Erdbeben-News 16.05.21: Japan, Marokko

In den Erdbeben-Nachrichten vom Sonntag steht ein starker Erdstoß im Fokus der Berichterstattung, der sich vor der Küste Japans ereignete. Außerdem gab es eine Reihe moderater Erschütterungen.

Japan: Erdbeben Mw 6,0

Datum: 16.05.2021| Zeit: 03:23:53 UTC | Lokation: 42.04 N ; 144.41 E | Tiefe: 10 km | Mw: 6,0

Heute Nacht bebte es vor der Küste der japanischen Insel Hokkaido. Das Erdbeben der Magnitude 6,0 manifestierte sich 104 km süd-süd-östlich von Kushiro und hatte ein Hypozentrum in 10 km Tiefe. Es gab zahlreiche moderate Nachbeben. Das Stärkste brachte es auf M 5,2, gefolgt von einem Beben M 4,7.

Papua Neuguinea: Erdbeben Mb 4,9

Datum: 16.05.2021| Zeit: 07:28:537 UTC | Lokation: 5.51 S ; 151.82 E | Tiefe: 40 km | Mw: 5,2

An der Südostküste von New Britain (PNG) ereignete sich ein Erdbeben Mw 5,2. Die Tiefe des Hypozentrums wurde mit 40 km angegeben. Das Epizentrum befand sich 139 km südlich von Kokopo. An dieser Lokalität wurden in den letzten Stunden mehrere moderate Nachbeben registriert.

Tonga: Erdbeben Mb 4,7

Datum: 16.05.2021| Zeit: 06:28:12 UTC | Lokation: 20.70 S ; 175.61 W | Tiefe: 176 km | Mb: 4,7

Am Tonga-Graben manifestierte sich ein Erdstoß M 4,7. Das Hypozentrum befand sich in der Asthenosphäre, in 176 km Tiefe. Das Epizentrum lag 65 km nordwestlich von Nuku‘alofa.

Marokko: Schwarmbeben vor der Mittelmeerküste

Datum: 16.05.2021| Zeit: 05:21:04 UTC | Lokation: 35.53 N ; 3.60 W | Tiefe: 10 km | Ml: 2,9

Das Schwarmbeben vor der Mittelmeerküste Marokkos geht weiter. Alleine in den letzten beiden Tagen bebte es mehr als 40 Mal. Das stärkste Erdbeben hatte die Magnitude 2,9, mit einem Hypozentrum in 10 km Tiefe. Seit mehreren Wochen bebt hier die Erde. Das EMSC gibt als Lokalität „Straße von Gibraltar“ an.

Kanarische Inseln: Schwache Erdbeben

Datum: 16.05.2021| Zeit: 09:55:02 UTC | Lokation: 28.34 N ; 16.38 W | Tiefe: 19 km | Ml: 1,5

Bei den Kanarischen Inseln bebte es wieder mehrfach. Die Erschütterungen waren von geringer Magnitude und lagen zwischen den Inseln Teneriffa und Grand Canaria. Nach einiger Zeit der relativen Ruhe, nimmt die Seismizität in der Region wieder etwas zu.

Vulkan-Nachrichten 16.05.21: Ätna, Pacaya, Santiaguito, Stromboli

Ätna: leichte Aktivitätszunahme

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 | Staat: Italien |Eruption: Strombolianisch | Link

Am Ätna auf Sizilien fluktuierte der Tremor stärker, als es in den letzten Wochen üblich war. Die Tremor-Amplitude stieg dabei bis in die gelbe Zone. Das LGS registrierte gestern 36 Infraschall-Ereignisse. Der akustische Druck stieg dabei bis auf moderaten 0,7 bar. Die Ereignisse wurden wahrscheinlich von strombolianischen Eruptionen verursacht. Sie kamen zum Teil aus Richtung des Südostkraters, aber auch aus Richtung des Zentralkraters. MIROVA detektierte vor 2 Tagen ein schwache Thermalstrahlung. Die Seismizität ist seit dem letzten Schwarmbeben vergleichsweise gering.

Stromboli: Tremor steigt weiter

Staat: Italien | Koordinaten: 38.79, 15.21 | Eruption: Strombolianisch | Link

Am Stromboli nahm die Tremor-Amplitude weiterhin leicht zu. Damit einher ging eine Zunahme der strombolianischen Aktivität. Das LGS registrierte einige Explosionen mit einem akustischen Druck von 1,4 bar, was für die normalen strombolianischen Eruptionen schon überdurchschnittlich ist. Die Seismizität im Tyrrhenischen Meer östlich von Stromboli war in den vergangenen Tagen recht hoch. Schon öfters wies ich darauf hin, dass häufige Erdbeben im Bereich der Asthenosphäre scheinbar eine Aktivitätssteigerung des Vulkans ankündigen. Einen wissenschaftlichen Beweis für einen Zusammenhang gibt es freilich nicht.

Pacaya: Größere Aschewolke

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.38, -90.59 | Eruption: Lavastrom | Link

Am Pacaya in Guatemala wurde gestern wieder eine größere Aschewolke eruptiert. Sie erreichte laut VAAC eine Höhe von 5500 m und driftete Richtung Westen. Der Lavastrom hat eine Länge von 2200 m. Die Reaktion auf den Lavastrom ist sehr unterschiedlich: während ängstliche Menschen religiöse Prozessionen abhalten, damit Gott die Lava stoppt, pilgern andere mit Backblech und Greifzange ausgerüstet zum Lavastrom und backen Pizza.

Santiaguito: Lahare

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.76, -91.55 | Eruption: Dom | Link

Am guatemaltekischen Vulkan Santiaguito wurden Lahare generiert. Die Schlammströme entstanden, nachdem starke Regenfälle vulkanisches Material am Vulkanhang mobilisierten. Auf dem Seismogramm erzeugten die Lahare starke Ausschläge. Darüber hinaus ist die Aktivität des Vulkans relativ hoch. Der Lavadom wächst und es kommt zu zahlreichen Schuttlawinen. Es droht der Abgang Pyroklastischer Ströme. Mehrmals am Tag ereignen sich schwach explosive Ascheeruptionen. Aschewolken steigen bis auf einer Höhe von 3400 m auf.

Naturkatastrophen-News 15.05.21: Stürme in China und Indien

In den Nachrichten zu den Naturkatastrophen geht es heute um Stürme in China und Indien. Ein Tornado wütete in Wuhan, dem wahrscheinlichen Ausgangsort der Corona-Pandemie. Diese trifft Indien mit voller Härte.

Tornados in Wuhan und Suzhou

Das chinesische Wuhan steht heute nicht wegen Corona in den Schlagzeilen, sondern wegen einer anderen Naturkatastrophe: ein Tornado zog eine Schneise der Zerstörung durch die Metropole und brachte gut 30 Häuser zum Einsturz. Mindestens 8 Menschen starben und 280 Personen wurden verletzt. 26.000 Haushalte wurden von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Sturm wehte einen Kran um, der auf die Baustelle krachte. Zahlreiche Fahrzeuge wurden von umherfliegenden Gegenständen demoliert.

Wuhan soll der Ausgangsort der Corona-Pandemie sein. Im Verdacht steht ein Tiermarkt, auf dem sich die Zoonose ereignet haben soll. In Wuhan ist auch ein Forschungslabor beheimatet, in dem mit Corona-Viren gearbeitet wurde. Es gibt Spekulationen, dass das Virus dort entsprungen sein könnte.
Ein zweiter Tornado wütete in der Stadt Suzhou. Sie befindet sich in der Region Shanghai. Die Kleintrombe wirbelte mit Windgeschwindigkeiten von 200 km/h durch die Gegend und richtete ebenfalls Zerstörungen an. Nach vorläufigen Berichten fanden mindestens 4 Personen den Tod.

Zyklon Tuaktae bedroht Indien

Seit einigen Tagen braut sich in der Arabischen See der Zyklon „Tuaktae“ zusammen, der kurz vor der Küste von Goa steht. Der Wirbelsturm selbst bewegt sich mit nur 11 km/h fort und verweilt daher lange über einem Ort und hat genug Zeit schwerste Verwüstungen anzurichten und seine gewaltigen Wassermassen abzuladen. Bereits jetzt richteten Ausläufer des Zyklons Schäden an. Es sieht so aus, als würde Tuaktae weiter an Kraft gewinnen und sich zu einem sehr schweren Zyklon entwickeln, der dann in den nächsten Tagen seinen Landfall haben wird.



Der Zyklon bedroht Indien in einer Zeit, wo das bevölkerungsreichste Land der Erde schwer von der Corona-Pandemie heimgesucht wird.

Indische Corona-Mutation bereitet neue Sorgen

Die in Indien weit verbreitete Corona-Virus Mutation B.1.617 scheint erneut weitaus infektiöser zu sein als die Britische Variante, die ja bereits ansteckender als die erste bekannte Variante war, die Anfang 2020 nach Europa kam. Dieser Umstand ist an sich nicht überraschend, denn Zweck der Mutationen ist es, sich besser an seinen Wirt anzupassen, damit sich die Viren schneller vermehren und ausbreiten können. Gleichzeitig ist ein Virus bestrebt, im Verlauf seiner Anpassung an einem neuen Wirt weniger gefährlich für ihn zu werden. Bisher liegen über die Mortalität der neuen Variante keine verlässlichen Daten vor. Was aber bereits jetzt schon ersichtlich ist, ist, dass die Regierungen wieder einmal zu spät auf die neue Mutation reagieren. Einer neuen Studie zufolge, hätte die Corona-Pandemie vermutlich vermieden werden können, wenn die Verantwortlichen schnell genug gehandelt hätten! Wie mehrere Agenturen und Fernsehsender berichten, wurde die Studie von einem Gremium aus 13 Experten im Auftrag der WHO erstellt. Der WHO selbst wird zu langsames und zaghaftes Handeln vorgeworfen.

Die WHO stufte die neue Mutation als „besorgniserregend“ ein, nachdem sich die Mutation in weiteren Ländern verbreitet und auch vor Europa keinen Halt macht. Der britische Premier Johnson befürchtet, dass sie weitere Lockerungsschritte in Großbritannien verzögern könne. Deutschland stufte das Land nun wieder als Risikogebiet ein. Und auch bei uns wurde die neue Variante bereits nachgewiesen. Es sieht so aus, als würde sich die Spirale immer weiter drehen, ohne dass dazugelernt wird.

Vulkan-Nachrichten 15.05.21: Fagradalsfjall, Langila, Merapi

Heute geht es in den Vulkan-News um Baggerarbeiten am Fagradalsfjall und der steigenden Aktivität am Stromboli. Zudem gibt es Meldungen von den Vulkanen Langila, Merapi und Sinabung.

Fagradalsfjall: Bagger baggern

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch| Link

Wer gestern auf die LiveCam am isländischen Fagradalsfjall blickte, staunte nicht schlecht, als 2 Bagger durchs Bild fuhren. Die Bagger baggern fleißig und wollen einen Erdwall aufschütten, der die Lava im Tal gefangen halten soll. Man möchte verhindern, dass die Lavaströme in Richtung Küste fließen und dort die Küstenstraße Suðurstrandarvegur unterbrechen. Darüber hinaus wurde der Pfad von der Straße zum Fagradalsfjall ausgebaut und ein richtiger Wanderweg angelegt, der auch mit Autos befahrbar ist. Die Entscheidung wird damit begründet, dass der bisherige Pfad zu schwierig begehbar gewesen sei und verstauchte Knöchel an der Tagesordnung gewesen seien. Somit könnten wir bald einen barrierefreien Zugang zum Vulkan haben! Darüber hinaus ändern sich auf Island die Einreisebestimmungen: wer aus einem Land mit einer Inzidenz von weniger als 50 kommt, braut nicht mehr 5 Tage in Quarantäne. Für die Einreise reicht ein Corona-Test.

Langila eruptiert Vulkanasche

Staat: Papua Neuguinea | Koordinaten: -5.53, 148.42 | Eruption: Strombolianisch | Link

In Papua Neuguinea ist es der Langila, der eine Aschewolke eruptierte. Laut VAAC stieg sie bis auf einer Höhe von 2500 m auf und driftete in südlicher Richtung. Der Langila ist ein Vulkan des Bismarck-Bogens und einer der aktivsten Feuerberge in Papua Neuguinea.

Merapi: 2 Pyroklastische Ströme

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Dom | Link

Gestern wurden am Merapi auf Java 2 Pyroklastische Ströme beobachtet. Sie erreichten fast den Fuß des Vulkans. Darüber hinaus wurde 157 Abgänge von Schuttlawinen gezählt. Auch die Zahl vulkanisch bedingter Erdbeben nahm zu: sie betrug 54.

Sinabung: Hohe Aschewolke

Staat: Indonesien | Koordinaten: 3.17, 98.39 | Eruption: Dom| Link

Auf Sumatra gibt der Sinabung keine Ruhe und eruptiert weiter. Gestern Abend detektierte das VAAC Vulkanasche in einer Höhe von 10.700 m. Der Wind verfrachtete sie in Richtung Nordwesten. Das VSI berichtete diesmal nicht über das Ereignis. Die Seismizität ist deutlich erhöht, allerdings weit von Spitzenwerten entfernt. Gestern wurden 64 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert.

Stromboli: Aktivitätsindex hoch

Staat: Italien | Koordinaten: 38.79, 15.21 | Eruption: Strombolianisch | Link

Das LGS attestiert dem Stromboli einen hohen Aktivitätsindex. Vor allem die Anzahl der VLP-Erdbeben nahm zu und betrug gestern 16 pro Stunde. In den Tagen davor pendelte der Wert um 12 Beben pro Stunde. Die Tremor-Amplitude zeigt weiterhin einen leichten Aufwärtstrend. Die Gasemissionen waren gering. Es wurden wieder Phasen mit intensivem Lavaspattering beobachtet.

Erdbeben-Nachrichten 14.05.21: Indonesien

Die Erdbeben-News vom Freitag handeln von 2 starken Erdbeben mit den Magnituden 6,6 und 6,0. Sie ereigneten sich in Indonesien und Japan. Auch die japanische Hauptstadt wurde von einem moderaten Erdstoß erschüttert.

Indonesien: Erdbeben Mw 6,6

Datum: 14.05.2021| Zeit: 06:33:08 UTC | Lokation: 0.16 N ; 96.65 E | Tiefe: 10 km | Mw: 6,6

Heute Morgen bebet in der indonesischen Nias-Region westlich von Sumatra die Erde. Das Beben brachte es auf eine Magnitude von 6,6. Der Erdbebenherd wurde in 10 km Tiefe lokalisiert. Das Epizentrum befand sich 268 km süd-süd-westlich von Singkil. Die Region ist für ihre Starkbeben berüchtigt. Es gab zahlreiche moderate Nachbeben.

Japan: Erdstoß Mw 6,0

Datum: 13.05.2021| Zeit: 23:58:16 UTC | Lokation: 37.78 N ; 141.68 E | Tiefe: 55 km | Mw: 6,0

Vor der Ostküste der japanischen Insel Honshu erschütterte ein Erdbeben MW 6,0 die Gegend von Sendai. Die Tiefe des Hypozentrums wird mit 55 km angegeben. Das Epizentrum manifestierte sich 78 km südöstlich von Ishinomaki. Darüber hinaus gab es ein moderates Erdbeben direkt unter der Landeshauptstadt Tokio: es hatte die Magnitude 3,9 und dürfte einige Gebäude zum zittern gebracht haben. Beim EMSC gab es einige Wahrnehmungsberichte.

Kirgisistan: Erdbeben M 4,9

Datum: 14.05.2021| Zeit: 09:54:11 UTC | Lokation: 39.52 N ; 73.11 E | Tiefe: 60 km | Mb: 4,9

Im fernen Kirgisistan ereignete sich ein Erdstoß der Magnitude 4,9. Das Hypozentrum befand sich in 60 km Tiefe. Das Epizentrum lag 78 km östlich von Daroot-Korgon.

Indonesien: Erdstoß Mb 4,8

Datum: 14.05.2021| Zeit: 02:49:14 UTC | Lokation: 1.47 N ; 126.74 E | Tiefe: 80 km | Mb: 4,8

In der indonesischen Molukken-See gab es wieder mehrere Erdbeben. Das Interessanteste hatte eine Magnitude von 4,8. Das Hypozentrum lag 80 km tief und damit in der Asthenosphäre. Das Epizentrum wurde 104 km nordwestlich von Ternate festgestellt.

Kanarische Inseln: Erdbeben M 2,3

Datum: 13.05.2021| Zeit: 02:49:14 UTC | Lokation:  27.94 N ; 14.94 W | Tiefe: 9 km | Ml: 2,3

Seit Vorgestern gab es 5 schwache Erdbeben im Bereich der Kanarischen Inseln. Gestern bebte es mit M 2,3 zwischen den Inseln Gran Canaria und Fuerteventura. Das Epizentrum befand sich 50 km östlich von Las Palmas de Gran Canaria. Weitere Erdstöße gab es auf Teneriffa und El Hierro.

Vulkannachrichten 14.05.21: Ebeko, Pacaya, Sinabung

Die Vulkan-News vom 14. Mai handeln von Eruptionen am Sinabung auf Sumatra und vom Lavastrom am Pacaya. Neues gibt es auch von den Vulkanen Ebeko und Bulusan.

Sinabung: Asche in 9 km Höhe

Staat: Indonesien | Koordinaten: 3.17, 98.39 | Eruption: Dom| Link

Sinabung
Am indonesischen Vulkan Sinabung kam es heute zu einer größeren Ascheeruption, bei der die Wolke in einer Höhe von 9000 m detektiert wurde. Sie driftete in westlicher Richtung. Das VSI meldet dazu ein seismisches Signal mit einer Amplitude von 120 mm und 239 Sekunden Dauer. Bereits gestern kam es zu einem Abgang eines größeren Pyroklastischen Stroms. Im Seismogramm hatte er die gleiche Amplitude wie die Eruption heute. Der Strom war 394 Sekunden lang unterwegs. Medienberichten zufolge betrug die Gleitstrecke 4500 m. Visuelle Beobachtungen gibt es nicht, da der Vulkan in Wolken hing. Der Lavadom erreichte bereits in den letzten Wochen eine kritische Größe. Die Seismizität ist momentan vergleichsweise gering, so dass das aktuelle Domwachstum nicht so stark sein dürfte.

Pacaya: Lavastrom schreitet voran

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.38, -90.59 | Eruption: Lavastrom | Link

Am guatemaltekischen Vulkan Pacaya wurden wieder Aschewolken detektiert, die bis zu 3000 m hoch aufstiegen. Darüber hinaus bewegt sich der Lavastrom an mehreren Fronten langsam vorwärts und erreichte eine Länge von 2400 m.

Ebeko mit Aschewolke

Staat: Russland | Koordinaten: 50.68, 156.01 | Eruption: Vulcanianisch | Link

Der Kurilen-Vulkan Ebeko gab in den letzten Tagen wieder gelegentliche Lebenszeichen von sich und eruptierte Aschewolken, die bis auf einer Höhe von 4300 m aufstiegen. Die Asche wurde vom Winde in südöstlicher Richtung geweht. Es ist wahrscheinlich, dass der Vulkan öfters eruptiert, als von den Satelliten registriert wird, denn oft verhindern dichte Wolken eine Observierung aus dem Weltall.

Bulusan: Seismizität erhöht

Staat: Philippinen | Koordinaten: 12.77, 124.05 | Eruption: fumarolisch | Link

Auf den Philippinen zeigt ein weiterer Vulkan seismische Rastlosigkeit und könnte sich möglicherweise auf eine Eruption vorbereiten. Seit dem 11 Mai wurden am Bulusan gut 300 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert und die Warnstufe wurde auf „1“ festgelegt. Am Taal Vulkan fluktuiert die Seismizität stark.

Erdbeben-Nachrichten 13.05.21: Panama, Indonesien

Das seismische Geschehen zum Neumond wurde von mehreren moderaten-starken Erdbeben bestimmt. Auffällig ist, dass es in den letzten beiden Tagen mehr stärkere Erdbeben gab als üblich. Der stärkste Erdstoß manifestierte sich offshore bei Panama.

Panama: Erdbeben Mw 6,0

Datum: 13.05.2021| Zeit: 09:42:10 UTC | Lokation: 6.71 N ; 82.36 W | Tiefe: 2 km | Mw: 6,0

Vor der Südküste von Panama bebte es mit der Magnitude 6,0. Das Hypozentrum befand sich in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 157 km süd-süd-östlich von Punta de Burica lokalisiert.

Indonesien: Erdstoß Mw 5,5

Datum: 12.05.2021| Zeit: 18:20:29 UTC | Lokation: 3.97 N ; 128.61 E | Tiefe: 61 km | Mw: 5,5



Nördlich der indonesischen Insel Halmahera wurde ein Erdbeben der Magnitude 5,5 detektiert. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 61 km. Das Epizentrum lag 258 km nördlich von Tobelo. Ein Blick auf die Karte enthüllt, dass die seismische Aktivität zwischen Indonesien und den Philippinen sehr groß ist. Viele der Inselchen im Bereich des Epizentrums sind vulkanischen Ursprungs. Bekannteste Vulkane der Region sind Karangetang, Dukono und Ibu. Alle 3 Vulkane sind aktiv.

Peru: Erdbeben Mw 5,5

Datum: 12.05.2021| Zeit: 15:56:57 UTC | Lokation: 14.16 S ; 75.67 W | Tiefe: 52 km | Mw: 5,5

In Peru manifestierte sich ein weiteres moderates Erdbeben. Es hatte eine Magnitude von 5,5 und ein Hypozentrum in 52 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 12 km südöstlich von Ica. In den vergangenen Tagen gab es auffällig viele moderate Erdstöße in Peru. Die Spannungen in der Erdkruste scheinen zu wachsen und es könnte sich bald ein starkes Erdbeben ereignen.

Iran: Erdbeben M 4,6

Datum: 12.05.2021| Zeit: 16:26:15 UTC | Lokation: 29.74 N ; 50.69 ED | Tiefe: 10 km | Mw: 54,6

Im Südiran bebte es mit einer Magnitude von 4,6. Der Erdbebenherd lag 10 km tief. Das Epizentrum wurde 24 km nord-nord-östlich von Bandar-e Genāveh lokalisiert. In den vergangenen Wochen kam es dort häufiger zu Erdbeben.

Campi-Flegrei: Schwarmbeben

Datum: 12.05.2021| Zeit: 20:59:59 UTC | Lokation: 40.83; 14.14 | Tiefe: 3 km | M: 0,8

Unter dem italienischen Calderavulkan Campi Flegrei kam es letzte Nacht zu einem kleinen Erdbebenschwarm. Das INGV registrierte zwischen dem 11. und 13. Mai 14 schwache Beben. Sie hatten alle Magnituden unter 1 und lagen in Tiefen zwischen 1 und 3 km.

Für die letzte Woche meldete das INGV insgesamt 70 Erschütterungen. Die Bodendeformation bleibt bei 13 mm pro Monat.

Vulkan-News 13.05.21: Fagradalsfjall, Bardarbunga, Stromboli

In den Vulkannachrichten vom Vatertag, dreht es sich um einen Kollaps am Fagradalsfjall, der Aktivitätszunahme am Stromboli und einem Erdbeben am Bardarbunga-Grimsvötn System.

Fagradalsfjall: Kollaps einer Kraterwand

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch| Link

Am isländischen Fagradalsfjall geht die Eruption weiter. Es kommt zu Pulsen von Lavafontänen und dem Ausstoß von Lavaströmen. MIRVOA detektiert eine hohe Thermalstrahlung, allerdings ist sie ein gutes Stück von den Höchstwerten entfernt. Das kann freilich auch auf temporäre Bewölkung zurückzuführen sein. Gestern kollabierte ein Teil der Kraterwand. Sie fiel in den Kegel und verstopfte den Lavaabfluss kurzzeitig. Dafür wurde sie nach Bruch der Blockade in einem großen Schwall gefördert. Die Seismizität ist moderat und bewegt sich auf dem Niveau vom Vortag.

Bardarbunga-Grimsvötn: Erdbeben M 3,5

Staat: Island | Koordinaten: 64.65, -17.53 | Eruption: Strombolianisch | Link

Gestern manifestierte sich unter dem subglazialen Vulkan Bardarbunga ein Erdbeben der Magnitude 3,5. Der Erdbebenherd lag 5,5 km tief. Das Beben war Teil eines kleinen Schwarmbebens. Auch unter dem benachbarten Grimsvötn gab es einige schwache Erdstöße. Der Alarmstatus des Grimsvötn steht auf gelb und die Vulkanologen rechnen seit einigen Monaten mit einen baldigen Ausbruch des Vulkans. Von der Charakteristik sind die Eruptionen der subglazialen Vulkane oft anderer Natur, als jene am Fagradalsfjall. Typisch sind phreatomagmatische Explosionen, bei denen Vulkanasche hoch aufsteigt.

Stromboli: Tremor-Amplitude steigt

Staat: Italien | Koordinaten: 38.79, 15.21 | Eruption: Strombolianisch | Link

Seit Mitte April steigt die Tremor-Amplitude am Stromboli langsam an. Im Tagesverlauf fluktuiert sie und erreichte mittlerweile wieder recht hohe Werte, auch wenn sie von den Spitzenwerten von 2019 ein gutes Stück entfernt sind. Östlich des Vulkans manifestierte sich ein weiterer Erdstoß im Bereich der Asthenosphäre. Er hatte die Magnitude 3,1.

Die steigende Aktivität spiegelte sich auch gestern wieder in Phasen mit intensivem Lavaspattering wieder. Zeitweise waren 3 Schlote gleichzeitig aktiv. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Tätigkeit am Stromboli zunimmt. Wir befinden uns zwar noch am Anfang der Steigerungsphase, doch jeder Zeit kann es zu Lavaströmen und stärkeren Explosionen kommen, die Tephra bis auf den Rand der Cima werfen.

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