Piton de la Fournaise: Ende der Eruption?

Seit heute Nacht wird am Piton de la Fournaise keine vulkanische Aktivität mehr registriert. Der Lavafluss hat gestoppt und der Tremor ist zurück gegangen. Es sieht so aus, als wäre die Eruption zu Ende. Allerdings könnte sich auch nur pausieren, daher das Fragezeichen im Titel.

Anak Krakatau: Aktivitätsrückgang

Seit 3 Tagen sieht es so aus, als würde sich auch die Aktivität am Anak Krakatau dem Ende (oder einer Pause) zuneigen. Das VAAC registriert keine Aschewolken mehr, die Seismik ist gering und Mirova zeichnet keine Wärmestrahlung mehr auf. Allerdings wird die Beobachtung der Satelliten durch Wolken behindert. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Aktivität wieder steigert, oder dass nach einigen Monaten Ruhe eine neue Eruptionsphase beginnt. so zumindest hat es sich zwischen 2007 und 2011 verhalten, als mehrere Eruptionsphasen aufeinander folgten.


Fuego mit Aktivitätssteigerung

Dafür ist der Vulkan in Guatemala recht munter. gestern wurden bis zu 16 explosive Eruptionen pro Stunde gemeldet. Die Aschewolken stiegen bis zu 4700 m hoch auf. Glühende Tephra erreicht eine Höhe von 300 m über dem Krater. Es werde Gaseruptionen generiert, die bis zu 4 Minuten anhalten. Asche-Emissionen wurden auch aus dem neuen Schlot in der oberen Flanke erzeugt.

Pacaya mit 3 Lavaströmen

Pacaya liegt in Sichtweite des Fuegos und ist derzeit ebenfalls munter. Es wurden 3 kurze Lavaströme beobachtet, die in Richtung  Cerro Chino fließen. Sie sind 50, 75 und 150 m lang. Der Kegel im McKenney Krater ist weiterhin Schauplatz schwacher strombolianischer Eruptionen.

Ätna mit Seismik

Unter dem Ätna ereigneten sich weitere Erdbeben mit Magnituden über 2. Laut EMSC manifestierten sie sich auf der Westflanke und im Nordosten am Rande des Valle del Bove. Sie lagen in tiefen zwischen 7 und 8 km. Aufgrund des schlechten Wetters der letzten Tage, waren visuelle Beobachtungen unmöglich und es ist nicht klar, ob weitere schwache Ascheeruptionen erfolgten. Auffällig ist auch, dass es entlang der Nordküste Siziliens mehrere schwache-moderate Erdbeben gab.

Ätna eruptiert Vulkanasche

Der Ätna auf Sizilien eruptierte gestern überraschend Vulkanasche. Diese stieg in mehreren kleinen Explosionen aus der Bocca Nuova aus. Kurz zuvor war Timo Salzi mit einer Wandergruppe am Kraterrand gestanden. Während des Abstiegs konnte er das Ereignis filmen. Zur Zeit der Eruption befand sich wohl noch eine andere Gruppe am Kraterrand. Vulkanologen des INGV kamen nach wenigen Minuten angefahren und überzeugten sich davon, dass alle Wanderer wohlauf waren. Warnungen vor solchen Eruptionen gibt es praktisch nicht. Sie können jederzeit ohne Vorwarnung statt finden. Mirova registriert derzeit eine leichte thermische Anomalie in Höhe von 4 MW. Trotzdem bleibt die Frage offen, wann es zu einer neuen paroxysmalen Eruption kommen wird. Die Zeichen dafür sind momentan nicht sehr ausgeprägt.

Die letzte größere Eruption ereignete sich im August. Bei diesem Ausbruch entlud sich die Energie über mehrere Tage und nicht, wie für einen Paroxysmus typisch, innerhalb weniger Stunden. Schon die letzten Eruptionen im vergangenen Jahr verliefen untypisch für Paroxysmen. Vermutlich reicht der Gasdruck nicht aus, um das Magma innerhalb weniger Stunden auszublasen.

https://www.facebook.com/timo.salzi/videos/1862582133795873/

Gunung Agung: Seismik leicht erhöht

Bereits am 23. Oktober ereignete sich ein leichtes Erdbeben der Mangitude 2,5 unter dem Agung. Vulkanologen gehen davon aus, dass sich das Erdbeben im Bereich des Magmenkörpers manifestierte. Seitdem ist die Seismik wieder etwas intensiver, als in den Wochen zuvor. Die Vulkanologen registrierten einige Tremorphasen im Kraterbereich. Dampf wird nur wenig ausgestoßen. Das thermische Signal ist gering und wird nur sporadisch bei MIROVA angezeigt. Der Dom dürfte eigentlich nicht nennenswert wachsen. Die Gefahr eine spontanen großen Eruption schätze ich mittlerweile als relativ gering ein. Trotzdem bleibt ein Restrisiko bestehen.

Sangeang Api: sehr hohes thermisches Signal

Heute Nacht ging es auf der Vulkaninsel Sangeang Api heiß her: Mirova registrierte eine sehr hohe Wärmestrahlung von 1267 MW. Allerdings lag der Ursprung der Wärmestrahlung nicht am Krater des Vulkans, sondern an der Südwestküste. Das Signal war recht kurzweilig. Auf dem Bild 3 Stunden später war es verschwunden. Daher rechne ich weniger mit einem eruptiven Ursprung der Wärmestrahlung. Die Seismik ist recht hoch, allerdings gibt es dort kein Signal, dass auf eine ungewöhnlich starke Eruption hindeutet. Sangeang Api liegt nördlich der indonesischen Insel Sumbawa, auf der sich der legendäre Tambora befindet. Der Ausbruch dieses Vulkans verursachte im Jahr 1816 das Jahr ohne Sommer. Ernteausfälle lösten auch im fernen Europa Hungersnöte aus.

Ätna: Erdbeben Mw 3,1

Unter der Nordflanke des Ätnas manifestierte sich ein Erdbeben der Magnitude 3,1. Das Hypozentrum lag in 12 km Tiefe. Auch bei Milo gab es 2 Erdbeben mit Magnituden größer 2. Die Seismik ist nach wie vor recht hoch. Mirova verzeichnet nur eine geringe Thermalstrahlung in Höhe von 2 MW. Auf dem aktuellsten Sentinel-hub Foto ist kein Hotspot zu erkennen. Das könnte allerdings durch kleine Dampfwölkchen über den Schloten kommen. Alles in allem gibt es viel Bewegung am Berg, dennoch steht das Magma nicht so hoch im Fördersystem, dass eine Eruption unmittelbar bevorstehen würde. Europas mächtigster Vulkan macht es nach wie vor spannend.

Krakatau mit Aschewolke

Am Anak Krakatau gab es heute wieder eine größere explosive Eruption. Das VAAC Darwin detektierte Vulkanasche in 2300 m Höhe. Die Aschewolke driftete in südwestlicher Richtung. Die Anzeichen sprechen für eine vulcanianische Eruption. In den letzten Tagen wurde öfters von vergleichbaren Vulkanausbrüchen berichtet. Die Seismik ist leider wieder offline, was Ferndiagnosen erschwert.

Anak Krakatau: starke Explosion

Die Eruption am Krakatau geht weiter, allerdings hat sich die Aktivität deutlich verändert. Momentan finden keine Paroxysmen mehr statt und es fließen keine Lavaströme. Dafür gibt es explosive Eruptionen, die nach längerer Ruhephase durchaus stark werden können. So wurde in den sozialen Medien ein Video geteilt, dass von den australische Vulkanspottern Geoff Mackley und Matt Davison stammt. Es zeigt, wie die Vulkan-Abenteurer fast von Lavabomben getroffen wurden, und dass, obwohl sie sich in einem Boot vor der Küste der Vulkaninsel befanden. Zum Glück verfehlten die Bomben das Boot und die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. Solche weiten Auswürfe sind keine Seltenheit, ich erlebte am Krakatau auch schon Explosionen, bei denen die Lavabomben über mich hinweg flogen und ins Meer krachten. Die 2 km Sperrzone um den Krater ist durchaus ernst zu nehmen!

https://www.facebook.com/ExtremePursuit/videos/2296012613962925/

Ätna: strombolianische Eruption

Gestern Abend wurde am Ätna eine strombolianische Eruption beobachtet. Ort des Geschehens war der Förderschlot „Puttusiddu“ auf der oberen Ostflanke des Neue Südostkraters. Solche Eruptionen sind häufig erste Vorboten eines größeren Ausbruchs. Allerdings lässt sich nicht vorhersagen, ob dieser Ausbruch in den nächsten Stunden startet, oder ob es noch Tage, oder Wochen dauert. Wenn der Abstand zwischen strombolianischen Eruptionen kürzer wird, steigt die Wahrscheinlichkeit eines größeren Ausbruchs. In den letzten Wochen war die seismische Aktivität unter dem Ätna hoch und es ist anzunehmen, dass sich einiges an Magma unter dem Vulkan ansammelte.

Kilauea: leichte Inflation

Am Kilauea auf Hawaii wird wieder leichte Inflation in der „Mittleren Ostrift Zone“ registriert. Konkret betroffen ist die Gegend unterhalb des Puʻu ʻŌʻō-Kraters. Dieser war im Zuge der Leilani-Eruption kollabiert. Der Kraterboden war um mehr als 350 m abgesackt. Bis sich dieser wieder auffüllt dürfte es etwas dauern. Allerdings tritt bis jetzt noch keine Lava aus. Die Schwefeldioxid-Konzentration ist sehr niedrig.

Ätna: leichter Tremor

Update: Die Vulkanologen des INGV gehen von vulkanischer Tätigkeit aus und nicht von einer Störung des Signals durch schlechtes Wetter. Unklar ist, welcher Krater tätig war, oder was genau passiert ist. Ich vermute Aktivität am Nordostkrater, da das Tremorsignal bei der Station nahe des NE-Kraters am Stärksten war.

Originalmeldung: Am Ätna auf Sizilien gibt es heute Morgen einen leichten Anstieg des Tremors. Ob eine Eruption im Gange ist, lässt sich aufgrund des schlechten Wetters nicht sagen. Das Wetter könnte Grund für den erhöhten Tremor sein, oder aber schwache vulkanische Aktivität. Am Wahrscheinlichsten halte ich strombolianische Eruptionen aus einem der Hauptkrater. Vielleicht wird auch ein kleiner Lavastrom gefördert.

Einige Leser zeigen sich besorgt, dass die Südostflanke des Vulkans abrutschen könnte. Diese Ängste wurden jüngst durch Artikel geschürt, in dem es heißt, dass so ein Flankenkollaps wahrscheinlich sei. Dem pflichte ich bei, allerdings müssen wir da die geologischen Zeitmaßstäbe ansetzten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir in mittelbarer Zukunft so eine Katastrophe erleben werden. Zudem würde ich annehmen, dass es ein auslösendes Event geben müsste, wie ein sehr starkes Erdbeben, oder eine heftige Flankeneruption. Bei den letzten Ausbrüchen dieser Art in den Jahren 2001 und 2002-2003 hat sich die Flanke tatsächlich um bis zu 2 m verschoben und die Vulkanologen vor Ort waren sehr besorgt. Doch das Erdbeben letzte Woche Samstag war bei weitem nicht stark genug, um einen Kollaps zu verursachen, wohl aber um eine Reihe von entsprechenden Artikel ins Netz zustellen. Bei vielen dieser Artikel war ein Foto des Vulkans Vesuv, anstatt des Ätnas zu sehen, diese Verwechslung sagt schon einiges über die Qualität dieser Nachrichten. Den Sachverhalt könnt Ihr übrigens auch auf vnet nachlesen.

Merapi: Dom wächst weiter

In den letzten Tagen ist der Dom im Krater des Merapi mit einer Förderrate von 3100 Kubikmeter am Tag gewachsen. Das Gesamtvolumen des Doms beträgt 158.000 Kubikmeter. Mittlerweile ist er so groß, dass eine schmale Lavazunge über den Rand des Kraters hinaus fließt. Von ihr geht eine erhöhte Steinschlaggefahr aus. Sollte die Lavazunge deutlich anwachsen, dann könnten hier auch pyroklastische Ströme entstehen. Das VSI registrierte gestern 33 seismische Signale, die mit dem Abgang von Steinschlägen/Schuttlawinen assoziiert waren. Zudem 10 Erdbeben, die im Zusammenhang mit Magmenaufstieg standen.

Ätna: Neue thermische Anomalie am NE-Krater

Der Ätna ist weiterhin dabei aufzuheizen und kleinere Ascheeruptionen zu produzieren. Im aktuellen Sentinel-Foto sieht man, dass im Norden der Schnee schmutzig aussieht. Diese Verschmutzung ist frische Vulkanasche, welche sich auf dem Schnee ablagerte. Die Eruptionswolke aus dem NE-Krater sieht etwas dunkler aus, als jene aus der Bocca Nuova. Dem Dampf war etwas Vulkanasche beigemischt. Im Infrarot-Spektrum sieht man die thermischen Anomalien im Zentralkrater und dem NE-Krater. Dafür ist der Neue Südostkrater diese Woche fast kalt. Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich die Bedingungen am Vulkan ändern können.

Update: Nachts gab es ein weiteres Erdbeben in der Gegend von Paterno. Es hatte die Magnitude 3,4 und lag in nur 4 km Tiefe. Ein weiteres moderates Erdbeben manifestierte sich vor der Ostküste Siziliens. Dort verläuft eine Störungszone, welche mit dem Ätna assoziiert ist.

Barren Island: Eruption in Indien

Der Vulkan auf der Vulkaninsel Barren Island ist seit dem 25. September aktiv. MIROVA verzeichnet eine thermische Anomalie des Vulkans. Gestern betrug sie 106 MW, am Vortag waren es 192 MW. In einer indischen Zeitung ist zu lesen, dass der Vulkanausbruch durch das Erdbeben auf Sulawesi ausgelöst worden sein soll. Das halte ich für unwahrscheinlich: erste thermische Anomalien wurden bereits vor dem Erdbeben registriert. Es ist aber nicht völlig ausgeschlossen, dass das Erdbeben die Eruption verstärkte.

Stromboli: Erhöhte Aktivität

Die Eruptionsfrequenz am Stromboli ist erhöht. Auf der LiveCam sieht und hört man Eruptionen im Minutentakt. Marco Fulle von volcanodiscovery.com berichtet, dass gestern innerhalb von 90 Minuten über 100 Eruptionen beobachtet wurden. Die größten Eruptionen gehen dabei vom Krater N1 aus. Er schleudert glühende Tephra bis zu 150 m hoch. Moderater sind die Eruptionen aus den Schloten S1 und S2. Hier fliegt die Tephra bis zu 120 m hoch. Auch der Schlot C ist aktiv und eruptiert bis zu 20 Mal die Stunde. Der Aktivität vorangegangen, war eine erhöhte Erdbebentätigkeit im Bereich des Tyrrhenischen Meeres zwischen Stromboli und Messina. Dort gab es in den vergangenen Wochen mehrere Erdbeben.

Popocatepetl: Ascheeruption

Am Vulkan in Mexiko gab es wieder eine Serie größerer Explosion. Diese förderten Aschewolken, die bis in einer Höhe von 7,3 Kilometern aufstiegen. Insgesamt wurden 5 Eruptionen und 316 Exhalationen registriert. Die Seismometer zeichneten 589 Minuten Tremor auf, sowie ein schwaches vulkanotektonisches Erdbeben mit der Magnitude 1,4. Nachts war ein rot illuminierter Himmel über dem Krater zu beobachten.

Turrialba mit Explosion

Der Vulkan Turrialba in Costa Rica eruptierte am 5. Oktober explosiv. Dabei deckte die Eruption Teile des Kraters mit rotglühender Tephra ein. Diese flog mindestens 200 m hoch über den Rand des Schlotes. Turrialba mauserte sich in den letzten Jahren zum aktivsten Vulkan von Costa Rica. Zuvor war es der Arenal, welcher seine Aktivität allerdings einstellte.

Ätna mit weiterer Seismik

Unter der Nordwestflanke des Vulkans ereigneten sich weitere Erdbeben mit Magnituden bis zu 2,4. Die Hypozentren lagen in Tiefen über 20 km. Sehr wahrscheinlich hängt das Schwarmbeben mit dem Aufstieg frischen Magmas zusammen, welches in die Erdkruste eindringt. In den vergangenen Jahren kam es hier öfters zu ähnlichen Ereignissen. Gut ein dreiviertel Jahr nach den Events kam es zu Paroxysmen. Allerdings denke ich, das der nächste Ausbruch nicht so lange auf sich warten lassen wird.

Gungun Agung und Batur mit Rauchwolken

In unserer Facebookgruppe „volcanoes and volcanism“ sind mehrere Bilder aufgetaucht, welche die beiden benachbarten Vulkane Agung und Batur in dichten Rauch gehüllt zeigen. Der Rauch stammt allerdings nicht von Eruptionen, sondern von einem Waldbrand. Erst vor wenigen Wochen sorgten Rauchschwaden am Semeru für Beunruhigung. Doch auch hier brannte es ohne Beteiligung des Vulkans.

Vesuv mit Erdrutschen

Ähnliches geschah im letzten Jahr am Vesuv in Italien: auch dort brannten große Waldflächen ab. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es zu heftigen Unwettern, welche sich auch in der Seismik des Vulkans widerspiegelten. Diese Unwetter sollen Erdrutsche am Vulkan ausgelöst haben. Dies berichtet Martin Wais in unserer FB-Gruppe.

Ätna: kleine Ascheeruptionen

Heute Morgen ist der Ätna auf Sizilien recht munter. Auf der Livecam Ätna Ost sieht man kleine Ascheeruptionen aus dem Nordostkrater. Diese kommen in kurzen Abständen. Der Nordostkrater war im Vorfeld der letzten größeren Eruption vor 7 Wochen ebenfalls aktiv gewesen. Gestern Abend gab es auch noch ein Erdbeben der Magnitude 2,5 im Südwesten des Vulkans. Diese schwachen Erdbeben stehen meistens im Zusammenhang mit Magmenaufstieg. Inzwischen hat der Herbst Einzug auf Sizilien gehalten und am Gipfel des Vulkans liegt erster Schnee. Vulkane.net-Leser Christopher machte mich auf die Eruptionen aufmerksam.

Merapi: Dampfwolke beobachtet

Das VAAC Darwin brachte heute eine Meldung vom Merapi raus. Dort wurde scheinbar eine größere Dampfwolke ausgestoßen. Vulkanasche wurde nicht festgestellt. In den letzten Wochen ist der Lavadom deutlich gewachsen und quillt bald über den Kraterrand. Dann wird es vermehrt Schuttlawinen geben und vielleicht sogar erste pyroklastische Ströme. Von diesen geht eine ernste Gefahr für die Anwohner des Vulkans aus. In den Jahren 2006 und 2010 forderten pyroklastische Ströme zahlreiche Todesopfer. Letztere Eruption zerstörte sogar Dörfer in 20 km Entfernung vom Krater. das die pyroklastischen Ströme soweit fließen, hatte damals keiner vermutet. Bei sehr großen Eruptionen können pyroklastische Ströme sogar bis nach Yogjakarta fließen.

Kadovar eruptiert Vulkanasche

Eine echte Eruptionswolke ging vom Kadovar aus. Papua Neuguinea auf. Die Asche stieg bis auf einer Höhe von 2300 Metern auf. Der Inselvulkan war Anfang des Jahres überraschend ausgebrochen. Alle Anwohner der Insel mussten evakuiert werden. Der Vulkan war an 2 stellen ausgebrochen: aus dem Gipfelkrater und an der Küste. Dort schob sich ein Lavadom empor. Zeitweise fürchtete man den Kollaps des Doms und einen daraus resultierenden Tsunami. Dieser wäre eine ernste Bedrohung für die Nordküste von Papua Neuguinea geworden.

Haiti: Erdbeben Mw 5,9

Heute Nacht ereignete sich vor der Nordküste Haitis ein Erdbeben der Magnitude 5,9. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Bisher wurden 11 Todesopfer bestätigt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Es stürzten mehrere Gebäude ein. Wie schon gestern in Italien, stürzte auch hier eine Kirchenfassade auf die Straße. Haiti hat sich bis heute nicht von dem katastrophalen Erdbeben von 2010 erholt. Damals erschütterte ein Erdstoß der Magnitude 7,2 die Hauptstadt Port au Prince. Es starben mehr als 212.000 Menschen, Millionen wurden obdachlos. In Anbetracht dieser Katastrophe gerieten beim aktuellen Erdbeben zahlreiche Menschen in Panik. Weitere starke Erdbeben sind möglich.

Mittelatlantischer Rücken: Seebeben Mw 5,6

Der Mittelatlantische Rücken zwischen Südamerika und Afrika wurde von einem Erdbeben der Magnitude 5,6 erschüttert. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Obwohl der Mittelatlantische Rücken tektonisch sehr aktiv ist, kommt es entlang der divergenten Plattengrenze relativ selten zu starken Erdbeben. Da sich die Kontinentalplatten hier voneinander entfernen, werden seltener Spannungen aufgebaut, als an konvergenten Plattengrenzen entlang der Subduktionszonen.

Ätna: weitere schwache Erdbeben

Am Ätna auf Sizilien gab es weitere schwache Erdbeben mit Magnituden um 2. Die Hypozentren lagen relativ flach. Die Beben manifestierten sich in der gleichen Gegend, wie der Erdstoß der Magnitude 4,7, der die Region gestern erschütterte. Solche seismischen Ereignisse am Ätna, gehen meisten größeren Eruptionen voraus. Diese folgen in einigen Monaten Abstand. Allerdings muss man diesmal bedenken, dass es sich sehr wahrscheinlich um ein tektonische bedingtes Erdbeben handelte. Doch es ist nicht auszuschließen, dass es durch Magmenbewegungen im Untergrund ausgelöst wurde, etwas durch veränderte Druckbedingungen im Bereich einer Störungszone.

Öræfajökull mit weiteren Erdbeben

Auch unter einem der mächtigsten Vulkane Islands bebt die Erde. Der Öræfajökull wurde von einem weiteren Erdbebenschwarm heimgesucht. Die stärkste Erschütterung brachte es auf eine Magnitude von 2,8. Die Vulkanologen sind sich einig, dass die Schwarmbeben Anzeichen eines Erwachens des Vulkans sind.