Reventador: Vulkan explosiv und effusiv tätig

Reventador zeigt intensive explosive und effusive Aktivität – Feldbeobachtungen im August

Am Reventador in Ecuador hält die seit 2002 andauernde Eruption mit hoher Aktivität an. Aktuelle Feldbeobachtungen des Instituto Geofísico de la Escuela Politécnica Nacional (IG-EPN) zeigen ein komplexes Zusammenspiel aus Explosionen, Ascheemissionen, glühenden Auswürfen und langsam vorrückender Lava. Zudem gab es auch heute wieder VONA-Warnungen für den Flugverkehr.

Bei einer Beobachtungskampagne vom 19. bis 21. August installierten Vulkanologen am 3,6 Kilometer östlich des Vulkans gelegenen Refugio neue optische und thermische Kameras. Mehrfach wurden Explosionen registriert, die von Gas- und Ascheemissionen sowie dem Auswurf ballistischer Blöcke begleitet waren. Glühendes Material stürzte dabei über die steilen Flanken des Reventador ab.

Besonderes Augenmerk legten die Vulkanologen auf den aktiven Lavastrom am Ost-Südosthang, der mit einer Drohne abgeflogen wurde. Die dabei entstandenen Aufnahmen zeigen, dass sich die Lava nur sehr langsam bewegt und die Front weiterhin im oberen bis mittleren Bereich des Vulkangebäudes liegt. Die Front und die Ränder des Stroms kollabieren immer wieder, wodurch Blocklawinen und kleinere pyroklastische Dichteströme entstehen. An der Lavafront wurden Temperaturen von mehr als 500 Grad Celsius gemessen, während die Schlote im Gipfelkrater Werte um 400 Grad erreichten.

Die Aktivität setzte sich Anfang September fort. Das VAAC Washington registrierte am 2. September mehrere Ascheemissionen. Zeitweise wurde Vulkanasche auf Flugfläche 160, also gut 4,9 Kilometer Höhe, eruptiert. Wegen dichter Bewölkung waren einzelne Emissionen allerdings weder auf Satellitenbildern noch auf der Webcam eindeutig sichtbar.

Auch am 3. September wurde eine Ascheemission gemeldet. Der aktuelle VAAC-Bericht beschreibt eine Aschewolke in 4600 m Höhe, deren Ausbreitung durch Winde nach Westen bis Westnordwesten erfolgte.

In der Nacht zum 2. September wurde zudem eine besonders eindrucksvolle explosive Episode beobachtet: Glühendes Material wurde aus dem Gipfelbereich ausgeworfen und stürzte über die steilen Flanken ab. Damit bestätigt sich das Bild eines weiterhin sehr aktiven Vulkans. Das IG-EPN bewertet die innere Aktivität als moderat und unverändert, die oberflächennahe Aktivität dagegen als hoch und ebenfalls unverändert.

Reventador: Explosion erzeugte lauten Knall

Stärkere Explosion am Reventador schleudert glühende Tephra in den Nachthimmel und war weithin hörbar

Am ecuadorianischen Vulkan Reventador hat sich die seit Jahren anhaltende Eruptionsphase gestern mit einer markanten Explosion in die Erinnerung der Vulkanbeobachter zurückgerufen. Eine Livekamera von AfarTV filmte eine Lavaexplosion, die deutlich stärker als sonst ausfiel. Dabei wurde neben einer dunklen Aschewolke auch rotglühende Tephra aus dem Krater ausgeworfen, die im oberen Bereich der Vulkanflanke niederging. Rund zehn Sekunden nach dem sichtbaren Explosionsereignis erreichte der tiefe Explosionsknall das Mikrofon der Kamera. Auch in großer Entfernung lenkte das Geräusch die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf den Vulkan.

Die aktuelle Eruptionsphase am Reventador begann bereits im November 2002. Das Instituto Geofísico der Escuela Politécnica Nacional (IG-EPN) beschreibt die aktuelle Aktivität durch wiederkehrende Explosionen, Asche- und Gasemissionen, Lavaflüsse sowie gelegentliche Lahare.

Die beschriebene Explosion ereignete sich am 28. August 2026 um 02:23 UTC und löste beim VAAC Washington eine VONA-Warnung aus. Aufgrund dichter Bewölkung ließ sich die Höhe der Aschewolke nicht bestimmen. Die Warnung für den Flugverkehr wurde inzwichen aufgehoben.

Die Messdaten der vergangenen Wochen zeigen eine hohe Explosionsfrequenz. Zwischen dem 24. und 25. August wurden beispielsweise 77 Explosionen registriert. Asche- und Gaswolken stiegen dabei bis zu 800 Meter über den Krater auf. Mitte August wurden ebenfalls zwischen 45 und 81 Explosionen innerhalb eines Tages registriert.

Der 3.562 Meter hohe Stratovulkan liegt am östlichen Rand der Anden, ca. 90 Kilometer östlich von Quito entfernt. Der heutige aktive Kegel wächst innerhalb eines großen Einbruchskessels, der an ein Amphitheater erinnert, und entstand durch frühere Flankenabbrüche. Heute konzentriert sich die aktuelle Aktivität auf einen relativ kleinen Bereich des großen Vulkangebäudes.

Neben explosiven Eruptionen kommt es immer wieder zu strombolianischer Aktivität, bei der glühende Gesteinsblöcke auf der Außenflanke des Vulkans landen und dabei zuletzt bis zu 2,1 Kilometer die Flanken hinab rollten. Darüber hinaus ist der Reventador immer wieder effusiv tätig und erzeugt Lavaströme, die aus dem Krater überlaufen.

Der Reventador steht derzeit auf Alarmstufe Orange. Die aktuelle Explosion belegt die weiterhin hohe Oberflächenaktivität, stellt nach den verfügbaren Beobachtungen jedoch zunächst keine grundlegende Veränderung des seit Jahren bestehenden Eruptionsverhaltens dar.

Vulkan Reventador eruptierte 72 Mal an einem Tag

Reventador bleibt hochaktiv – 72 Explosionen und glühende Gesteinslawinen

Der ecuadorianische Vulkan Reventador bleibt weiterhin aktiv und erzeugte gestern innerhalb von 24 Stunden insgesamt 72 Explosionen, die neben glühenden Lavafragmenten Vulkanasche förderten und Schuttlawinen auslösten. Nach Angaben des IGPN spiegelt diese Tätigkeit die Aktivität der letzten Tage wider, die mehr oder weniger konstant abläuft. Der Reventador befindet sich rund 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Quito am Ostrand der Anden und gehört zu den aktivsten Vulkanen Südamerikas. Seit seinem großen Ausbruch im Jahr 2002 befindet er sich nahezu ununterbrochen in eruptiver Phase.

Thermalbild

Mehrere Gas- und Ascheemissionen erreichten Höhen zwischen 600 und 1.000 Metern über dem Krater und wurden vom Wind nach Südwesten und Westen verfrachtet. Das VAAC Washington bestätigte eine Aschewolke, die sich im Bereich der Angaben des IGPN bewegte.

Der Reventador ist gut überwacht und ein permanentes Messnetzwerk fühlt ihm den Puls. So zeichneten die Messstationen neben den Explosionen neun langperiodische Erdbeben, 13 Eruptionstremore sowie fünf harmonische Tremorphasen auf. Diese Signale stehen in engem Zusammenhang mit der Bewegung von Magma und vulkanischen Gasen im Fördersystem.

Besonders eindrucksvoll präsentierte sich der Vulkan während der Nacht zum 25. Juli. Überwachungskameras dokumentierten neben Ascheeruptionen einen kurzen Lavastrom, der aus dem Gipfelkrater quoll, und den zeitgleichen Abgang glühender Gesteinsmassen, die bis zu 1.100 Meter unterhalb des Kraterrandes talwärts rollten. Solche Schuttlawinen entstehen regelmäßig, wenn frisches Lavamaterial oder instabile Ablagerungen von den steilen Flanken des Gipfelkegels abbrechen.

Obwohl es im Bereich des Vulkans regnete, wurden keine Schlammströme (Lahare) ausgelöst. Die Vulkanologen warnen jedoch, dass stärkere Niederschläge die an den Hängen abgelagerten Pyroklastika mobilisieren könnten. Solche Schlamm- und Gerölllawinen würden vor allem über die Flusstäler an den Vulkanflanken abfließen und dort eine zusätzliche Gefahr darstellen.

Die Satellitensysteme FIRMS und MIROVA registrierten in den vergangenen 24 Stunden keine thermischen Anomalien. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine nachlassende Aktivität, da dichte Bewölkung die satellitengestützte Erfassung heißer Bereiche erschweren kann. Die ecuadorianischen Behörden halten die Warnstufe weiterhin auf Orange, der zweithöchsten von vier Alarmstufen.

Reventador: Vulkan bleibt aktiv

Vulkan Reventador erzeugt frequente Eruptionen – Vulkanasche in 4600 m Höhe

Nach Angaben des Geophysikalischen Instituts der Nationalen Polytechnischen Schule in Ecuador zeigt der Vulkan Reventador weiterhin eine hohe Aktivität an der Oberfläche und eine mäßige Aktivität im Inneren. Beobachtungen von Vulkanforschern vor Ort bestätigen eine anhaltende explosive Aktivität, bei der glühende Tephra und Aschewolken ausgestoßen werden. Letztere steigen laut VONA-Meldungen des VAAC Darwin bis auf eine Höhe von 4600 m (FL150) auf und driften sowohl nach Nordwesten als auch nach Südosten. Die Aschewolken erreichen eine Nettohöhe über dem Krater von gut 1000 m.

Die jüngsten Eruptionen wurden gefilmt und Videos verbreiten sich in den sozialen Medien. Sie zeigen, wie grobe Tephra bis zu Blockgröße am Fuß des Kraterkegels einschlägt und wie die Aschewolken bei wenig Wind fast senkrecht aufsteigen.

Neben den beschriebenen Phänomenen registrieren Satelliten thermische Anomalien, die durch Satellitenüberwachung festgestellt wurden. Darüber hinaus ist der Reventador seismisch aktiv. Während der jüngsten Beobachtungsperiode registrierten die Messstationen mehrere vulkanotektonische Erdbeben, Tremore und Explosionssignale. Insgesamt werden täglich zwischen 60 und 90 seismische Explosionssignale detektiert. In klaren Nächten kann glühendes Material beobachtet werden, das die Flanken des Vulkans hinabrollt.

Der rund 3570 m hohe Stratovulkan Reventador gehört zu den aktivsten Vulkanen Ecuadors und eruptiert seit der großen Eruption von 2002 nahezu kontinuierlich. Das Gebiet ist für seine starken Niederschläge bekannt und ein Marsch zum aktiven Kraterkegel, der sich in einer Caldera erhebt, artet oft in eine Schlammschlacht aus. Im Beobachtungszeitraum der letzten Woche wurde allerdings kein Niederschlag im Bereich des Vulkans gemeldet. Fachleute warnen jedoch, dass starke Regenfälle Lahare (Schlammströme) auslösen könnten, da sie abgelagertes Material an den Vulkanflanken mobilisieren.

Die Behörden halten die Warnstufe weiterhin auf Orange und überwachen die Entwicklung des Vulkans kontinuierlich.

Reventador stößt Aschewolken aus

Reventador zeigt anhaltende Aktivität – Anhaltende Gas- und Ascheemissionen gemeldet

Der ecuadorianische Andenvulkan Reventador stößt weiterhin Gas- und Aschewolken aus. Wie Behörden und Anwohner berichten, hält die seit Jahren andauernde Eruptionsphase unvermindert an. Laut dem VAAC Washington erreicht die Asche heute eine Höhe von 4600 m und driftet nach Osten. 

Bewohner der Vulkanregion in der Provinz Sucumbíos meldeten leichten Aschefall, der sich überall ablagert und den Alltag beeinträchtigt. Nach Behördenangaben ist ein Ende der Eruptionen nicht in Sicht.

Das Geophysikalische Institut der Nationalen Polytechnischen Schule (IG-EPN) bestätigte den Aschefall nordöstlich des Vulkankegels und beobachtet den Reventador weiterhin genau. Zu diesen Beobachtungen zählt auch die Auswertung von Satellitenfotos. Sie bestätigen die vulkanische Aktivität. Das System GOES-19 registrierte mehrere Gas- und Ascheemissionen, deren Wolken in Höhen von bis zu 1.000 Metern über dem Krater nach Nordosten und Südwesten drifteten. Das VAAC Washington meldete im weiteren Verlauf vier Aschewolken, die bis zu 1.600 Meter über die Kraterhöhe aufstiegen und sich in östliche, nordöstliche und südwestliche Richtung verlagerten.

Parallel dazu registrierten mehrere Überwachungssysteme eine Reihe thermischer Anomalien: Das MIROVA-MODIS-System erfasste eine mittelstarke Anomalie mit einer Spitzenleistung von 52 MW. Diese deutet darauf hin, dass rotglühende Lava an der Oberfläche aktiv ist. Dies kann in Form kleinerer Lavaströme oder größerer Schuttlawinenabgänge der Fall sein. Letztere Treten insbesondere mit explosiven Eruptionen auf, die vile Tephra auf die Flanken prasseln lassen.

Die Kombination aus Emissionen, leichtem Ascheregen und wiederholten thermischen Signalen entspricht dem typischen Verhalten des Reventador während seiner aktiven Phasen. Das IG-EPN kündigte an, die Überwachung weiter zu verstärken und die Bevölkerung bei relevanten Entwicklungen sofort zu informieren.

Der Reventador ist ein hochaktiver Stratovulkan in den östlichen Anden Ecuadors und zählt zu den eruptivsten Vulkanen des Landes. Er liegt im feucht-tropischen Regenwald östlich der Andenkette und erreicht eine Höhe von 3.560 Metern. Der Vulkan zeichnet sich durch häufige explosive Eruptionen aus, bei denen Aschewolken, pyroklastische Ströme und glühende Lava ausgestoßen werden. Seine anhaltende Aktivität begann 2002 mit einer großen Eruption und setzt sich seither in Form regelmäßiger Ausbrüche fort.

Reventador: Vulkanausbruch verursacht Ascheniederschlag

Leichter Aschefall in Siedlungen durch verstärkte Aktivität am Reventador

Am 21. November meldeten Bewohner des Sektors San Rafael in der ecuadorianischen Provinz Napo leichten Aschefall des Vulkans Reventador. Solche Ereignisse haben in den vergangenen Monaten zugenommen und gelten als typischer Bestandteil der derzeit anhaltenden eruptiven Phase des Vulkans, die sich offenbar leicht verstärkt. Dank akzeptabler Sichtbedingungen konnte der Ascheausstoß durch Satellitenaufnahmen bestätigt werden. Zudem wurde eine Thermalstrahlung mit 122 MW Leistung registriert. Sie legt nahe, dass glühende Lava auf der Vulkanflanke unterwegs ist.

Der Reventador ist ein 3.562 m hoher Stratovulkan am Rand des Amazonasbeckens und gehört zu den aktivsten Vulkanen Ecuadors. Er liegt in einer schwer zugänglichen Region innerhalb einer rund vier Kilometer breiten, hufeisenförmigen Caldera, deren Ostseite durch einen früheren Einsturz geöffnet ist. In ihrem Zentrum erhebt sich ein junger Kegel, der die heutige Aktivität prägt. Seit der großen Eruption von 2002, die eine bis zu 17 Kilometer hohe Aschewolke und mehrere pyroklastische Ströme erzeugte, befindet sich der Vulkan in einer Phase wiederkehrender explosiver und effusiver Aktivität.

Auch aktuell überwacht das Geophysikalische Institut der Nationalen Polytechnischen Schule (IG-EPN) den Vulkan rund um die Uhr. Die Vulkanologen betonten einmal mehr, dass alle relevanten Änderungen der Überwachungsdaten umgehend kommuniziert würden. Die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, Informationen ausschließlich über offizielle Quellen zu beziehen, um Fehldeutungen zu vermeiden, wobei Vnet natürlich eine Ausnahme darstellt.

Trotz örtlicher Regenfälle wurden bislang keine Schlamm- oder Gerölllawinen registriert. Das IG-EPN weist dennoch darauf hin, dass stärkere Niederschläge das an den Flanken abgelagerte Material mobilisieren und Erdrutsche in das umliegende Flusssystem auslösen könnten.

Der Satellit GOES-19 detektierte zuletzt zwei Emissionen von Gas und Asche, deren Eruptionssäulen unter 1.000 m hoch waren und nach Südosten drifteten. Zudem meldete das VAAC eine Aschewolke in rund 4900 m Höhe, die nordwestwärts zog. Systeme wie MOUNTS, MIROVA und FIRMS registrierten parallel thermische Anomalien und Schwefeldioxid, was auf anhaltend hohe Lavastromaktivität hindeutet.

Reventador: Vulkan gefährdet Ölpipeline

Vulkan Reventador bedroht wichtige Ölpipeline – Umweltgefahren im Amazonasgebiet nehmen zu

Der ecuadorianische Vulkan Reventador zeigt seit Mitte Oktober 2025 wieder verstärkte Aktivität. Laut dem Geophysikalischen Institut der Nationalen Polytechnischen Schule ereignen sich derzeit regelmäßig explosive Eruptionen, begleitet von Abgängen glühender Schuttlawinen, Lavaströmen, pyroklastischen Strömen und Ascheemissionen, die bis zu 3.500 Meter Höhe aufsteigen. Am 24. Oktober gab es eine VONA-Meldung der Stufe Orange, nachdem eine Aschewolke in westliche Richtung trieb. 

Die eruptive Aktivität des seit 2002 daueraktiven Reventadors gefährdet kritische Energieinfrastruktur. Der Vulkan liegt in den östlichen Anden an der Grenze der Provinzen Napo und Sucumbíos – genau dort, wo die Trans-Ecuadorianische Pipeline (SOTE) sowie die Shushufindi–Quito-Pipeline verlaufen. Sie liegen etwa 10 Kilometer südlich des Vulkans und wurden in den 1970er Jahren fertiggestellt, zu einer Zeit, als der Reventador inaktiv war, weshalb man die Bedrohung durch den Vulkan offenbar nicht auf dem Radar hatte. Beide Leitungen transportieren täglich Hunderttausende Barrel Rohöl aus den Ölfeldern des ecuadorianischen Amazonasgebiets („Oriente“) in Richtung Pazifik.

Das staatliche Unternehmen Petroecuador hat deshalb angekündigt, als Vorsichtsmaßnahme Umgehungsstrecken für beide Pipelines zu bauen. Diese sollen die Sicherheit der Anlagen erhöhen und den Transport von etwa 330.000 Barrel pro Tag gewährleisten. Eine Verzögerung der Arbeiten könnte Einnahmeverluste von bis zu 20 Millionen US-Dollar täglich bedeuten. Erst kürzlich war der Betrieb der SOTE-Pipeline nach einer 23-tägigen Unterbrechung wieder aufgenommen worden.

Doch das Problem geht weit über die aktuelle Vulkanaktivität hinaus. Die Ölförderung im Oriente ist seit Jahrzehnten mit massiven Umwelt- und Sozialkonflikten verbunden. In der Region um Lago Agrio, Shushufindi und Coca kam es immer wieder zu Leckagen, Bodenverschmutzung und Ölunfällen, zuletzt 2020 nach einem Erdrutsch am Río Coca, bei dem Tausende Barrel Rohöl in den Amazonas gelangten.

Zudem führen die Pipelines und Zufahrtsstraßen zu einer fortschreitenden Abholzung des Regenwaldes und öffnen abgelegene Gebiete für illegale Rodung und Wilderei. Kritiker werfen Petroecuador und der Regierung vor, kurzfristige wirtschaftliche Interessen über den Schutz der sensiblen Ökosysteme und der indigenen Bevölkerung zu stellen.

Während der Reventador weiter Lava spuckt, wird deutlich, wie verletzlich Ecuadors Rohölinfrastruktur bleibt – nicht nur durch Naturgefahren, sondern auch durch ein seit Jahrzehnten ungelöstes Spannungsfeld zwischen Energieversorgung, Umweltzerstörung und sozialer Verantwortung.

Reventador: Vulkanasche in 5500 m Höhe

Reventador eruptiert stärker – Vulkanasche in 5500 m Höhe detektiert

In Ecuador kam es zu einem stärkeren Ausbruch des entlegenen Vulkans Reventador. Laut einer VONA-Meldung stieg Vulkanasche bis auf eine Höhe von 5500 m über dem Meeresspiegel auf und driftete vornehmlich in Richtung Nordwesten. Vom VAAC Washington wurde eine VONA-Warnung für den Flugverkehr ausgegeben. Da der Reventador 3562 m hoch ist, stieg die Aschewolke auf fast 2000 m über Kraterhöhe. Das IGPN belässt die Warnstufe auf „Orange“.

Die Explosion erfolgte gegen 6:40 Uhr UTC. Auf Livecamaufnahmen ist zu sehen, dass es neben dieser vergleichsweise starken Eruption auch zu mehreren kleineren Ausbrüchen kam. Die Explosionen erzeugen nicht nur Aschewolken, sondern fördern auch rotglühende Tephra, die auf die Vulkanflanken niederprasselt und dort Schuttlawinen auslöst. Außerdem entspringt dem Krater ein kurzer Lavastrom, der auf der oberen Vulkanflanke unterwegs ist. Von der Lavafront gehen ebenfalls Schuttlawinen ab. Die glühende Lava erzeugt Wärmeanomalien, die von den Sentinel-Satelliten registriert werden. MIROVA gibt eine Leistung von 213 MW an, was einer der höchsten Werte auf Jahressicht darstellt. Dieser Wert wurde kurz nach der eingangs beschriebenen Explosion gemessen.

Der Reventador ist daueraktiv und erzeugte in den letzten Tagen ca. 50 kleinere Explosionen am Tag. Sein Gipfel hängt häufig in den Wolken, so dass es nicht immer visuelle Beobachtungen gibt. Zwischen Oktober und November und März bis Mai regnet es besonders viel, dann drohen Lahare.

Der Reventador liegt am östlichen Rand der Andenkette, dort, wo die Berge in das Amazonasbecken übergehen. Er befindet sich in der Provinz Napo, etwa 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Quito. Weiter entfernt liegt der Sangay, der ebenfalls aktiv ist. Hier meldete das VAAC Vulkanasche in 6000 m Höhe. Da der Sangay wesentlich höher als der Reventador ist, sind die Aschewolken dort kleiner.

Sangay mit starker thermischer Anomalie

Thermische Anomalie und Aschewolke am Sangay deuten Aktivitätssteigerung an – Reventador ebenfalls aktiv

Quito, 10.06.2025Der Sangay in Ecuador emittiert heute eine sehr hohe Wärmestrahlung mit 1131 MW Leistung. Zudem registrierte das VAAC Washington Vulkanasche in 6700 m Höhe, die 80 Kilometer weit in Richtung Westen driftete und Ascheregen verursachte.

VONA-Warnung zum Sangay. © VAAC

Die Daten sprechen für eine signifikante Aktivitätssteigerung des entlegenen Vulkans am Rand der Anden. Aus dem letzten IGN-Update von heute geht hervor, dass es in den letzten 24 Stunden 75 Explosionen gab, die mit Hilfe des seismischen Netzwerks registriert wurden. In seltenen wolkenfreien Augenblicken wurden Vulkanaschewolken gesichtet, die bis zu 1000 m über Kraterhöhe aufstiegen. Die Vulkanologen teilten auch mit, dass laut VAAC-Angaben Asche in 1200 m über Kraterhöhe detektiert wurde. Berichte über Lavaströme oder den permanenten Abgang glühender Schuttlawinen stehen aus, doch diese sind die wahrscheinlichste Ursache hinter der starken thermischen Anomalie, die bei MIROVA angezeigt wird. Denkbar ist auch, dass die Hitzestrahlung von einem pyroklastischen Strom verursacht wurde.

Ergiebiger sind die IGN-Berichte zum Reventador, dem zweiten aktiven Vulkan Ecuadors. Obwohl das Wetter auch hier nicht besonders gut ist, gibt es doch öfters wolkenfreie Perioden, in denen die Aktivität des Vulkans beobachtet werden kann. Hier wurden innerhalb eines Tage 61 explosive Eruptionen festgestellt, zudem gibt es eine moderate Erdbebentätigkeit, die daraufhin deutet, das sich im Untergrund magmatische Fluide bewegen. Gas- und Aschewolken steigen bis zu 700 m über Kraterhöhe auf. Glühendes vulkanisches Material fließt über die Vulkanflanke und steigt bis zu 1000 m unterhalb des Kraters ab. Aus den Beschreibungen geht nicht eindeutig hervor, ob es sich um Schuttlawinen oder Lavaströme handelt. Am Reventador ist beides möglich.

Die Vulkanologen warnen davor, dass es wetterbedingt sowohl am Sangay als auch am Reventador zu Lahar-Abgängen kommen kann. Die Schlammströme stellen eine große Gefahr für Vulkanbeobachter in Vulkannähe dar. Besonders gefährlich ist es in Schluchten und Flussbetten, die man unbedingt meiden sollte.