Kanlaon: Anhaltende Ascheemissionen am 17. Juni

Vulkan Kanlaon bleibt unruhig – Ascheemissionen und erhöhte seismische Aktivität

Der Vulkan Kanlaon auf der philippinischen Insel Negros zeigt weiterhin Anzeichen erhöhter Aktivität. Nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHIVOLCS) bleibt die Alarmstufe 2 („erhöhte Unruhe“) in Kraft. In den letzten Tagen war die sichtbare Tätigkeit des Vulkans von wiederholten und teils lang anhaltenden Ascheemissionen geprägt. Das VAAC Tokio brachte seit gestern 12 VONA-Warnungen für den Flugverkehr zum Kanlaon heraus. Damit steigt die Gesamtzahl der Warnungen in diesem Jahr auf 218.

Kanlaon

Die letzte Warnung wurde am17. Juni 2026 um 03:17 UTC herausgegeben und von einer Eruption ausgelöst, bei der Vulkanasche bis auf etwa 2.700 Meter Höhe (Fluglevel FL090) aufstieg. Die Aschewolke wurde vom Wind in südwestliche Richtung verfrachtet. Aufgrund ungünstiger Beobachtungsbedingungen konnte die Aschewolke auf Satellitenbildern nicht eindeutig identifiziert werden.

Laut Angaben der Vulkanologen von PHILVOLCS wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt neun Ascheemissionsereignisse registriert. Diese dauerten zwischen einer und 213 Minuten. Zudem erfassten die Messstationen 17 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter 15 vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von bis zu 213 Minuten, die teils mit den Ascheemissionen einhergingen.

Die Gasemissionen blieben ebenfalls erhöht. Am 16. Juni wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von durchschnittlich 1.762 Tonnen pro Tag gemessen. Über dem Krater stieg eine etwa 500 Meter hohe Dampffahne auf, die ebenfalls nach Südwesten driftete. Gleichzeitig zeigen geodätische Messungen eine Inflation des Vulkangebäudes, was auf eine Druckzunahme im Inneren des Systems hindeutet.

PHIVOLCS hält seine Hinweise zu den Vulkangefahren des Kanlaon aufrecht und warnt vor möglichen plötzlich auftretenden phreatischen Eruptionen sowie vor einer möglichen Zunahme magmatischer Aktivität. Die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel darf nicht betreten werden. Zudem wird Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans ausdrücklich abgeraten, da jederzeit neue Ascheemissionen auftreten können.

Vulkanausbruch am Kanlaon bringt Aschewolken hervor

Kanlaon stößt Asche bis auf 3000 m Höhe aus – Alarmstufe 2 bleibt bestehen

Der philippinische Vulkan Kanlaon auf der Insel Negros hat am Samstagmorgen ein weiteres Mal Asche ausgestoßen. Nach Angaben von PHIVOLCS ereignete sich die Ascheemission um 07:04 Uhr Ortszeit. Kameras des Kanlaon Volcano Observatory in Canlaon City zeichneten graue Aschewolken auf, die bis zu 600 Meter über den Gipfelkrater aufstiegen und anschließend nach Westen und Nordwesten abdrifteten. Die Emission dauerte insgesamt 97 Minuten und hinterließ auf dem Seismogramm ihre Spuren.

Kanlaon. © PHILVOLCS

Das VAAC Tokyo beobachtet den Kanlaon ebenfalls engmaschig und brachte seit gestern 5 VONA-Warnungen vor Aschewolken zum Kanlaon heraus. Die jüngste von heute Nacht um 00:12 UTC ist die 200. Meldung zu diesem Vulkan in 2026, womit Kanlaon zu den aktivsten Feuerbergen weltweit zählt. Gemäß der Meldung wurde am 12. Juni um 23:04 UTC eine Eruption registriert, bei der Asche bis in etwa 3.000 Meter Höhe (Flughöhe 100) aufstieg und westwärts zog. Die Beobachtungen stützten sich auf Satellitendaten von Himawari-9 sowie Informationen von PHIVOLCS.

Trotz der Aktivität bleibt die Warnstufe des Vulkans unverändert bei Alarmstufe 2, die als „erhöhte Unruhe“ eingestuft wird. Die Behörde weist darauf hin, dass sich der Vulkan weiterhin in einem Zustand moderater Unruhe befindet.

Die Daten der letzten 24 Stunden zeigen, dass neun vulkanisch bedingte Erdbeben registriert wurden. Darunter befanden sich zwei Tremorphasen mit einer Dauer von 14 und 81 Minuten. Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen am 12. Juni bei durchschnittlich 2.293 Tonnen pro Tag, was ein relativ hoher Wert ist. Zusätzlich zeigen Messungen eine anhaltende Inflation des Vulkangebäudes, was auf Druckaufbau im Untergrund hindeutet.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor dem Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Auch der Flugverkehr wird aufgefordert, den Bereich in Gipfelnähe zu meiden, da Aschewolken und plötzliche explosive Ereignisse eine Gefahr für Luftfahrzeuge darstellen können.

Der Kanlaon zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen und wird seit Monaten intensiv überwacht. Experten beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam, um mögliche Veränderungen der Aktivität frühzeitig zu erkennen.

Mögliche Blockade des Fördersystems am Taal

Neben dem Kanalon und Bulusan, über den ich bereits heute Morgen schrieb, sind auf den Philippinen noch der Mayon und Taal tätig. Während erstgenannter Vulkan weiterhin an seinem Lavadom baut, wurde am Taal ein drastischer Absturz der Schwefeldioxid-Emissionen von zuvor sehr hohen auf sehr niedrige Werte festgestellt. Möglicherweise ist es zu einer Blockade des Fördersystems gekommen, so dass sich hoher Druck aufbaut, der sich demnächst in einer phreatischen Eruption entladen könnte.

Vulkan Kanlaon stößt Aschewolke bis auf 3600 m Höhe aus

Anhaltender Vulkanausbruch am Kanlaon – Vulkanasche in 3600 m Höhe detektiert

Der philippinische Vulkan Kanlaon bleibt weiter aktiv und am 3. Juni jährt sich der Beginn der Eruptionen bereits zum 2. Mal. Gestern stieß der Vulkan bei schönstem Wetter Asche aus, die laut PHILVOLCS und dem VAAC Tokyo höher als sonst aufstieg und eine Höhe von 3600 m erreichte. Dass die Aschewolke so hoch aufstieg, war auch dem fast windstillen Wetter geschuldet. Die Ascheemissionen halten heute weiterhin an.

Kanlaon

Der Kanlaon zählt mit einer Höhe von 2435 Metern zu den höchsten Bergen der zentralen Philippinen und ist zugleich einer der aktivsten Vulkane des Landes. Es handelt sich um einen sogenannten Schichtvulkan (Stratovulkan), der aus wechselnden Lagen von Lava, Asche und pyroklastischem Material aufgebaut ist. Solche Vulkane sind für explosive Eruptionen bekannt und entstehen häufig entlang von Subduktionszonen – in diesem Fall am pazifischen Feuerring.

Am Morgen des 28. Mai begann laut Beobachtungen des Kanlaon Volcano Observatory gegen 6 Uhr eine Ascheemission aus dem Gipfelkrater. Graubraune Aschewolken stiegen bis zu 1200 Meter über den Krater auf und drifteten anschließend nach Südwesten. Satellitenbilder des japanischen Wetter- und Erdbeobachtungssatelliten Himawari-9 bestätigten die anhaltende Aktivität. Das Tokyo VAAC registrierte eine Vulkanaschewolke bis etwa 3600 Meter Höhe, die sich mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h südwärts bewegte.

Daten von PHILVOLCS zeigen, dass innerhalb von 24 Stunden drei Ascheemissionen am Kanlaon registriert wurden, die zwischen 31 und 85 Minuten andauerten. Zudem verzeichneten Seismometer 14 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter einen 41 Minuten langen vulkanischen Tremor. Die Schwefeldioxid-Emission lag am 28. Mai bei 1984 Tonnen pro Tag. Sie weisen darauf hin, dass es im Fördersystem anhaltende magmatische Prozesse gibt. Gleichzeitig zeigen Messungen eine Aufblähung des Vulkangebäudes.

PHIVOLCS belässt die Warnstufe bei 2. Die Behörden warnen vor plötzlichen phreatischen Explosionen und möglicher magmatischer Aktivität. Das Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern bleibt untersagt.

Vulkan Kanlaon eruptiert bei starkem Wind Aschewolken

Kanlaon beliebt aktiv und emittiert Aschewolken, die vom starken Wind niedrig gehalten werden

Heute Morgen zeigt der philippinische Vulkan Kanlaon erneut erhöhte Aktivität und emittiert Vulkanaschewolken. Nach Angaben des VAAC Tokio begann der Vulkan um 10:37 Uhr Ortszeit (02:37 UTC) eine Ascheemission aus dem Gipfelkrater. Die eruptive Phase erzeugte eine Aschewolke, die eine Höhe von etwa 400 Metern über dem Krater erreichte und anschließend in west-südwestliche Richtung verfrachtet wurde. Satellitendaten von Himawari-9 sowie Beobachtungen des philippinischen Vulkaninstituts PHIVOLCS bestätigten die Emission. Für den Flugverkehr wurde Vulkanasche bis etwa Flughöhe 100 gemeldet, was einer Höhe von ca. 3 Kilometern entspricht. Es gab Folgemeldungen, die ein Anhalten des Vulkanausbruchs bestätigen, allerdings konnte die Aschewolkenhöhe aufgrund von Bewölkung nicht bestimmt werden.

Kanlaon

Aufnahmen der Überwachungskamera des Kanlaon Volcano Observatory in Canlaon City dokumentierten die Eruptionen und zeigten deutlich graue Aschewolken, die aus dem Gipfelbereich aufstiegen und sich unter die Wetterwolken mischten. Die Episode reiht sich in eine Serie erhöhter Aktivität ein, die den Vulkan seit Tagen prägt. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden registrierten die Behörden insgesamt drei Ascheemissionen, die zwischen 16 und 33 Minuten andauerten. Sichtbare Dampffahnen erreichten Höhen von bis zu 300 Metern und drifteten ebenfalls nach Südwesten. Aufnahmen der Emissionen von gestern, die bei blauem Himmel stattfanden, zeigen, wie Asche aus dem Krater aufsteigt, aber sofort vom starken Wind erfasst und verweht wurde.

Die seismischen Messdaten deuten auf anhaltende vulkanische Unruhe hin. Insgesamt wurden zwölf vulkanische Erdbeben registriert, darunter drei Tremorphasen mit einer Dauer von zwölf bis neunzehn Minuten. Gleichzeitig lag der Schwefeldioxid-Ausstoß am 24. Mai bei 1.173 Tonnen pro Tag – ein Wert, der auf aktive magmatische Entgasung im flachen Untergrund hinweist. Messungen der Bodenverformung zeigen zudem, dass der Vulkankörper weiterhin aufgebläht bleibt. Magma akkumuliert sich unter dem Vulkan und kann jederzeit stärkere Eruptionen verursachen.

PHIVOLCS hält daher Alarmstufe 2 („erhöhte Unruhe“) aufrecht. Die Behörde warnt eindringlich vor dem Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Ebenso wird empfohlen, keine Flugzeuge in unmittelbarer Nähe des Vulkans operieren zu lassen. Neben plötzlichen dampfgetriebenen Explosionen bleibt auch eine mögliche magmatische Eskalation der Aktivität ein realistisches Szenario.

Kanlaon: Vulkanausbruch fördert Asche auf FL 130

Kanlaon mit Eruption am 17. Mai 2026 – Aschewolke in 4000 m Höhe

Der philippinische Vulkan Kanlaon hat am Morgen des 17. Mai 2026 erneut Vulkanasche ausgespien. Nach Angaben des VAAC Tokyo ereignete sich der Vulkanausbruch um 10:08 Uhr Ortszeit (02:08 UTC) und brachte eine 46 Minuten andauernde Ascheemission aus dem Gipfelkrater hervor. Dabei wurden graue Aschewolken gefördert, die bis auf 4000 m Höhe aufsteigen. PHILVOLCS bestätigte die Eruption und schreibt von einer Eruptionswolke, die bis zu 1.500 Meter über den Krater aufstieg und bei schwachem Wind langsam in südwestliche Richtung driftete.

Livecamaufnahmen dokumentierten die Eruption, die bei schönstem Wetter stattfand. Dass die Aschewolke höher als üblich aufstieg, war nicht unbedingt einer signifikant stärkeren Explosion als sonst zu verdanken, sondern dem geringen Wind, der mit nur ca. 4 km/h wehte, wie der VONA-Meldung zu entnehmen ist.

Das VAAC Tokyo registrierte die Eruption anhand von Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9. Demnach erreichte die eruptive Wolke zeitweise etwa Flugniveau FL130.

Darüber hinaus registrierten die Messstationen am Vulkan in den letzten 24 Stunden sechs vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter zwei vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von vier bis sechs Minuten. Zusätzlich bleibt der Vulkanbaukörper aufgebläht, was ein Hinweis darauf ist, dass sich weiterhin Magma oder vulkanische Fluide im Untergrund bewegen.

Die gemessene Schwefeldioxid-Emission (SO₂) lag am 16. Mai bei 206 Tonnen pro Tag, was deutlich unter den früheren Werten liegt. Messreihen zeigen, dass sich die Werte im Wochenverlauf deutlich verringerten und nur noch etwa 10% dessen betragen, was in der Vorwoche gemessen wurde. Wenn die Messungen korrekt waren, dann entgast deutlich weniger Magma oberflächennahe als zuvor.

Die Behörden halten ihre eindringliche Warnung aufrecht, die permanente Gefahrenzone im Radius von vier Kilometern um den Gipfel nicht zu betreten. Besonders gefährlich bleiben plötzliche phreatische (dampfgetriebene) Explosionen, die ohne Vorwarnung auftreten können.

Die aktuelle Ascheemission verdeutlicht, dass der Kanlaon weiterhin in einer Phase erhöhter Aktivität bleibt. Ob sich daraus eine stärkere Eruption entwickelt, ist derzeit offen.

Kanlaon mit Kraterglühen – PHILVOLCS gibt Warnung aus

Kraterglühen besorgt Anwohner und Vulkanologen am Kanlaon – stärkerer Vulkanausbruch könnte bevorstehen

Seit Monaten stößt der philippinische Vulkan Kanlaon immer wieder Asche und vulkanische Gase aus. Nun melden Vulkanologen von PHILVOLS eine neue Entwicklung, die auf eine tiefgreifendere Veränderung im Fördersystem des Vulkans hindeuten könnte: Erstmals wurde an seinem Gipfel sichtbares Kraterglühen beobachtet. Das Phänomen ist auf den Philippinen als „Banaag“ bekannt ist und wird häufig als Vorzeichen zunehmender magmatischer Aktivität angesehen. Es könnten stärkere Eruptionen drohen die auch rotglühende Tephra fördern.

Kanlaon. © PHIVOLCS

Wie das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie am Morgen des 11. Mai mitteilte, beobachteten Mitarbeiter des Kanlaon Volcano Observatory am Vorabend gegen 19 Uhr ein deutlich sichtbares Glühen am Gipfelkrater, das Gaswolken anleuchtete. Bereits seit November 2024 registrierten Infrarotkameras wiederholt überhitzte Gasemissionen, die jedoch bislang für das menschliche Auge unsichtbar geblieben waren. Seit Mitte April 2026 hat sich diese Aktivität merklich verstärkt.

Nur wenige Stunden nach der Beobachtung des Kraterglühens meldete das VAAC Tokio eine weitere Ascheemission. Laut einer VONA-Warnung ereignete sich am 10. Mai um 19:51 UTC (03:51 Uhr Ortszeit am 11. Mai) eine Eruption, bei der eine Aschewolke bis auf gut drei Kilometer Höhe aufstieg. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 bestätigten die Emission.

Die jüngste Entwicklung reiht sich in eine Phase anhaltender vulkanischer Unruhe ein, die bereits seit Monaten anhält. Seit dem moderat explosiven Ausbruch vom 15. März produziert der Kanlaon wiederholt schwache bis mäßige Ascheemissionen, die umliegende Gemeinden zeitweise mit Ascheregen belasteten. Trotz dieser anhaltenden Aktivität blieben zentrale Überwachungsparameter bislang vergleichsweise stabil. Phivolcs registriert weiterhin durchschnittlich sechs vulkanotektonische Erdbeben pro Tag. Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen zuletzt bei durchschnittlich 1.600 Tonnen täglich und stiegen in der vergangenen Woche auf 2.382 Tonnen an. Die Schwefeldioxidemissionen zeigen, das Magma nahe der Oberfläche steht und entgast.

Messungen der Bodenverformung deuten zudem weiterhin auf eine langsame Aufblähung des Vulkangebäudes hin. Dieser Prozess hält bereits seit 2022 an.

Vor diesem Hintergrund erhält das neu beobachtete Kraterglühen besondere Bedeutung. Sollte es anhalten oder sich verstärken, könnte dies laut PHILVOLCS bedeuten, dass Magma hoch im Förderschlot aufgestiegen ist. Bei weiterer Aktivitätssteigerung wäre eine Anhebung der derzeit geltenden Alarmstufe 2 auf Stufe 3 möglich. Die Behörden halten vorläufig noch an der vier Kilometer umfassenden Gefahrenzone fest und bereiten sich auf eine mögliche Verschärfung der Lage vor.

Vulkan Kanlaon stößt Asche bis auf 3 km Höhe aus

Kanlaon am 5. April. © PHILVOLCS, KI-optimiert

Kanlaon erzeugt 7 Ascheemissionen innerhalb von 24 Stunden – möglicherweise durch Erdbeben angeregt

Der philippinische Vulkan Kanlaon zeigte gestern erneut deutliche Anzeichen erhöhter Aktivität. Einer Infografik des PHIVOLCS zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden sieben Aschewolken ausgestoßen, teils in länger andauernden Emissionsphasen. In Ortschaften in Vulkannähe kam es zu Ascheregen; die Bevölkerung wurde aufgefordert, Staubschutzmasken zu tragen – ein sinnvolles Utensil auch für Vulkanbeobachter. Für den Flugverkehr wurden mehrere VONA-Warnungen ausgegeben.

Am 5. Mai 2026 registrierten Satelliten und Beobachter am Boden eine Eruption um 17:47 UTC. Laut Daten des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center erreichte die höchste Aschewolke Flugfläche 100, also rund 3.000 Meter über dem Meeresspiegel, und driftete mit etwa 28 km/h nach Westen. Satellitenbilder bestätigten eine kompakte Aschewolke, die sich mehrere Kilometer vom Krater entfernte. Bereits kurze Zeit später wurden weitere Emissionen beobachtet, wobei sich die Asche in geringerer Höhe ausbreitete.

Parallel dazu meldete PHIVOLCS eine Phase „erhöhter Unruhe“. Innerhalb von 24 Stunden wurden sieben Ascheemissionen registriert, die zwischen sechs und 174 Minuten andauerten. Die eruptiven Prozesse gingen mit 19 vulkanisch bedingten Erdbeben einher. Darunter befanden sich sechs Tremor-Episoden mit einer Dauer von bis zu knapp zwei Stunden, die teilweise mit den länger anhaltenden Emissionen korrelierten.

Auch die Gasemissionen waren signifikant: Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag bei 1.154 Tonnen pro Tag. Gleichzeitig wurde weiterhin Inflation registriert – ein klassisches Anzeichen für Druckzunahme im magmatischen System. Die Asche- und Dampffahnen erreichten zuletzt Höhen von etwa 800 Metern über Kraterniveau und wurden überwiegend nach Westen verfrachtet.

Die Alarmstufe bleibt auf Level 2, was auf moderate Unruhe mit der Möglichkeit weiterer Explosionen hinweist. Die Behörden warnen eindringlich davor, die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern zu betreten oder den Luftraum in Vulkannähe zu nutzen.

Der mit 2.435 Metern höchste Gipfel der Insel Negros liegt an der Grenze der Provinzen Negros Occidental und Negros Oriental und gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes. Seine Lage im pazifischen Pazifischer Feuerring macht ihn zu einem bedeutenden Teil einer Region, die sowohl für häufige Vulkanausbrüche als auch für starke Erdbeben bekannt ist.

Erst am 4. Mai ereignete sich bei Samar im Osten der Philippinen ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,0. Das Epizentrum lag etwa 300 Kilometer nordöstlich des Kanlaon, womit sich der Vulkan im erweiterten Einflussbereich des Bebens befand. Obwohl der Kanlaon bereits seit fast zwei Jahren aktiv ist, besteht die Möglichkeit, dass die erhöhte Aktivität der letzten 24 Stunden durch dieses Erdbeben zusätzlich angeregt wurde.

Kanalon eruptiert Vulkanasche am 2. Mai

Kanlaon stößt Vulkanasche bis auf 3300 m Höhe aus – Aktivität bleibt erhöht

Auf den Philippinen sind aktuell 3 Vulkane aktiv. Nachdem Taal und Mayon in den letzten Tagen die Newsmeldungen dominierten, ist es Zeit, mal wieder auf den Kanlaon zu blicken, der heute besonders munter ist. Der Vulkan auf der Insel Negros hat heute bereits mehrere Aschewolken emittiert, die beim VAAC Tokio seit gestern Abend 4 VONA-Warnungen auslösten. Hier die neuesten Meldungen:

Die Aktivität des Kanlaon hat sich am 2. Mai erneut verstärkt. Nach Angaben des Tokyo Volcanic Ash Advisory Center wurde um 05:25 UTC eine Eruption registriert, bei der eine Aschewolke bis auf etwa 3.300 Meter Höhe (Flugniveau 110) aufstieg und in west-südwestliche Richtung driftete. Satellitendaten des Wettersatelliten Himawari-9 konnten die Aschewolke aber nicht eindeutig identifizieren, was auf einer dichten Decke meteorologischer Wolken zurückzuführen ist, die man auf Livecamaufnahmen deutlich sieht.

Die für Erdbeben und Vulkanausbrüche zuständige philippinische Behörde PHILOLCS dokumentierte die Aktivität auch bodengestützt: Videoaufnahme aus dem Observatorium in Canlaon City zeigt graue Eruptionswolken, die rund 700 Meter über den Krater aufstiegen, bevor sie abdrifteten. Die jüngste Eruption setzte demnach am frühen Nachmittag ein.

Trotz der vergleichsweise schwachen Explosivität der Eruptionen bleibt die Lage angespannt. Für den Vulkan gilt weiterhin Alarmstufe 2, was auf erhöhte Unruhe schließen lässt. Messdaten zeigen eine anhaltende Aktivität im Untergrund: Innerhalb von 24 Stunden wurde ein vulkanotektonisches Erdbeben registriert, zudem liegt der Schwefeldioxid-Ausstoß mit über 1.000 Tonnen pro Tag auf einem erhöhten Niveau. Eine Aufblähung des Vulkangebäudes ist ebenfalls präsent. Die Daten sprechen für anhaltend hohen Druck im Vulkaninneren.

Die Behörden warnen vor möglichen plötzlichen, explosionsartigen phreatischen Eruptionen, die jederzeit spontan auftreten können. Auch ein Übergang zu magmatischer Aktivität bleibt möglich. Daher gilt weiterhin ein striktes Betretungsverbot für die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Zudem wird der Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans ausdrücklich untersagt.

Kanlaon fördert Aschewolke bis auf 4300 m Höhe

Kanlaon bleibt aktiv und förderte Vulkanasche bis auf 4300 m Höhe – Alarmstufe „2“ bleibt in Kraft

Der Kanlaon auf der Philippineninsel Negros war auch heute ziemlich aktiv und emittierte mehrmals Vulkanasche. Die Aschewolken lösten beim VAAC Tokio VONA-Warnungen aus. Während am frühen Morgen kleinere Eruptionswolken entstanden, schaffte es eine am Mittag bis auf 4300 m Höhe.

Die Eruption begann um 12:23 UTC. Dabei wurde Vulkanasche bis in eine Höhe von etwa 4.300 Metern (Flugfläche 140) ausgestoßen und bewegte sich langsam nach Norden. Die Windgeschwindigkeit betrug in der Höhe nur 9 km/h. Die Daten wurden mit Hilfe des Satelliten Himawari-9 akquiriert und von PHIVOLCS an das VAAC weitergeleitet.

Die landgestützten Sensoren der Überwachungsbehörde sammelten auch in den letzten 24 Stunden geophysikalische und geochemische Daten, die den langfristigen Trend zur Aufrechterhaltung des Druckes im magmatischen System bestätigen.

Bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung wurde eine Aschemission registriert, die etwa 25 Minuten andauerte. Zusätzlich wurden 30 vulkanotektonische Erdbeben aufgezeichnet, von denen 15 genau lokalisiert werden konnten. Außerdem gab es einen vulkanischen Tremor, der ebenfalls gut 25 Minuten anhielt und mit der Asche-Emission einhergegangen sein dürfte.

Es wurden kontinuierliche Entgasungen beobachtet. Die dabei entstandene Gasfahne erreichte eine Höhe von 350 Metern. Es handelte sich um eine mäßige Emission, die vom Wind in Richtung West-Südwest bis Südwest verfrachtet wurde. Der Schwefeldioxid-Anteil in der Gasfahne lag am Vortag bei etwa 680 Tonnen pro Tag.

Messungen zeigen zudem eine Aufblähung des Vulkangebäudes, was auf weiteren Druckaufbau im Inneren des Feuerbergs hindeutet.

Das Betreten der permanenten Gefahrenzone (PDZ) mit einem Umkreis von 4 Kilometern um den Krater sollte weiterhin unbedingt vermieden werden. Ebenso wird vom Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans abgeraten. Es besteht die Gefahr von plötzlichen dampfgetriebenen (phreatischen) Eruptionen sowie einer möglichen magmatischen Aktivität, die ohne weitere Vorwarnungen erfolgen könnte, wie es im Allgemeinen für Vulkane aus Alarmstufe „2“ üblich ist.