Poás: Alarmbereitschaft erhöht

Gestern wurde am Vulkan Poás in Costa Rica die Alarmbereitschaft erhöht. Grund hierfür war ein seismischer Schwarm in der Nähe des Vulkans. Das stärkste Einzelbeben hatte eine Magnitude von 4,8 auf der Richterskala. Insgesamt wurden mehr als 70 Beben registriert. Forscher sagen, die Erdbeben wären tektonischen Ursprungs und stehen nicht in direktem Zusammenhang mit dem Vulkan. Feuerwehr und Zivilschutz sind trotzdem in Alarmbereitschaft versetzt worden, für den Fall weiterer starker Erdbeben, oder eines größeren Vulkanausbruchs.

Poás: Ascheeruption

In den letzten Tagen ereigneten sich mehrere kleine Ascheeruptionen am Poás in Costa Rica. Die letzte fand gestern Morgen um 6.30 Uhr Ortszeit statt. Der Kratersee ist schon seit längerem verdampft, wodurch die Eruptionen weniger spektakulär aussehen. 

Vergleichbare Vulkanausbrüche werden auch vom Reventador in Ecuador gemeldet. Hier muss allerdings glühende Tephra involviert sein, da der Vulkan derzeit eine Wärmestrahlung von 82 MW emittiert. 

Der Ätna auf Sizilien stieß auch etwas Vulkanasche aus. Es wird eine schwache Wärmesignatur angezeigt. In den letzten Tagen stand der Vulkan in den Schlagzeilen, da die DLR dort einen Rover testete.

Poas: Ascheeruption

Gestern morgen eruptierte der Vulkan Poas in Costa Rica erneut eine Aschewolke. Sie stieg mehrere Hundert Meter hoch auf, stellte aber keine Gefahr für die Anwohner dar. Mittlerweile ist der Kratersee verschwunden. Daher gibt es keine phreatischen Eruptionen mehr.

Am indonesischen Vulkan Sinabung geht die explosive Aktivität weiter. Der Vulkan emittierte in den letzten 48 Stunden mindestens 2 Aschewolken. Pyroklastische Ströme wurden nicht generiert.

Dafür wurde ein pyroklastischer Strom am Vulkan Shiveluch beobachtet. Der Vulkan in Kamtschatka war in den vergangenen Tagen sehr aktiv und es gab einige größere Eruptionen. Die Vulkanasche stieg bis zu 5,5 km hoch auf. Der benachbarte Vulkan Kliuchevskoi ist ebenfalls weiterhin aktiv. Am Karymsky gibt es sporadische Ascheeruptionen, die vom VAAC Tokyo registriert werden.

Der Sakurajima in Japan meldete sich nach 11 Tagen Stillschweigen zu Wort und eruptierte gestern ein Mal. Die Aschewolke erreichte eine Höhe von 2 km über Meeresspiegel.

Am Stromboli in Italien ist die Aktivität nicht mehr ganz so hoch, wie es noch vor 2 Wochen der Fall war. Dafür wurde eine neue LiveCam installiert, die einen Videostream des nordöstlichen Kraters zeigt.

 

Poas: neue Eruption

Bereits am Freitag eruptierte der Vulkan Poas in Costa Rica erneut. Es handelte sich um eine phreatomagmatische Eruption bei der Dampf und Vulkanasche gefördert wurde. Die Asche stieg mindestens 600 m hoch auf.

Mittlerweile ist der Kratersee zweigeteilt: an der Stelle des ehemaligen Domrestes ist nun ebenfalls ein Kratersee entstanden.

Der Popocatepetl in Mexiko zeigt sich von seiner aktiven Seite: gestern wurden 220 vulkanische Exhalationen und 15 explosive Eruptionen registriert. Einen Tag zuvor gab es für mehr als 600 Minuten vulkanischen Tremor.

Auf Island gab es wieder mal ein Schwarmbeben: diesmal erschütterte es den Herdubreid. In den letzten 48 Stunden wurden im System Bardarbunga-Herdubreid 106 Erdbeben registriert, die meisten zählten zu dem erwähnten Schwarbeben.

Die Erde bebt auch wieder in der mittelitalienischen Erdbebenregion um Amatrice. Hier gibt es viele Beben mit Magnituden zwischen 2 und 3. Ein stärkeres Erdbeben halte ich in der nächsten Zeit für möglich.

Poás: Erdbeben M 3,6

Vorletzte Nacht gab es ein Erdbeben der Magnitude 3,6. Das Hypozentrum lag in 5 km Tiefe und nur wenige Kilometer vom Vulkan entfernt, bei der Ortschaft Grecia y San Pedro de Poás. Morgens folgten 2 phreatische Eruptionen, die Schlamm und Lavabrocken bis zu 1000 m weit auswarfen. Am Sonntag und Montag war es recht ruhig am Poás. (Quelle: nacion.com)

Nishinoshima: erneute Eruptionen

Bereits vor 3 Tagen kam es zu 2 erneuten Explosionen auf dem neuen Vulkaneiland Nishinoshima. Die Vulkaninsel gehört zur japanischen Inselkette Ogasawara, die gut 1000 km vor der Küste Japans liegt. Das VAAC Tokyo registrierte 2 größere Aschewolken die vom Vulkan ausgingen. Seitdem ist der Vulkan strombolinaisch Tätig. 

Das VAAC Tokyo registrierte ebenfalls 4 Aschewolken vom Vulkan Klyuchevskoy auf Kamtschatka, sowie vom benachbarten Shiveluch.

Auf Big Island Hawaii formiert sich am ocean entry ein neues Lavadelta. Der Lavastrom 61g ist also weiterhin aktiv. Der Lavasee in der Gipfelcaldera ist gerade so vom Jagger-Museum aus sichtbar. Die Seismik der letzten 14 Tage zeigt zahlreiche Erschütterungen am Mauna Loa. Die schwachen Erdbeben konzentrieren sich westlich der Cladera.

Poás in Costa Rica glüht heute vor sich her. Gestern Abend gab es eine stärkere strombolianische Eruption. Die Situation bleibt spannend.

Poás: weitere phreatische Eruptionen

Update 22.04.17: Der Poás wird immer aktiver! Auf der LiveCam sieht man eine dichte Dampfwolke aus einem Schlot neben dem Kratersee aufsteigen. Vor wenigen Stunden befand sich der Förderschlot noch im See, dieser trocknet als aus, bzw. wird verdampft. In dem Dampf mischen sich auch Vulkanasche und glühende Lavabrocken. Mittlerweile findet praktisch kontinuierliches Lava-spattering (kleine Strombolianer) statt. Durchaus möglich, dass bald größere Explosionen folgen.

Originalmeldung: In den letzten Tagen gab es weitere phreatische Eruptionen am Poás. Der alte Lavadom am Rand des Kratersees wurde dabei zerstört. Zudem wurde erstmals frische glühende Lava gefördert: auf einem Livecam-Bild sind einige rote Brocken erkennbar. Vulkanologen von OVSICORI  wiesen die frische Lava unter dem Mikroskop nach.

Der Zugang zum Nationalpark wurde gesperrt. Um den benachbarten Vulkan Turrialba existiert eine 5 km Sperrzone. Costa Rica Reisende sollten diese Umstände beachten. Außerdem könnten größere Ascheeruptionen zu Beeinträchtigungen des Flugverkehrs führen. Der internationale Flughafen San José ist nicht weit von den Vulkanen entfernt.

Poás: phreatische Eruptionen

Gestern kam es zu zwei weiteren stärkeren phreatischen Eruptionen am Vulkan Poás in Costa Rica. Asche-Dampf-Wolken stiegen gut 3 km hoch auf. Vulkanasche ging in mehreren Gemeinden westlich des Vulkan nieder. Den Eruptionen gingen vulkanische Erdbeben voran. Ein Video seht ihr in unserer FB-Gruppe „volcanoes and volcanism„. Phreatische Eruptionen entstehen, wenn Wasser im Untergrund eindringt und in die Nähe zu heißem Gestein (Magma) gelangt. Bei Druckentlastung verdampft das Wasser und expandiert explosionsartig. Bei phreatischen Eruptionen wird keine frische Lava gefördert. Herausgeschleuderte Lavabrocken stammen vom anstehenden (alten) Gestein. Bei der Eruption am 13. April wurden Lavabrocken bis auf den Besucherparkplatz geworfen und richteten kleinere Schäden an.

Ätna: neuer Lavastrom

Nach kurzer Pause begann gestern Abend erneut eine Eruption am Ätna: Lava floss aus dem Sattelvent des Südostkraters und aus 2 Förderschloten an seiner Basis und kreierte einen Lavastrom. Dieser floss und fließt ins Valle del Bove. Die thermische Strahlung war mit 2821 MW sehr hoch. Heute Morgen scheint sich die Aktivität  abzuschwächen.

Am Poás in Costa Rica ereignete sich eine phreatische Eruption aus dem Kratersee. Asche, Lavafragmente, Schlamm und Wasserdampf wurden über den Seerand hinaus geschleudert. Der Ausbruch dauerte 40 Minuten. Nächtlicher Regen ließ Lahare entstehen. Ein Riss bildete sich in der Außenwand des Doms. Der Zutritt zum Nationalpark wurde daraufhin gesperrt.

Für Schlagzeilen sorgt auch der indonesische Vulkan Sinabung auf Sumatra: er eruptierte gestern Nacht 4 Mal. Es handelte sich wohl um explosive Eruptionen. In Newsmeldungen heißt es, dass die Vulkanasche zunächst 2000 m über den Krater aufstieg, bei der letzten Eruption noch 800 m. 

Poas: Erhöhung des Gasausstoßes

Update Ätna: Es fließt ein neuer Lavastrom in Richtung Valle del Bove. Dieser geht vermutlich von der Basis des Südostkraterkegels aus. Auf der LiveCam sieht es allerdings so aus, als könnte sich ein neuer Schlot (oder das Ende einer Tube) zwischen dem Südostkrater und dem Krater von 2002 befinden. Der 2. Lavastrom Richtung Monte Frumento Supino ist weiterhin aktiv. Der Tremor hatte heute Nachmittag einen kleinen Peak, ist jetzt aber wieder rückläufig.

Dem nicht genug: ich konnte sogar via LiveCam eine kleine strombolianische Eruption am Stromboli sehen. 2 Förderschlote glühen kontinuierlich. 

Originalmeldung: Am Poas in Costa Rica erhöhte sich der Gasausstoß seit Samstag deutlich. Die Gastemperaturen stiegen ebenfalls weiter an. Ein Gruppe Touristen wurde evakuiert, da man jeder Zeit mit phreatischen Explosionen rechnen muss.

Der Ätna auf Sizilien ist weiterhin aktiv. Andreas Spengler mailte mir gerade das LiveCam-Bild einer Asche-Eruption vom Neuen Südostkrater. Zeitgleich stieg der Tremor etwas an. es ist gut möglich, dass sich die Aktivität bald ändert. Derweilen wurden mir auch 2 Berichte zugespielt, nach denen tatsächlich Vulkanwanderer vom Zivilschutz kontrolliert und vom Berg verwiesen wurden. Der Lavastrom ist legal nur mit Vulkanführer erreichbar.

Am Kilauea auf Hawaii wurden die Restriktionen wieder etwas gelockert. Dort hatte die Küstenwache für Boote eine 300 m Sperrzone um den „ocean entry“ eingerichtet. In der Folge blieben die Touristen aus und die Reiseunternehmer hatten sich erfolgreich beschwert. Die 4 etabliertesten Unternehmen dürfen sich wieder der Lava nähern.

Am Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra gab es wieder einige pyroklastische Ströme die vom Dom im Gipfelkrater abgingen.