Aufbau der Erde

Die Erde ist nicht nur einfach eine Kugel aus Stein, die sich im Weltall dreht. Wenn man die Erde durchschneiden könnte, dann würde man unterschiedliche Schichten erkennen können. Damit man sich das einfacher vorstellen kann, wird die Erde gerne mit Steinobst verglichen: Oft wird ein Pfirsich als Modell herangezogen, alternativ geht auch ein Pflaume, obwohl die Form nicht so ganz stimmt. Wenn du einen zur Hand hast, dann schneide ihn doch mal auf! Die äußere Erdkruste entspricht der dünnen Schale des Pfirsichs. Die Erdkruste besteht nicht aus einem durchgehenden Stück Schale, sondern ist in Platten zerbrochen. Die Erdkruste ist unter den Ozeanen zwischen 5 und 8 Kilometer dick und kann an einigen Stellen bis zu 30 Kilometer dick werden. Unter den Kontinenten ist sie zwischen 30 und 60 Kilometer mächtig.

Unter der Schale des Pfirsichs liegt das Fruchtfleisch. Bei der Erde wäre das der Erdmantel. Dieser besteht aus plastischem Gestein, welches unter hohem Druck steht und sehr heiß ist. Das plastische Gestein des Erdmantels bewegt sich ganz langsam. Wie ein Förderband bewegt es die Platten der Kruste und lässt die Kontinente wandern. Hier liegt auch der Grund für die Erdbeben begraben: Die wandernden Erdkrustenplatten reiben aneinander und verhaken sich an manchen Stellen. Wenn sich die Verhakungen lösen, geschieht das mit einem plötzlichen Ruck und es entsteht ein Erdbeben.

Jeder Pfirsich hat einen Kern, so auch die Erde. Der Erdkern besteht überwiegend aus Eisen. Mit Temperaturen von fast 6000 Grad ist es hier so heiß wie auf der Sonnenoberfläche. Der Erdkern wird in einem inneren Kern und äußeren Kern unterschieden. Im äußeren Erdkern ist das Eisen geschmolzen. Im inneren Erdkern ist da Metall fest. Erdkern und Erdmantel erzeugen auch das Magnetfeld der Erde, welches uns vor Strahlung aus dem Weltall schützt.



Bild: Schalenbau der Erde.

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