Kolumbien: Nevado del Ruiz erwacht

Der Vulkan Nevado del Ruiz in den kolumbianischen Anden erwacht aus einem Jahrzehnte langem Schlaf. Wissenschaftler von INGEOMINAS verzeichneten einen Anstieg der Seismik und des Schwefeldioxid-Ausstoßes. Eine Dampfwolke steigt bis zu 1,4 km hoch auf und bei einem Flug über dem Krater sahen die Wissenschaftler Vulkanasche auf dem Gipfelgletscher des Vulkans. Am 22 Februar ereignete sich eine leichte explosive Eruption, bei der Asche ausgestoßen wurde.

Nevado del Ruiz stand im Jahr 1985 in den Schlagzeilen, als 23.000 Menschen in einem gigantischer Lahar ums Leben kamen. Die Stadt Armero wurde zerstört.

El Hierro: Korrektur der letzten Tiefenmessung

Das IEO hat bereits Anfang der Woche seine Tiefenmessungen am Unterwasservulkan „Eldiscreto“  vor El Hierro korrigiert. Nach der endgültigen Auswertung der Daten des Forschungsschiffes Ramon Margalef befindet sich der Gipfel von „Eldiscreto“ nur noch in einer Wassertiefe von 88 Metern. Damit ist der Unterwasservulkan rund 32 Meter höher als gedacht.

 

Vanuatu: Erdbeben mit M 7,1

Die Inselgruppe Vanuatu wurde heute durch ein starkes Erdbeben der Magnitude 7,1 erschüttert. Das Hypocenter lag 61 Kilometer nordöstlich der Insel Isangel in einer Tiefe von mehr als 36 km. Tsunamialarm wurde nicht ausgelöst und von Schäden ist bisher nichts bekannt.

Erdbeben können Vulkanausbrüche auslösen und die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs. Meine Reisepartner vulkanexpeditionen.de und volcanodiscovery.com bieten dieses Jahr Trekkingreisen zu den Vulkanen Vanuatus an.

Sonnensturm und Polarlichter

Für heute wird die Ankunft des stärksten Sonnensturms seit 5 Jahren erwartet. Polarlichter könnten hierbei sogar in unseren Breiten am Nachthimmel zu beobachten sein. Zudem fürchten Experten Störungen im Satellitenbetrieb (Navigation). In Extremfällen können Sonnenstürme die Stromnetze stören und Stromausfälle verursachen.

Eine besonders starke Form der Sonnenstürme, sogenannte Flares stehen im Verdacht mindestens ein Massensterben auf der prähistorischen Erde ausgelöst zu haben.

Kamtschtka: Bezymianny vor größerem Vulkanausbruch?

KVERT berichtet von einer weiteren Zunahme der seismischen Aktivität am Vulkan Bezymianny auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka: waren es im Februar noch zwischen 7 und 19 leichte Erdbeben, die den Vulkan täglich erschütterten, stieg ihre Zahl im März auf bis zu 66 Beben pro Tag an. Zugleich tauchte am Gipfel eine thermische Anomalie auf, die als wachsender Lavadom interpretiert wird.

Die Vulkanologen erhöhten den Alarmstatus auf „rot“. Mit einer starken explosiven Eruption ist jederzeit zu rechnen.

Vulkane weltweit: Kilauea und Tungurahua

Kilauea: am Vulkan auf Hawaii tritt weiterhin Lava aus und Lavaströme fließen über die Pali. Gestern vertrieb die Lava den letzten Siedler der Royal Gardens subdivision: Larry Thompson. Sein Haus wurde von der Lava zerstört. Thompson weigerte sich die Siedlung zu verlassen, die beim großen Ausbruch von 1983 evakuiert und aufgegeben wurde.
Am Pu`u `O`o – Krater wurde in den letzten Tagen leichte Inflation (Magmazufluss) gemessen. Nachts ist Rotglut zu sehen, die von einigen Spatter-Cones (Hornitos mit leichtem Schlackenauswurf) herrührt.

Tungurahua: der Vulkan in Ecuador war in den letzten Tagen unruhig. Es wurde eine erhöhte Seismik beobachtet und am Gipfelkrater ereigneten sich leichte explosive Vulkanausbrüche.

El Hierro: Eruption für beendet erklärt

Das Nationale Geografische Institut Spaniens hat die submarine Eruption vor der Südküste von El Hierro offiziell für beendet erklärt. Es tritt keine Lava mehr aus und die Seismik zeigt nur leicht erhöhte Werte. Zuletzt ging auch die Erdbebentätigkeit stark zurück.
Der Ausbruch begann am 17. Oktober 2011 und weckte in der Vulkan-Community die Hoffnung auf die Geburt einer neuen Insel. Eine surtseyanische Eruption blieb allerdings aus, obwohl es erste Anzeichen dazu Anfang November gab. Der Unterwasservulkan wuchs bis auf eine Tiefe von 120 Metern heran, bevor der Magmanachschub versiegte. Der Vulkan soll aber weiter unter Beobachtung bleiben.

Ich persönlich halte diese Eruptionsphase auch ersteinmal für beendet, allerdings besteht die Möglichkeit einer Reaktivierung der Eruption.

vulkane.net berichtete ausführlich über die Geschehnisse, hier gibt es eine Chronik der Eruption zu lesen.

Kamtschatka: Eruption am Karymsky

Der Karymsky auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka ist ausgebrochen. Eine Eruptionswolke aus Gas- und Asche stieg bis zu 3400 m hoch auf. Presseberichten zufolge fließt auch ein Lavastrom über die Vulkanflanke. Möglicherweise handelt es sich hierbei auch um Gerölllawinen glühender Lavabrocken. Der Alarmstatus wurde auf „orange“ erhöht.

Der 1536 m hohe Karymsky ist seit 1996 daueraktiv und produziert mehrmals täglich kleinere Vulkanausbrüche.

Ätna: neuer paroxysmaler Vulkanausbruch

Am Ätna auf Sizilien kommt es heutem Morgen zu einem neuen paroxysmalen Vulkanausbruch. Es ist der 21. Paroxysmus der aktuellen Eruptionsphase, die im Januar letzten Jahres begann. Schauplatz ist wieder der Südost-2-Krater. Der Vulkanausbruch ist via LiveCam zu beobachten. Bei schönstem Wetter wird eine hochaufsteigende Lavafontäne gefördert. Ein Lavastrom beginnt wieder in das Valle del Bove zu fließen. Es sind multiple Dampfsäulen zu sehen, sowie einige kleine Ascheströme.

Der Ausbruch begann gegen 8.15 Uhr ohne großes seismisches Vorspiel, einzige Vorzeichen waren die gelegentlichen strombolianischen Eruptionen der vergangen Tage.

Vielen Dank an Martin für den Weckruf und für die zahlreichen Leserkommentare!

Vulkane weltweit: Ätna & El Hierro

Ätna: vom mächtigsten Vulkan Europas werden weiterhin gelegentliche strombolianische Eruptionen gemeldet. Diese manifestieren sich am Südost-2-Krater und können als Anzeichen eines baldigen paroxysmalen Vulkanausbruches interpretiert werden. Ich vermute dass dieser Ausbruch innerhalb der nächsten 10 Tage stattfinden wird.

El Hierro: die Aktivität am submarinen Vulkan im Süden der Kanareninsel geht auf niedrigem Niveau weiter. Der Tremor ist minimal, gestern ereigneten sich 8 Erdbeben. Heute wurden leichte Wasserverfärbungen beobachtet.

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