Merapi: 3 pyroklastische Ströme am 16. Juni

Merapi erzeugte drei pyroklastische Ströme und zahlreiche Schuttlawinen – Aktivität bleibt auf hohem Niveau

Der indonesische Vulkan Merapi auf Java ist weiterhin hochaktiv und erzeugte gestern (16. Juni) gleich 3 pyroklastische Ströme, die über der Südwestflanke abgingen. Das geht aus einer Meldung des PVMGB/ESDM hervor. Die Behörde des geologischen Dienstes Indonesien ist neben einer Vielzahl anderer Stellen für die Überwachung der indonesischen Vulkane und insbesondere des Merapi verantwortlich.

Merapi

Das ESDM veröffentlichte eine stark verrauschte Webcamaufnahme des Nachglühens der Ablagerungen eines pyroklastischen Stroms, der sich um 19:31 Uhr WIB manifestierte. Die hier gezeigte Aufnahme wurde aufwendig nachbearbeitet und teilweise rekonstruiert, gibt die tatsächlichen Verhältnisse dennoch realistisch wieder. Die sichtbare Rotglut verdeutlicht die enormen Temperaturen eines pyroklastischen Stroms, die tagsüber nicht erkennbar sind, da die Dichteströme dann lediglich wie Aschewolken wirken, die den Vulkanhang hinabgleiten.

Pyroklastische Ströme werden in Indonesien als „Awan Panas Guguran“ bezeichnet und stoßen regelmäßig auf großes mediales Interesse, da sie in größerem Ausmaß eine Gefahr für die Bewohner der Vulkanregion darstellen können. Die drei heißen Asche- und Gesteinslawinen vom gestrigen Tag bewegten sich jedoch ausschließlich innerhalb der Sperrzone und erreichten Laufweiten von bis zu 1,7 Kilometern. Sie flossen überwiegend in Richtung des Oberlaufs des Kali Krasak an der Südwestflanke des Vulkans.

Obwohl die Abgänge keine Bereiche außerhalb des Vulkans betrafen, verdeutlichen sie die anhaltende Instabilität der Lavadome im Gipfelbereich. Derzeit ist allerdings nur der Südwestdom aktiv. Von ihm geht weiterhin ein erhebliches Gefahrenpotenzial aus.

Neben den pyroklastischen Strömen kam es zu weiteren Kollapsen am Lavadom, bei denen Steinschläge und Schuttlawinen entstanden. Die Messstationen registrierten innerhalb von 24 Stunden insgesamt 129 entsprechende seismische Signale. Darüber hinaus wurden 65 Hybridbeben aufgezeichnet. Diese gelten als wichtiger Hinweis auf Bewegungen von Magma und vulkanischen Fluiden im Fördersystem des Vulkans.

Die Vulkanologen sehen darin ein deutliches Zeichen dafür, dass die Magmazufuhr aus der Tiefe weiterhin anhält. In ihrem täglichen Bericht verweisen die Behörden darauf, dass die fortgesetzte Versorgung des Vulkans mit frischem Magma weitere Domkollapse und damit zusätzliche pyroklastische Ströme auslösen kann.

Der Merapi befindet sich weiterhin auf der Warnstufe „Siaga“ (Alarmstufe III). Die größten Gefahren bestehen derzeit durch Lavaabgänge und pyroklastische Ströme entlang mehrerer Flusstäler, darunter Krasak, Bebeng, Bedog und Boyong. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, die ausgewiesenen Gefahrenzonen strikt zu meiden und insbesondere bei starken Niederschlägen auf mögliche Lahare sowie weitere Glutwolkenabgänge vorbereitet zu sein.

Vulkan Merapi generierte pyroklastischen Strom und Schuttlawinen

Anhaltender Vulkanausbruch am Merapi erzeugt Schuttlawinen und pyroklastische Ströme

Gunung Merapi ist weiterhin aktiv und erzeugte gestern zahlreiche Schuttlawinen und einen pyroklastischen Strom. Die Entwicklung des Vulkans, der sich in der Region Yogyakarta in Zentraljava befindet, kann als sehr dynamisch betrachtet werden. Neben den Abgängen werden Hybriderdbeben registriert, die mit Magmenaufstieg in Verbindung stehen.

Das BPPTKG meldete gestern den Abgang eines pyroklastischen Dichtestroms, der eine Reichweite von mehr als 2000 m hatte und sich aus einer großen Schuttlawine heraus entwickelte. Aufnahmen einer Überwachungskamera dokumentierten das Ereignis. Bei pyroklastischen Strömen handelt es sich um die wohl größte Vulkangefahr. Die auch als Glutwolken bezeichneten Phänomene bestehen aus einem Gemisch aus superheißen Gasen, Vulkanasche, gröberer Tephra bis hin zu Blöcken und rasen lawinenartig zu Tal. Dabei können sie deutlich schneller als 100 km/h werden. Eine Flucht vor einem pyroklastischen Strom gelingt nur selten.

Darüber hinaus war die seismische Aktivität der letzten 24 Stunden auffällig. Insgesamt wurden 140 Steinschlag- bzw. Abbruchbeben registriert, begleitet von 66 Hybridbeben, fünf flachen vulkanotektonischen Erschütterungen sowie einem weit entfernten tektonischen Beben. Auch der pyroklastische Strom verursachte ein seismisches Signal. Im gleichen Zeitraum wurden zudem zwei dokumentierte größere Schuttlawinen beobachtet, die in Richtung der Flusstäler Sat/Putih eine maximale Reichweite von etwa 2.000 Metern erreichten.

Für den Zeitraum der ersten 6 Tagesstunden des 10. Juni wurden aus den seismischen Daten bereits 26 Steinschlagbeben sowie 21 Hybridbeben ausgewertet. Innerhalb dieses Intervalls wurden außerdem mindestens elf Schuttlawinen registriert, die sich vor allem in südwestliche Entwässerungstäler bewegten.

Die Behörden halten die Warnstufe weiterhin auf Level III (Siaga). Das BPPTKG warnt, dass eine fortgesetzte Magmazufuhr jederzeit pyroklastische Ströme auslösen kann. Besonders gefährdet sind die südlichen und südwestlichen Sektoren mit Flusssystemen wie Boyong, Bedog, Krasak und Bebeng sowie der südöstliche Bereich um Woro und Gendol.

Vulkanausbruch Merapi: 2 pyroklastische Ströme gefördert

Vulkan Merapi auf Java weiterhin aktiv – Abgänge von 2 pyroklastischen Strömen dokumentiert

Der indonesische Vulkan Gunung Merapi ist weiterhin effusiv aktiv und fördert Lava, die im Gipfelkrater austritt und den südwestlichen Lavadom wachsen lässt. Gestern kam es dabei zweimal zu Kollapsereignissen am Dom, die pyroklastische Ströme hervorgebracht haben. Im Fokus stand das zweite Ereignis, da es via LiveCam aufgrund guter Sichtbedingungen dokumentiert werden konnte.

Der „Awan Panas Guguran“, wie pyroklastische Dichteströme auf Indonesisch genannt werden, manifestierte sich um 19:20 Uhr WIB und zog eine 2000 m lange Bahn glühender Gesteinsbrocken in westlicher Richtung entlang des Kali Sat/Putih. Das Ereignis verursachte ein seismisches Signal von über zwei Minuten Dauer und erreichte eine maximale seismische Amplitude von gut 68 mm, was auf eine vergleichsweise starke Energieentladung hindeutet.

Bereits im Verlauf des Tages war der Vulkan wiederholt aktiv geworden. Beobachter von der Behörde „Badan Geologie“ meldeten insgesamt 25 Abgänge von Lava- und Gesteinsmaterial in Richtung derselben Flusssysteme, ebenfalls mit einer maximalen Reichweite von rund 2.000 Metern. Der Gipfelbereich war zeitweise klar sichtbar, wurde jedoch mehrfach durch Nebel verdeckt, weshalb der zweite pyroklastische Strom nicht visuell dokumentiert wurde.

Insgesamt wurden 149 sogenannte seismische Signale von Lavalawinenabgängen und Steinschlägen registriert. Sie wurden von 49 Hybridbeben sowie mehreren vulkanisch-tektonischen Ereignissen begleitet. Zusätzlich trat ein fernes tektonisches Beben auf. Diese Daten bestätigen, dass weiterhin Magma in das Fördersystem nachströmt und das Potenzial für weitere explosive oder kollapsbedingte Ereignisse besteht.

Die Behörden warnen daher eindringlich vor Aufenthalten in den ausgewiesenen Gefahrenzonen, insbesondere entlang der Flusstäler im Südwesten und Südosten des Vulkans. Dort können pyroklastische Ströme und Lavaschutt Entfernungen von mehreren Kilometern erreichen, während bei explosiven Ausbrüchen auch der Gipfelbereich im Umkreis von bis zu drei Kilometern gefährdet bleibt. Zusätzlich wird auf die Gefahr von Laharen bei Regenfällen sowie auf mögliche Aschebelastungen in umliegenden Siedlungen hingewiesen.

Merapi: Abgang glühender Schuttlawine fotografiert

Pyroklastische Ströme und Schuttlawinen am Merapi verursachen leichte morphologische Veränderungen am Lavadom

In Indonesien bleibt der Merapi aktiv und baut weiter an seinem Lavadom. Anders als am Mayon bilden sich am Merapi keine längeren Lavaströme. Dennoch kommt es zu Abgängen glühender Schuttlawinen und pyroklastischer Ströme. Zuletzt entstand am 1. Mai ein pyroklastischer Strom, während Schuttlawinen wesentlich häufiger auftreten. Erst gestern Nacht wurde eine besonders beeindruckende Schuttlawine mithilfe der Afar-TV-Webcam dokumentiert. Glühende Lavablöcke erreichten sogar die Vegetationszone.

Die im Foto gezeigte Schuttlawine war zwar besonders groß, aber bei weitem nicht die einzige Das seismische Netzwerk des VSI zeichnete innerhalb von 24 Stunden 163 seismische Signale auf, die von Steinschlägen und Schuttlawinen verursacht wurden. eine überdurchschnittlich hohe Anzahl. Darüber hinaus zeugten 64 Hybridbeben von anhaltendem Magmenaufstieg.

Im jüngsten Wochenbericht der indonesischen Vulkanbehörde wird die Aktivität des Vulkans im Beobachtungszeitraum vom 24. bis 30. April zusammengefasst. Während die Sichtbedingungen überwiegend günstig waren, blieb der Vulkan kontinuierlich aktiv. Der Merapi entgaste dabei fortlaufend eine Dampfwolke, die bis zu 425 Meter hoch aufstieg.

Im Verlauf der Woche wurden fünf pyroklastische Ströme registriert, die eine maximale Reichweite von 1,5 Kilometern erreichten. Diese heißen Lawinen aus Gas, Vulkanasche und Lavablöcken bewegten sich vor allem in Richtung der Schluchten Boyong und Sat/Putih. Größere pyroklastische Ströme stellen eine erhebliche Gefahr für die Bewohner der Vulkanregion dar.

Die Schuttlawinentätigkeit war hoch: Insgesamt wurden über 200 Ereignisse gezählt, insbesondere in Richtung der Schluchten Krasak und Sat/Putih. Diese erreichten Distanzen von bis zu zwei Kilometern. Solche Abgänge sind typisch für den aktuellen Zustand des Vulkans, bei dem sich Lavamassen am Dom ansammeln, instabil werden und abbrechen.

Die seismische Aktivität lag unter dem Niveau der Vorwoche, wobei über 1.500 seismische Signale unterschiedlicher Typen registriert wurden. Trotz dieser hohen Zahl bewerten die Vulkanologen die Entwicklung als leicht rückläufig.

Der südwestliche Dom weist ein geschätztes Volumen von rund 4,04 Millionen Kubikmetern auf, während der zentrale Dom etwa 2,37 Millionen Kubikmeter umfasst. Während am zentralen Dom keine Veränderungen festgestellt wurden, zeigen Analysen am südwestlichen Dom leichte morphologische Anpassungen. Diese stehen im Zusammenhang mit den wiederholten Lavaabgängen, die Material abtragen und den Dom kontinuierlich umformen.

Eine signifikante Bodendeformation wurde nicht nachgewiesen. Zusammen mit den anderen Daten deutet dies darauf hin, dass ein Gleichgewicht zwischen Magmenaufstieg und -austritt am Dom infolge der anhaltenden effusiven Eruption besteht. Ein Ende dieser Aktivität ist derzeit nicht in Sicht. Fluktuationen sind normal und beinhalten sowohl stärkere als auch schwächere Eruptionsphasen.

Merapi: Zahlreiche Lavalawinen-Abgänge am 23. April

Merapi weiterhin hoch aktiv – zahlreiche Abgänge von Lavablocklawinen registriert

Der indonesische Vulkan Merapi auf der Insel Java ist weiterhin hoch aktiv. Die Regenzeit in Indonesien nähert sich ihrem Ende, und das Wetter bessert sich entsprechend. Dadurch eröffnen sich häufiger wolkenfreie Blicke auf den Lavadom und die Vorgänge am Vulkan. Kurz nach Mitternacht gelang es indonesischen Vulkanbeobachtern mithilfe der Telkomsel-Livecam, beeindruckende Aufnahmen aus dem Gipfelbereich zu machen – genau in dem Moment, als sich eine Lava- bzw. Schuttlawine vom Dom löste und talwärts rollte. Dabei legte sie eine Strecke von gut 2.000 Metern zurück.

Innerhalb der letzten 24 Stunden wurde dieses Phänomen 147-mal registriert – ein Wert im oberen Bereich, der darauf hindeutet, dass vergleichsweise viel Magma am Dom austritt. Da der Dom von innen heraus wächst, zeigt sich an seiner Oberfläche meist nur Rotglut, sofern es – wie im dokumentierten Fall – zu einem Abbruch von Lavapaketen kommt. Gravitative Effekte und in der Lava enthaltene Gase fragmentieren das Material, sodass es in einzelne Blöcke zerfällt. Brechen besonders große, gasreiche Lavapakete ab, können pyroklastische Ströme entstehen, wie sie in der vergangenen Woche mehrfach beobachtet wurden. In solchen Phasen kann es trotz hoher effusiver Förderrate zu einem Schrumpfen des Doms kommen, wie Messungen aus der ersten Aprilwoche bestätigen.

Auf dem Seismogramm erzeugten die Abgänge gestern 147 Lawinenbeben mit Amplituden von 2 bis 36 mm und einer Dauer von 48,96 bis 211,69 Sekunden. Außerdem registrierten die Messgeräte 84 Hybridbeben mit Amplituden von 2 bis 38 mm, die bis zu 52,38 Sekunden anhielten. Zwölf flache vulkanotektonische Erdbeben deuten auf anhaltenden Magmaaufstieg hin.

Die Behörden PVMBG und VSI halten die Alarmstufe „3“ aufrecht und warnen vor verschiedenen vulkanischen Gefahren. Besonders hervorgehoben werden die beschriebenen Lavalawinen und pyroklastischen Ströme. Auch die Gefahr von Laharen bleibt bestehen, obwohl die Niederschläge im Vergleich zum Höhepunkt der Regenzeit inzwischen nachgelassen haben.

Besonders anfällig für diese vulkanischen Prozesse sind die Schluchten und Flusssysteme am Merapi. Entsprechend der Gefährdungslage gelten asymmetrische Sperrzonen, die entlang der Flüsse bis zu 7 Kilometer vom Krater entfernt reichen können. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, sämtliche Aktivitäten in den potenziellen Gefahrengebieten zu unterlassen.

Merapi: Pyroklastischer Strom am 20. April

Abgang eines pyroklastischen Stroms am Merapi – Neue Messungen zur Lavadomgröße

Der Mount Merapi zeigte gestern erneut eine ausgeprägte Aktivität, die durch häufige Schuttlawinen-Abgänge und einen dokumentierten pyroklastischen Strom gekennzeichnet war. Die aktuellen Beobachtungen und Messungen der VSI-Vulkanologen bestätigen eine anhaltende Magmazufuhr, die sich bereits im Wochenbericht zuvor abgezeichnet hatte.

Das Highlight der gestrigen Aktivität am Merapi war der Abgang eines pyroklastischen Stroms, der entlang des Krasak-Flusssystems in südwestlicher Richtung glitt und eine Strecke von ca. 1.800 m zurücklegte. Die zugehörige seismische Signatur hatte eine Amplitude von 53 mm und eine Dauer von fast drei Minuten und ist auf ein Kollapsereignis des instabilen Lavadoms zurückzuführen. Insgesamt ereigneten sich innerhalb von 24 Stunden über 120 Kollapsereignisse, die aber keine weiteren pyroklastischen Ströme verursachten, sondern Schuttlawinen und Steinschläge. Die Seismizität bleibt erhöht: Es wurden 77 Hybridbeben und 14 flache vulkanotektonische Beben registriert. Diese Erdbeben entstehen überwiegend durch Gesteinsbruch infolge von Magmaaufstieg und anhaltendem Domwachstum.

Im Verlauf der letzten Woche sind mehrere pyroklastische Ströme abgegangen. Das zeigt der jüngst veröffentlichte Bericht des PVMGB. Insgesamt wurden 7 pyroklastische Ströme beobachtet. Dazu gesellten sich zahlreiche Lavaabgänge in alle relevanten Abflussrinnen (Boyong, Krasak, Bebeng, Sat/Putih). Die maximale Reichweite der Schuttlawinen lag bei etwa 2.000 m, was darauf hindeutet, dass sich die Gefahrenzonen aktuell nicht erweitert haben.

Besonders aufschlussreich ist die Entwicklung des Lavadomvolumens. Der südwestliche Dom verlor etwa 8.500 m³ und beträgt nun rund 4,05 Millionen m³, während der zentrale Dom mit etwa 2,37 Millionen m³ stabil blieb. Diese leichte Volumenabnahme im südwestlichen Dom korreliert gut mit den beobachteten pyroklastischen Strömen und Lavaabgängen, da solche Ereignisse typischerweise durch partielle Kollapsprozesse am Domrand ausgelöst werden, wodurch dieser schrumpft. Gleichzeitig zeigen die thermischen Daten eine stabile Temperatur im südwestlichen Dom (218,6 °C), während der zentrale Dom eine Erwärmung um über 23 °C erfahren hat. Dies könnte auf eine zunehmende interne Magmazufuhr in den zentralen Bereich hinweisen. Mit etwas Verzögerung ist eine Zunahme der Abgänge zu erwarten.

Im Gegensatz dazu zeigen die Deformationsdaten keine signifikanten Veränderungen. Die gemessenen Distanzen blieben praktisch konstant, was darauf hindeutet, dass derzeit kein starker Druckaufbau im flacheren Magmenkörper stattfindet. Stattdessen scheint das System in einem Gleichgewichtszustand zu sein, bei dem kontinuierlicher Magmanachschub direkt durch effusive Prozesse am Lavadom abgebaut wird.

Merapi: 5 pyroklastische Ströme dokumentiert

Fünf Abgänge pyroklastischer Ströme seit dem Abend des 11. Aprils dokumentiert – Dom am Merapi seit März deutlich gewachsen

In der ersten Tageshälfte des 12. April gingen am Merapi laut Angaben des VSI (Volcanological Survey Indonesia) drei pyroklastische Ströme ab. Sie erreichten Gleitstrecken von bis zu 2.000 m und ließen Aschewolken aufsteigen, die beim VAAC Darwin allerdings keine VONA-Warnungen verursachten. Bereits am Abend des Vortags wurden zwei pyroklastische Ströme gemeldet, die vergleichbare Werte aufwiesen. Somit gingen innerhalb eines Tages fünf Dichteströme ab.

Nach Angaben des zuständigen Überwachungszentrums ereignete sich der erste pyroklastische Strom am 12. April um 5:45 Uhr (WIB). Er legte eine Distanz von etwa 1.500 Metern zurück, und das zugehörige seismische Signal erreichte eine maximale Amplitude von 47,9 mm bei einer Dauer von rund 166 Sekunden. Der Strom bewegte sich in der Schlucht des Boyong-Flusses.

Ein zweites Ereignis folgte um 7:41 Uhr. Dabei betrug die Reichweite etwa 1.400 Meter, bei einer Amplitude von 18,2 mm und einer Dauer von gut 132 Sekunden – ebenfalls in Richtung Boyong.

Der dritte pyroklastische Strom wurde schließlich um 8:21 Uhr registriert. Mit rund 2.000 Metern war er der weitreichendste des Morgens, bei einer Amplitude von 26,7 mm und einer Dauer von etwa 154 Sekunden.

Bereits in der Nacht zuvor waren zwei ähnliche Abgänge in Richtung Boyong beobachtet worden, mit maximalen Distanzen von etwa 1.500 Metern.

Zusätzlich wurden 151 seismische Signale von Steinschlägen und Schuttlawinen registriert, die in südwestlicher Richtung abgingen und Reichweiten von bis zu 2.000 Metern erreichten.

Die Abgänge kamen nicht völlig überraschend: Bereits bei der letzten Messung des Lavadom-Volumens am 27. März stellten die Vulkanologen ein Wachstum des südwestlichen Lavadoms fest. Er hatte sein Volumen um etwa 34.600 Kubikmeter auf nun 4.055.300 Kubikmeter vergrößert. Mit dem Wachstum hatte sich auch die Morphologie des Doms deutlich verändert. Der Zentraldom hingegen blieb mit 2.368.800 Kubikmetern unverändert.

Der Alarmstatus des Vulkans bleibt weiterhin auf Stufe III. In dieser Phase besteht insbesondere die Gefahr von Lava- und pyroklastischen Strömen in den südlich bis südwestlich gelegenen Flusstälern, darunter Boyong, Bedog, Krasak und Bebeng. Auch im Südosten gelten die Flüsse Woro und Gendol als potenziell gefährdet.

Im Falle eines explosiven Ausbruchs könnten vulkanische Materialien bis zu drei Kilometer vom Gipfel entfernt ausgeworfen werden.

Merapi: Pyroklastischer Strom am 28. März

Pyroklastischer Strom am Merapi – Gleitstrecke von 1000 m

Am indonesischen Vulkan Merapi ereignete sich nach Angaben des BPPTKG (Forschungs- und Entwicklungszentrum für geologische Katastrophenschutztechnologie) ein pyroklastischer Strom. Er wurde am Samstagabend nach Sichtungen via Webcam gemeldet. Darüber hinaus dokumentierte die Beobachtungsstation Jurangjero das Ereignis sowohl visuell als auch mit Instrumenten.

Demnach ging der pyroklastische Strom um 20:14 Uhr WIB ab und brachte es auf eine Gleitstrecke von ca. 1.000 Metern. Er bewegte sich in Richtung Südwesten durch die Schlucht Hulu Kali. Das Event generierte ein seismisches Signal mit einer maximalen Amplitude von 30 mm und 103,67 Sekunden Dauer.

Generell bewegt sich die Seismizität am Merapi auf hohem Niveau: Gestern wurden 142 seismische Signale von Schuttlawinen und Steinschlägen aufgezeichnet. Hinzu gesellten sich 101 Hybridbeben, die durch Fluidbewegungen ausgelöst wurden. Außerdem gab es 4 vulkanotektonische Erschütterungen.

Die Aktivitätsstufe des Merapi bleibt weiterhin auf Stufe „3“. Die Erdbeben und natürlich die effusive Tätigkeit am Südwestdom deuten auf einen anhaltenden Magmazufluss an die Oberfläche hin.

Die lokale Katastrophenschutzbehörde warnt davor, die Gefahrenzone am Merapi zu betreten. Jegliche Aktivitäten in der ausgewiesenen Gefahrenzone, insbesondere in Süd-Südwest- und Südost-Richtung, sind strikt untersagt. Zudem soll man sich von den Flussufern fernhalten, die am Merapi entspringen, da durch Regen am Gipfel Sekundärgefahren durch Lahare bestehen können.

Der Merapi liegt auf Java und gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Historische Aufzeichnungen berichten seit dem 16. Jahrhundert regelmäßig über Ausbrüche, wobei besonders verheerende Ereignisse aus den Jahren 1006, 1786 und 2010 bekannt sind. Charakteristisch für die Merapiausbrüche sind pyroklastische Ströme und Lahare, die regelmäßig umliegende Dörfer bedrohen. Wissenschaftler beobachten den Vulkan kontinuierlich, um Frühwarnungen zu ermöglichen, da seine Aktivität stark schwanken kann.

Merapi: pyroklastischer Strom am Samstag

Abgänge pyroklastischer Ströme am Merapi – Dom etwas geschrumpft

Der seit Jahren anhaltende effusive Vulkanausbruch am Merapi auf Java hat am Samstagnachmittag, dem 14. März 2026, erneut einen pyroklastischen Strom hervorgebracht, nachdem bereits in der ersten Monatshälfte drei Dichteströme abgegangen waren. Nach Angaben des ESDM wurde um 17:59 Uhr Ortszeit ein pyroklastischer Dichtestrom registriert, der sich rund 1,5 Kilometer in südlicher Richtung bewegte. Der Strom folgte dabei dem Oberlauf der Boyong-Schlucht. Das Ereignis erreichte eine maximale seismische Amplitude von 16 Millimetern und dauerte etwa 135 Sekunden.

Neben diesem einzelnen pyroklastischen Strom verzeichneten die Messstationen im Zeitraum zwischen 12:00 und 18:00 Uhr eine seismische Aktivität, wie sie für den Merapi typisch ist. Neben dem seismischen Signal des pyroklastischen Stroms wurden 31 Schuttlawinenabgänge mit Amplituden zwischen 1 und 29 Millimetern registriert. Zusätzlich wurden 30 Hybridbeben mit Amplituden von bis zu 41 Millimetern gemessen, was auf fortgesetzte Bewegungen von Magma und Gesteinsmaterial im Inneren des Vulkans hindeutet.

Der letzte Wochenbericht für den Beobachtungszeitraum 6. bis 12. März bestätigt den Abgang von 3 pyroklastischen Strömen. Der weiteste Strom erreichte eine maximale Gleitstrecke von etwa 1,7 Kilometern und bewegte sich ebenfalls in Richtung der Oberläufe der Flüsse Boyong und Krasak. Parallel dazu wurden zahlreiche Schuttlawinenabgänge mit Reichweiten von bis zu zwei Kilometern dokumentiert.

Morphologische Analysen der Lavadome zeigen leichte Veränderungen am südwestlichen Dom, die auf Lavaabgänge und kleine Volumenänderungen zurückgeführt werden. Der Zentraldom blieb dagegen weitgehend stabil. Luftbildanalysen vom Februar schätzen das Volumen des Südwestdoms auf rund 4,04 Millionen Kubikmeter und hat damit gegenüber der letzten Messung etwas an Volumen eingebüßt. Der Zentraldom hat ein Volumen von 2,37 Millionen Kubikmetern.

Neben den drei pyroklastischen Strömen wurden die seismischen Signale zehn flachen vulkanotektonischen Beben, 480 Mehrphasenbeben, 798 Steinschlagereignisse sowie elf tektonische Beben registriert – ein leichter Anstieg gegenüber der Vorwoche.

Messungen der Bodenverformung mittels GPS und elektronischer Distanzmessung zeigten keine signifikanten Veränderungen.

Die Behörden warnen weiterhin vor den Hauptgefahren: pyroklastische Ströme und Lahare entlang der Flusstäler sowie möglicher Auswurf vulkanischen Materials in einem Umkreis von bis zu drei Kilometern im Falle einer explosiven Eruption.