Vulkan-Nachrichten 27.06.21: Ätna, Reventador

Ätna, immer wieder Ätna!

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmus

Während ich jetzt eigentlich die Daten vom letzten Ätna-Paroxysmus aufarbeiten wollte, befindet sich der Vulkan bereits an der Schwelle zu einem neuen Ausbruch: der Tremor ist bis in den roten Bereich gestiegen und auf den LiveCams erkennt man Asche-Emissionen aus dem Neuen Südostkrater. Damit sieht es so aus, als würde der Vulkan seine beispielslose Paroxysmen-Serie auch heute fortsetzten. Die letzte Eruption ist gerade einmal 16 Stunden her! eingebettet ist der Livestream der aktuellen Eruption:

Der Ausbruch am Samstagabend wurde gut dokumentiert und zahlreiche Medien sind in unserer FB-Gruppe zu bewundern. Das INGV berichtet in seinem Blog, dass strombolianische Tätigkeit gegen 14.30 Uhr UCT begonnen hatte. Interessanterweise nahm zu diesem Zeitpunkt die Lavastromtätigkeit aus dem neuen Schlot auf 3050 m Höhe ab. Die strombolianischen Eruptionen steigerten sich schnell Richtung Paroxysmus. Er hatte seinen Höhepunkt gegen 16.30 UCT erreicht. Wieder wurde eine hoch aufsteigende Lavafontäne gefördert. Vulkanasche erreichte eine Höhe von ca. 5500 m. Gegen Ende der Eruption, als die Lavafontäne schnell nachließ, erzeugte der südwestlichste Schlot einige stärkere Explosionen, die glühende Tephra auf weite Bahnen schleuderte. Mit dem Ausklingen der Tätigkeit, setzte erneut Lava-Effusion aus dem neuen Schlot ein.

Reventador mit Explosionen

Staat: Ecuador | Koordinaten: -0.081, -77.67 |Eruption: Vulcanianisch

In Ecuador ist der Reventador weiterhin aktiv und erzeugt mehrmals am Tag Explosionen. Vulkanasche steigt bis zu 4600 m hoch auf und driftet vornehmlich in Richtung Westen. Das IGEPEN berichtet von mehreren Explosionen, bei denen die Asche 1000 m über Kraterhöhe aufstieg. Die Seismometer registrierten gestern 28 Explosionen, 51 VLP-Erdbeben und 3 Tremorphasen. Der Alarmstatus steht auf orange.

Stromboli mit Lavaüberlauf

Staat: Italien | Koordinaten: 38.79, 15.21 | Eruption: Strombolianisch

Das INGV berichtete gestern, dass der Stromboli am Freitag einen Lavastrom produzierte, der aus dem nordöstlichen Kratersektor überlief. Er bewegte sich auf dem oberen Bereiche der Sciara del Fuoco. Ansonsten bewegt sich die Aktivität auf dem Niveau der Vortage: das LGS registrierte sehr viele thermische Durchgänge, die die explosive Aktivität widerspiegeln. Der Explosionsdruck der Eruptionen war niedrig und erreichte Werte um 0,4 bar.

Erdbeben-News 26.06.21: Kermadec, Türkei

Das bislang stärkste Erdbeben des Tages manifestierte sich bei den Kermadec-Inseln. Der interessanteste Erdstoß wurde im mexikanischem Bundesstaat Michocan lokalisiert.

Kermadec: Erdstoß Mw 5,3

Datum: 26.06.2021 | Zeit: 04:37:58 UTC | Lokation: 28.44 S ; 176.46 W | Tiefe: 16 km | Mw 5,3

Östlich der neuseeländischen Kermadec-Inseln bebte es mit einer Magnitude von 5,3. Das Hypozentrum lag 30 km tief. Das Epizentrum wurde 805 km südlich von ‘Ohonua auf Tonga verortet. Ein zweiter Erdstoß in der Region brachte es auf M 5,0.

Türkei: Erdbeben Mw 5,2

Datum: 25.06.2021 | Zeit: 18:28:41 UTC | Lokation: 39.19 N ; 40.23 E | Tiefe: 16 km | Mw 5,2

Im Südosten der Türkei manifestierte sich gestern ein Erdbeben der Magnitude 5,2. Der Erdbebenherd befand sich in 16 km Tiefe. Das Epizentrum lag 14 km östlich von Yayladere. Das Beben ereignete sich in relativer Nähe zum Van-See, an dem es öfters bebt. Im Jahr 2011 richtete ein Erdbeben Mw 7,1 große Zerstörungen in der Stadt Van an.

Salomonen: Erdbeben Mw 5,2

Datum: 26.06.2021 | Zeit: 06:38:12 UTC | Lokation: 10.34 S ; 161.06 E | Tiefe: 47 km | Mb 5,2

Das Archipel der Salomonen wurde von einem Erdstoß der Magnitude 5,2 erschüttert. Der Erdbebenherd wurde in 47 km Tiefe erfasst. Das Epizentrum befand sich 95 km westlich von Kirakira. Wenig zuvor gab es ein Vorbeben M 4,9.

Pazifik: Erdbeben M 5,0

Datum: 26.06.2021 | Zeit: 00:55:32 UTC | Lokation: 35.97 S ; 102.43 W | Tiefe: 10 km | Mb 5,0

Ein Erdbeben der Magnitude 5,0 manifestierte sich südöstlich der chilenischen Osterinsel. Die Tiefe des Hypozentrums wurde vom EMSC mit 10 km angegeben. Das Epizentrum befand sich 1183 km südöstlich von Hanga Roa.

Mexiko: Schwarmebben hält an

Datum: 26.06.2021 | Zeit: 16:49:39 UTC | Lokation: 19.54 N ; 102.11 W | Tiefe: 22 km | Mb 4,0

Das Schwarmbeben im mexikanischem Vulkanfeld Michoacán-Guanajuato geht weiter. Die stärkste Erschütterung hatte heute die Magnitude 4,0. Das Hypozentrum befand sich in 22 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 14 km süd-süd-westlich von Paracho de Verduzco festgestellt. Insgesamt wurden heute 4 Erschütterungen registriert. Die seismische Tätigkeit hält seit Wochen an und steht sehr wahrscheinlich mit den Bewegungen Magmatischer Fluide in Verbindung.

Vulkan-News 26.06.21: Ätna, Fagradalsfjall, Merapi

Am Ätna ereignete sich ein weiterer Paroxysmus. Am Fagradalsfjall setzte wieder Tremor ein. Der Merapi erzeugte ungewöhnlich viele Schuttlawinen.

Ätna Paroxysmus No 46

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmus

Gestern Abend (wie sollte es auch anders sein?) gab es einen weiteren Paroxysmus am Ätna. Es war der 46 in Folge. Nachdem sich zunächst die strombolianische Tätigkeit am Neuen Südostkrater steigerte, setzte gegen 18:40 Uhr UCT die paroxysmale Hauptphase ein. Das INGV berichtete, dass die Tremor-Amplitude sehr hohe Werte erreichte und dass sich die Quelle des Tremors auf ca. 2800 m Höhenniveau unter dem NSEC befand. Es wurde wieder eine Lavafontäne nebst Aschewolke gefördert. Letztere erreichte eine Höhe von mehr als 7000 m. Es waren mindestens 2 Lavaströme unterwegs: einer in südlicher Richtung und ein weiterer in Richtung Osten. Er entsprang dem neuen Schlot auf 3050 m Höhe und erreichte das Valle del Bove. MIROVA detektierte eine sehr hohe Thermalstrahlung mit 3051 MW Leistung. Heute Morgen sah man auf der Thermalcam eine thermische Anomalie am unteren Schlot im Südwesten der Scharte des NSEC. Der Ätna bleibt heiß!

Fagradalsfjall: Wetter schlecht

Staat: Island | Koordinaten: 63.903, -22.273 | Eruption: Hawaiianisch

Auf Island ist das Wetter schlecht und entsprechend wenig geben die Livecams her. Durch den Nebel konnte man letzte Nacht etwas Rotglut erahnen, die von einem Lavastrom stammte, der aus dem Krater überlief. Im Natthagi-Tal gab es keine größeren Veränderungen. Dafür wird wieder moderater Tremor registriert. Die Seismizität entlang des Magmatischen Gangs ist gering. Offshore, im Bereich des Reykjanes-Ridge manifestierte sich gestern ein Schwarmbeben. 2 Erschütterungen hatten Magnituden knapp über 3.

Merapi: Hohe Anzahl an Schuttlawinen

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Pyroklastische Ströme

Der Merapi ist weiterhin mit dem Bau seines Lavadoms beschäftigt und hält damit die Menschen in seinem Wirkungskreis in Atem. Heute Nacht ging ein kleiner pyroklastischer Strom ab. Interessanter ist die hohe Anzahl von Schuttlawinenabgängen, die gestern registriert wurden: die Seismometer vom VSI zeichneten gut 350 entsprechende Signale auf. Das war der höchste Wert der letzten Monate. Es ist damit zu rechnen, dass bald größere Pyroklastische Ströme entstehen werden.

Naturkatastrophen-News 25.06.21: Tornado wütet in Tschechien

Gestern Abend richtete ein Tornado in Tschechien große Schäden an und tötete mindestens 4 Menschen. Mehr als 200 Personen wurden verletzt, darunter befanden sich auch 10 Schwerverletzte. Die Großtrombe hinterließ in sieben Dörfern Südmährens eine Schneise der Verwüstung. Der Tornado verursachte Chaos pur, zerstörte Häuser, deckte Dächer ab, demolierte Autos und Strommasten. Mehrere Ortschaften wurden von der Außenwelt abgeschnitten, da auch die Zufahrtswege blockiert waren.

Die Gemeinden Hrusky und Moravska Nova Ves wurden besonders schlimm getroffen. Der Tornado zog mitten durch die Ortschaften und radierte sie mindestens zur Hälfte aus. In einem Interview mit der Agentur CTK sagte der stellvertretende Bürgermeister von Hruskys:. „Geblieben sind nur die Mauern, ohne Dach, ohne Fenster“. Ein ähnliches Bild lieferte auch das UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Valtice. An dem Barockbau aus dem 17. Jahrhundert entstand ein Millionenschaden. Zahlreiche Fensterscheiben barsten und das Dach wurde abgedeckt.

Der Tornado trat infolge von Unwettern auf. Neben Blitz und Donner kam es zu Starkregen und Hagel. Von diesen Unwettern tobten unzählige in der Region. Die Autobahn D2 musste gesperrt werden, weil eine Hochspannungsleitung auf die Fahrbahn gestürzt war. In der Folge fiel für 32.000 Haushalte der Strom aus. Es wurde der Ausnahmezustand ausgerufen und die Regierung mobilisierte die Armee für Hilfseinsätze. Auch die Nachbarländer Österreich und Slowakei schickten Rettungswagen zur Unterstützung.

Und auch Deutschland, Österreich und die Schweiz wurden in den letzten Tagen von Stürmen mit Starkregen nicht verschont. Im Endeffekt hätte die Naturkatastrophe auch eine der Süddeutschen Metropolen treffen können. Im Zuge des Klimawandels treten Tornados auch in Europa immer häufiger auf und gewinnen an Stärke.

Vulkan-Nachrichten 25.06.21: Ätna, Merapi, Stromboli

Am Ätna gab es einen weiteren Paroxysmus. Der Merapi eruptierte 4 Pyroklastische Ströme und am Hekla gab es 3 schwache Erdbeben. Der Stromboli ist ebenfalls fleißig.

Ätna: Paroxysmus No 45

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 |Eruption: Paroxysmus

Es ist einfach unglaublich, in der Nacht präsentierte uns Ätna seinen 45. Paroxysmus seit Dezember 2020. Ich denke mal, diese Ausbruchsserie mit so zahlreichen, kurz aufeinander folgenden Eruptionen, stellt für die letzten Jahre einen Rekord dar! Der Ablauf der Eruption unterschied sich nur wenig von den Vorgängern: Laut INGV setzte gegen 23:20 Uhr UCT strombolianische Aktivität ein. Eine Stunde später verstärkten sich die Eruptionen. Gegen 1 Uhr UCT gingen die Strombolianer in eine Lavafontäne über. Der Unterschied lag darin, dass mit Einsetzten der Strombolianer auch der neue Schlot auf 3050 m Höhe aktiv wurde und einen Lavastrom förderte, der Richtung Valle del Bove floss. Das VAAC detektierte Vulkanasche in einer Höhe von 6100 m. Die Asche driftete in östlicher Richtung.

Hekla: 3 Erdbeben

Staat: Island | Koordinaten: 63.98-19.67 | Eruption: Fumarolisch

Lange habe ich nichts mehr über die Hekla auf Island geschrieben. Seit Jahren orakeln Vulkanologen, dass der Vulkan zu einem Ausbruch bereit sei und dass eine Eruption statistisch gesehen überfällig ist. Heute wurden 3 schwache Erdbeben unter der Südflanke des Vulkans registriert. Sie müssen nicht gleich Vorzeichen eines unmittelbar bevorstehenden Ausbruchs sein, zeigen aber, dass es im Untergrund brodeln könnte.

Update: Es bliebt nicht bei den 3 Erschütterungen vom Morgen, denn es folgten weitere Beben, so dass ein kleiner Cluster entstand. Es war das stärkste Schwarmbeben im Bereich der Hekla seit mehreren Jahren.

Merapi mit pyroklastischen Strömen

Staat: Indonesien | Koordinaten: -7.541, 110.445 | Eruption: Pyroklastische Ströme

Der Merapi auf Java steigerte seine Aktivität in den letzten Tagen ebenfalls und erzeugte weitere Pyroklastische Ströme. Das VAAC detektierte Vulkanasche in einer Höhe von 4000 m. Die Vulkanologen vom VSI berichten heute von 4 Pyroklastischen Strömen. Der Größte war gut 245 Sekunden lang unterwegs und erzeugte die Aschewolke. Darüber hinaus gab es 180 Abgänge von Schuttlawinen. Zum Teil transportierten sie glühendes Material. Es werden weiterhin vulkanisch bedingte Erdbeben registriert. Magma steigt auf und der Dom wächst.

Stromboli ist munter

Staat: Italien | Koordinaten: 38.79, 15.21 | Eruption: Strombolianisch

Der liparische Stromboli glänzt weiterhin mit erhöhter Aktivität, auch wenn die Tendenz der meisten Parameter gestern etwas rückläufig war. So wurden immer noch sehr viele thermische Durchgänge registriert: das LGS gibt hier 719 an. Normal sind Werte um 100. Allerdings waren die meisten Eruptionen vergleichsweise schwach und lieferten nur Explosionsdrücke von weniger als 0,5 bar. Die Tremor-Amplitude schwankt zwischen Medium und hoch. Der Kohlendioxid-Ausstoß lag bei 1640 Tonnen am Tag.

Erdbeben-Nachrichten 24.06.21: Peru

Die drei stärksten Erdbeben der letzten 48 Stunden hatten Magnituden im 5-er Bereich und lagen entlang des Pazifischen Feuergürtels.

Peru: Erdbeben Mw 5,8

Datum: 23.06.2021 | Zeit: 02:54:18 UTC | Lokation: 12.69 S ; 76.74 W | Tiefe: 51 km | Mw 5,8

Gestern manifestierte sich südlich der peruanischen Hauptstadt Lima ein Erdbeben der Magnitude 5,8. Das Hypozentrum wurde in 51 km Tiefe festgestellt. Das Epizentrum befand sich 12 km west-süd-westlich von Mala. Beim EMSC gibt es zahlreiche Wahrnehmungsmeldungen.

Indonesien: Erdbeben M 5,6

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 02:24:56 UTC | Lokation: 5.99 S ; 128.31 E | Tiefe: 347 km | Mw 5,6

Unter der indonesischen Banda-See gab es ein Mantelbeben der Magnitude 5,6. Das Hypozentrum befand sich in 347 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 256 km süd-süd-östlich von Ambon verortet.

Neu Kaledonien: Erdbeben Mb 5,5

Datum: 23.06.2021 | Zeit: 05:39:39 UTC | Lokation: 22.80 S ; 171.67 E | Tiefe: 10 km | Mb 5,5

Am Vanuatugraben, östlich von Neukaledonien und den Loyalty-Inseln bebte es mit einer Magnitude von 5,5. Der Erdbebenherd lag 10 km tief. Das Epizentrum wurde 414 km östlich von Tadine lokalisiert.

Papua Neuguinea: Erdbeben Mb 5,2

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 14:49:59 UTC | Lokation: 6.63 S ; 154.99 E | Tiefe: 100 km | Mb 5,2

In der Bougainville-Region von Papua Neuguinea bebte es mit einer Magnitude von 5,2. Der Erdbebenherd lag 100 km tief. Das Epizentrum befand sich in einer Distanz von 65 km südwestlich von Panguna.

Australien: Erdstoß Mw 5,1

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 06:57:03 UTC | Lokation:  18.22 S ; 120.27 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,1

Vor der Nordwestküste Australiens ereignete sich ein Erdstoß der Magnitude 5,1. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von 10 km. Das Epizentrum wurde 207 km westlich Cable Beach festgestellt. Erdbeben in Australien sind verhältnismäßig selten.

Pazifik-Antartik-Rücken: Erdbeben Mb 5,1

Datum: 24.06.2021 | Zeit: 09:07:21 UTC | Lokation:  55.02 S ; 127.17 W | Tiefe: 10 km | Mb 5,1

Ein weiteres Beben der Magnitude 5,1 wurde aus den Weiten des Pazifiks gemeldet. Am Ozeanischen Rücken vor der Antarktis bebte es in einer Entfernung von 3576 km von Punta Arenas in Chile. Das Hypozentrum lag 10 km tief.

Naturkatastrophen-Nachrichten 24.06.21: Unwetter in Süddeutschland

In Teilen von Süddeutschland gingen am Abend schwere Unwetter nieder. Gewitterstürme mit Hagel richteten große Schäden an und verletzten mindestens 5 Personen. Besonders schlimm traf es die Regionen Tübingen und Reutlingen, für die der Deutsche Wetterdienst Unwetterwarnungen herausgebracht hatte. Innerhalb kürzester Zeit fiel soviel Niederschlag, dass sich Straßen in reißende Eisflüsse verwandelten. Zahlreiche Autos erlitten Hagelschlag, zudem wurden Hausdächer beschädigt. Die Feuerwehr war pausenlos im Einsatz und musste geflutete Keller leerpumpen.

Aus Reutlingen wurden tennisballgroße Hagelbälle gemeldet. In Tübingen wurde das Impfzentrum überflutet und wird wohl länger außer Betrieb sein. Aktuell liegt für die Region die nächste Unwetterwarnung vor.

Neben den beiden Kreisen in Baden Württemberg, traf es auch die Region südlich der bayrischen Metropole München hart. In München musste die Feuerwehr zu mehr als 500 Einsätzen ausrücken. In Passau blieb ein Auto in den Wassermassen unter einer Unterführung stecken. Der Fahrer musste von Einsatzkräften gerettet werden.

Europaweite Unwetter

Bereits in den letzten Tagen kam es zu vielen Unwettern, von denen nicht nur Deutschland betroffen war: in Tschechen fiel für 50.000 Haushalten unwetterbedingt der Strom aus. In der Stadt Pilsen geriet ein Haus in Brand, nachdem es vom Blitz getroffen wurde. Zahlreiche Eisenbahnstrecken waren nicht befahrbar.

Besonders dramatisch war die Lage in der Schweiz. Im Kanton Neuchâtel gingen so heftige Unwetter mit Starkregen und Hagel nieder, dass Schlammlawinen ausgelöst wurden. In den Dörfern Cressier und Frochaux wurden mehr als 70 Häuser zerstört, bzw. stark beschädigt. Als die Fluten zurück gingen, fanden sich Autos in den Bäumen wieder. Wie durch ein Wunder gibt es keine Todesopfer.

Weltweite Unwetter

Die Unwetter beschränken sich aber nicht nur auf Europa. Weltweit wird in den Medien von Unwettern berichtet, die Naturkatastrophen verursachen. Schwere Gewitter wüteten im indischen Mumbai genauso, wie in China und Saudi Arabien. Im US-Amerikanischen Chicago zerstörte ein Tornado gut 200 Häuser. Aufnahmen findet ihr in unserer FB-Gruppe zu den Naturkatastrophen.

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