Kanlaon: Anstieg der Seismizität Mitte Januar

Zunehmende Unruhe am Vulkan Kanlaon: Behörden warnen vor möglicher Eskalation

Am Vulkan Kanlaon auf der philippinischen Insel Negros hat sich die Lage erneut verschärft. Nach Angaben des staatlichen Instituts DOST-PHIVOLCS wurde heute Nacht eine deutlich erhöhte seismische Aktivität registriert. Insgesamt wurden innerhalb kurzer Zeit 45 vulkanotektonische Erdbeben aufgezeichnet, die durch Gesteinsbruch infolge von Magmenaufstieg entstanden sind – ein klarer Hinweis auf verstärkte Prozesse im Untergrund des Vulkans.

Die gemessenen Erdbeben erreichten Magnituden zwischen ML 0,6 und ML 3,9 und hatten Herdtiefen von bis zu 13 Kilometern unter den nordwestlichen Flanken des Kanlaon. Die stärkeren Erschütterungen waren in mehreren Städten spürbar, darunter La Carlota, Bago und Bacolod. Dort wurden Mercalli-Intensitäten zwischen I und IV gemeldet.

Seismik. © PHILVOLCS

Zusätzlich zur seismischen Aktivität beobachteten die Geowissenschaftler erhöhte Schwefeldioxid-Emissionen. Am 13. Januar lagen die SO₂-Ausstöße bei durchschnittlich 1.248 Tonnen pro Tag. Zwar entspricht dieser Wert in etwa dem mittelfristigen Durchschnitt seit Jahresbeginn, doch war es bereits am 9. Januar zu einem deutlichen Peak von über 4.100 Tonnen pro Tag gekommen. Insgesamt deuten diese Parameter auf einen erneuten Intrusionsprozess hin, der das Potenzial für einen mäßig explosiven Ausbruch birgt.

Trotz der angespannten Lage bleibt die Alarmstufe für den Kanlaon vorerst bei Level 2, was einen Zustand erhöhter Unruhe beschreibt. PHIVOLCS warnt jedoch, dass die Zunahme der vulkanotektonischen Erdbeben die Wahrscheinlichkeit für plötzlich auftretende, phreatische oder phreatomagmatische Eruptionen erhöht. Diese könnten gefährliche Begleiterscheinungen wie pyroklastische Ströme, Ascheregen und Gesteinswurf verursachen.

Die Behörden appellieren eindringlich an die Bevölkerung, Sicherheitsanweisungen strikt zu befolgen. Gemeinden innerhalb der vier Kilometer großen permanenten Gefahrenzone sollen weiterhin evakuiert bleiben, während im Umkreis von sechs Kilometern erhöhte Alarmbereitschaft gilt. Auch vor Laharen wird gewarnt, insbesondere bei Starkregen. Für den Luftverkehr gilt ebenfalls erhöhte Vorsicht: Flugzeuge sollen den Gipfelbereich meiden, da Vulkanasche eine erhebliche Gefahr darstellen kann.

Kanlaon emittiert Vulkanasche am 12. Januar 2026

Kanlaon auf den Philippinen zeigt weiter erhöhte Aktivität – Ascheemissionen und Erdbeben registriert

Der Vulkan Kanlaon auf den Philippinen hat heute – am 12. Januar 2026 – erneut seine Aktivität verstärkt und mehrere Ascheemissionen freigesetzt. Insgesamt wurden vier VONA-Warnmeldungen vom VAAC Tokio veröffentlicht, die auf eine anhaltende Eruptionsphase hinweisen.

Kanlaon Archivbild

Die jüngste Meldung berichtete von einer Eruption gegen 09:10 UTC, bei der Vulkanasche bis in etwa 3.300 Meter Höhe (FL110) ausgestoßen wurde. Die Aschewolke verteilte sich nach West-Südwesten, war jedoch bei späteren Satellitenbeobachtungen nicht mehr eindeutig nachweisbar. Weitere Vorhersagen zur Ausbreitung der Asche waren zunächst nicht verfügbar, weshalb die zuständigen Vulkanbeobachter auf neue Daten warteten.

Zuvor wurden bereits drei VONA-Meldungen herausgegeben, die anhaltende Ascheemissionen bestätigten und nähere Details lieferten: Es gab separate Aschemissionen mit einer Dauer von 46 bis 80 Minuten. Die Aschesäule erreichte jeweils eine Höhe von etwa 200 Metern über dem Krater und driftete ebenfalls in südwestliche Richtungen.

Die seismische Überwachung der letzten 24 Stunden registrierte fünf vulkanotektonische Erdbeben, die auf eine Bewegung von Magma und heißen Gasen im Inneren des Vulkans hindeuten. Gleichzeitig wurde eine erhöhte Freisetzung von Schwefeldioxid registriert. Die Emissionen beliefen sich auf 1.691 Tonnen pro Tag, was für eine aktive magmatische Phase spricht. Darüber hinaus zeigten Bodenverformungsmessungen, dass der Vulkankörper sich aufbläht, was ein Indiz für steigenden Druck im Magmasystem ist.

Vor diesem Hintergrund gelten weiterhin strenge Sicherheitsmaßnahmen: Der Zutritt in die permanente Gefahrenzone von vier Kilometern rund um den Gipfel bleibt verboten, ebenso ist das Fliegen von Flugzeugen in unmittelbarer Nähe untersagt.

Experten warnen vor plötzlichen, dampfgetriebenen Eruptionen und raten zur Vorsicht. Die Behörden und das Vulkanobservatorium beobachten die Lage weiterhin genau und werden bei Veränderungen umgehend neue Warnungen herausgeben.

Neben dem Kanlaon bleibt auf den Philippinen auch der Mayon hochaktiv. Hier wurden weitere pyroklastische Ströme generiert. Vulkanasche stieg auf, blieb aufgrund der Bewölkung auf Satellitenaufnahmen aber unsichtbar, weshalb Höhenangaben fehlen.

Kanlaon emittiert Aschewolken bis auf 3400 m Höhe

Kanlaon steigerte Aktivität – Aschewolken in 3400 m Höhe festgestellt, Warnstufe 2 bleibt bestehen

Der philippinische Vulkan Kanlaon steigerte Anfang des Jahres erneut seine Aktivität und löste mit der Emission von Vulkanasche bereits 6 VONA-Warnungen aus. Die jüngste stammt von heute Morgen, 7:23 UTC, als nach Nordwesten driftende Vulkanasche in einer Höhe von 3400 m detektiert wurde. Es kam zu leichten Ascheniederschlägen in Ortschaften unter der Aschewolke.

Kanlaon

Wie PHILVOLCS berichtet, begann der länger anhaltende Ascheausstoß am 7. Januar 2026 um 14:58 Uhr Ortszeit. Zeitrafferaufnahmen einer IP-Kamera des Kanlaon Volcano Observatory – Canlaon City (KVO-CC) dokumentieren, wie sich gräuliche Aschewolken bis zu 900 Meter über den Krater erhoben und anschließend vorwiegend nach Nordwesten verfrachtet wurden. Das Ereignis dauerte insgesamt drei Stunden und 30 Minuten.

Während dieses Zeitraums registrierten die Seismometer drei vulkanotektonische Erdbeben, die alle lokalisiert werden konnten. Zusätzlich wurde innerhalb von 24 Stunden ein Schwefeldioxid-Ausstoß von 1662 Tonnen gemessen. Die Bodenverformung liefert wichtige Hinweise auf Magmenakkumulation im Untergrund: Messungen zeigen, dass sich das Vulkangebäude weiter aufgebläht hat.

Für den Kanlaon gilt weiterhin Alarmstufe 2, die auf erhöhte Unruhe und ein erhöhtes Gefahrenpotenzial hinweist.

Die Behörden warnen ausdrücklich vor einem Betreten der permanenten Gefahrenzone (PDZ) im Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel. Auch der Luftverkehr wird angehalten, den Vulkan weiträumig zu meiden. Als mögliche Gefahren gelten plötzliche phreatische, also dampfgetriebene Eruptionen, ebenso wie eine mögliche Vorläuferaktivität magmatischen Ursprungs, die zu stärkeren Ausbrüchen führen könnte.

Der Kanlaon ist mit rund 2435 Metern Höhe der höchste aktive Vulkan der Insel Negros und zählt zu den aktivsten Vulkanen der Philippinen. Er ist ein Stratovulkan, der aus abwechselnden Lagen von Lava, Asche und pyroklastischem Material aufgebaut ist. Historisch kam es immer wieder zu kurzfristigen, explosiven Ausbrüchen, die teilweise ohne lange Vorwarnzeit einsetzten. Entsprechend aufmerksam verfolgen Vulkanologen die aktuelle Entwicklung – denn auch scheinbar moderate Ascheemissionen können ein Vorzeichen für eine weitere Eskalation der Aktivität sein.

Der Kanlaon ist nicht der einzige aktive Vulkan der Philippinen: Besonders der Mayon, über den ich gestern berichtete, steigerte seine Aktivität weiter. Mehr dazu später.

Kanlaon emittiert nach Pause erneut Vulkanasche

Erhöhte Aktivität am Kanlaon: Vulkan auf Negros zeigt erneut Unruhe

Der Vulkan Kanlaon liegt auf der philippinischen Insel Negros und begann heute erneut Zeichen erhöhter Aktivität zu zeigen. Wie aus einer offiziellen VONA-Meldung des  VAAC Tokyo hervorgeht, ereignete sich um 02:29 UTC eine Eruption, bei der Tephra bis in eine Höhe von rund 2.700 Metern über dem Meeresspiegel (FL090) aufstieg. Zwar konnte in den Daten des HIMAWARI-9-Satelliten keine eindeutige Vulkanaschewolke identifiziert werden, dennoch dokumentierten Webcamaufnahmen von PHILVOLCS die Emissionen. Die Situation wird weiterhin genau überwacht.

Aus der Infografik von PHIVOLCS geht hervor, dass sich der Kanlaon derzeit auf Alarmstufe 2 befindet, was auf zunehmende magmatische oder hydrothermale Prozesse im Untergrund hindeutet. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurde ein vulkanotektonisches Erdbeben registriert, während Messungen der Schwefeldioxid-Emissionen einen Ausstoß von 2.339 Tonnen pro Tag ergaben. Das ist ein vergleichsweise hoher Wert, der auf verstärkte Entgasung eines flachen Magmenkörpers hinweist.

Beobachtet wurde zudem eine etwa 75 Meter hohe Gas- und Dampfsäule, die moderat emittiert wurde und mit dem Wind nach Nordwesten driftete. Geodätische Messungen zeigen eine Inflation des Vulkangebäudes, was auf Druckaufbau im Fördersystem schließen lässt.

Die Behörden warnen eindringlich davor, die 4-Kilometer-Permanent-Danger-Zone (PDZ) zu betreten oder den Vulkan mit Flugzeugen zu überfliegen. Mögliche Gefahren umfassen plötzliche phreatische Explosionen, die ohne Vorwarnung auftreten können, sowie eine mögliche Eskalation hin zu magmatischer Aktivität.

Der Kanlaon ist mit 2.435 Metern Höhe der höchste aktive Vulkan der Insel Negros und zählt zu den aktivsten Feuerbergen der Philippinen. In den letzten zwei Jahren kam es wiederholt zu Unruhephasen mit stärkeren Eruptionen die pyroklastische Ströme generierten, erhöhter Seismizität und Evakuierungen. Mehrfach mussten Sperrzonen durchgesetzt werden, nachdem es zu plötzlichen Explosionen aus dem Gipfelkrater kam, was ein typisches Verhalten für diesen komplexen Stratovulkan darstellt.

Kanlaon: Laharwarnung wegen Tropensturm

Laharwarnung für Vulkan Kanlaon – Tropensturm Verbena erreicht Philippinen

Der Vulkan Kanlaon liegt auf der philippinischen Insel Negros und zeigt weiterhin eine erhöhte Aktivität, die Behörden und Bevölkerung in Alarmbereitschaft versetzt. Am 24. November bestätigte PHIVOLCS eine erneute Zunahme der seismischen Unruhe: Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden 26 vulkanische Erdbeben registriert, und der Schwefeldioxid-Ausstoß lag bei über 2.400 Tonnen pro Tag. Zudem ist der Vulkan aufgebläht, was auf eine Magmaakkumulation unter dem Vulkan hinweist.

Kanlaon

Aufgrund seiner erhöhten Aktivität gilt für den Kanlaon die Alarmstufe „2“. DOST-PHIVOLCS warnt eindringlich davor, die 4-Kilometer-Sperrzone um den Vulkan zu betreten, und betont die Möglichkeit plötzlich auftretender phreatischer Eruptionen oder einer Intensivierung der magmatischen Aktivität.

Parallel zu den vulkanischen Gefahren zieht der Tropensturm „Verbena“ über die Zentralphilippinen hinweg. Verbena landete am Morgen in der Provinz Surigao del Sur im Nordosten von Mindanao und bewegt sich derzeit mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h weiter in Richtung Visayas und Negros. Starke Regenfälle sind in den kommenden Tagen in weiten Teilen der Zentralphilippinen zu erwarten.

Diese Kombination aus starken Niederschlägen und erhöhter Vulkanaktivität führt zu einer gefährlichen Situation: Die Regenfälle könnten vulkanische Lockerstoffe, die bei den jüngsten Eruptionen des Kanlaon abgelagert wurden, in mobilisieren und in Schlamm verwandeln. Dadurch steigt das Risiko von Laharen, die Flüsse und Täler mit Geröll füllen und für Menschen, Infrastruktur und Landwirtschaft lebensbedrohlich sein können.

Besonders betroffen sind die Gemeinden entlang der Hauptflüsse an den Süd-, West- und Osthängen des Vulkans Kanlaon, darunter Bago City, Moises Padilla und San Carlos City sowie Canlaon City in Negros Oriental. Die Behörden haben bereits Evakuierungsempfehlungen ausgesprochen und raten dringend dazu, Flüsse nicht zu überqueren und die Gefahrenzonen strikt zu meiden.

Neben den Laharen warnen Meteorologen auch vor Überschwemmungen und Erdrutschen, da der Taifun Tino in den vergangenen Wochen das Gebiet bereits geschwächt hatte. Die Kombination aus vulkanischem Material, intensivem Regen und instabilen Hängen erhöht die Gefahr von Massenbewegungen deutlich.

Kanlaon: Mehrere Ascheeruptionen Anfang November

Mehrere Ascheeruptionen am Kanlaon – Vulkanasche in 3000 m Höhe detektiert

Der Kanlaon auf den Philippinen eruptierte in den letzten Tagen mehrere Aschewolken, von denen die jüngste heute bis auf eine Höhe von 3000 m über dem Meeresspiegel aufstieg und nach Südwesten driftete. In den Ortschaften unter der Aschewolke kam es zu Ascheniederschlag. Außerdem wurden in den letzten 24 Stunden 8 vulkanotektonische Erdbeben registriert. Der Schwefeldioxid-Ausstoß hat sich deutlich gesteigert und betrug heute 2300 Tonnen – fast tausend Tonnen mehr als in den vorherigen 24 Stunden, als es auch nur 5 vulkanotektonische Beben gab.

Kanlaon

Die Warnstufe „2“ wird aufrecht erhalten. Damit verbunden ist die Definition einer permanenten Gefahrenzone mit einem Radius von 4 Kilometern um den Krater, die weder betreten noch überflogen werden darf.

Der Kanlaon ist derzeit der einzige Vulkan der Philippinen auf Alarmstufe „2“. Es stehen aber 3 weitere Vulkane unter besonderer Beobachtung der Vulkanologen, die auf Alarmstufe „1“ stehen. Hierbei handelt es sich um Bulusan, Mayon und Taal. Letzterer eruptierte vor einer Woche phreatomagmatisch und war in den folgenden Tagen relativ ruhig. Inzwischen sieht es aber wieder so aus, als würde sich erneute höherer Druck im Fördersystem aufbauen: Der Schwefeldioxid-Ausstoß reduzierte sich bereits Ende Oktober auf bescheidene 318 Tonnen am Tag. In den letzten 24 Stunden bauten sich Tremorphasen auf, die bis zu 2 Minuten lang andauerten. Es sieht so aus, als würde sich der Vulkan auf eine weitere phreatische/phreatomagmatische Eruption vorbereiten, die in den nächsten Tagen stattfinden könnte. Ort des Geschehens dieser Eruptionen ist der Kratersee auf Volcano Island. Die Vulkaninsel im großen Taal-See darf nicht betreten werden. Unter der Insel akkumuliert sich Magma, was Bodenhebungen verursacht. Tatsächlich könnte es auch zu magmatischen Eruptionen kommen.

Kanlaon mit größerer Eruption am 24. Oktober

Kanlaon stieß Aschewolke aus und generierte einen pyroklastischen Strom

Auf den Philippinen kam es heute zu der erwarteten stärkeren Explosion, die sich in den vergangenen Tagen durch anhaltende vulkanotektonische Erdbeben angekündigt hatte. Laut dem VAAC Tokio stieg die Vulkanasche bis auf etwa 5.500 Meter Höhe auf und wurde vom Wind in nordwestliche Richtung getragen. Unter der Eruptionswolke kam es zu Ascheniederschlag.

Kanlaon

Die VONA-Warnung wurde um 13:46 UTC ausgegeben. Aus einem PHIVOLCS-Bericht geht jedoch hervor, dass sich der Ausbruch bereits gut eine halbe Stunde zuvor ereignete – gegen 20:08 Uhr Lokalzeit. Zu diesem Zeitpunkt war es auf den Philippinen bereits dunkel. Livecam-Aufnahmen zeigten daher nur eingeschränkt das Geschehen, jedoch war eine dichte Aschewolke deutlich zu erkennen. Die Vulkanologen registrierten außerdem einen pyroklastischen Strom, der auf der Südflanke rund einen Kilometer weit hinabfloss.

Trotz des gefährlichen Phänomens wurde der Alarmstatus nicht angehoben und bleibt auf Stufe 2. Rund um den Krater gilt weiterhin eine Sperrzone von vier Kilometern, und das Besteigen des Vulkans bleibt verboten.

PHIVOLCS riet Anwohnern, bei Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten und Öffnungen mit einem feuchten Tuch abzudichten. Nach einem Ascheregen sollte alles gründlich mit Wasser abgespült werden. Zudem wird empfohlen, Trinkwasser abzukochen – insbesondere, da in ländlichen Gebieten vielerorts noch Wasser aus offenen Brunnen geschöpft wird. Inwiefern das Abkochen gegen vulkanische Verunreinigungen tatsächlich hilft, bleibt allerdings fraglich.

Neben dem Kanlaon zeigt sich auch der Taal-Vulkan weiterhin unruhig: Seit gestern Mittag wird ein kontinuierliches Tremorsignal registriert, während der Kohlendioxid-Ausstoß deutlich zurückging. Bereits am 21. Oktober wurden nur noch 266 Tonnen SO₂ emittiert. Das Fördersystem scheint teilweise verstopft zu sein, wodurch sich im Inneren hoher Druck aufbaut, der sich möglicherweise in naher Zukunft in einer phreatischen Explosion entladen wird.

Kanlaon: Ascheemissionen nach Erdbebenanstieg

Kanlaon emittierte in mehreren Phasen Aschewolken – Erdbebenanstieg ging voran

Der philippinische Vulkan Kanlaon emittierte gestern in 7 Phasen, die bis zu 123 Minuten anhielten, Vulkanasche. Laut dem VAAC Tokio stieg sie bis auf 3000 m Höhe auf und driftete in Richtung Nordwesten. Dadurch wurden 2 VONA-Warnungen für den Flugverkehr ausgegeben.

Kanlaon. © PHILVOLCS

Die Eruptionen kamen keineswegs überraschend, denn bereits am 18. Oktober gab PHILVOLCS eine Warnung vor einer möglicherweise bevorstehenden Eruption aus. Grund hierfür war ein signifikanter Anstieg der Seismizität: Innerhalb eines Tages wurden 81 vulkanotektonische Erdbeben registriert, die aufsteigendes Magma signalisierten. Am Folgetag verringerte sich der Schwefeldioxidausstoß, was zusätzlich auf eine Blockade des Fördersystems hindeutete, was den Druck im Inneren des Vulkans ansteigen ließ. Mit den Eruptionen gestern löste sich die Blockade und es wurde eine Erhöhung des Schwefeldioxidausstoßes auf fast 3200 Tonnen am Tag festgestellt. Der Vulkan ist aufgebläht und es drohen weitere Vulkanausbrüche.

Obwohl sich der Druck im Vulkaninneren erst einmal gesenkt haben dürfte, steigt immer noch Magma aus der Tiefe auf, denn in den letzten 24 Stunden wurden 20 weitere vulkanisch bedingte Erschütterungen detektiert. Ein Ende der Aktivität ist somit nicht absehbar und es gilt weiterhin die Alarmstufe „2“.

Die permanente Gefahrenzone mit einem Radius von 4 Kilometern um den Krater bleibt bestehen, genauso das Besteigungs- und Überflugverbot des Kanlaons. Die Vulkanologen warnen vor plötzlich auftretenden phreatischen Eruptionen und halten auch magmatisch bedingte Ausbrüche für möglich. Bei diesen könnten pyroklastische Dichteströme entstehen, die eine besondere Gefahr darstellen. Starke Regenfälle könnten zudem Lahare auslösen.

Der Kanlaon ist ein 2435 m hoher Stratovulkan auf der Insel Negros und lag in relativer Nähe zu dem starken Erdbeben Mw 7,4, das die Philippinen am 10. Oktober erschütterte. Nach dem Erdbeben steigerte sich die Aktivität des Vulkans erneut.

Gestern gab es übrigens auch eine schwache phreatische Eruption im Kratersee von Volcano Island in der Taal-Caldera.

Philippinen: Vulkane bleiben unruhig

Mehrere philippinische Vulkane bleiben unruhig und bereiten sich auf Eruptionen vor

Die Philippinen sind eines der Länder, die besonders häufig von Naturkatastrophen heimgesucht werden: Taifune, Erdbeben und Vulkanausbrüche sind fast an der Tagesordnung, was der besonderen geografischen Lage des Landes geschuldet ist. Das Inselreich liegt in einem besonders warmen Teil des größten Ozeans der Welt, was günstige Voraussetzungen für die Entwicklung starker Stürme mit sich bringt. Zudem gehört es zum Pazifischen Feuergürtel, an dem die Pazifische Platte subduziert wird, was zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen führt.

Kanlaon. © PHILVOLCS

Aktuell zeigen 4 von gut 50 als aktiv eingestuften Vulkanen der Philippinen Anzeichen, dass sie sich auf einen Vulkanausbruch vorbereiten könnten. Bei diesen Vulkanen handelt es sich um Bulusan, Kanlaon, Mayon und Taal. Besonders kritisch ist es aktuell an Kanlaon und Taal. Letzterer ist in eine Phase permanenten Tremors eingetreten und der Schwefeldioxidausstoß ist stark zurückgegangen. Das deutet auf eine Blockade des Fördersystems hin, so dass die Entgasung des Systems gestört ist, wodurch sich der Druck im Inneren des Vulkans erhöht. Solche Blockaden führten in den vergangenen Monaten immer wieder zu phreatischen Eruptionen aus dem Kratersee auf Volcano Island, dem aktuellen Eruptionszentrum des großen Calderavulkans. Am Taal steht die Alarmstufe auf „1“ und man darf Volcano Island nicht betreten.

Ähnlich sieht es am Kanlaon aus, wo in den vergangenen 24 Stunden 90 vulkanisch bedingte Erdbeben registriert wurden. Gestern wurden 81 Beben gemeldet. Die Epizentren manifestierten sich westlich des Kraters. Außerdem halbierte sich auch hier der Schwefeldioxidausstoß gegenüber dem Vortag, was auch auf eine Blockade des Fördersystems hindeutet, die in den nächsten Tagen durch stärkere Eruptionen gelöst werden könnte. Die Alarmstufe steht auf „2“ und es gibt eine Sperrzone mit einem 4-Kilometer-Radius um den Gipfel.