Erdbeben-News 18.10.21: Vanuatu

Wie immer gibt es unzählige schwache Erdbeben. Das stärkste Beben der letzten Stunden ereignete sich auf Vanuatu. Auch auf Kamtschatka manifestierte sich ein erwähnenswertes Erdbeben. In Zentralitalien bebte es mit Mb 4,2.

Vanuatu: Erdbeben Mw 6,1

Datum: 18.10.2021 | Zeit: 07:26:52 UTC | Lokation:  13.66 S ; 167.06 E | Tiefe: 100 km | Mw 6,1

Im Norden des Archipels gab es ein Erdbeben der Magnitude 6,1. Das Hypozentrum lag bereits im Erdmantel, genauer, in einer Tiefe von 100 km. Das Epizentrum wurde 58 km westlich von Sola lokalisiert. In der Region gab es in den vergangenen Tagen mehrere moderate Erdstöße.

Kamtschatka: Erdbeben Mb 5,7

Datum: 18.10.2021 | Zeit: 08:24:30 UTC | Lokation:  54.10 N ; 158.59 E | Tiefe: 164 km | Mb 5,7

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka bebte es mit einer Magnitude von 5,7. Die Tiefe des moderaten Erdstoßes wird mit 164 km angegeben. Das Epizentrum befand sich 66 km südlich von Mil’kovo. Der Vulkan Karymsky befindet sich in relativer Nähe. Mal sehen, ob er auf den Erdstoß reagiert.

Taiwan: Erdstoß Mb 4,8

Datum: 18.10.2021 | Zeit: 05:49:17 UTC | Lokation:  24.16 N ; 121.80 E | Tiefe: 36 km | Mb 4,8

Vor der Nordostküste von Taiwan ereignete sich ein Erdstoß Mb 4,8. Der Erdbebenherd lag 36 km tief. Das Epizentrum befand sich 28 km nördlich von Hualien City. In der Region Taiwans bebt es öfters.

Italien: Erdbeben Mb 4,2

Datum: 18.10.2021 | Zeit: 12:54:18 UTC | Lokation:   42.92 N ; 13.10 E | Tiefe: 1 km | Mb 4,2

Heute Nachmittag kam es zu einem moderaten Erdstoß in Zentralitalien. Er hatte die Magnitude 4,2 und ein Hypozentrum in 1 km Tiefe. Das Epizentrum lag in dem Areal, in dem es vor 5 Jahre eine starke Erdbebenserie gegeben hatte. Es wurde 14 km nördlich von Norcia lokalisiert. Beim EMSC gibt es mehrere Wahrneumungsberichte.

Island: Schwarmbeben am Keilir und Askja

Datum: 18.10.2021 | Zeit: 02:54:00 UTC | Lokation:  64.608 ; -17.439 | Tiefe: 16 km | Mb 1,9

In den letzten 48 Stunden bebte es auf Island 195 Mal. Die Beben waren von geringen Magnituden und lagen überwiegend im Bereich der Mikroseismizität. Viele Erdstöße manifestierten sich im Bereich des Kegels von Keilir, am Ende des Magmatischen Gangs, der die Eruption vom Fagradalsfjall gespeist hatte. Die Hypozentren befinden sich nahe der Oberfläche. Einen weiteren Bebencluster gibt es am Calderavulkan Askja. Das soweit stärkste Beben ereignete sich am subglazialen Vulkan Bardarbunga und wird hier als Referenz angegeben.

Vulkan-News 18.10.21: Piton Fournaise, Cumbre Vieja

Am Piton Fournaise bahnt sich möglicherweise eine Eruption an. Der Ausbruch auf La Palma geht weiter.

Piton Fournaise vor Eruption

Staat: Frankreich | Koordinaten: 21.23, -55.71 | Eruption: Seismik

Am Piton de la Fournaise auf La Réunion bahnt sich eine neue Eruption an. Unter dem Vulkan begann heute Morgen um 04,33 Uhr eine seismische Krise. Hunderte Erdbeben signalisieren einen schnellen Magmenaufstieg. Einige LiveCams zoomen wild hin und her, weil man nach ersten Anzeichen einer Spaltenöffnung sucht. Bislang wurden 537 vulkanotektonische- und 81 langperiodische Beben registriert. Die Hypozentren liegen in geringen Tiefen, zwischen 1,2 km unter dem Meeresspiegel und 0,6 km über dem Meeresspiegel. Die Epizentren konzentrieren sich im Nordosten der Caldera, nahe des Kegels Piton de Crac. Das Magma kann zwar immer noch im Boden stecken bleiben, doch eine Eruption innerhalb von Stunden ist wahrscheinlich.

Die Vulkanologen vom OVPF schreiben, dass es nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich eine Spalte in geringer Höhe öffnet. Je länger die seismische Krise dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dafür. Es wurde die Alarmstufe 1 ausgerufen.

Die letzte Eruption ereignete sich im April 2020. Für den Fournaise ist das ein recht langen Pausenintervall, da der Vulkan oft 3-4 Mal im Jahr ausbricht. Magmaaufstieg wurde im September 2020 registriert. Damals kam es nicht zu einer Eruption, obwohl die Erdbeben 2 Tage anhielten.

Cumbre Vieja: Hochauflösendes Foto des Ocean Entrys

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57, -17.84 | Eruption: Hawaiianisch

Gestern wurde in den Sozialen Medien ein Foto des Ocean Entrys veröffentlich, das viele Details preisgibt. Besonders schön zu sehen, sind die vielen Kanäle, entlang derer die Lava fließt. Die Aktivität bleibt hoch, was auch für die Seismizität gilt: kurz vor Mitternacht ereignete sich ein besonders starker Erdstoß der Magnitude 4,4. Er zählt damit zu den Stärksten der Krise. Das Hypozentrum wurde in 40 km Tiefe verortet. Ähnlich starke Erdbeben in großen Tiefen konnten wir in den letzten Jahre vor der Insel Mayotte (Madagaskar) beobachten. Dort ereigneten sie sich im Rahmen einer gewaltigen submarinen Eruption. Die Bodendeformation ist weiter leicht rückläufig und liegt nun bei 18 cm.

Update 14:00 Uhr: Auf aktuellen Fotos erkennt man, dass der neue Schlot, der sich am Freitag bildete wieder aktiv ist und eine Aschewolke fördert. Ein weiterer Lava-Arm steht kurz davor in den Ozean zu münden. Tatsächlich hat es bisher nur ein Lavastrom geschafft einen Ocean Entry zu bilden.

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