Vulkan Kanlaon bleibt unruhig – Ascheemissionen und erhöhte seismische Aktivität
Der Vulkan Kanlaon auf der philippinischen Insel Negros zeigt weiterhin Anzeichen erhöhter Aktivität. Nach Angaben des Philippine Institute of Volcanology and Seismology (PHIVOLCS) bleibt die Alarmstufe 2 („erhöhte Unruhe“) in Kraft. In den letzten Tagen war die sichtbare Tätigkeit des Vulkans von wiederholten und teils lang anhaltenden Ascheemissionen geprägt. Das VAAC Tokio brachte seit gestern 12 VONA-Warnungen für den Flugverkehr zum Kanlaon heraus. Damit steigt die Gesamtzahl der Warnungen in diesem Jahr auf 218.

Die letzte Warnung wurde am17. Juni 2026 um 03:17 UTC herausgegeben und von einer Eruption ausgelöst, bei der Vulkanasche bis auf etwa 2.700 Meter Höhe (Fluglevel FL090) aufstieg. Die Aschewolke wurde vom Wind in südwestliche Richtung verfrachtet. Aufgrund ungünstiger Beobachtungsbedingungen konnte die Aschewolke auf Satellitenbildern nicht eindeutig identifiziert werden.
Laut Angaben der Vulkanologen von PHILVOLCS wurden innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt neun Ascheemissionsereignisse registriert. Diese dauerten zwischen einer und 213 Minuten. Zudem erfassten die Messstationen 17 vulkanisch bedingte Erdbeben, darunter 15 vulkanische Tremorphasen mit einer Dauer von bis zu 213 Minuten, die teils mit den Ascheemissionen einhergingen.
Die Gasemissionen blieben ebenfalls erhöht. Am 16. Juni wurde ein Schwefeldioxid-Ausstoß von durchschnittlich 1.762 Tonnen pro Tag gemessen. Über dem Krater stieg eine etwa 500 Meter hohe Dampffahne auf, die ebenfalls nach Südwesten driftete. Gleichzeitig zeigen geodätische Messungen eine Inflation des Vulkangebäudes, was auf eine Druckzunahme im Inneren des Systems hindeutet.
PHIVOLCS hält seine Hinweise zu den Vulkangefahren des Kanlaon aufrecht und warnt vor möglichen plötzlich auftretenden phreatischen Eruptionen sowie vor einer möglichen Zunahme magmatischer Aktivität. Die permanente Gefahrenzone im Umkreis von vier Kilometern um den Gipfel darf nicht betreten werden. Zudem wird Flugverkehr in unmittelbarer Nähe des Vulkans ausdrücklich abgeraten, da jederzeit neue Ascheemissionen auftreten können.







