Erdbeben-Rekorde

Erdbeben stellen leider nur traurige Rekorde auf. Das stärkste jemals gemessene Erdbeben hatte eine Magnitude von 9,5. Es ereignete sich im Jahr 1960 in Chile. Das ist ein Land in Südamerika, in dem es oft bebt. Damals starben 1665 Menschen. Mehr als 3000 Personen wurden verletzt. 2 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause, da ihre Häuser zerstört worden waren. Das Erdbeben löste einen Tsunami aus, der eine Höhe von 11,5 m erreichte und eine ganze Hafenstadt zerstörte.

Durch ein Erdbeben im Jahr 1755 wurde die portugiesische Hauptstadt Lissabon zerstört. Auch hier verursachte das Erdbeben einen Großbrand. Hinzu kam ein Tsunami. Die Welle zerstörte das, was Erdbeben und Feuer von der Stadt übrig gelassen hatten. Zwischen 30.000 und 100.000 Menschen starben dabei.

Das Erdbeben mit den größten Opferzahlen ereignete sich am 20. Mai 1202 in der Stadt Nabulus. Nabulus lag im „Islamischen Kalifat“. Das Erdbeben forderte mehr als 1.000.000 Menschenleben. Diese große Zahl beinhaltet sehr wahrscheinlich auch die Opfer der Spätfolgen des Erdbebens. Diese waren Seuchen und eine Hungersnot.

Das Land mit den meisten Erdbeben ist China. Dort wurden zwischen 1900 und 2016 156 Erdbeben registriert. Leider sagen die Erdbeben-Statistiken nichts über deren Magnitude aus. Ich gehe davon aus, dass hier nur stärkere Erdbeben erfasst wurden. Auf Platz 2 und 3 der Liste liegen Indonesien (116 Erdbeben) und der Iran mit 106 Erdbeben.

Das Erdbeben, welches den größten Brand verursachte, ereignete sich 1923 in der japanischen Stadt Kanto. Diese liegt in der Nähe von Tokio. Das Erdbeben hatte eine Magnitude von 7,9 und forderte 142.800 Todesopfer. Brände griffen schnell um sich, da das Beben zur Mittagszeit stattfand. Man kochte gerade Essen und es wurden Gasherde benutzt, oder auf Holz und Kohle gekocht. Die meisten Häuser waren aus Holz und so konnten die Feuer der offenen Kochstätten schnell um sich greifen.



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