Vulkan Kanlaon stößt Asche bis auf 3 km Höhe aus

Kanlaon am 5. April. © PHILVOLCS, KI-optimiert

Kanlaon erzeugt 7 Ascheemissionen innerhalb von 24 Stunden – möglicherweise durch Erdbeben angeregt

Der philippinische Vulkan Kanlaon zeigte gestern erneut deutliche Anzeichen erhöhter Aktivität. Einer Infografik des PHIVOLCS zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden sieben Aschewolken ausgestoßen, teils in länger andauernden Emissionsphasen. In Ortschaften in Vulkannähe kam es zu Ascheregen; die Bevölkerung wurde aufgefordert, Staubschutzmasken zu tragen – ein sinnvolles Utensil auch für Vulkanbeobachter. Für den Flugverkehr wurden mehrere VONA-Warnungen ausgegeben.

Am 5. Mai 2026 registrierten Satelliten und Beobachter am Boden eine Eruption um 17:47 UTC. Laut Daten des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center erreichte die höchste Aschewolke Flugfläche 100, also rund 3.000 Meter über dem Meeresspiegel, und driftete mit etwa 28 km/h nach Westen. Satellitenbilder bestätigten eine kompakte Aschewolke, die sich mehrere Kilometer vom Krater entfernte. Bereits kurze Zeit später wurden weitere Emissionen beobachtet, wobei sich die Asche in geringerer Höhe ausbreitete.

Parallel dazu meldete PHIVOLCS eine Phase „erhöhter Unruhe“. Innerhalb von 24 Stunden wurden sieben Ascheemissionen registriert, die zwischen sechs und 174 Minuten andauerten. Die eruptiven Prozesse gingen mit 19 vulkanisch bedingten Erdbeben einher. Darunter befanden sich sechs Tremor-Episoden mit einer Dauer von bis zu knapp zwei Stunden, die teilweise mit den länger anhaltenden Emissionen korrelierten.

Auch die Gasemissionen waren signifikant: Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag bei 1.154 Tonnen pro Tag. Gleichzeitig wurde weiterhin Inflation registriert – ein klassisches Anzeichen für Druckzunahme im magmatischen System. Die Asche- und Dampffahnen erreichten zuletzt Höhen von etwa 800 Metern über Kraterniveau und wurden überwiegend nach Westen verfrachtet.

Die Alarmstufe bleibt auf Level 2, was auf moderate Unruhe mit der Möglichkeit weiterer Explosionen hinweist. Die Behörden warnen eindringlich davor, die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern zu betreten oder den Luftraum in Vulkannähe zu nutzen.

Der mit 2.435 Metern höchste Gipfel der Insel Negros liegt an der Grenze der Provinzen Negros Occidental und Negros Oriental und gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes. Seine Lage im pazifischen Pazifischer Feuerring macht ihn zu einem bedeutenden Teil einer Region, die sowohl für häufige Vulkanausbrüche als auch für starke Erdbeben bekannt ist.

Erst am 4. Mai ereignete sich bei Samar im Osten der Philippinen ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,0. Das Epizentrum lag etwa 300 Kilometer nordöstlich des Kanlaon, womit sich der Vulkan im erweiterten Einflussbereich des Bebens befand. Obwohl der Kanlaon bereits seit fast zwei Jahren aktiv ist, besteht die Möglichkeit, dass die erhöhte Aktivität der letzten 24 Stunden durch dieses Erdbeben zusätzlich angeregt wurde.

Kanalon eruptiert Vulkanasche am 2. Mai

Kanlaon stößt Vulkanasche bis auf 3300 m Höhe aus – Aktivität bleibt erhöht

Auf den Philippinen sind aktuell 3 Vulkane aktiv. Nachdem Taal und Mayon in den letzten Tagen die Newsmeldungen dominierten, ist es Zeit, mal wieder auf den Kanlaon zu blicken, der heute besonders munter ist. Der Vulkan auf der Insel Negros hat heute bereits mehrere Aschewolken emittiert, die beim VAAC Tokio seit gestern Abend 4 VONA-Warnungen auslösten. Hier die neuesten Meldungen:

Die Aktivität des Kanlaon hat sich am 2. Mai erneut verstärkt. Nach Angaben des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center wurde um 05:25 UTC eine Eruption registriert, bei der eine Aschewolke bis auf etwa 3.300 Meter Höhe (Flugniveau 110) aufstieg und in west-südwestliche Richtung driftete. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 konnten die Aschewolke aber nicht eindeutig identifizieren, was auf einer dichten Decke meteorologischer Wolken zurückzuführen ist, die man auf Livecamaufnahmen deutlich sieht.

Die für Erdbeben und Vulkanausbrüche zuständige philippinische Behörde PHILOLCS dokumentierte die Aktivität auch bodengestützt: Videoaufnahme aus dem Observatorium in Canlaon City zeigt graue Eruptionswolken, die rund 700 Meter über den Krater aufstiegen, bevor sie abdrifteten. Die jüngste Eruption setzte demnach am frühen Nachmittag ein.

Trotz der vergleichsweise schwachen Explosivität der Eruptionen bleibt die Lage angespannt. Für den Vulkan gilt weiterhin Alarmstufe 2, was auf erhöhte Unruhe schließen lässt. Messdaten zeigen eine anhaltende Aktivität im Untergrund: Innerhalb von 24 Stunden wurde ein vulkanotektonisches Erdbeben registriert, zudem liegt der Schwefeldioxid-Ausstoß mit über 1.000 Tonnen pro Tag auf einem erhöhten Niveau. Eine Aufblähung des Vulkangebäudes ist ebenfalls präsent. Die Daten sprechen für anhaltend hohen Druck im Vulkaninneren.

Die Behörden warnen vor möglichen plötzlichen, explosionsartigen phreatischen Eruptionen, die jederzeit spontan auftreten können. Auch ein Übergang zu magmatischer Aktivität bleibt möglich. Daher gilt weiterhin ein striktes Betretungsverbot für die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Zudem wird der Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans ausdrücklich untersagt.

Kanlaon fördert Aschewolke bis auf 4300 m Höhe

Kanlaon bleibt aktiv und förderte Vulkanasche bis auf 4300 m Höhe – Alarmstufe „2“ bleibt in Kraft

Der Kanlaon auf der Philippineninsel Negros war auch heute ziemlich aktiv und emittierte mehrmals Vulkanasche. Die Aschewolken lösten beim VAAC Tokio VONA-Warnungen aus. Während am frühen Morgen kleinere Eruptionswolken entstanden, schaffte es eine am Mittag bis auf 4300 m Höhe.

Die Eruption begann um 12:23 UTC. Dabei wurde Vulkanasche bis in eine Höhe von etwa 4.300 Metern (Flugfläche 140) ausgestoßen und bewegte sich langsam nach Norden. Die Windgeschwindigkeit betrug in der Höhe nur 9 km/h. Die Daten wurden mit Hilfe des Satelliten Himawari-9 akquiriert und von PHIVOLCS an das VAAC weitergeleitet.

Die landgestützten Sensoren der Überwachungsbehörde sammelten auch in den letzten 24 Stunden geophysikalische und geochemische Daten, die den langfristigen Trend zur Aufrechterhaltung des Druckes im magmatischen System bestätigen.

Bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung wurde eine Aschemission registriert, die etwa 25 Minuten andauerte. Zusätzlich wurden 30 vulkanotektonische Erdbeben aufgezeichnet, von denen 15 genau lokalisiert werden konnten. Außerdem gab es einen vulkanischen Tremor, der ebenfalls gut 25 Minuten anhielt und mit der Asche-Emission einhergegangen sein dürfte.

Es wurden kontinuierliche Entgasungen beobachtet. Die dabei entstandene Gasfahne erreichte eine Höhe von 350 Metern. Es handelte sich um eine mäßige Emission, die vom Wind in Richtung West-Südwest bis Südwest verfrachtet wurde. Der Schwefeldioxid-Anteil in der Gasfahne lag am Vortag bei etwa 680 Tonnen pro Tag.

Messungen zeigen zudem eine Aufblähung des Vulkangebäudes, was auf weiteren Druckaufbau im Inneren des Feuerbergs hindeutet.

Das Betreten der permanenten Gefahrenzone (PDZ) mit einem Umkreis von 4 Kilometern um den Krater sollte weiterhin unbedingt vermieden werden. Ebenso wird vom Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans abgeraten. Es besteht die Gefahr von plötzlichen dampfgetriebenen (phreatischen) Eruptionen sowie einer möglichen magmatischen Aktivität, die ohne weitere Vorwarnungen erfolgen könnte, wie es im Allgemeinen für Vulkane aus Alarmstufe „2“ üblich ist.

Kanlaon setzt Ascheemissionen fort

Fortgesetzte Ascheemissionen am Kanlaon – Aschewolken in m Höhe detektiert

Der Kanlaon auf den Philippinen zeigt weiterhin erhöhte Aktivität. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden zwei Ascheemissionen registriert, die jeweils 34 bis 36 Minuten andauerten. Die dabei entstandene Eruptionssäule erreichte eine Höhe von rund 900 Metern über dem Krater und driftete überwiegend nach Westen.

Archivbild Kanlaon

Die stärkste Emission ereignete sich gestern, am 19. April, um 08:42 UTC und löste beim VAAC Tokio eine VONA-Warnung aus. Demnach erreichte die Asche eine Flughöhe von 110 Fuß, was ungefähr 3300 m entspricht. Sie breitete sich mit einer Geschwindigkeit von nur 7 km/h nach Westen aus. In den Orten unter der Aschewolke kam es zu leichtem Ascheniederschlag.

Die seismische Aktivität bleibt ebenfalls weiter auffällig: Insgesamt wurden 33 vulkanotektonische Erdbeben aufgezeichnet, darunter zwei Tremor-Episoden mit einer Gesamtdauer von etwa sieben Minuten. Solche Signale deuten auf Bewegungen von Fluiden im Untergrund hin und können mit aufsteigendem Magma oder hydrothermalen Prozessen zusammenhängen.

Der Ausstoß von Schwefeldioxid (SO₂) lag gestern bei etwa 786 Tonnen pro Tag, ein Wert, der auf eine anhaltende Entgasung aus dem magmatischen System hindeutet, aber unter den Durchschnittswerten der letzten Wochen lag, was auf eine partielle Blockade des Fördersystems hindeuten könnte.

Außerdem zeigen Messungen eine Aufblähung des Vulkangebäudes, was als Hinweis auf magmatisch bedingten Druckaufbau im Untergrund interpretiert wird.

Der Kanlaon ist ein aktiver Stratovulkan und mit rund 2.435 Metern Höhe einer der bedeutendsten Vulkane der zentralen Philippinen. Er gehört zum Pazifischen Feuerring und ist bekannt für häufige, meist kleinere Explosionen, die plötzlich auftreten können. Besonders typisch sind phreatische Eruptionen, bei denen Wasser erhitzt wird und explosionsartig verdampft.

Die Behörden warnen weiterhin vor erheblichen Gefahren. Der Zutritt zur permanenten Gefahrenzone im Umkreis von 4 Kilometern ist strikt untersagt. Auch der Flugverkehr in der Nähe des Vulkans sollte vermieden werden, da selbst kleinere Aschewolken ein Risiko darstellen können.

Als wichtigste Gefahren gelten derzeit plötzliche dampfgetriebene Explosionen sowie mögliche Anzeichen für aufsteigende magmatische Aktivität. Die Situation bleibt daher angespannt und wird von den PHILVOLCS-Vulkanologen genau überwacht.

Kanlaon stößt Vulkanasche bis in 3000 m Höhe aus

Kanlaon mit stärkerer Ascheeruption löst VONA-Warnung aus – Vulkanasche in 3000 m Höhe detektiert

Heute Mittag (16. April 2026) um 12:06 UTC eruptierte der philippinische Vulkan Kanlaon eine Aschewolke. Sie löste eine VONA-Meldung des VAAC Tokio aus. Demnach wurde eine Aschewolke bis auf etwa 3.000 Meter Höhe (Flugniveau 100) ausgestoßen. Satellitenbeobachtungen zeigten, dass sich die Asche mit rund 28 km/h in Richtung Westen ausbreitete. Laut den Prognosen soll sie sich in den folgenden Stunden weiter ausbreiten, bevor sie sich innerhalb von etwa 18 Stunden voraussichtlich auflöst. Die Prognosen zur Ausbreitung der Aschewolke gehen immer von dem jeweiligen Ereignis aus und berücksichtigen nicht, dass es zu weiteren Eruptionen kommen könnte, so dass es auch über den genannten Zeitraum hinaus zu Beeinträchtigungen des Luftraums kommen könnte.

VONA

Parallel dazu berichten die PHILVOLCS-Vulkanologen von einer Phase erhöhter Unruhe. Innerhalb eines Tages wurden drei Ascheemissionen registriert, die jeweils zwischen 26 und 30 Minuten andauerten. Die seismische Aktivität ist deutlich erhöht: Insgesamt wurden 45 vulkanische Erdbeben aufgezeichnet, darunter mehrere längere Tremorphasen. Zusätzlich wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von über 1.100 Tonnen pro Tag gemessen, was auf eine aktive magmatische Quelle hinweist.

Die Bodenverformung liefert ebenfalls Hinweise auf Prozesse im Untergrund: Der Vulkankörper ist derzeit inflationiert, was bedeutet, dass sich Magma im Inneren bzw. unter dem Kanlaon ansammelt und Druck aufbaut Die kontinuierlich ausgestoßenen Gaswolken erreichten Höhen von etwa 400 Metern und drifteten überwiegend in südwestliche Richtung.

Die Behörden warnen ausdrücklich vor dem Betreten der 4-Kilometer-Sperrzone rund um den Vulkan sowie vor Flugverkehr in unmittelbarer Nähe. Als mögliche Gefahren gelten insbesondere plötzliche Dampfexplosionen (phreatische Eruptionen) sowie eine mögliche weitere Zunahme magmatischer Aktivität, die stärkere Ausbrüche auslösen könnte. Der Alarmstatus steht auf „2“.

Der Kanlaon ist ein aktiver Stratovulkan auf der Insel Negros und gehört zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen. Mit einer Höhe von gut 2.435 Metern prägt er die Landschaft der Region und ist Teil des pazifischen Feuerrings. Der Vulkan ist bekannt für häufige, meist kleinere explosive Eruptionen, die oft ohne lange Vorwarnzeit auftreten. Seine Aktivität stellt daher regelmäßig eine Gefahr für die umliegenden Gemeinden sowie den Luftverkehr dar.

Kanlaon: Aschewolken und erhöhte Seismizität

Mehrere Aschewolken vom Kanlaon – Anzahl täglicher Erdbeben hoch

Der Vulkan Kanlaon zeigt anhaltende Ascheemissionen, die laut VONA-Meldungen bis auf eine Höhe von 3 Kilometern aufsteigen. Am späten Abend des 12. Aprils gab es die letzte VONA-Warnung. Dabei wurde eine Aschewolke bis auf eine Flughöhe von 10.000 Fuß Höhe ausgestoßen, die sich in Richtung Südwesten ausbreitete. Satellitendaten (Himawari-9) erfassten zudem drei einzelne Ascheemissionen, die jeweils zwischen 47 und 129 Minuten andauerten. In Ortschaften in Windrichtung kam es zu leichtem Ascheregen.

Kanlaon

Die aktuelle Aktivität spiegelt sich auch in den Seismogrammen wider Innerhalb von 24 Stunden wurden 150 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. 146 der Beben waren vulkanotektonischer Natur und entstanden durch Gesteinsbruch infolge von Magmaaufstieg. Auffällig ist, dass die Epizentren flächig über das gesamte Vulkangebäude streuen und sich nicht nur unter der Nordflanke konzentrierten, wie es zuvor häufig der Fall gewesen ist. Unter den Erdbeben befanden sich 4 längere Tremorphasen mit einer Dauer von 40 bis 100 Minuten. Solche Tremore deuten auf Bewegung von Magma oder Gas im Untergrund hin.

Die Gasemissionen sind ebenfalls erhöht. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag gestern bei etwa 610 Tonnen pro Tag. Ein Anzeichen für Magma nahe der Erdoberfläche. Gleichzeitig wurde eine mäßige Asche- bzw. Dampffahne beobachtet, die etwa 400 Meter über den Krater aufstieg und ebenfalls nach Südwesten driftete.

Ein weiteres wichtiges geophysikalisches Signal ist die Bodendeformation: Der Vulkan zeigt eine anhaltende Inflation, also ein Aufblähen des Vulkangebäudes, das durch eine Magmaansammlung unter dem Vulkan zustande kommt. Hierdurch steigt der Druck im Speicher- und Fördersystem und weitere Eruptionen sind wahrscheinlich.

Die Situation gilt als potenziell gefährlich. Die Vulkanologen von PHILVOLCS warnen vor plötzlich einsetzenden phreatischen Explosionen, auftretenden Aschewolken und sogar pyroklastischen Strömen und Laharen. Die 4-km-Sperrzone (Permanent Danger Zone) darf nicht betreten werden und der Flugverkehr sollte den Bereich um den Vulkan meiden.

Kanlaon: Erhöhte Seismizität und anhaltender Ascheausstoß

Aktivität am Kanlaon erhöht – 130 Erdbeben innerhalb von 48 Stunden

Am Kanlaon auf den Philippinen ist die eruptive und seismische Aktivität weiterhin erhöht. In den letzten 48 Stunden wurden 130 Erdbebensignale unterschiedlichen Typs registriert. Das VAAC Tokio veröffentlichte acht VONA-Warnungen, laut denen Aschewolken bis auf eine Höhe von 3000 m aufstiegen und nach Südwesten drifteten. Die PHILVOLCS-Vulkanologen berichten seit dem 23. März von 16 Phasen intensiver Ascheexhalationen.

Kanlaon

Die Ascheexhalationen dauerten bis zu 426 Minuten an, und der Vulkan befindet sich quasi in einem Stadium permanenten Ascheausstoßes. In mehreren Orten in Windrichtung kam es zu Ascheniederschlag, von dem auf Dauer eine gesundheitliche Gefährdung ausgeht, da insbesondere die Feinstaubbelastung hoch ist. Zum Schutz wird empfohlen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten und im Freien Staubschutzmasken zu tragen.

Bei den Erdbeben handelt es sich größtenteils um vulkanotektonische Erschütterungen, die vor allem unter der Nordflanke des Kanlaon auftraten. Es wurden zudem 28 Tremorphasen detektiert, die bis zu 258 Minuten andauerten und häufig zusammen mit den Ascheexhalationen auftraten.

Mit dem Anstieg der Seismizität verringerte sich der Schwefeldioxidausstoß von 1851 Tonnen pro Tag (22. März) auf 593 Tonnen am 23. März, um anschließend wieder auf 1232 Tonnen anzusteigen. Möglicherweise kam es am 23. März zu einer Verstopfung des Fördersystems mit anschließender Freisprengung. Die weiterhin erhöhte Seismizität deutet jedoch darauf hin, dass frisches Magma unter dem Vulkan aufsteigt und auch in den kommenden Tagen für erhöhte Aktivität am Kanlaon sorgen könnte.

PHILVOLCS warnt weiterhin davor, die 6-Kilometer-Sperrzone um den Krater zu betreten oder zu überfliegen. Es könnten jederzeit stärkere explosive Eruptionen sowie pyroklastische Ströme auftreten. Der Alarmstatus bleibt auf „2“.

Der Stratovulkan Kanlaon liegt auf der Insel Negros. Mit etwa 2.435 Metern ist er der höchste Vulkan der zentralen Inselgruppe Visayas. Das Gebiet um den Vulkan ist als Nationalpark geschützt und bekannt für seine dichten Wälder und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Zudem gibt es heiße Quellen.

Kanlaon: Kontinuierliche Ascheemissionen gemeldet

Kanlaon steigerte Aktivität und emittiert durchgehend Vulkanasche

Eine Serie von VONA-Meldungen des VAAC Tokio bestätigt kontinuierliche Ascheemissionen vom philippinischen Vulkan Kanalon, die am Abend des 20. März begannen und bis zur Stunde andauern. Demnach steigt die Asche bis auf FL 100 (3 Kilometer) auf und driftet mit einer Geschwindigkeit von nur 5 km/h in Richtung Südwesten. Die Ascheemissionen können zwar nicht via Satellit detektiert werden, dafür kann man sie via AFAR-TV-Livestream beobachten. Die Asche in 3 Kilometern Höhe stellt zwar keine Gefahr für den internationalen Flugverkehr dar, tieffliegende Maschinen könnten allerdings gefährdet werden. Daher gilt ein Überflugverbot des Vulkans.

Kanlaon

Das zuständige Institut PHILVOLCS aktualisierte seine Schautafel mit Informationen zwischen Mittag 20. und 21. März und zeigt, dass zwei kontinuierliche Ascheemissionsereignisse beobachtet wurden. Die erste Emission dauerte 98 Minuten, die zweite sogar 109 Minuten. Die Aschewolken erreichten eine Höhe von ca. 300 m über dem Kraterrand und drifteten vorwiegend in Südwestrichtung. Die Emissionen werden als moderat eingestuft.

Darüber hinaus wurden im genannten Beobachtungszeitraum fünf vulkanische Erdbeben registriert, darunter zwei vulkanische Tremor-Episoden, die zeitlich mit den Ascheemissionen korrelieren und auf anhaltende Magma- oder Dampfbewegungen im Kraterbereich hinweisen. Von den fünf Beben konnten drei genügend genau lokalisiert werden.

Der Gasausstoß ist weiterhin hoch und betrug 2.169 Tonnen SO₂ pro Tag. Der Wasserdampfanteil dürfte um einiges höher gewesen sein, was zeigt, dass Vulkane nicht nur als Überdruckventile fungieren, sondern auch Gase und Mineralien fördern, die für das Ökosystem essentiell sind.

GNSS-Messungen zeigen eine anhaltende Inflation des Vulkanbauwerks, was auf anhaltenden Magmaaufstieg im Untergrund hindeutet.

Nach wie vor ist nicht nur das Überfliegen des Kanlaon verboten, sondern auch das Betreten der PDZ (Permanent Danger Zone) mit einem Radius von 4 Kilometern um den Krater. Es drohen plötzlich auftretende phreatische Explosionen bis hin zu pyroklastischen Strömen und bei Regen Lahare.

Kanlaon: Explosion fördert 5 km hohe Aschewolke

Eine stärkere explosive Eruption erzeugte am Kanlaon Aschewolke von rund fünf Kilometern Höhe

Heute Vormittag (abends Ortszeit) kam es am philippinischen Vulkan Kanlaon zu einer explosiven Eruption, die deutlich stärker als die üblichen war und Vulkanasche bis auf eine Höhe von fast 8 Kilometern aufsteigen ließ. Nach Angaben von PHIVOLCS begann der Ausbruch um 18:07 Uhr Ortszeit (10:07 UTC) am Gipfelkrater des Vulkans auf der Insel Negros.

Die Eruption erzeugte eine Eruptionssäule von etwa fünf Kilometern Höhe über dem Gipfel, wodurch die Asche bis in fast 8 Kilometern Höhe über dem Meeresspiegel aufstieg. Satellitenbeobachtungen bestätigten die Ausbreitung der Aschewolke. Das für die Region zuständige VAAC Tokyo meldete auf Basis von Himawari-9-Satellitendaten eine Aschewolke bis etwa Flugfläche 250 (ca. 7,6 km). Die Wolke verteilte sich vom Südosten bis in nordöstliche Richtungen.

Livecam Aufnahmen dokumentierten die kraftvolle Eruption und zeigen, wie eine dunkelgrau gefärbte Aschewolke schnell aufstieg. Zudem wurden groß Blöcke glühender Tephra ausgeworfen, die auf die unteren hälfte der Vulkanflanke niederstürzten.

Der Kanlaon ist mit 2435 Metern Höhe einer der aktivsten Vulkane der Philippinen. Die aktuelle Explosion ist bereits die dritte in diesem Jahr, die für Schlagzeilen sorgt Zuvor wurden ähnliche Vulkanausbrüche am 19. Februar und 26. Februar registriert.

Trotz des Ausbruchs bleibt die Warnstufe „Alert Level 2“ bestehen, was auf eine Phase erhöhter vulkanischer Unruhe hinweist. PHIVOLCS weist darauf hin, dass der Zugang zur Permanent Danger Zone (PDZ) im Umkreis von vier Kilometern um den Krater weiterhin streng verboten ist. In diesem Bereich besteht die Gefahr von plötzlichen Explosionen, vulkanischen Bomben, Ascheregen und möglicherweise kleinen pyroklastischen Strömen.

Die aktuelle Aktivität wird von Vulkanologen als Teil einer anhaltenden eruptiven Phase interpretiert, die seit mehreren Monaten andauert. Wiederholte moderate bis starke Explosionen deuten darauf hin, dass sich gasreiches Magma in geringer Tiefe unter dem Gipfelbereich bewegt, wobei Druckentlastungen in Form einzelner explosiver Ereignisse erfolgen.

Weitere Explosionen oder Ascheemissionen können laut PHIVOLCS nicht ausgeschlossen werden, weshalb die Behörden die Entwicklung des Vulkans weiterhin genau überwachen.

Gestern registrierten die Vulkanologen 4 vulkanotektonische Erdbeben und Schwefeldioxidemissionen von 589 Tonnen am Tag. In den Tagen zuvor wurden ca. 2000 Tonnen Schwefeldioxid am Tag gemessen. Wahrscheinlich war es zu einer Blockade im Fördersystem gekommen, wodurch weniger Gas entwich und sich ein hoher Gasdruck aufbaute, der letztendlich zu der Explosion in Form eines Schloträumers führte.