sind die LiveCams offline, so dass visuelle Bestätigung der Daten fehlt.

Am Ätna auf Sizilien sichtete Boris Behncke vom INGV heute kleine Aschewolken, die vom Neuen Südostkrater ausgingen. Zudem wurden in den letzten Tagen mehrere Erdbeben in Tiefen weniger als 5 km registriert, die sich in Richtung der Zentralkrater verlagern. Es ist sehr gut möglich, dass es in nächster Zeit wieder vulkanische Aktivität am Ätna zu bewundern gibt.

Ätna: Zunahme der Seismik

In den letzten 2 Tagen hat die Tätigkeit schwacher Erdbeben am Ätna deutlich zugenommen. Unter der Südflanke ereignete sich ein Schwarmbeben in mittlerer Tiefe zwischen 15 und 5 km. Somit wird der Vulkan wieder deutlich munterer. Leider funktioniert derzeit die Tremoranzeige auf der Seite des INGV nicht, so dass ein wichtiges Instrument zur seismischen Beobachtung fehlt.

Ätna: Rückkehr der Aktivität

Seit gestern zeigt der Ätna auf Sizilien ein Wiederaufleben der Aktivität: aus dem Sattelvent zwischen den beiden Südostkratern wird sporadisch Vulkanasche ausgestoßen. Laut Dr. Boris Behncke vom INGV handelt es sich dabei überwiegend um altes Material. Es ist aber bestimmt nur eine Frage der Zeit, bis sich wieder strombolianische Eruptionen manifestieren.

Zudem wurden in den letzten 3 Tage mehrere Erdbeben unter der Südostflanke des Ätna registriert, deren Hypozentren in weniger als 5 km Tiefe lagen. Diese Erdbeben könnten von aufsteigendem Magma verursacht worden sein. In den Wochen zuvor war die Seismik ungewöhnlich niedrig.