Erdbebenschwarm am philippinischen Vulkan Kanlaon

Kanlaon mit deutlicher Zunahme der Seismizität – Erdbebenschwärme erschüttern den Vulkan

Der philippinische Vulkan Kanlaon liegt auf der Insel Negros und zeigt seit einigen Tagen wieder eine zunehmende Unruhe, die sich überwiegend in einer Steigerung der Seismizität widerspiegelt. So registrierte das seismische Netzwerk von PHILVOLCS in den vergangenen 24 Stunden 123 vulkanisch bedingte Erdbeben. Damit setzte sich der am 1. Oktober begonnene Anstieg der Seismizität fort. Damals waren zunächst 28 vulkanotektonische Erdbeben festgestellt worden, am Folgetag bereits 94. Die Epizentren der Beben reihen sich auf einer Linie auf der Westflanke des Vulkans auf und könnten der Spur eines magmatischen Gangs markieren.

Shakemap

Die Beben sind überwiegend vulkanotektonischen Ursprungs und entstehen durch Gesteinsbrüche im Vulkangebäude. Bei den am 1. Oktober genauer analysierten Ereignissen lagen die Magnituden zwischen 0,9 und 1,8 und die Herdtiefen zwischen 0 und 11 Kilometern unter der Westflanke des Vulkans. PHIVOLCS interpretiert die zunehmende VT-Seismizität als Hinweis darauf, dass aufsteigendes Magma oder magmatische Gase das Gestein zunehmend aufbrechen.

Die Erdbebenaktivität wird von weiteren Anzeichen erhöhter Unruhe begleitet. Das Vulkangebäude zeigt weiterhin Inflation mit kurzfristigen Deflationsphasen. Gleichzeitig nahm die Entgasung zu. Am 2. Oktober wurden 2.172 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag gemessen, gegenüber 1.955 Tonnen am Vortag. Der Mittelwert seit Jahresbeginn liegt bei 1.578 Tonnen täglich und wird aktuell deutlich übertroffen.

Auch die Asche- und Gasfahne über dem Krater ist deutlich ausgeprägt und zeigt zunehmende Tendenzen. Am 2. Oktober erreichte die voluminöse Emission eine Höhe von etwa 1.300 Metern über dem Krater; am 3. Oktober wurden noch rund 600 Meter gemeldet.

Trotz der deutlichen Aktivitätszunahme gilt weiterhin Alarmstufe 2. PHIVOLCS warnt vor möglichen phreatischen Eruptionen und einer weiteren magmatischen Aktivierung. Der 4-Kilometer-Sperrbereich um den Gipfel darf nicht betreten werden. Die weitere Entwicklung dürfte davon abhängen, ob die Seismizität weiter zunimmt und gleichzeitig Deformation und Entgasung weiter ansteigen.

Kanlaon: Signifikante Steigerung der Seismizität am 1. Oktober

Kanlaon mit deutlich erhöhter seismischer Aktivität – neue Ascheeruptionen möglich

Heute Nacht ist es am philippinischen Vulkan Kanlaon zu einer deutlichen Steigerung der seismischen Aktivität gekommen. Wie das philippinische Vulkanobservatorium DOST-PHIVOLCS mitteilte, registrierte das seismische Netzwerk am 1. Oktober zwischen Mitternacht und 17 Uhr insgesamt 28 vulkanotektonische Erdbeben (VT). Die Beben hatten Magnituden von ML 0,9 bis 1,8 und manifestierten sich in Tiefen von 0 bis 11 Kilometern unter der Westflanke des Vulkans.

Kanlaon

Die Vulkanologen werten die Zunahme der VT-Beben als Hinweis auf verstärkten Gesteinsbruch im Untergrund infolge von Fluidbewegungen. Bei den Fluiden könnte es sich um aufsteigendes Magma oder magmatische Gase handeln, die sich neue Wege durch das Gestein bahnen und dadurch die Erdbeben auslösen.

Seit etwa 12 Uhr wurde zudem eine anhaltende und volumenreiche Entgasungsfahne aus dem Gipfelkrater beobachtet. Die Gaswolke enthält eine große Menge Schwefeldioxid: Bei einer Messkampagne am 30. September wurde ein SO₂-Ausstoß von durchschnittlich 1.819 Tonnen pro Tag festgestellt. Damit lag die Emission über dem Jahresmittel von 1.578 Tonnen pro Tag, das seit Anfang 2026 registriert wurde.

Die Zunahme der VT-Seismizität und die verstärkte Entgasung deuteten darauf hin, dass größere Mengen Fluide bzw. Magma aus der Tiefe aufsteigen und in den Vulkan eindringen. Noch ist unklar, ob sich daraus eine neue Eruption entwickelt. Die Vulkanologen warnen aber ausdrücklich vor der Wahrscheinlichkeit von phreatischen beziehungsweise dampfgetriebenen Eruptionen sowie kurzlebigen schwachen bis moderat explosiven Ausbrüchen am Gipfel.

Dabei könnten pyroklastische Dichteströme, Bomben und Blöcke, Ascheniederschlag und Steinschlag auftreten. Zusätzlich besteht bei starken Regenfällen die Gefahr von Laharen und schlammführenden Sturzfluten in den Entwässerungsrinnen des Vulkans.

Am Kanlaon gilt weiterhin Alarmstufe 2. PHIVOLCS fordert die Bevölkerung auf, die permanente Sperrzone im Radius von 4 Kilometern strikt zu meiden. Bewohner innerhalb von 6 Kilometern um den Krater sollen besonders aufmerksam bleiben und auf eine mögliche Verschärfung der Situation vorbereitet sein. Auch der Flugverkehr soll den Gipfelbereich meiden, da eine plötzliche Ascheeruption eine Gefahr für Flugzeuge darstellen kann.

Der Kanlaon stand dieses Jahr aufgrund fortlaufender Ascheemissionen bereits häufig in den News auf Vnet. In den letzten Wochen verringerte sich allerdings seine Aktivität. Die letzte VONA-Meldung stammt vom 10. September.

Kanlaon: Ascheeruptionen am 6. September

Kanlaon zeigt erneut explosive Aktivität und emittiert Aschewolken

Nach gut 2 Wochen ohne nennenswerte Aktivität hat der philippinische Vulkan Kanlaon auf Negros gestern Abend erneut damit begonnen, Asche auszustoßen. Nach Angaben des japanischen VAAC Tokyo ereignete sich die erste Explosion am 6. September um 17:09 UTC, die zweite folgte um 23:21 UTC. Dabei stiegen Aschewolken bis in Höhen von etwa 9.100 beziehungsweise 7.600 Metern über dem Meeresspiegel auf. Beide Wolken wurden nach Osten verfrachtet.

Archivbild

Die Ausbrüche wurden von der philippinischen Vulkanüberwachungsbehörde PHIVOLCS gemeldet und anhand der Satellitendaten des japanischen Wettersatelliten Himawari-9 verfolgt. In den Satellitenbildern waren die Aschewolken allerdings jeweils nicht eindeutig zu identifizieren, weswegen auch auf Daten von Vulkanbeobachtern am Boden zurückgegriffen wurde. Das VAAC Tokyo kündigte deshalb nach der zweiten Meldung zunächst keine weiteren Warnungen an, solange keine neue Asche in den Satellitendaten erkennbar ist. Die Höhenangaben verdeutlichen dennoch, dass es sich nicht nur um schwache Dampfemissionen handelte.

Darüber hinaus dokumentieren die geophysikalischen und geochemischen Messdaten von PHIVOLCS anhaltende Unruhe des Kanlaon. Am 6. September wurden innerhalb von 24 Stunden 11 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. Gleichzeitig lag der Schwefeldioxid-Ausstoß bei 1.094 Tonnen pro Tag. Der Vulkanbau zeigt weiterhin eine Inflation, die allerdings von kurzfristigen Deflationsphasen überlagert wird. Eine schwache Dampffahne erreichte am Beobachtungstag etwa 150 Meter über dem Krater und driftete überwiegend nach Osten.

Der Kanlaon steht weiterhin auf Alarmstufe „2“. Die Vulkanologen warnen davor, die permanente Sperrzone in einem Radius von vier Kilometern um den Krater zu betreten. Auch Flugzeuge sollen sich vom Vulkan fernhalten. Als mögliche Gefahren nennt die Vulkanwarte insbesondere plötzlich auftretende phreatische Explosionen sowie eine weiter zunehmende magmatische Aktivität. Im Falle starker Regenfälle drohen Lahare. Die Schlammlawinen fließen bevorzugt entlang von Schluchten und Flussläufen ab. Diese sollte man generell meiden.

Die beiden Eruptionen vom Sonntag zeigen, dass der Kanlaon weiterhin explosiv aktiv ist. Mit weiteren Eruptionen ist zu rechnen.

Kanlaon: Erneute Ascheemissionen nach ruhigere Phase

Erneutes Einsetzen von Ascheemissionen am Kanlaon – Erhöhter Schwefeldioxid-Ausstoß

Nach einer ruhigeren Phase hat der Kanlaon auf den Philippinen seine Aktivität erneut verstärkt und vor einigen Tagen damit begonnen, Aschewolken auszustoßen. Heute wurde gegen 15:11 Uhr Ortszeit eine Emission grauer Vulkanasche beobachtet, die etwa 150 Meter über dem Gipfelkrater aufstieg und von starken Winden nach Südosten verfrachtet wurde. Ein Teil der Eruptionswolke wurde auf die Flanke niedergedrückt und erzeugte einen kleinen Dichtestrom. 

Kanlaon

Die erneute Ascheemission wurde auch durch das VAAC Tokyo bestätigt. Demnach ereignete sich um 07:11 UTC, entsprechend 15:11 Uhr Ortszeit, eine Eruption, bei der die Asche bis in Flugfläche FL090 getragen wurde, also in eine Höhe von 9.000 Fuß beziehungsweise 2.700 Metern über dem Meeresspiegel. In der Meldung wurde eine Ausbreitung der Aschewolke nach Südosten angegeben.

Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit einer weiterhin erhöhten seismischen Aktivität des Vulkans. PHIVOLCS registrierte am 22. August innerhalb von 24 Stunden acht vulkanische Erdbeben. Zwei Tage zuvor waren es noch vier gewesen. Gleichzeitig ist der Schwefeldioxidausstoß deutlich gestiegen: Am 21. August wurden 2.092 Tonnen SO₂ pro Tag gemessen, nachdem am 19. August 1.386 Tonnen pro Tag registriert worden waren. Der Anstieg um rund 50 Prozent ist ein deutliches Signal für eine verstärkte magmatische Entgasung des Vulkans.

Auch die Bodenbewegungen zeigen weiterhin eine Inflation des Vulkangebäudes, die allerdings von lokalen Deflationsphasen unterbrochen wird. PHIVOLCS beschreibt die oberflächennahe Emission als mäßig.

Alarmstufe 2 bleibt bestehen. Der Zutritt zur permanenten Sperrzone im Radius von vier Kilometern um den Gipfel ist verboten, ebenso der Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans. PHIVOLCS weist weiterhin auf die Möglichkeit plötzlicher phreatischer Eruptionen sowie einer zunehmenden magmatischen Aktivität hin. Die Kombination aus erneuter Ascheeruption, steigender Seismizität, deutlich erhöhter SO₂-Emission und anhaltender Inflation zeigt, dass der Kanlaon derzeit keineswegs zur Ruhe gekommen ist.

Kanlaon erzeugt stärkere Explosion am 9. Juli

Kanlaon erzeugt stärkere Explosion, die als Schloträumer interpretiert wird – Schockwellen erreichen Ort

Am 9. Juli ist der philippinische Vulkan Kanlaon auf der Insel Negros in einer deutlich stärkeren Explosion als üblich ausgebrochen. Der Ausbruch ereignete sich nach einer dreitägigen Phase ohne VAAC-Meldungen, was allerdings auch dem schlechten Wetter mit starker Bewölkung geschuldet sein kann. Auch die Eruption heute fand unter dichter Bewölkung statt, weswegen keine genaue Höhenangabe der Aschewolke vorhanden ist. Nach Angaben lokaler Medien dauerte die eruptive Phase rund 20 Minuten, während PHILVOLCS die reine Explosionsdauer mit 3 Minuten angibt. Es wurden pyroklastische Ströme und glühende Auswurfprodukte beobachtet; zudem war in mehreren Ortschaften am Fuß des Vulkans eine Druckwelle zu spüren. Östlich des Vulkans wurde Ascheniederschlag festgestellt. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Fotografien aus der Region zeigen eine Aschewolke, die trotz dichter Bewölkung zwischen den Wolkenschichten mehrere Kilometer hoch aufstieg. Aufgrund der ausgeprägten Bewölkung konnte die Aschewolke satellitengestützt nur eingeschränkt verfolgt werden, weshalb die zuständige Aschewarnzentrale keine genaue Höhenbestimmung vornehmen konnte.

Bereits am Vortag hatten die geophysikalischen Messdaten auf eine erhöhte Unruhe des Vulkans hingedeutet, als sich die Anzahl vulkanisch bedingter Erdbeben innerhalb von 24 Stunden fast verdoppelte und 19 Erschütterungen registriert wurden. Auffällig ist die Lage der meisten Erdbeben, die sich nicht unter dem Gipfelbereich des Kanlaon konzentrierten, sondern auf einer Linie nordwestlich davon. Ob die Erdbeben unmittelbar mit der Explosion des Folgetages zusammenhingen, lässt sich daher nicht beurteilen. Sie könnten vielmehr auf tiefen Magmenaufstieg entlang einer Nordwest-Südost-streichenden Störungszone hindeuten, der aber den Druck im flacheren Magmenreservoir erhöhte. Es wird auch darüber spekuliert, dass sich im Förderschlot eine Blockade gebildet hatte, die nun mit der Explosion herausgesprengt wurde.

Die Schwefeldioxid-Emission lag bei rund 2.454 Tonnen pro Tag, was ebenfalls fast doppelt so hoch wie am Vortag war. Zugleich blieb der Vulkankegel aufgebläht, ein Hinweis darauf, dass sich weiterhin Magma oder vulkanische Fluide im Untergrund bewegen.

Die Alarmstufe bleibt vorerst auf Stufe 2. Das Betreten der vier Kilometer umfassenden permanenten Gefahrenzone ist weiterhin untersagt; zudem wird der Luftverkehr aufgefordert, den Bereich um den Gipfel zu meiden. Die jüngste Eruption unterstreicht, dass am Kanlaon auch bei scheinbar ruhigen Oberflächenbedingungen jederzeit weitere plötzliche explosionsartige Ausbrüche möglich sind.

Vulkan Kanlaon: Kamera nimmt Kraterglühen auf

Kanlaon bleibt unruhig – Schwaches Kraterglühen deutet auf Magma in geringer Tiefe hin

Obwohl die letzte VONA-Meldung vom Kanlaon bereits 10 Tage her ist, gibt es nun Anzeichen dafür, dass sich der philippinische Vulkan noch nicht zur Ruhe gesetzt hat: Aufnahmen von PHILVOLCS enthüllen nächtliche Rotglut am Krater, die sich in Form von illuminiertem Dampf widerspiegelt, der aus dem Krater aufsteigt und von Magma erleichtert wird, das hoch im Fördersystem steht. Das ist insofern ungewöhnlich, als dass der Vulkan normalerweise Asche ausstößt, die aus fragmentierter Schlacke stammt, die bereits im Schlot abgekühlt ist. Die Rotglut könnte ein Indiz dafür sein, dass im Krater ein Dom wächst.

Kanlaon

Laut PHILVOLCS wurde die Rotglut von Überwachungskameras in den frühen Morgenstunden des 29. Juni 2026 zwischen 03:40 und 04:30 Uhr registriert. Das Kraterglühen wird lokal als „Banaag“ bezeichnet, ein Ausdruck, der häufig in den Bulletins zum Mayon zu lesen ist. Das Phänomen gilt als Hinweis darauf, dass sich Magma weiterhin in geringer Tiefe unter dem Vulkan befindet. Die Rotglut könnte zudem ein Indiz dafür sein, dass im Krater ein Dom wächst.

Der Kanlaon liegt auf der Insel Negros in den Zentralphilippinen und ist mit einer Höhe von 2.465 Metern der höchste Berg der Insel. Er gehört zum Pazifischen Feuerring und ist ein aktiver Schichtvulkan (Stratovulkan), der aus abwechselnden Lava- und Ascheschichten aufgebaut ist. Aufgrund seiner Zusammensetzung kann der Kanlaon sowohl explosive als auch effusive Eruptionen hervorbringen, wobei plötzliche Dampfexplosionen zu seinen größten Gefahren zählen.

Die philippinische Vulkanüberwachungsbehörde belässt die Alarmstufe 2 („erhöhte Unruhe“) für den Kanlaon bestehen, denn neben dem „Banaag“ gibt es weitere Anzeichen der Unruhe: Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden acht vulkanische Erdbeben registriert. Zudem emittierte der Vulkan am 28. Juni rund 700 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Über dem Krater stieg eine etwa 400 Meter hohe Dampffahne auf, die mit dem Wind nach Süden zog. Messungen der Bodenverformung zeigen außerdem, dass der Vulkankörper weiterhin aufgebläht ist – ein weiteres Indiz für Druckaufbau im Untergrund.

Die Behörden warnen deshalb vor einem Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel. PHIVOLCS weist darauf hin, dass jederzeit plötzlich auftretende phreatische Eruptionen sowie weitere magmatische Aktivität möglich sind. Das neu beobachtete Kraterglühen unterstreicht, dass der Kanlaon weiterhin in einem Zustand erhöhter vulkanischer Unruhe verharrt.

Kanlaon: Anhaltende Ascheemissionen am 19. Juni

Kanlaon weiterhin einer der aktivsten Vulkane der Philippinen – anhaltende Ascheemissionen

Betrachtet man die VONA-Meldungen des Tokyo VAAC, gehört der Kanlaon derzeit zu den vier Vulkanen, die die Warnmeldungen für den Flugverkehr in Nordostasien dominieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das südlich der Philippinen gelegene Indonesien in einen anderen Zuständigkeitsbereich fällt. Neben dem Kanlaon zählen der ebenfalls auf den Philippinen liegende Mayon sowie der japanische Sakurajima und der russische Shiveluch zu diesen besonders aktiven Vulkanen.

Kanlaon zum Sonennaufgang

Der Kanlaon auf der Insel Negros erzeugte heute bei schönstem Morgenlicht eine kleine Aschewolke, die etwa 300 Meter über den Krater aufstieg. Die Wolke driftete in südwestlicher Richtung ab und war auf den Überwachungskameras rund zwei Stunden lang sichtbar. Nach Angaben von PHIVOLCS bleibt die Alarmstufe 2 in Kraft. Die Emissionen werden von anhaltender Seismizität und einem erhöhten Gasausstoß begleitet.

Bereits am 18. Juni 2026 meldete das Tokyo VAAC eine eruptive Aktivität um 19:32 UTC, bei der eine Aschewolke bis auf etwa 2.700 Meter Höhe aufstieg und ebenfalls nach Südwesten zog. Messstationen registrierten innerhalb von 24 Stunden drei vulkanische Erdbeben, eine deutliche Inflation des Vulkangebäudes sowie einen Schwefeldioxid-Ausstoß von rund 1.235 Tonnen pro Tag. Diese Werte weisen klar auf ein aktives Magmasystem hin.

Die aktuelle Eruptionsphase erreichte ihren bisherigen Höhepunkt im vergangenen Jahr, als es im April, Mai und Oktober infolge stärkerer Explosionen zur Bildung pyroklastischer Ströme kam. Die Gefahrenzone wurde zeitweise auf sechs Kilometer ausgedehnt, und mehr als 5.000 Menschen mussten evakuiert werden. Derzeit umfasst die Permanente Gefahrenzone einen Radius von vier Kilometern um den Krater.

Der Kanlaon besitzt eine lange Eruptionsgeschichte, die von wiederkehrenden phreatischen Explosionen bis hin zu kleineren magmatischen Ausbrüchen reicht. Historisch gilt er als einer der aktivsten Vulkane der Philippinen. Immer wieder kam es zu plötzlichen Ascheeruptionen, die teils ohne längere Vorwarnzeit auftraten. Die anhaltenden Emissionen könnten daher erneut in stärkeren Explosionen gipfeln.

Kanlaon: Anhaltende Ascheemissionen am 17. Juni

Vulkan Kanlaon bleibt unruhig – Ascheemissionen und erhöhte seismische Aktivität

Der Vulkan Kanlaon auf der philippinischen Insel Negros zeigt weiterhin Anzeichen erhöhter Aktivität. Nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHIVOLCS) bleibt die Alarmstufe 2 („erhöhte Unruhe“) in Kraft. In den letzten Tagen war die sichtbare Tätigkeit des Vulkans von wiederholten und teils lang anhaltenden Ascheemissionen geprägt. Das VAAC Tokio brachte seit gestern 12 VONA-Warnungen für den Flugverkehr zum Kanlaon heraus. Damit steigt die Gesamtzahl der Warnungen in diesem Jahr auf 218.

Kanlaon

Die letzte Warnung wurde am17. Juni 2026 um 03:17 UTC herausgegeben und von einer Eruption ausgelöst, bei der Vulkanasche bis auf etwa 2.700 Meter Höhe (Fluglevel FL090) aufstieg. Die Aschewolke wurde vom Wind in südwestliche Richtung verfrachtet. Aufgrund ungünstiger Beobachtungsbedingungen konnte die Aschewolke auf Satellitenbildern nicht eindeutig identifiziert werden.

Laut Angaben der Vulkanologen von PHILVOLCS wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt neun Ascheemissionsereignisse registriert. Diese dauerten zwischen einer und 213 Minuten. Zudem erfassten die Messstationen 17 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter 15 vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von bis zu 213 Minuten, die teils mit den Ascheemissionen einhergingen.

Die Gasemissionen blieben ebenfalls erhöht. Am 16. Juni wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von durchschnittlich 1.762 Tonnen pro Tag gemessen. Über dem Krater stieg eine etwa 500 Meter hohe Dampffahne auf, die ebenfalls nach Südwesten driftete. Gleichzeitig zeigen geodätische Messungen eine Inflation des Vulkangebäudes, was auf eine Druckzunahme im Inneren des Systems hindeutet.

PHIVOLCS hält seine Hinweise zu den Vulkangefahren des Kanlaon aufrecht und warnt vor möglichen plötzlich auftretenden phreatischen Eruptionen sowie vor einer möglichen Zunahme magmatischer Aktivität. Die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel darf nicht betreten werden. Zudem wird Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans ausdrücklich abgeraten, da jederzeit neue Ascheemissionen auftreten können.

Vulkanausbruch am Kanlaon bringt Aschewolken hervor

Kanlaon stößt Asche bis auf 3000 m Höhe aus – Alarmstufe 2 bleibt bestehen

Der philippinische Vulkan Kanlaon auf der Insel Negros hat am Samstagmorgen ein weiteres Mal Asche ausgestoßen. Nach Angaben von PHIVOLCS ereignete sich die Ascheemission um 07:04 Uhr Ortszeit. Kameras des Kanlaon Volcano Observatory in Canlaon City zeichneten graue Aschewolken auf, die bis zu 600 Meter über den Gipfelkrater aufstiegen und anschließend nach Westen und Nordwesten abdrifteten. Die Emission dauerte insgesamt 97 Minuten und hinterließ auf dem Seismogramm ihre Spuren.

Kanlaon. © PHILVOLCS

Das VAAC Tokyo beobachtet den Kanlaon ebenfalls engmaschig und brachte seit gestern 5 VONA-Warnungen vor Aschewolken zum Kanlaon heraus. Die jüngste von heute Nacht um 00:12 UTC ist die 200. Meldung zu diesem Vulkan in 2026, womit Kanlaon zu den aktivsten Feuerbergen weltweit zählt. Gemäß der Meldung wurde am 12. Juni um 23:04 UTC eine Eruption registriert, bei der Asche bis in etwa 3.000 Meter Höhe (Flughöhe 100) aufstieg und westwärts zog. Die Beobachtungen stützten sich auf Satellitendaten von Himawari-9 sowie Informationen von PHIVOLCS.

Trotz der Aktivität bleibt die Warnstufe des Vulkans unverändert bei Alarmstufe 2, die als „erhöhte Unruhe“ eingestuft wird. Die Behörde weist darauf hin, dass sich der Vulkan weiterhin in einem Zustand moderater Unruhe befindet.

Die Daten der letzten 24 Stunden zeigen, dass neun vulkanisch bedingte Erdbeben registriert wurden. Darunter befanden sich zwei Tremorphasen mit einer Dauer von 14 und 81 Minuten. Die Schwefeldioxid-Emissionen lagen am 12. Juni bei durchschnittlich 2.293 Tonnen pro Tag, was ein relativ hoher Wert ist. Zusätzlich zeigen Messungen eine anhaltende Inflation des Vulkangebäudes, was auf Druckaufbau im Untergrund hindeutet.

PHIVOLCS warnt weiterhin vor dem Betreten der permanenten Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Auch der Flugverkehr wird aufgefordert, den Bereich in Gipfelnähe zu meiden, da Aschewolken und plötzliche explosive Ereignisse eine Gefahr für Luftfahrzeuge darstellen können.

Der Kanlaon zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen und wird seit Monaten intensiv überwacht. Experten beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam, um mögliche Veränderungen der Aktivität frühzeitig zu erkennen.

Mögliche Blockade des Fördersystems am Taal

Neben dem Kanalon und Bulusan, über den ich bereits heute Morgen schrieb, sind auf den Philippinen noch der Mayon und Taal tätig. Während erstgenannter Vulkan weiterhin an seinem Lavadom baut, wurde am Taal ein drastischer Absturz der Schwefeldioxid-Emissionen von zuvor sehr hohen auf sehr niedrige Werte festgestellt. Möglicherweise ist es zu einer Blockade des Fördersystems gekommen, so dass sich hoher Druck aufbaut, der sich demnächst in einer phreatischen Eruption entladen könnte.