Klyuchevskoy eruptiert Aschewolke

Der Klyuchevskoy auf Kamtschatka eruptierte heute eine Aschewolke. Das VAAC Tokio registrierte Vulkanasche in einer Höhe von 6100 m über dem Meeresspiegel. MIROVA verzeichnet eine moderate thermische Strahlung mit einer Leistung von 59 MW. Der Spitzenwert von gestern belief sich auf 158 MW. Auf Sentinel-Satellitenfotos erkennt man eine ausgeprägte thermische Anomalie im Kraterbereich. Aufgrund der hohen Thermalstrahung, vermute ich, dass diese nicht von explosiv geförderter Tephra erzeugt wird, sondern dass sich Lava in Form von Strömen im Kraterbereich ansammelt. Denkbar wäre auch Domwachstum. Hier wäre ein flacher Pancake-Dom am wahrscheinlichsten, so wie wir ihn am Gunung Agung erleben konnte.

Gunung Agung: Seismik leicht erhöht

Apropos Agung, in den letzten Tagen war die Erdbebentätigkeit am Vulkan leicht erhöht. Es ereigneten sich einige tektonische Erdbeben nördlich und westlich des Vulkans, aber auch unter dem Agung selbst gab es einige vulkanotektonische Erschütterungen und seismische Signale, die auf Entgasungen hindeuteten. Dieser Trend begann bereits im Februar und scheint sich mit einigen Fluktuationen weiter fortzusetzen. Es befindet sich weiterhin Magma im Untergrund, das auf Nachschub wartet.

Rinjani: Schwache Erdeben

Ähnliches wie am Agung ereignete sich am Nachbarvulkan Rinjani auf Lombok. Am 29. Februar manifestierten sich 5 Erdbeben unter dem Vulkan, die auf Magmenbewegungen hindeuteten. Zudem wurden 6 tektonische Erdstöße registriert. Der Alarmstatus des Vulkans steht auf “gelb”. Bei der Erdbebenserie im Jahr 2018 wurden große Teile der Infrastruktur zerstört. Dies betraf auch die Wanderwege am Rinjani und der Zugang zum Vulkan wurde gesperrt. Umso erfreulicher die Nachricht, das ab April 2020 wieder alle Wege geöffnet sein sollen.

Erta Alé: Aktivität sehr gering

In den letzten Wochen hat sich die vulkanische Aktivität am Erta Alé in Äthiopien weiter verringert. Seit gut 10 Wochen ist der Lavasee im Südkrater entweder komplett gedeckelt, oder inaktiv. MIROVA registriert nur eine schwache thermische Anomalie. Sie stammt von der Front eines kleinen Lavastroms in der Südcaldera.

Anak Krakatau fördert Vulkanasche

Der indonesische Inselvulkan Anak Krakatau ist weiterhin explosiv aktiv und fördert Vulkanasche. Das VAAC Darwin meldet Asche in 2400 m Höhe. MIROVA registrierte eine schwache thermische Anomalie mit einer Leistung von 3 MW und die Seismik ist erhöht. Brauchbare LiveCam Bilder gibt es leider nicht mehr, da die gestern eruptierte Asche die Kamera verdreckte.

Das VSI registrierte 18 seismische Signale, die von explosiven Eruptionen verursacht wurden. Das Längste hielt 62 Minuten an. Zudem wurde harmonischer Tremor aufgezeichnet. Bereits Anfang des Monats steigerten sich die Erdbeben mit einer niedrigen Frequents und deuteten an, dass sich Magma im Untergrund bewegte. Mit weiteren Eruptionen kann gerechnet werden.

Gunung Agung: Neue LiveCam am Gipfel

Für alle Fans vom Gunung Agung auf Bali dürfte dies eine gute Nachricht sein: endlich wurde eine LiveCam am Kraterrand des Gunung Agung installiert. Sie zeigt die Pancake-Dom, der den Krater zum Teil ausfüllt. Allerdings ist der Vulkan nur noch fumarolisch aktiv und es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das kurzfristig ändern wird. Aber gut zu wissen, wo man den Link findet, falls der Gunung Agung wieder aktiver werden sollte.

Piton de la Fournaise lädt wieder auf

In der letzten Woche beobachteten die Vulkanologen auf La Réunion leichte Inflation in 2 Bereichen des Vulkans: die Bodenschwellungen manifestierten sich unter dem Gipfelbereich und an der Basis des Kraters Dolomieu. Es wurden 8 vulkanotektonische Beben registriert. Auch die Kohlenstoffdioxid-Emission nahm zu. Alles deutet darauf hin, dass sich wieder Magma ansammelt, doch wann es eruptieren wird lässt sich noch nicht vorhersagen.

Pacaya: Video der strombolianischen Eruptionen

In unserer Facebookgruppe wurde ein Video geteilt, dass letzte Woche am Pacaya entstand. Es zeigt Lava-Spattering aus 2 Schloten. Inzwischen soll es etwas stärkere strombolianische Eruptionen geben, wobei nicht klar ist, ob noch beide Schlote aktiv sind, oder nur einer. Der Lavastrom auf der Südflanke hat eine Länge von 300 Metern erreicht.

Tonga: Submarine Eruption

Bei Tonga eruptierte der submarine Vulkan Matis Shoal. In der letzten Woche wurden von dort Dampfwolken gemeldet, die mehrere Kilometer hoch aufgestiegen waren. Piloten sichteten den Dampf auf einer Höhe von 5000 m. Die Wolken enthielten allerdings keine Vulkanasche. In den Medien wurde bereits über das Auftauchen einer neuen Vulkaninsel spekuliert, was bis jetzt allerdings ausblieb.

Bei früheren Eruptionen durchstieß die Spitze des Vulkans allerdings schon die Wasseroberfläche und bildete eine temporäre Insel. Zuletzt geschah das im Jahr 2006. Das neu entstandene Vulkaneiland hielt sich allerdings nur einige Monate. 1995 entstand eine relativ große Insel, die einen Durchmesser von 280 m hatte und 43 m hoch war. In den Jahren 1854 und 1781 wurden ebenfalls Inseln an dieser Stelle gesichtet. Dieses Beispiel zeigt, wie schwer die Geburt einer neuen Vulkaninsel ist. Bis tatsächlich eine stabile Insel entsteht sind zahlreiche Eruptionen nötig. Wobei der Begriff “stabil” relativ ist. Selbst Anak Krakatau verlor Ende letzten Jahres massiv an Höhe und könnte tatsächlich wieder von der Landkarte verschwinden, wenn sich weitere Erdrutsche erreignen sollten.

Die Region um Matis Shoal stand dieses Jahr bereits in den News, als ein massiver Bimssteinteppich auf dem Ozean entdeckt wurde. Unklar ist, ob der Bims tatsächlich von diesem Vulkan ausging, oder ob ein anderer submariner Vulkan bei Tonga aktiv war. Die Region ist vulkanisch- und seismisch äußerst aktiv, da hier eine Subduktionszone verläuft, die zum zirkumpazifischen Feuergürtel gehört.

Phlegräische Felder: Seismik erhöht

In der letzten Wochen wurden in den Phlegräischen Feldern bei Pozzuoli zahlreiche schwache Erdbeben registriert. Die Seismik war zwar nicht besorgniserregend, lag aber dennoch über dem Mittelwert der letzten Monate. Die Solfatara ist bereits seit 2 Jahren gesperrt. Offizieller Grund war ein Unfall, bei dem mehrere Mitglieder einer Familie in einer Mofetten-Grube ums Leben kamen. Inoffiziell wurde neben einer Zunahme der Seismik ein Ansteigen der Gastemperaturen beobachtet. So gehen immer mehr Wissenschaftler davon aus, dass sich der Calderavulkan der Camp Flegrei langsam auf eine Eruption vorbereitet. Doch wann es dazu kommt, ist bisher nicht zu bestimmen.

Gunung Agung: Ascheausstoß

In unserer FB-Gruppe berichtet Jackie Zwahlen von Aschemissionen am Gunung Agung. Zudem spürten die Anwohner des Vulkans vulkanischen Tremor. Auf einem Video ist zu sehen, wie starker Wind eine dünne Aschefahne die Hänge hinabdrückt. Es ist gut möglich, dass es sich bei den Ascheemissionen um Material handelt, welches bereits abgelagert war und durch den Wind mobilisiert wurde.

Explosion am Gunung Agung

Der Gunung Agung auf Bali eruptierte letzte Nacht eine weitere Aschewolke. Die Explosion ereignete sich um 1:38 Uhr WITA und förderte Vulkanasche bis in einer Höhe von 9100 Metern. Glühende Tephra wurde mindestens 700 m weit aus geschleudert. Augenzeugen berichten von noch weiteren Auswürfen. VSI registrierte ein seismisches Signal mit einer Amplitude von 30 mm und der Dauer von 9 Minuten und 53 Sekunden. Damit zählt die Eruption schon zu den länger anhaltenden. Die Aschewolke driftete in südlicher Richtung über Denpasar hinweg.

Die örtlichen Vulkanologen berichten über eine leichte Inflation nach dem gestrigen Schwarmbeben. Demnach wäre das Magma in nur 12 Stunden aufgestiegen, bevor es eruptierte. Dies würde für offene Förderwege sprechen. Sollte eine größere Magmamenge aufsteigen, bliebe nur sehr wenig Vorwarnzeit.

Ich denke allerdings nicht, dass gestern direkt das frisch aufgestiegene Magma eruptiert wurde. Es wird sich eher im Magmenreservoir unter dem Vulkan akkumuliert haben. Sicherheit über die aktuelle Situation würde allerdings nur die Analyse von frischen Lavaproben bringen. War das Magma weiter differenziert, doer tatsächlich so schnell aufgestiegen? Die Antwort auf diese Frage wäre hilfreich bei der Analyse des Gefahrenpotenzials. Sollten bereits unterschiedlich Magmentypen gefördert werden, dann besteht die Gefahr,dass diese sich im Magmenreservoir vermischen und starke Explosionen getriggert werden könnten.

Sakurajima eruptiert Vulkanasche

Auf der japanischen Insel Kyushu eruptierte der Sakurajima weitere Aschewolken. Beim VAAC Tokio liegen heute 3 Meldungen vor. Die Asche stieg bis auf einer Höhe von 2700 m über dem Meeresspiegel auf. Die Eruptionen manifestierten sich aus dem Gipfelkrater.

Ol Doinyo Lengai erzeugt thermisches Signal

Am Ol Doinyo Lengai in Tansania wird eine thermische Anomalie angezeigt. MROVA registriert eine Wärmestrahlung mit einer Leistung von 13 MW. Auf Satellitenaufnahmen von vergangener Woche erkennt man 2 Hotspots im Krater, die von frischem Lavaströmen zeugen. Der Lengai ist nicht nur Sitz des Massai-Gottes E’ngai, sondern auch der einzige Vulkan der Welt, der derzeit natriumkarbonatische Lava eruptiert. Früher war der Krater so flach, dass man ihn problemlos betreten konnte, um die Lava aus nächster Nähe zu Studieren. heute ist dies leider nicht mehr möglich.

Piton Fournaise in Eruption

Der Vulkanausbruch am Piton de la Fournaise geht weiter, allerdings auf geringerem Niveau. Gestern Nachmittag beschränkte sich die Aktivität auf die unterste Eruptionsspalte. Kleine Lavafontänen speisten einen Lavastrom, dessen Front aufgrund der Wolken unsichtbar blieb. Der Tremor reduzierte sich im Laufe des Tages deutlich. MIROVA registrierte eine maximale thermische Strahlung von 3547 MW. Sie reduzierte sich gestern auf eine Leistung von 1488 MW. Respektive verhielt es sich mit dem Lava-Ausstoß: Laut OVPF schwankt dieser zwischen 7 und 27 Kubikmeter pro Sekunde. Die Messungen werden per Satellit durchgeführt und können von den Wolken beeinflusst werden.

Gunung Agung mit Seismik

Heute ereigneten sich in der Nähe des Vulkans Gunung Agung mehrere moderate Erdbeben, die Anlass zur Besorgnis bieten. Laut BMKP hatte der stärkste Erdstoß eine Magnitude (Richter-Skala) von 3,8. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum 22 km nordwestlich von Karangasem. In der gleichen Region manifestierten sich 3 weitere Erdstöße mit Magnituden zwischen 3,7 und 2,8. Die Beben lagen wenige Kilometer vor der Küste. Das Beunruhigende: kurz vor dem beginn der eruptiven Phase am Gunung Agung im Dezember 2017, gab es an gleicher Lokalität einen vergleichbaren Erdbebenschwarm. Damals wurde er als vulkanotektonisch interpretiert und wurde demnach durch aufsteigendes Magma verursacht. Ein Statement der örtlichen Wissenschaftler steht noch aus.

Klyuchevskoy eruptiert

Auf der sibirischen Halbinsel Kamtschatka eruptierte der Vulkan Klyuchevskoy Aschewolken. Laut dem VAAC Tokio gab es 3 Eruptionen. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 7000 Metern. Der Vulkan zählt zu den aktivsten Feuerbergen Kamtschatka. Dieses Jahr wurden 29 Aschewolken registriert. Klyuchevskoy ist auch in der Lage gewaltige Paroxysmen zu erzeugen. Im Jahr 2013 hatte ich das Glücke einen dieser Ausbrüche zu dokumentieren.

Shiveluch weiter aktiv

Auf Kamtschatka ist nicht nur der Klyuchevskoy aktiv, sondern auch der Shiveluch. In seinem Krater wächst weiterhin ein Lavadom. die Aktivität scheint sich in den letzten Tagen wieder zu steigern. MIROVA registriert eine Thermalstrahlung in Höhe von 69 MW. Auf der Livecam erkennt man den dampfenden Dom. Hier muss man in den nächsten Tagen wieder mit dem Abgang pyroklastischer Ströme rechnen.

Ätna: Status unklar

Gestern Abend zeigte sich der größte Feuerberg Europas noch von seiner aktiven Seite. Der südliche Lavastrom war noch aktiv und floss ins Valle del Bove. Der Lavastrom im Norden der großen Depression hatte da bereits seine Tätigkeit eingestellt. Kurz nach Mitternacht zeichnete MIROVA eine thermische Strahlung mit einer Leistung von 631 MW auf. Man kann davon ausgehen, dass der Lavastrom zu dieser Zeit noch aktiv war. Heute Vormittag hüllt sich der Vulkan in Wolken und es ist unklar, ob die Lava noch fließt. Der Tremor ist nur noch leicht erhöht.

Es werden nach wie vor leichte Erdbeben registriert. Die meisten haben Magnituden kleiner 2. Täglich werden 5-7 solcher Erdstöße festgestellt. Die Vulkanologen vom INGV interpretierten diese als Vorzeichen für die aktuelle Eruption. Wahrscheinlich stehen die Beben mit der Bewegung magmatischer Fluide im Zusammenhang.

Anak Krakatau eruptiert weiter

Das VAAC meldete eine Eruption am Anak Krakatau, ohne eine Aschewolke registriert zu haben. Das VSI zeichnete ein seismisches Signal auf, welches 4 Minuten und 20 Sekunden anhielt. Es hatte eine Amplitude von 49 mm. Der Ausbruch ereignete sich gegen 9 Uhr Lokalzeit. Der Alarmstatus steht weiter auf “gelb” und es gilt eine Sperrzone mit einem Radius von 2 km um den Krater.

Gunung Agung mit Aschewolke

Der Vulkan auf Bali eruptierte eine relativ kleine Aschewolke. Laut VAAC Darwin erreichte sie eine Höhe von 5200 m über dem Meeresspiegel. Auf der Seismik spiegelt sich die Eruption nicht deutlich wieder.

Sangeang Api: leichte Aktivitätssteigerung

Der indonesische Inselvulkan Sangeang Api ist weiterhin aktiv. In den letzten Tagen wurde der Lavastrom wieder etwas aktiver und erzeugt ein deutlich sichtbares Wärmesignal. Nichts desto trotz ist es ein kurzer Lavastrom, der sich im oberen Kraterbereich bewegt. Zudem gibt es strombolianische Eruptionen.

Reventador in Höchstform

Der ecuadorianische Vulkan Reventador eruptierte in den letzten 24 Stunden 6 Mal. das VAAC Washington registrierte Vulkanasche in 5200 m Höhe. Aufgrund dichter Bewölkung liegen keine Daten zur Wärmestrahlung vor.

Piton Fournaise und die Seismik

Am Piton de la Fournaise wurde in den letzten Tagen eine deutliche Zunahme der Seismik registriert. Am 30. und 31. Mai manifestierten sich 109 vulkanotektonische Erdbeben. Es wurden 2 Phasen mit Tremor aufgezeichnet. Magma steigt in die obere Magmakammer auf und führt zur Erhöhung der Hangneigung. Die Inflation geht einher mit der Zunahme der Kohlendioxid-Konzentration. All diese Symptome deuten darauf hin, dass sich der Vulkan auf La Réunion auf eine weitere Eruption vorbereitet.

Ätna: Tremor fällt weiter

Der Ätna auf Sizilien ist weiterhin aktiv, allerdings bei weiter fallendem Tremor. Eine seismische Messtation registriert noch erhöhten Tremor. Diese ist leider auf der Karte des INGV nicht eingetragen, von daher kann ich nur spekulieren, dass nur noch eine Eruptionsspalte aktiv ist. Der Vulkan hüllt sich in Wolken, von daher fehlen visuelle Beobachtungen der Aktivität. Laut MIROVA hat die Wärmestrahlung eine Leistung von 840 MW, doch dieser Wert könnte durch die Bewölkung gedämpft worden sein. Bis dato lieferte die Eruption einige spektakuläre Bilder, etwa platzende Lavablasen im Förderschlot im Süden des Vulkans, oder die Lavaströme, die sehr schnell relativ weit die Flanken hinab flossen.

Gunung Agung: Eruption nach Mitternacht?

Der Gunung Agung auf Bali beschäftigt uns weiterhin. Kurz nach Mitternacht gab es scheinbar eine weitere explosive Eruption. Das VAAC Darwin meldet Vulkanasche in einer Höhe von 8200 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Auf dem Seismogramm ist allerdings kein Ausschlag zu erkennen und VSI meldet auch keinen Ausbruch. Von daher ist es unklar, ob sich am Agung tatsächlich eine Eruption ereignete, oder ob es sich um eine normale Wolke handelte, die von den Satelliten fälschlich als Aschewolke deklariert wurde.

Aso mit Ascheeruption

Der Aso liegt auf der japanischen Insel Kyushu und eruptierte gestern eine kleine Aschewolken. Laut VAAC Tokio stieg diese bis in einer Höhe von 1800 m auf. in den letzten Wochen kam es immer wieder zu kleineren Eruptionen. Die Aktuelle war die 29. in diesem Jahr.

Ätna: Eruption geht noch weiter

Update 21:00 Uhr: Das INGV brachte heute Nachmittag einen Bericht zum Geschehen heraus. Demnach fließen im Südosten des NSEC 2 Lavaströme, die 2 kurzen Spalten entspringen. Die südliche der Spalten befindet sich in der Nähe des Eruptionszentrums vom Dezember 2018. Die Lavaströme vereinen sich im Valle del Bove zu einem Strom. Dieser ist 3 km lang. Der Lavastrom im Nordosten entspringt auch an der Basis des NSEC und erreicht eine Länge von ist 2 km.

Originalmeldung: Die Subterminal-Eruption am Vulkan Ätna auf Sizilien geht weiter. Der Lava-Ausstoß hat sich allerdings reduziert. Das Gleiche gilt für den Tremor, der seit gestern Nachmittag kontinuierlich gefallen ist. Was war geschehen? Am Mittwochabend öffnete sich ein Förderschlot an der Basis des Neuen Südostkraters. Es begann ein Lavastrom zu fließen, der zunächst in Richtung Süden floss, um dann in östlicher Richtung ab zu biegen und ins Valle del Bove zu strömen. Ein 2. Förderschlot/Spalte öffnete sich im Osten des Vulkans, genauer zwischen dem Neuen Südostkraterkegel und dem Nordostkraterkegel. Dieser Lavastrom floss direkt in das Valle del Bove. Zudem war der Neue Südostkrater strombolianisch aktiv. Gestern Mittag gab es eine Phase mit starker Ascheproduktion.

Die Wärmestrahlung betrug zur Hochphase der Eruption 9066 MW. Aktuell beträgt die Leistung 4954 MW. Die weitere Entwicklung der Eruption lässt sich nur erahnen: da der Tremor abnimmt, gehe ich  davon aus, dass wir keine, oder nur noch sehr geringe explosive Aktivität sehen werden. Die Lavaströme könnten noch einige Zeit aktiv bleiben, allerdings bei langsam sinkender Förderrate. Solche Prognosen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, denn Ätna ist immer wieder für eine Überraschung gut.

Gunung Agung eruptiert weitere Aschewolke

Auf der indonesischen Insel Bali ist der Gunung Agung wieder explodiert. Heute Morgen registrierte das VAAC Darwin Vulkanasche in einer Höhe von 8200 m über dem Meeresspiegel. Das VSI berichtet von einer Aschewolke, die bis zu 2500 m über Kraterhöhe aufstieg. Es wurde ein seismisches Signal empfangen, das 8 Minuten und 4 Sekunden anhielt. Es hatte eine Amplitude von 30 mm. Vulkanische Bomben deckten den Gipfelbereich ein. Da die Eruptionen völlig unberechenbar kommen, ist ein Aufstieg zum Krater derzeit nicht nur verboten, sondern auch lebensgefährlich. Allerdings kamen in den letzten Monaten mehrere Eruptionen nicht direkt hintereinander.

Zu beiden Eruptionen findet ihr in unserer FB-Gruppe “volcanoes and volcanism” sehr schönes Bildmaterial.

Sinabung eruptiert große Aschewolke

Auf der indonesischen Insel Sumatra ereignete sich eine explosive Eruption. Das VAAC Tokio registrierte Vulkanasche in einer Höhe von mehr als 15.000 Metern. Damit ist die Aschewolke ungewöhnlich hoch aufgestiegen. Der Wind verfrachtete sie aber relativ schnell in südliche Richtung. Auf dem Seismogramm erkennt man ein Eruptionssignal, dass 7 Minuten und 6 Sekunden anhielt. VSI gibt die Maximalamplitude mit 120 mm an, was ebenfalls ein großer Wert ist und die Kraft der Explosion widerspiegelt. Der Ausbruch ereignete sich nachts um 2.53 Uhr (WIB). Aktuelle Fotos scheint es nicht zu geben. Das Bild stammt aus dem Archiv.

Anak Krakatau eruptiert wieder

Am Vulkan im indonesischen Sunda-Strait gab es heute Morgen einen weiteren Ausbruch. wie die vorangegangenen Eruptionen wurde nur das entsprechende seismische Signal aufgezeichnet, ohne dass es eine visuelle Bestätigung der Eruption gab. Das Signal hielt fast 8 Minuten an und hatte eine Amplitude von 55 mm. Mich verwundert es langsam, dass es scheinbar keine sichtbaren Auswirkungen der Eruptionen gibt. Sollten sie sich unter Wasser ereignen?

Gunung Agung: Flugausfälle nach Eruption

Der gestrige Vulkanausbruch am Gunung Agung war wohl so stark, dass der Flugverkehr auf dem Internationalen Flughafen von Denpasar beeinträchtigt wurde. Medienberichten zufolge waren 9 Flüge betroffen: 4 Maschinen, die sich im Anflug auf Bali befanden, wurden umgeleitet. 5 Starts wurden verschoben. Im Luftraum des Flughafens hatte sich in 5000 m Höhe eine Aschewolke ausgebreitet.

Reventador mit Aschewolken

Nicht nur in Indonesien brechen derzeit Vulkane aus, sondern auch in Ecuador. Dort ist de Reventador besonders aktiv und eruptiert Vulkanasche. Das VAAC Washington registrierte seit gestern 5 Aschewolken, die eine Höhe von 4900 m ü.N.N. erreichten. MIROVA registriert eine hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 100 MW.

Gunung Agung eruptiert erneut

Am balinesischen Vulkan Gunung Agung ereignete sich eine weitere explosive Eruption. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 4600 m über dem Meeresspiegel. Die Explosion schleuderte glühende Tephra heraus, die den oberen Bereich des Vulkans eindeckte. Das Ereignis verursachte ein seismisches Signal, das auf dem Seismogramm deutlich sichtbar ist. Einige Stunden vor der Explosion wurde Tremor aufgezeichnet. MIROVA registrierte eine hohe Wärmestrahlung mit einer Leistung von 182 MW. Der Alarmstatus des Agungs steht auf “orange”. Dies bedeutet, dass sich der Vulkan in einer eruptiven Phase befindet und jeder Zeit starke Explosionen generiert werden können, die eine Gefahr für Bevölkerung und den Flugverkehr darstellen. Das Video ist ein Mitschnitt einer Webcam. Unter dem Link findet ihr die Livedaten und einen Livestream.