Erdbeben und Tsunamis

Erdbeben sind noch mit einem weiteren Naturphänomen verknüpft: Sie können Riesenwellen auslösen. Diese Riesenwellen sind gefürchtet, da sie ganze Küstenregionen zerstören können. So eine Riesenwelle wird Tsunami genannt. Dieses Wort kommt aus der japanischen Sprache und heißt „Große Hafenwelle“. Auf offener See sind Tsunamis relativ ungefährlich. Sie sind meistens nur einen Meter hoch, dafür aber sehr, sehr breit. Erst im flachen Wasser an der Küste schieben sie sich zu voller Höhe auf. Sie sind aber dann immer noch sehr breit und das Wasser schiebt sich minutenlang die Küste hinauf und überflutet das Land.
Tsunamis entstehen meistens durch Erdbeben im Meeresboden. Solche Erdbeben heißen auch Seebeben. Wenn es zu einem starken Seebeben kommt, kann der Meeresboden mit einem Ruck angehoben werden. Der hochspringende Meeresboden verdrängt viel Wasser und der Tsunami wird ausgelöst.


Bild: Ein Tsunami entsteht. © Designua/fotolia.com

Tsunamis können auch durch Bergstürze und Hangrutschungen entstehen. Wenn große Gesteinsmassen ins Wasser krachen, können diese ebenfalls eine Riesenwelle auslösen. So etwas geschieht häufig an Vulkanen, wenn ein Teil der Vulkanflanke abrutscht. Jüngstes Beispiel hierf?r ist der Anak Krakatau im Dezember 2018. Hier brach der Vulkan in sich zusammen und die Vulkanflanke rutschte ins Meer. Durch den Tsunami starben mindestens 300 Menschen. Aber auch an Steilküsten, wie man sie in Norwegen findet, können Felsstürze Tsunamis auslösen.

In diesem Jahrtausend ereigneten sich bereits 2 katastrophale Tsunamis. Sie forderten mehreren Hunderttausend Menschenleben. Der erste Tsunami ereignete sich im Jahr 2004. Vor der indonesischen Insel Sumatra gab es ein starkes Erdbeben. Der ausgelöste Tsunami zerstörte Küstenregionen in Thailand und Indien. Nach einem weiteren Erdbeben im Jahr 2011 vor der japanischen Küste zerstörte ein Tsunami nicht nur ganze Städte, sondern auch ein Atomkraftwerk.

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