Vulkanausbrüche weltweit

Pacaya: der Vulkan nahe Guatemala-City ist gestern ausgebrochen. Der eigentlich daueraktive Vulkan legte eine Pause von 3 Jahren ein. Nachdem sich in den letzten Wochen Zeichen mehrten, dass der Vulkan wieder lebendiger wird, kam es gestern zu einer initialen Eruption. Asche stieg bis zu 2 km hoch auf, größere Lapilli und Schlacken erreichten eine Höhe von 400 m über den McKenney-Krater. Asche regnete über bewohnte Ortschaften nieder. Der Alarmstatus wurde auf „orange“ erhöht. Ein Video zeigt die Eruption.

Sakura-jima: heute kam es zu einer ungewöhnlich starken Eruption am daueraktiven Vulkan in Japan. Auf einem Video ist zu erkennen wie starke vulcanische Explosionen glühende Schlacken meherere Hundert Meter hoch schleudern. Sie denken den ganzen Kegel des Showa-Kraters ein. Eine Aschewolke stieg mehrere Kilometer hoch auf. Vulkanische Blitze zuckten ‘en masse’ in der Eruptionswolke.

Yasur: der 3. daueraktive Vulkan im Bunde liegt in Vanuatu. Die Eruptionen sind so stark geworden, dass Lavabomben bis über den Kraterrand hinaus fliegen und sogar den Besucherparkplatz erreichen. Der Alarmstatus ist noch auf „gelb“ steht aber kurz vor seiner Erhöhung.

Vulkane weltweit

Pacaya: der Vulkan nahe Guatemala City ist wieder in einer Phase leichter strombolianischer Aktivität eingetreten. Die Lava steht in einer Tiefe von ca. 40 m im Förderschlot des McKenney-Kraters. Die Vulkanologen rechnen mit einer Zunahme der Aktivität.

Stromboli: der Vulkan auf den Liparischen Inseln ist mal wieder etwas munterer als üblich. Das Seismogramm des INGV zeigt phasenweise stärkere Explosionssignale. Gelegentlich bilden sich kurze Lavaströme im Kraterbereich.

Pacaya: erster Vulkanausbruch seit 2010

Der Vulkan Pacaya in Guatemala eruptierte vor 2 Tagen erstmals seit 2010. Es ereignete sich eine kleine explosive Eruptionen, die Asche und Dampf förderte. Dabei entstand ein neuer Krater im Bereich des Mc Kenney-Kraterkegels. Bis vor fast 2 Jahren war der Pacaya daueraktiv und ein beliebts Ausflugsziel der Menschen aus Guatemala-City.

Die beiden anderen aktiven Vulkane Guatemalas, Fuego und Santiaguito kochen derzeit auf Sparflamme und sind überwiegend effusiv tätig. Am Fuego gibt es zudem sporadische strombolianische Eruptionen.

Pacaya in Guatemala

Der Pacaya ist ein Komplexvulkan mit mehreren Gipfeln. Er erhebt sich ca. 30 Kilometer südlich der Hauptstadt von Guatemala und ist leicht zugänglich.
Der Vulkan bildete sich vor gut 23.000 Jahren am Rande einer älteren Caldera, in der auch der See Amatitlán liegt. Der Komplexvulkan besteht aus mehreren Kegeln. Von diesen waren der Cerro Chino und der Cerro Grande bereits lange nicht mehr aktiv; der aktuell tätige Krater-Kegel ist der McKenney. Er entstand, nachdem vor 1100 Jahren die Flanke eines älteren Kegels kollabiert war; dabei kam es zu einem großen Erdrutsch, dessen Ablagerungen in 25 Kilometern Entfernung vom Pacaya gefunden wurden.
In historischer Zeit brach der Pacaya mindestens 23 Mal aus. Der Vulkan ruhte jedoch auch mehr als ein Jahrhundert lang, bis 1962 ein Bereich des Gipfels einzusinken begann; drei Jahre später wuchs dann ein Dom empor. Seither ist der Vulkan fast ununterbrochen aktiv.
Die Tätigkeit des Pacaya ist vielfältig: Er eruptiert überwiegend strombolianisch und vulcanisch; kurze Lavaströme, kleine pyroklastische Ströme und Gerölllawinen gehören aber ebenso zu seinem Repertoire.
Besonders aktive Phasen gab es am Pacaya zwischen 1989 und 1991. Im Januar 2000 gab es eine Phase starker Aktivität, während derer mehrere Dörfer evakuiert wurden.
Im Dezember 2008 erzeugte der Vulkan vier Lavaströme mit einer Länge zwischen 50 und 200 Metern; kleine strombolianische Eruptionen kamen aus einem Kegel im Krater.
Die aktuellst Eruption fand am 28. Mai 2010 statt. Eine Aschewolke stieg mehrere Tausend Meter hoch auf und Asche ging in der Hauptstadt Guatemala-City nieder. Es lagerte sich eine 7 cm dicke Ascheschicht ab. Der Flughafen wurde gesperrt und in einigen Regionen der Notstand ausgerufen. Lavaströme setzten Vegetation am Fuß des Vulkans in Brand. Nur 2 Tage später fegte der tropische Wirbelsturm “Agatha” über Mittelamerika hinweg und tötete 150 Menschen.

Da der Vulkan praktisch vor der Haustür von Guatemala-Stadt steht, zählt er zu den Naherholungsgebieten der Einheimischen; besonders am Wochenende sind viele Besucher am Vulkan unterwegs. Selbst ernannte Führer begleiten ausländische Touristen gegen eine Gebühr.

Mein Partner Chris Weber von Vulkanexpeditionen International bereist den Pacaya und andere Vulkane Guatemalas regelmäßig und fürht dort Reisegruppen.

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