Katla: erneute Schwarmbeben

Nachdem es in den letzten Tagen unter dem isländischen Gletschervulkan Katla relativ ruhig war, ereigneten sich in den letzten 24 Stunden wieder Schwarmbeben. Die meisten Beben fanden unter der Caldera statt. 3 Erschütterungen hatten eine Magnitude größer als 3.

Mögliche Ursache für die Schwarmbeben ist aufsteigendes Magma im Fördersystem des Vulkans. Die Vulkangemeinschaft wartet schon seit einigen Monaten auf einen Vulkanausbruch der Katla. Einige Forscher meinten, dass während des Sommers, unter dem Eis bereits eine kleine Eruption stattgefunden haben könnte.

Bis jetzt gibt es nur Spekulationen darüber, dass die Beben den Start eines neuen Vulkanausbruches anzeigen. Anderen Hinweise gibt es zur Zeit nicht. An der Oberfläche ist nichts zu sehen, die Pegel der Flüsse sind noch nicht gestiegen.

Anak Krakatau: Vulkanausbruch

Update 9.10.2011: Andi unser Freund und Guide aus Indonesien, hat nun aktuelle Informationen zum Krakatau sammeln können. Demnach ist es bisher nicht zu einer Eruption gekommen. Der untern verlinkte Newsbericht zeigt altes Material vom letzten November.

Update: Die Nachricht wurde bisher nicht durch andere Quellen bestätigt, gut möglich, dass in dem Bericht altes Material aufgearbeitet wurde.

Der Vulkan in der indonesischen Sunda-Strasse ist heute ausgebrochen. Dem Vulkanausbruch voran ging eine seismische Krise, mit mehr als 6000 Erdbeben an einem Tag. Surono, der Chef des PVMGB meinte in einem Interview, dass diese Anzahl ungewöhnlich hoch sei.

Im indonesischen Fernsehen ist ein kurzes Nachrichtenvideo zu sehen. Von Java aus betrachtet sieht man eine große Aschewolke aufsteigen; Anak Krakatau liegt ca. 50 km vor der Küste Javas.

Krakatau gelangte im Jahr 1883 zur traurigen Berühmtheit, als sich der Vulkan in einer gigantischen Explosion selbst vernichtete. Die Tsunamis, die durch den anschließenden Kollaps der Vulkaninsel ausgelöst wurden, kosteten über 36.500 Menschen das Leben.

Anak Krakatau ist das „Kind des Krakataus“ und wächst seit 1927 an der Stelle des früheren Vulkans.

Philippinen: Überschwemmungen nach Taifunen

Der Archipel wurde in den letzten Tagen von 2 Taifunen heimgesucht. Die tropischen Wirbelstürme „Nesat“ und „Nalage“ richteten auf der Hauptinsel Luzon große Schäden an. Weite Landstriche wurden überflutet. Mehr als 360.000 Menschen mussten Zuflucht in Notunterkünften suchen. Zahlreiche Menschen wurden in ihren Ortschaften eingeschlossen, Viele retteten sich vor den Wassermassen auf Hausdächer. Mindestens 58 Menschen starben.

Anak Krakatau: Erhöhung der Alarmstufe auf „Orange“

Gestern wurde am Anak Krakatau die Alarmstufe von „Gelb“ auf „Orange“ erhöht. Ein Vulkanausbruch scheint unmittelbar bevor zu stehen. Innerhalb von 12 h wurden über 2745 schwache Erdbeben registriert. Surono, der Leiter des PVMBG, empfahl sich Anak Krakatau nicht mehr als auf 2 km zu nähern.

Bei meinem letzten Besuch der Insel im August hatte Anak Krakatau bereits einen glühenden Bereich im Krater. Als Chris Weber den Vulkan Anfang September besuchte, sah er kleine Lavafontänen aufsteigen.

Nun scheint eine neue explosive Ausbruchsphase bevor zu stehen.

Vulkane Chiles: Puyehue – Cordon Caulle & Llaima

Puyehue – Cordon Caulle: Der Vulkan nahe der argentinischen Grenze ist weiterhin auf Alarmstufe “Rot”. Es werden feine Aschen ausgestoßen und es besteht die Möglichkeit einer größeren Eruption. Vor 2 Tagen wurde rotglühende Lava gesichtet. Es besteht eine hohe Gefahr, dass Lahare auftreten.

Llaima: erhöhte Seismik und eine Fraktur im Krater veranlassen ONEMI den Vulkan genauer zu beobachten. Der 3125 m hohe Stratovulkan im Nationalpark von Conguillío brach zuletzt im Januar 2008 und April 2009 aus.

El Hierro: Vulkanausbruch wird wahrscheinlicher

In der Nacht zum 28.09 verstärkte sich die seismische Tätigkeit auf El Hierro so sehr, dass ca. 50 Häuser in der Bucht von El Golfo evakuiert werden mussten. Der Grund hierfür war eine hohe Steinschlaggefahr. Mittlerweile hat sich nicht nur die Stärke der Beben vergrößert, sondern deren Epizentrum hat sich in den Süden verlagert.

El Hierro ist mit einer Fläche von 268 Quadratkilometern und ca. 10.500 Einwohnern die kleinste der Kanarischen Inseln. Sie hat die Form eines „Y“, da sie am Schnittpunkt dreier Spaltensystem im Meeresgrund entstand. Die Insel ist quasi ein großer Schildvulkan, der zum Teil erodiert ist. Die Epizentren der seismischen Aktivität liegen unter dem Nebenvulkan Tanganasoga, welcher im Tal El Golfo liegt und mit 1364 m Höhe der größte Einzelberg der Insel ist.

Ätna: steigender Tremor als Anzeichen eines Vulkanausbruches?

Update 20.15 Uhr: Was vorhin noch infrage stand, ist nun gewiss: der 15. Paroxysmus dieses Jahres beginnt. Die LiveCam des INGV zeigt strombolianische Eruptionen und den Beginn eines Lavastroms, der aus der Depression im Südost-2-Krater fließt. Zudem scheint viel Vulkanasche ausgestossen zu werden.

Im Laufe des Nachmittags stieg die Tremorkurve am Ätna deutlich. Noch ist es unklar, ob es sich dabei um Anzeichen eines bevorstehenden Paroxysmus handelt, der eigentlich erst für Freitag / Samstag erwartet wird. In den nächsten Stunden wissen wir wohl mehr. Leider hüllt sich der Gipfel in Wolken.

Neues von Kilauea, Popocatepetl, El Hierro

Kilauea: aus einem Riss an der Flanke des Pu`u`O`o Krater-Kegels fließt weiterhin Lava in westlicher und südlicher Richtung. Zugleich füllt sich die westliche Depression im Krater erneut mit Lava und bildet einen Lavapound. Am Gipfel des Kilauea setzte Inflation ein und die Lavasee-Spiegel im Halema‘uma’u -Krater begann anzusteigen.

Popocatepetl: seit einigen Tagen kommt es am Vulkan nahe der mexikanischen Hauptstadt zu Asche- und Gasexhalationen. Gelegentlich wird aus dem Gipfelkrater glühende Tephra gefördert. Der Vulkan steht auf Alarmstufe „gelb“.

El Hierro: die Situation auf der Kanareninsel bleibt spannend. Die Bebentätigkeit der letzten 24 Stunden zeigt eine Häufung stärkerer Beben mit einer Magnitude größer 2, sodass der Graph der freigesetzten Gesamtenergie dramatisch ansteigt.

El Hierro: Alarmstufe „gelb“!

Die Behörden der Kanarischen Insel „El Hierro“ haben nun die Warnstufe „gelb“ ausgerufen, nachdem in der Vorwoche über 900 Beben registriert wurden. Drei dieser Erdbeben konnte man spüren. Seit Beginn der seismischen Aktivität, unter der Nordflanke des Inselvulkans am 16. July, wurden insgesamt mehr als 7200 Beben registriert. Zudem wird seit einigen Wochen eine Aufblähung der Vulkanflanke gemessen.
Die Schwarmbeben finden ihren Ursprung in Magmabewegungen im Untergrund. Das Magma befindet sich in einer Tiefe zwischen 10 – 12 km.

Alarmstufe „gelb“ bedeutet, dass ein Vulkanausbruch mittelfristig möglich ist. Die Wissenschaftler des IGN schätzen die tatsächliche Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches mit 10% ein. Trotzdem sei es notwendig die Bevölkerung zu Informieren und Pläne für den Notfall zu diskutieren.

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