Erdbeben und Vulkane

Erdbeben kommen besonders häufig in den Regionen der Erde vor, in denen es viele Vulkane gibt. Beide Naturphänomene haben ihren Ursprung in den Kräften, die die Kontinente wandern lassen. So kann Magma entlang von Rissen im Gestein aufsteigen, die sich an den Plattengrenzen bilden. Auch die Entstehung von Magma hängt teilweise mit der Plattentektonik zusammen. Wenn 2 Kontinentalplatten zusammenstoßen, dann kann es passieren, dass die schwerere Platte nach unten ausweicht. Diese Platte taucht dann in den Erdmantel ab. Durch die hohen Temperaturen im Erdmantel wird das Gestein der abgetauchten Platte aufgeschmolzen und es entsteht Magma. Dieses Magma steigt hinter der Plattengrenze auf und bricht an Vulkanen aus.

Erdbeben, die entlang von Plattengrenzen und Störungen im Gestein entstehen, nennt man tektonische Erdbeben. Es gibt aber auch Erdbeben, die direkt durch das Aufsteigen von Magma entstehen. Das Magma nimmt Platz im Untergrund ein und zerbricht bei seinem Aufstieg das umliegende Gestein. Solche Erdbeben heißen vulkanotektonische Erdbeben. Wenn ein Vulkan ausbricht, zittert der Boden unaufhörlich. Dieses Bodenzittern nennt man Tremor. Tremor wird von Magma und Gas ausgelöst und ist direkt auf ihren Bewegungen im Untergrund zurück zuführen.

Vulkanische Explosionen können Druckwellen erzeugen, die auch durch das Gestein übertragen werden können. In diesem Fall entstehen Explosionserdbeben.
Mit Hilfe von Erdbeben an Vulkanen versuchen Forscher vorherzusagen, ob, und wann ein Vulkan ausbricht. Manchmal klappen diese Vorhersagen auch. Oftmals treten diese Erdbeben nur wenige Stunden vor einem Vulkanausbruch auf. Dann ist die Vorwarnung relativ kurz und den Menschen bleibt nur wenig Zeit zur Flucht. In diesem Fall sind die Erdbeben nützlich, da sie die Menschen warnen können.



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Foto: Vulkan Bromo. Vulkanausbrüche können Erdbeben auslösen. Andersherum funktioniert das auch. © Marc Szeglat

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