Vorhersage von Erdbeben

Erdbeben lassen sich nur sehr schwer Vorhersagen, wenn es denn überhaupt gelingt. Mit großem Aufwand können Geologen und Seismologen, wie man Erdbebenforscher auch nennt, Spannungen oder Dehnungen im Gestein feststellen. Allerdings lässt sich damit noch lange nicht Vorhersagen, wann sich die Spannungen in einem Erdbeben entladen werden, oder wann die Dehnung so groß ist, dass das Gestein reißt. So kann man bestenfalls sagen, dass ein Erdbeben jederzeit stattfinden könnte. Generell zeigt die Erfahrung, in welchen Gebieten ein gro?es Erdbebenrisiko besteht. Diesbezüglich helfen langjährige Aufzeichnungen über das Vorkommen von Erdbeben, gefährdete Gebiete zu entdecken. Oft vergehen nach einem starken Erdbeben Jahrhunderte, bis sich an gleicher Stelle wieder eines ereignet.

Vor manchen Erdbeben ereignen sich Vorbeben, welche als Warnsignale vor einem starken Erdbeben herangezogen werden können. Doch es gibt täglich unzählige schwache Erdbeben, ohne dass ein Stärkeres folgt. Von daher ist diese Methode ebenfalls unbrauchbar.

Oft werden Tiere vor einem starken Erdbeben unruhig und verhalten sich anders als normal. Man vermutet, dass die Tiere feinste Erdbeben wahrnehmen können, die wir Menschen nicht feststellen. Man könnte das seltsame Tierverhalten nun als Frühwarnsystem benutzen, doch es basiert im Endeffekt auf das Vorhandensein von Vorbeben und ist entsprechend unzuverlässig.

Auch Ameisen sollen sich ungewöhnlich vor Erdbeben und Vulkanausbrüchen verhalten. Ihr Verhalten könnte vom Gas Kohlendioxid beeinflusst werden, welches besonders in vulkanischen Gegenden vor einem Vulkanausbruch freigesetzt wird. Zudem reagieren sie empfindlich auf Bodenerschütterungen.

Alles im allem ist es sehr schwierig Erdbeben vorher zu sagen. Generell scheint es nur 2 Ansätze zu geben: Leichteste Bodenerschütterungen und Erdbeben zu registrieren, oder Gasproben zu sammeln


Erdbeben
Bild: Vor diesem Erdbeben in Indonesien gab es keine Warnung. Der Mann sucht nach brauchbaren Dingen in der Ruine seines Hauses. © Marc Szeglat

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