Vulkane am 24.09.21: Cumbre Vieja, Fuego

Die Eruption am Cumbre Vieja ist stabil und es ist ein 2. Lavastrom unterwegs. Der Fuego eruptiert einen Lavastrom und der Fagradalsfjall pausiert.

Cumbre Vieja: 2. Lavastrom unterwegs

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57, -17.84 | Eruption: Hawaiianisch

Update 20:00 Uhr: Im Tagesverlauf spitzte sich die Situation auf La Palma weiter zu. Die Tremoramlitude hat einen neuen Höchststand erreicht gehabt und dementsprechend aktiv war der Vulkan. Es kam zu starken Explosionen, die nicht nur Schockwellen im Dampf erzeugten, sondern auf Fensterscheiben platzen ließen. Es sind bis zu 4 Förderschlote aktiv, darunter befindet sich ein neuer Schlot, aus dem ein Lavastrom fließt. Er bewegt sich recht schnell in Richtung El Paso und es sollen bis zu 15.000 Personen evakuiert werden.

Originalmeldung: Gestern begann ein 2. Lavastrom an Fahrt zuzulegen. Er schlug einen südlicher gelegenen Weg ein und bewegte sich auf der steilen Flanke zunächst recht schnell. Inzwischen verlor er etwas an Schwung. Der 1. Hauptstrom floss gestern nur noch wenige m pro Stunde. Insgesamt wurden ca. 28 Millionen Kubikmeter Lava gefördert. Sie bedeckt eine Fläche von 160 Hektar und zerstörte rund 350 Häuser. Der bisher entstandene Schaden wird auf 430 Millionen Euro geschätzt. Nicht nur die Lavaströme, sondern auch die Vulkanasche verursacht Probleme. Sie stieg bis auf einer Höhe von 4500 m auf und wurde vom Ostwind in den Westen verfrachtet. Daher wurde der Flughafen der Insel temporär gesperrt. Am Nachmittag landete dann nicht nur das spanische Königspaar, um den Betroffenen Beistand zu leisten, sondern auch Hilfsgüter und Löschflugzeuge, die zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Über der betroffenen Region wurde eine Flugverbotszone eingerichtet, um Rettungsflüge zu ermöglichen.

Heute Morgen präsentiert sich die Eruption stabil und die mittlerweile gewohnte Lavafontäne steht am Himmel. Der Tremor ist recht konstant, bei geringer Erdbebentätigkeit. Die Inflation ist weiter leicht gestiegen und beträgt an der Messstation LP03 nun ca. 25 cm. Es strömt also mehr Magma aus der Tiefe nach, als eruptiert wird.

Die nächste Woche werde ich voraussichtlich vor Ort sein und direkt vom Cumbre Vieja auf La Palma berichten.

Fagradalsfjall: Da war doch was?

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Die Ereignisse auf La Palma laufen der Berichterstattung zum Fagradalsfjall den Rang ab. Allerdings pausiert der isländische Vulkan auch, seitdem der Feuerberg auf La Palma ausgebrochen ist. Der Tremor bewegt sich auf niedrigem Niveau seitwärts. Heute Morgen kommt es am Krater zu Dampfentwicklung. Rotglut ist nicht zu sehen. Dennoch ist es gut möglich, dass der Vulkan in den nächsten Tagen wieder mit einer neuen Eruptionsphase beginnt.

Fuego weiter aktiv

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Effusiv

Am Fuego wird weiterhin ein Lavastrom gefördert und über dem Gipfelkrater erkennt man rot illuminierten Dampf. MIROVA registriert eine hohe Wärmestrahlung mit 208 MW Leistung. Vulkanasche steigt bis zu 4800 m auf und driftet Richtung Südwesten. Inzwischen wurden in den Sozialen Medien Bilder der Pyroklastischen Ströme von gestern geteilt. Sehr wahrscheinlich standen sie im Zusammenhang mit dem zähen Lavastrom in der Ceniza-Schlucht und wurden durch Kollaps-Ereignisse an der Lavafront ausgelöst. Es ist ehr unwahrscheinlich, dass sie infolge starker Explosionen entstanden.

Vulkan-News 23.09.21: Cumbre Vieja, Fuego

Die Aktivität am Cumbre Vieja wird explosiver. Am Fuego scheint sich eine Eruption aufzubauen. Im Krater des Erta Alé köchelt Lava und am Merapi zog die Seismik an. Der Artikel erhielt ein Update zum Fuego!

Cumbre Vieja zeigt sich explosiver

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57, -17.84 | Eruption: Hawaiianisch

Gestern Abend wandelte sich der Eruptionscharakter ein wenig und die Tätigkeit der Lavafontäne wurde mit einigen Explosionen durchmischt. Das Magma wird in solchen Phasen durch platzende Gasblasen aus dem Schlot geschleudert. Oft geht dies einher mit einer Änderung der chemischen Zusammensetzung der Schmelze, die in späteren Eruptionsphasen kühler wird und oft mehr Wasser enthält. Wasserreiche Schmelze neigen dazu explosiv gefördert zu werden. Bei vergleichbaren Eruptionen transformierte sich die Lavafontänen-Tätigkeit nach und nach und es wurden vermehrt strombolianische-vulcanianische Explosionen generiert. Lavaströme werden dann oft in Schüben gefördert. Die Vulkanologen haben ihre Prognosen in Bezug auf einen Ocean Entry weiter zurückgeschraubt: der bis zu 12 m mächtige Lavastrom bewegte sich zuletzt nur noch mit 4 m pro Stunde. Statistische Modellrechnung prognostizieren eine Eruptionsdauer von 24-84 Tagen. Ob sich der Vulkan an seine eigene Vorgaben halten wird? Unten eingebettet seht ihr einen LiveStream der Eruption.

Erta Alé mit thermischer Anomalie

Staat: Äthiopien | Lokation: 13.60, 40.70 | Eruption: Hawaiianisch

Im Südkrater des äthiopischen Vulkans Erta Alé scheint wieder ein kleiner Lavasee zu brodeln. Auf Sentinel-Aufnahmen ist eine entsprechende thermische Anomalie zu erkennen. MIROVA detektiert temporär eine moderate Wärmestrahlung. In den letzten Monaten waren vergleichbare Ereignisse nur von kurzer Dauer. Ein stabiler Lavasee etablierte sich bisher nicht mehr.

Fuego mit Lavastrom

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Vulcanianisch

Update: Am Morgen steigerte sich die Aktivität am Fuego weiter und ab 5.40 Uhr Ortszeit gingen pyroklastische Ströme ab. Sie glitten durch die Schlucht von Ceniza und legten Strecken zwischen 4-6 km zurück. Der Gipfel förderte eine kleine Lavafontäne. Es handelte sich zwar nicht um einen typischen Paroxysmus, dennoch würde ich die Episode als paroxysmal bezeichnen. Wahrscheinlich gingen die Dichteströme vom Lavastrom aus. Möglicherweise öffnete sich eine Spalte im oberen Bereich der Schlucht.

Originalmeldung: Seit einigen Tagen ist das Wetter am guatemaltekischen Fuego ungewöhnlich schön und auf der LiveCam lassen sich die strombolianischen Eruptionen sehr gut beobachten. INSIVUMEH meldete gestern zwischen 6-10 Explosionen pro Stunde. Vulkanasche stieg bis auf einer Höhe von 4700 m auf. In der Ceniza-Schlucht ist wieder ein Lavastrom unterwegs. Er bringt es auf 400 m Länge. Aktuell erkennt man auf unserer LiveCam, dass es zu kontinuierlichem Lavaausstoß am Gipfel kommt. Möglicherweise baut sich eine größere Eruption (Paroxysmus) auf. Seit gestern Nacht steigt auch der Tremor an und die Explosivität der Eruptionen steigert sich.

Merapi: Zunahme der Seismizität

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Dom

Nach ein paar recht ruhigen Wochen, nahm gestern die Seismizität am Merapi zu. Das VSI registrierte gut 175 vulkanisch bedingte Erdbeben, die entweder eine geringe Frequenz hatten, oder bei denen es sich um hybride Erdbeben handelte. Sie zeugen von der Bewegung Magmatischer Fluide im Untergrund. Sollte sich daraus ein neuer Trend ergeben, dann könnte vermehrt Magma aufsteigen und die Dome schneller wachsen lassen.

Vulkan-News 17.09.21: Cumbre Vieja, Erta Alé

Auf La Palma gab es weitere Erdbeben und Inflation. Am Fagradalsfjall ereignete sich ein größerer Kollaps im Krater. Der Erta Alé zeigt eine thermische Anomalie und der Fuego erzeugt einen kurzen Lavastrom.

Cumbre Vieja: Inflation weiter gestiegen

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57-17.84 | Eruption: Magmenintrusion

Nachdem die Seismizität am Cumbre Vieja gestern kurzzeitig zurückgegangen war, zog sie mittags wieder an. Dabei manifestierte sich ein Erdbeben Ml 3,1 in nur 6 km Tiefe. Auf dem Seismogram erkannte man einen Tremorpuls. Die Vulkanologen vom IGN berichten, dass sich die Inflation weiter erhöht hat und der Boden nun um bis zu 10 cm angehoben wurde. In so kurzer Zeit ist das schon ein beachtlicher Wert. Zuvor wurde gemeldet, dass sich mittlerweile gut 11 Millionen Kubikmeter Magma im Untergrund angesammelt haben. Wenn es weiteren Magmenaufstieg geben sollte, stehen die Chancen auf eine Eruption nicht schlecht. Einstweilen machen sich viele Vulkanologen auf den Weg nach La Palma, um den Vulkan besser zu überwachen.

Erta Alé: Lava im Krater

Staat: Äthiopien | Lokation: 13.60, 40.70 | Eruption: Hawaiianisch

Im Südkrater des äthiopischen Vulkans Erta Alé scheint wieder Lava zu stehen. Wahrscheinlich bildete sich ein Lavapool im Pitkrater. Auf Sentinell-Satellitenfotos erkennt man eine thermische Anomalie von kleiner Ausdehnung. MIROVA detektierte eine moderate Wärmestrahlung mit 54 MW Leistung.

Fagradalsfjall: Kollaps löst Lavafontäne aus

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Augenzeugen berichteten mir, dass gestern 2 rötlich-braune Aschewolken aus dem neuen Krater am Fagradalsfjall-Vulkan aufgestiegen sind. Nach einem der Ereignisse wurde eine kurzweilige Lavafontäne beobachtet. Allem Anschein nach kam es zu größeren Kollaps-Ereignissen am, bzw. im Krater. Das Material stürzte in den Lavasee und triggerte so die Fontäne. Darüber hinaus flossen wieder Lavaströme durch das Tal Geldingadalir. Der Tremor pulst weiter in schneller Frequenz und erreicht größere Amplituden, als wir es in den letzten Wochen gesehen haben.

Fuego mit Lavastrom

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Vulcanianisch

In Guatemala erzeugt der Fuego einen kurzen Lavastrom: er fließt aus dem Krater durch die Schlucht Ceniza und hatte gestern eine Länge von 300 m erreicht. Von seiner Front gehen Schuttlawinen ab. Darüber hinaus ist der Fuego weiter explosiv tätig und eruptiert zwischen 5 und 12 Mal die Stunde. Aschewolken steigen bis auf einer Höhe von 4800 m auf.

Vulkan-News 07.08.21: Fagradalsfjall, Merapi

Der Fagradalsfjall ist weiterhin sehr aktiv. Der Fuego ist explosiv tätig. Am Merapi gingen 3 Pyroklastische Ströme ab. Vor diesen wird am Santiaguito gewarnt.

Fagradalsfjall: Aktivität hält an

Der aktuelle Lava-Puls am Fagradalsfjall hält weiter an. Er begann vorgestern Abend und fördert seitdem ununterbrochen Lava. MIROVA detektierte heute Nacht eine thermische Strahlung mit fast 2500 MW Leistung. Der Tremor stieg nach der letzten Pause zunächst langsam an und bildete nun das übliche Plateau aus, das eine stabile Eruptionsphase signalisiert. Es hat den Anschein, als würden sich die Intervalle verlängern. Zuvor wechselten sich Aktivitätsphasen und Pausen in einem 12-16 stündigen Rhythmus ab. Die letzte Pause war ca. 72 Stunden lang. Ich bin gespannt, ob die Aktivität ähnlich lange durchhält.

Fuego generiert glühende Schuttlawinen

Der Fuego in Guatemala setzt seine Tätigkeit fort und stößt Vulkanasche aus, die bis auf einer Höhe von 4800 m aufsteigt. Glühende Tephra erreicht eine Höhe von 400 m über dem Krater. Die Tephra erzeugt Schuttlawinen, die durch verschiedene Schluchten fließen. In der Stunde werden 8-12 Explosionen registriert.

Merapi mit Pyroklastischen Strömen

Am Merapi auf Java registrierte das VAAC weitere Aschewolken. Sie stiegen bis zu 4300 m hoch auf. Die Asche stammte von 3 Pyroklastischen Strömen, die gestern am Vulkan abgingen. Sie erzeugten seismische Signale mit Maximalamplituden von 50 mm und bis zu 177 Sekunden Dauer. Zudem erreichte die Seismizität Höchstwerte in Bezug der Aktivität der letzten 3 Monate: es wurden fast 800 Signale aufgefangen. Gut 500 Erschütterungen war hybride- bzw. vulkanotektonische Erdbeben. Sie zeugen von massivem Magmenaufstieg.

Santiaguito: Warnung vor Pyroklastischen Ströme

Am guatemaltekischen Domvulkan Santiaguito warnten die INSIVUMEH-Vulkanologen davor, dass Pyroklastische Ströme abgehen könnten. Der Dom wächst beständig und es gehen Schuttlawinen ab, die seinen Fuß erreichen. Zudem gibt es schwache-moderate explosive Eruptionen.

Vulkan-News 23.07.21: Fagradalsfjall, Fuego

Am Fagradalsfjall fluktuiert die Aktivität, so wie wir es aus den letzten Wochen gewohnt sind. Am Fuego sieht man häufig Rotglut am Krater und der Karymsky macht mit seinen Ascheeruptionen weiter.

Fagradalsfall: Wetter schlecht

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Vom Fagradalsfjall/Geldingadalir auf Island gibt es wenig Neues zu berichten, da das Wetter schlecht ist und nur wenig auf den LiveCams zu sehen ist. Der Tremor fluktuiert und befindet sich seit gestern Abend auf niedrigem Niveau. Zuvor flossen Lavaströme ins Meradalir. In den letzten 48 Stunden ereigneten sich 3 schwache Erdbeben am Fagradalsfjall. Grund für diesen Artikel ist ein tolles Video, dass vor 5 Tagen auf FB geteilt wurde:

Fuego: permanente Rotglut

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Vulcanianisch

Am Fuego in Guatemala sieht man nachts fast permanent Rotglut am Krater. Es sieht so aus, als würde der Magmaspiegel im Fördersystem hoch stehen und evtl. bewegt sich Schmelze im Kraterbereich. Gestern wurden zwischen 8-12 Eruptionen pro Stunde beobachtet. Vulkanasche stieg bis auf 4700 m Höhe auf. Glühende Tephra erreichte eine Höhe von 400 m über dem Krater. Gas-Ausstöße verursachten laute Geräusche. Sie dauerten bis zu 7 Minuten. Es gab Vibrationen in Gebäuden.

Karymsky mit weiteren Ascheeruptionen

Staat: Russland | Koordinaten: 54.048159.441 | Eruption:  Vulcanianisch

Auf Kamtschatka eruptiert der Karysmky weiterhin Aschewolken. Das VAAC detektiert sie in einer Höhe von bis zu 4300 m. Seit gestern wurden 7 VONA-Warnungen herausgebracht. MIROVA registrierte sporadisch schwache bis moderate Thermalstrahlung.

Ätna: Warten auf den Paroxysmus

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmus

Aktuell ist es am Ätna ruhig und der Tremor bewegt sich im grünen Bereich. Vor Ort wartet man auf den nächsten Paroxysmus und die Vulkanologen vom INGV nutzten die Ruhe, um sich im Bereich der Gipfelkrater umzusehen. Sie dokumentierten die Folgen des starken Paroxysmus vom 14. Juli und fanden große Vulkanbomben im gesamten Bereich der Gipfelkrater. Viele Straßen im Nationalpark sind mit einer dicken Lapilli-Schicht bedeckt. Die Seismizität ist gering. Ein Sentinel-Foto des Ausbruchs zeigt einen breitgefächerten Lavastrom im Süden des Gipfelbereichs.

Vulkan-Nachrichten 22.07.21: Sirung, Merapi

In Indonesien stehen heute 3 Vulkane in den News: Sirung, Lewotolok und Merapi. In Guatemala ist der Fuego weiter aktiv.

Sirung: Aschewolke detektiert

Staat: Indonesien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Aschewolken

In den letzten Jahren war der indonesische Vulkan Sirung unauffällig, doch das scheint sich zu ändern, denn der Sirung trat gestern mit der Eruption einer Aschewolke in das Licht der Öffentlichkeit. Das VAAC Darwin detektierte Vulkanasche in einer Höhe von gut 3000 m. Sie driftete in Richtung Nordost. Das VSI berichtet von seismischer Aktivität: es wurden 5 Signale aufgefangen, die durch starke Entgasungen verursacht wurden. Außerdem gab es 20 Tremorphasen, die bis zu 1560 Sekunden anhielten. Bereits im Frühjahr wurden einige Entgasungen detektiert. Vulkanotektonische Erdbeben blieben bisher aus.

Der Sirung ist ein Komplexvulkan auf der Insel Pantar. Sie liegt im Osten Indonesiens, genauer, in der Provinz Nusa Tenggara Timor. Am Hauptgipfel befindet sich eine 2 km durchmessende Caldera mit einem Kratersee. Das GVP führt in diesem Jahrtausend 2 Eruptionen auf. Sie ereigneten sich 2012 (VEI 2) und 2015 (VEI 1). Es gibt Fumarolen und Thermalquellen. In der Nähe befindet sich der ebenfalls aktive Lewotolok. Osttimor wurde in den letzten Tagen von mehreren Erdbeben erschüttert.

Fuego in Eruption

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Vulcanianisch

Auf unserer LiveCam konnte man gestern zahlreiche Aschewolken erkennen, die vom starken Wind auf die Vulkanflanke herabgedrückt wurden. Zeitweise sah es dadurch so aus, als würden Pyroklastische Ströme generiert werden, was aber nicht der Fall war. Aktuell sieht man permanent eine rot illuminierte Wolke über dem Krater, was relativ untypisch ist. INSIVUMEH berichtet von 5-10 stündlichen Explosionen, die Vulkanasche bis auf einer Höhe von 4700 m förderten. Das VAAC detektierte die Aschewolken auf fast 4900 m Höhe. Glühende Tephra erreichte Höhen von bis zu 300 m.

Lewotolok mit Aschewolke

Staat: Indonesien | Lokation: -8.272, 123.505| Eruption: Strombolianisch

Der Lewotolok eruptierte ebenfalls Aschewolken. Sie stiegen bis auf 1800 m Höhe auf und drifteten in nordöstlicher Richtung. Das VSI registrierte zudem 5 Entgasungen und 7 Tremorphasen.

Merapi mit glühenden Schuttlawinen

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Dom

Die Aktivität am Merapi geht quasi unverändert weiter. Das VSI registrierte heute Nacht 40 Abgänge glühender Schuttlawinen. Darüber hinaus wurden 27 Hybriderdbeben und 10 vulkanotektonische Erschütterungen aufgezeichnet. Im Untergrund bewegen sich magmatische Fluide und die Dome wachsen. Es kann jederzeit zu Pyroklastischen Strömen kommen.

Vulkannachrichten 06.07.21: Fagradalsfjall, Fuego, Taal

In den Vulkan-News lest ihr heute wieder über den Fagradalsfjall auf Island und dem Taal-Vulkan auf den Philippinen. Die Aktivität am Fuego steigerte sich, während es am Stromboli ruhiger wurde.

Fagradalsfjall macht weiter

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Die effusive Tätigkeit am Fagradalsfjall geht auf moderatem Niveau weiter. Gestern konnte man auf den neuen Livecams ein beständiges Brodeln der Lava im Krater beobachten. MIROVA detektierte Nachmittags eine hohe Thermalstrahlung mit einer Leistung von 520 MW. Der Tremor hatte sich gegenüber dem Vortagestief wieder etwas berappelt, allerdings ohne große Peaks im Frequenzband von 2-4 Hz aufzuweisen. Dementsprechend gab es keinen starken Lava-Ausstoß mit Fontänen. Nachts war es größtenteils bewölkt und man sah wenig. Heute Morgen präsentiert sich der Krater ruhig und der Tremor fiel wieder ab.

Fuego: Eruptionshäufigkeit steigerte sich

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Vulcanianisch

Am guatemaltekischen Fuego steigerte sich die Häufigkeit der Explosionen wieder auf das übliche Niveau. INSIVUMEH berichtete von 10-12 Explosionen pro Stunde. Zuvor wurden 3-6 Explosionen gezählt. Vulkanasche erreichte eine Höhe von bis zu 4800 m. Sie driftete bis zu 15 km weit und regnete in den Ortschaften Morelia, El Porvenir, Sangre de Cristo, Yepocapa ab. Glühende Tephra stieg bis auf 400 m über den Krater auf. Es kam zu Schuttlawinen, die durch mehrere Schluchten flossen. Die Vulkanologen warnten vor Laharen.

Taal dampft und rappelt

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002, 120.993 | Eruption: Fumarolisch

Die Dampfentwicklung und die Schwefeldioxid-Emissionen am philippinischen Taal-Vulkan blieben auch gestern erhöht, erreichten aber nicht mehr die Spitzenwerte der letzten Tage. PHILVOLCS registriert einen Schwefeldoxid-Ausstoß von 5,299 Tonnen am Tag. Zudem wurden 39 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. In unserer FB-Gruppe „Volcanoes and Volcanism“ wurde eine schöne Vergleichsgrafik veröffentlicht. Sie zeigt, wie sich der Schwefeldioxid-Ausstoß steigerte. Man sieht auch, dass er in den letzten Tagen um ein Vielfaches höher war, als während der eruptiven Phase im Januar 2020.

Stromboli: Rückgang der Aktivität

Staat: Italien | Koordinaten: 38.79, 15.21 | Eruption: Strombolianisch

Am sizilianischen Inselvulkan Stromboli sieht es nach Entspannung aus. Alle Parameter sind rückläufig, so auch die Anzahlt der VLP-Erdbeben und der Tremor. Die strombolianischen Eruptionen kommen recht häufig, weisen aber nur einen Explosionsdruck von maximal 0,4 bar auf.

Anmerkung: In den nächsten Tagen mache ich ein wenig Urlaub. Es wird weiterhin Updates zu den Vulkanen geben, allerdings nicht ganz so häufig wie gewohnt.

Vulkan-Nachrichten 04.07.21: Fagradalsfjall, Fuego, Merapi

In den Vulkannachrichten stehen die Vulkane Fagradalsfjall und Merapi im Fokus der Berichterstattung. Es gibt aber auch Neuigkeiten von weiteren Vulkanen.

Fagradalsfjall: Tremor gefallen

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Am isländischen Vulkan Fagradalsfjall ist der Tremor erneut gefallen. Gestern Vormittag sprudelte noch vergleichsweise viele Lava aus dem Krater und kreierte Lavaströme an der Oberfläche. Mittags nahm die Aktivität stark ab, um am Abend wieder aufzuleben. Während der Nacht brodelte Lava im Krater und stieg mehrere 10er Meter hoch auf. Es gab nur kleine Lavaströme an der Oberflächen. Heute Morgen ist die Sicht schlecht und die Situation unklar. Doch auch wenn der Tremor fluktuiert, scheint es nicht unbedingt das Ende der Eruption zu bedeuten.

Fuego: Wenigere, aber stärkere Explosionen

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Eruption: Vulcanianisch

In Guatemala ist der Fuego weiter aktiv, doch die Anzahl der stündlichen Eruptionen hat sich halbiert. INSIVUMEH registrierte nur noch zwischen 3 und 6 Explosionen. Vulkanasche stieg bis zu 4800 m auf und es sieht so aus, als würde mehr Tephra als zuvor ausgestoßen werden. Auf unserer Livecam erkennt man rotglühende Schuttlawinen, die recht weit die Hänge runterfließen.

Lewotolok: Seismizität hoch

Datum: 18.04.2021 | Lokation: -8.272, 123.505| Eruption: Strombolianisch

Der indonesischen Vulkan Lewotolok glänzte in den letzten Tagen mit hoher Seismizität. Es wurden täglich mehr als 6 Tremor-Ereignisse aufgezeichnet. Zudem gab es strombolianische Tätigkeit. Gestern wurden 2 Eruptionen registriert.

Merapi: Weitere Pyroklastische Ströme

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Pyroklastische Ströme

Am Merapi auf Java kam es zu zwei weiteren Pyroklastischen Strömen. Sie erzeugten Amplituden zwischen 27 und 60 mm und dauerten bis zu 121 Sekunden. Den Daten nach zu folgen waren es kleinere Vertreter ihrer Art. Auf neueren Sentinel-Satellitenfotos erkennt man das Domwachstum. Waren es Anfang des Jahres noch 4 kleine Dome, so sind sie inzwischen zu 2 größeren Domen zusammengewachsen. Auf dem Schiebebild sieht man, dass der Dom am südwestlichen Kraterrand deutlich zugelegt hat. MIROVA registriert immer wieder moderate Thermalstrahlung.

Nevado del Ruiz: Ascheeruption

Staat: Kolumbien | Koordinaten: 34.89, -75.32 | Eruption: Strombolianisch

Am kolumbianischen Feuerberg Nevado del Ruiz kam es zu weiteren Ascheeruptionen. Das VAAC detektiert Asche in einer Höhe von 6700 m. Die Aschewolke driftete in Richtung Südwesten.

Taal: Noch mehr Schwefeldioxid

Staat: Philippinen | Lokation: 14.002, 120.993 | Eruption: Fumarolisch

Auf den Philippinen stieß der Taal-Vulkan noch mehr Schwefeldioxid aus. So wurde gestern ein neuer Tagesrekord für dieses Jahr aufgestellt: PHILVOLCS maß 14.699 Tonnen. Zudem wurden 31 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. Es sieht so aus, als hätte sich einiges an Magma im Untergrund angesammelt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es früher, oder später zu neuen Eruptionen kommen wird.

Telica: Ascheeruptionen

Staat: Nicaragua | Lokation: 12.60, -86.85 | Eruption: Strombolianisch

In Nicaragua ist der Telica wieder unruhig geworden und emittiert seit dem 2. Juli sporadisch Vulkanasche. Sie steigt bis auf einer Höhe von 1500 m auf und wird Richtung Südwesten verfrachtet.