Krakatau: hohes thermisches Signal

Die Thermalsatelliten von MIROVA und MODIS registrieren beide ein thermisches Signal auf Anak Krakatau. Es hat eine Stärke von 189 MW und scheint vom Gipfel der Vulkaninsel auszugehen. Sehr wahrscheinlich stammt die Wärmestrahlung von vulkanischer Aktivität, wobei ein Waldbrand nicht ausgeschlossen werden kann. Das VAAC Darwin meldete noch keine Aschewolke am Krakatau.

Das VAAC Tokyo regitrierte von mehreren Vulkanen Aschewolken: Shiveluch, Klyuchevskoy auf Kamtschatka und Suwanose-jima in Japan.

In Guatemala ist der Pacaya recht munter: strombolianische Eruptionen aus dem McKenny Krater und ein Lavastrom zieren den Vulkan.

Ätna: strombolianische Eruptionen

Bei schönstem Wetter sind heute die strombolianischen Eruptionen aus dem Neuen Südostkrater gut via LiveCam zu beobachten. Die Strombolianer erscheinen im Minutentakt. aufgrund des geringen Windes steigen diese senkrecht auf und schweben lange über dem Krater.

Gestern Abend sah man zudem kontinuierliche Rotglut über der Voragine. Das Magma steht also hoch im Förderschlot.

Eine Frage die viele beschäftigt ist, ob es in mittelbarer Zukunft paroxysmale Eruptionen geben wird. Ich halte dieses Szenario für wahrscheinlich, allerdings sind vom Ätna auch lange Perioden mit schwacher Gipfeltätigkeit bekannt, wie sie derzeit der Fall ist.

Pacaya: Lavastrom

Seit gestern Abend fließt auf der Flanke des Vulkans Pacaya (Guatemala) ein Lavastrom. Dieser kommt aus einer alten Spalte im McKenny Krater und hatte um 21 Uhr Ortszeit eine Länge von 300 m erreicht. Der Förderschlot im Krater ist ebenfalls aktiv und erzeugt kleine strombolianische Eruptionen. Lavabomben fliegen bis zu 50 m hoch. Auf der LiveCam ist die Eruption aus der Ferne zu beobachten.

Sumatra: Erdbeben M 4,8

Auf der indonesischen Insel Sumatra bebte die Erde. Der stärkste Erdstoß hatte eine Magnitude von 4,8 in 10 km Tiefe. Das besondere daran ist, dass sich die Beben in der Nähe des Vulkans Sinabung ereigneten. Der stärkste Erdstoß lag ca. 30 km vom Vulkan entfernt. Vor der Nordflanke des Sinabungs gab es schwächere Beben. Im Vulkankrater wächst seit 4 Jahren ein Lavadom und es kommt immer wieder zu pyroklastischen Strömen und explosiven Eruptionen. Die Beben könnten sich auf die Aktivität des Vulkans auswirken.

Fuego: strombolianische Eruptionen

Außer dem Ätna auf Sizlilien produziert derzeit ein weiterer Vulkan strombolianische Eruptionen: der Fuego in Guatemala. Die Strombolianer sich auf der LiveCam gut sichtbar, zudem registriert MIROVA ein steigendes thermisches Signal. Sehr wahrscheinlich wird diese Tätigkeit wieder auf einen Paroxysmus zusteuern.

Vom Pacaya wird derzeit wieder nächtliche Rotglut über dem Krater beobachtet. Diese stammt wahrscheinlich von kleinen Strombolianern im McKenney Krater. Dort hat sich in den letzten Monaten ein kleiner Kegel aufgebaut.

Türkei: Erdbeben Mw 5,0

In der Erdbebenregion in der Westtürkei hat sich ein neues mittelschweres Erdbeben der Magnitude 5,0 ereignet. Das Hypozentrum lag in 8 km Tiefe. Der Erdstoß war auf der griechischen Insel Lesbos deutlich zu spüren. Es manifestierten sich zahlreiche Nachbeben.

Unter dem isländischen Vulkan Bardarbunga bebte die Erde mit einer Magnitude von 3,6 in 4,4 km Tiefe. 2 Tage zuvor gab es bereits ein Beben mit M größer 3.

Hawaii: Lavastrom auf der Pali

Am Kilauea auf Big Island Hawaii ist es zu einem größeren Lavadruchbruch gekommen. Seit gestern fließt auf der Pali (Küstenebene) ein neuer Lavastrom. Möglicher Weise bedeutet dies erst einmal das Ende des spektakulären Lavafalls am ocean entry, da der Nachschub an Lava abgeschnitten werden könnte. Bisher floss die Lava durch einen Tunnel, der bis zur Küste reicht. Es ist aber auch möglich, dass es sich um einen komplett neuen Lavastrom handelt und dass sich die Förderrate erhöhte.

Sobald weitere Infos vorliegen folgt ein update!

Philippinen: Erdbeben M 6,5

Update: In Surigao City stürzten einige Gebäude ein, in Straßen bildeten sich Risse und Bäume stürzten um. Strom und Kommunikation fielen aus. Menschen gerieten in Panik. Dass es Verletzte gab ist sehr wahrscheinlich. Über Todesopfer liegen noch keine Meldungen vor.

Originalmeldung: Direkt vor der Küste der philippinischen Insel Mindanao ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 6,5. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. In der Nähe des Epizentrums liegen mehrere Städte und mit Schäden ist zu rechnen. Sobald weitere Informationen vorliegen gibt es ein Update.

Die starke Erdbebenserie an der türkischen Westküste hält weiterhin an. Mittlerweile müssen sich Hunderte Erdbeben ereignet haben.

Ätna: strombolianische Eruptionen

Nach einer erneuten Pause setzten heute Nacht wieder strombolianische Eruptionen ein. Diese manifestieren sich aus dem Neuen Südostkrater. Aus dem Zentralkrater steigt ordentlich Dampf auf. Dieses Phänomen hängt allerdings auch von den klimatischen Bedingungen ab. Gestern fiel sehr viel Neuschnee und unsere alte Dame sieht richtig jungfräulich aus. Am besten kann man den Vulkan gerade via LiveCam beobachten.

Erta Alé: Eruption geht weiter

 

Die Eruption am äthiopischen Vulkan Erta Alé ist noch nicht zu Ende. Ein aktuelles Satellitenbild im Infrarot-Spektrum zeigt aktive Lavaströme in der südlichen Caldera, sowie einen Lavasee im Norden. Dieser befindet sich an der üblichen Stelle. MIROVA registrierte in den letzten Tagen eine hohe thermische Strahlung im Bereich zwischen 350 und 550 MW. Dieser Wert ist bei weitem nicht mehr so hoch wie zum Höhepunkt der Eruption, aber immer noch 10 Mal höher als man sie bei der langjährigen Lavasee-Aktivität beobachten konnte.