Erdbeben-News 04.11.21: Indonesien

Heute gab es in Indonesien ein weiteres Erdbeben Mw 5,7. In Neuseeland, Papua Neuguinea und Chile gab es ebenfalls erwähnenswerte Erdstöße.

Indonesien: Erdbeben Mw 5,7

Datum: 04.11.2021 | Zeit: 02:42:42 UTC | Lokation: 2.99 S ; 129.33 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,7

In Indonesien gab es ein erneutes Erdbeben der Magnitude 5,7. Es hatte ein Hypozentrum in 10 km Tiefe und lag nicht allzu weit von dem gleichstarken Erdstoß gestern entfernt, der sich offshore in der Banda-See ereignet hatte. Das Epizentrum wurde 60 km nordöstlich von Amahai lokalisiert. Es gab zahlreiche Nachbeben, so dass ein ordentlicher Cluster entstanden ist.

Neuseeland: Erdbeben Mw 5,6

Datum: 04.11.2021 | Zeit: 16:36:53 UTC | Lokation: 48.24 S ; 165.20 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,6

Ein wenig schwächer war ein Erdstoß, der sich heute Abend vor der Südküste Neuseelands ereignete. Sein Erdbebenherd lag 10 km tief. Das Epizentrum befand sich 298 km südwestlich von Bluff. Das Beben manifestierte sich an der Plattengrenze zwischen Australien und der Pazifischen Platte, die hier als Blattverschiebung angelegt ist.

Papua Neuguinea: Erdbeben Mb 5,0

Datum: 04.11.2021 | Zeit: 16:25:03 UTC | Lokation: 6.72 S ; 147.56 E | Tiefe: 30 km | Mb 5,3

Im Bereich des Östlichen Guineas bebte es mit einer Raumwellen-Magnitude Mb 5,0. Das Hypozentrum wurde in 30 km Tiefe lokalisiert. Das Epizentrum lag 36 km südwestlich von Finschhafen. Das Beben manifestierte sich relativ nahe der beiden Vulkane, die gestern in Papua Neuguinea eruptierten.

Chile: Erdbeben Mb 4,9

Datum: 04.11.2021 | Zeit: 04:18:22 UTC | Lokation: 30.30 S ; 71.25 W | Tiefe: 54 km | Mb 4,9

In Chile ereignete sich ein moderater Erdstoß der Magnitude 4,9. Das Hypozentrum befand sich 54 km tief. Das Epizentrum lag 39 km südlich von Coquimbo. Das Beben findet hier Einzug, weil es in der Region in letzter Zeit sehr häufig bebt. Nicht auszuschließen, dass es demnächst zu einem Starkbeben kommt.

Vulkan-News 04.11.21: Cumbre Vieja, Manam

Am Cumbre Vieja stiegen Tremor und Bodenhebung wieder leicht an. Die Vulkane Karymsky, Kadovar, Manam und Sabancaya stießen Aschewolken aus.

Cumbre Vieja: leichter Tremoranstieg

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57-17.84 | Eruption: Hawaiianisch

Seit gestern ist der Tremor wieder leicht gestiegen, allerdings ohne neue Pulse anzuzeigen. Vulkanasche steigt bis auf einer Höhe von 3000 m auf, dass sind 300 m mehr als gestern. Die Lavaströme sind weiter aktiv und fließen teilweise durch Tubes. Dort, wo sie austreten, kommt es zu weiteren Zerstörungen. Das IGN zeigte sich gestern optimistisch, dass sich die Situation weiter entspannen könnte. Grund für den Optimismus lieferte ein reduzierter Schwefeldioxid-Ausstoß. Er betrug nur noch 9600 Tonnen am Tag. Gut 1/5 von früheren Werten, dennoch weiterhin ein hoher Wert. Die Bodendeformation ist heute wieder gestiegen und liegt bei mehr als 12 cm. Dieser Wert widerspricht einer nachhaltigen Entspannung der Lage, denn es stieg mehr Magma auf, als eruptiert wurde.

Karymsky mit weiteren Aschewolken

Auf Kamtschatka kam es zu weiteren explosiven Eruptionen vom Karymsky. Das VAAC detektierte heute Vulkanasche in einer Höhe von 8500 m. Die Eruptionswolke wurde in Richtung Osten verfrachtet.

Kadovar eruptiert

Staat: PNG | Lokation: -3.63; 144.63 | Eruption: Ascheeruption

In Papua Neuguinea ist der Kadovar wieder aktiv geworden. Der Inselvulkan in der Bismarck-See spie eine kleine Aschewolke aus. Sie erreichte eine Höhe von 1500 m. Die Asche wurde in westlicher Richtung geweht.

Manam eruptiert ebenfalls Vulkanasche

Staat: PNG | Koordinaten: -4.08; 145.04 | Eruption: Effusiv

In relativer Nähe zum Kadovar liegt ein weiter Inselvulkan, der aktuell in Eruption begriffen ist. Bei ihm handelt es sich um den Manam. Im Gegensatz zum Kadovar ist die Insel besiedelt und es wurden bereits öfters Evakuierungen eingeleitet. Aktuell stieg die Asche allerdings nur bis auf einer Höhe von 1600 m auf und es bestand keine Gefahr für die Siedlung an der Küste. Dennoch könnte der Vulkan aufheizen und bald in eine aktivere Phase eintreten.

Sabancya eruptiert seit 5 Jahren

Staat: Peru| Koordinaten: -15.79-71.86 | Eruption:  Vulcanianisch

Heute jährt sich der Eruptionsbeginn am peruanischen Vulkan Sabancaya zum 5. Mal. Er ist praktisch ununterbrochen tätig und stößt mehrmals am Tag Aschewolken aus. Sie steigen bis auf einer Höhe von 7600 m auf. Beim Sabancaya handelt es sich um den höchsten Vulkan der Erde, der in Eruption begriffen ist. Er hat eine Gipfelhöhe von 5976 m.

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