Was ist ein Erdbeben?

Messbare Erschütterungen im Gestein der Erde werden Erdbeben genannt. Die Erdbeben entstehen, wenn sich Masse (in diesem Fall das Gestein im Erdinneren) plötzlich verschiebt. Diese Verschiebungen ereignen sich meistens entlang von Bruchzonen. Diese Bruchzonen nennt man auch Störungen.

Ein Erdbeben ist der Beweis dafür, dass die Erdoberfläche nicht so stabil ist, wie wir meinen. Die Erdkruste ist relativ dünn. Unter den Kontinenten ist die Erdkruste höchstens 60 Kilometer dick. Unter den Ozean ist die Erdkruste noch viel dünner. Die Erdkruste setzt sich aus vielen großen und kleinen Gesteinsplatten zusammen. Besonders große Bruchzonen gibt es entlang der Grenzen der Kontinentalplatten. An den Plattengrenzen gleiten die Kontinente aneinander vorbei, oder schieben sich übereinander. Meistens erfolgt das gleichmäßig. Aber an manchen Stellen verhaken sich die Platten und es geht nicht weiter. Da sich die Kontinente aber weiterhin verschieben, beugen sich die verhakten Gesteinsplatten. Es können große Spannungen im Gestein entstehen. Irgendwann bricht das Gestein, oder die Verhakungen lösen sich und das gebeugte Gestein schnellt wie eine Feder in seine Ausgangsposition zurück. Dabei wird viel Energie frei und es bilden sich Erdbebenwellen. Das ist in etwa so, als ob man einen Stein ins Wasser wirft: Es entstehen Wellen, die sich kreisförmig um die Einschlagstelle ausbreiten. Wenn die Erde bebt, breiten sich die meisten Wellen allerdings kugelförmig im Gestein aus.

Erdbeben können unterschiedlich stark sein. Schwache Erdbeben bleiben meistens folgenlos. Starke Erdbeben haben große Kraft und können ganze Städte zerstören. Während sich auf der Erde täglich Tausende schwache Erdbeben ereignen, sind starke Erdbeben mit katastrophalen Folgen relativ selten. Trotzdem gibt es jedes Jahr mehrere Erdbeben, bei denen Menschen sterben.


Erdbebenschäden

Bild: Durch Erdbeben zerstörte Straße. © Nigel Spiers/fotolia.com

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