Erdbeben Mw 7,3 bei Tonga

Tonga-Archipel wird vom starken Erdbeben Mw 7,3 erschüttert

Datum: 11.11.22 | Zeit: 10:48:50 UTC |  19.17 S ; 172.33 W | Tiefe: 60 km | Mw 7,3

Die Tonga-Region wurde heute Vormittag von einem starken Erdbeben der Magnitude 7,3 erschüttert. Der Erdbebenherd lag 60 km tief. Das Epizentrum lag offshore, und wurde 183 km östlich von Neiafu lokalisiert. Es liegen Wahrnehmungsmeldungen vor, die den Erdstoß als „schrecklich“ bezeichnen. Da der Erdbebenherd in großer Tiefe lag und sich bereits in der Asthenosphäre befand, ist nicht mit einem größeren Tsunami zu rechnen. Trotzdem könnten Schäden auf den näher gelegenen Inseln entstanden sein.

Vulkan-News 11.11.22: Semeru mit Pyroklastischem Strom

Am Semeru floss ein Pyroklastischer Strom 4,5 km weit

Staat: Indonesien | Koordinaten: -8.108, 112.92 | Aktivität: Dom

Bereits am Mittwoch gab es am indonesischen Vulkan Semeru eine größere Eruption. Sie manifestierte sich in Form eines Pyroklastischen Stroms, der eine Gleitstrecke von 4,5 km hatte und die Basis des Vulkankegels erreichte. Da der Vulkan in Wolken gehüllt war, wurden die Bewohner erst recht spät auf das Ereignis aufmerksam. Wäre der Pyroklastische Strom größer geworden, dann hätten die Menschen keine Zeit zur Flucht gehabt. Allerdings bewegen sich die Glutwolken recht schnell, so dass höchstens Minuten bleiben, um sich in Sicherheit zu bringen. Besonders gefährlich ist es in den Abflussrinnen und Flusstälern an der Vulkanbasis, weil die Pyroklastischen Ströme meistens Vertiefungen folgen. So floss der aktuelle Pyroklastische Strom durch das Flussbett Besuk Kobokan. Große Glutwolken können aber auch die Vertiefungen verlassen und größere Barrieren überwinden.

Das PVMGB warnt davor, sich der Basis des Vulkans zu nähern. Diese Warnung gilt insbesondere für die Arbeiter, die in den Flussbetten am Vulkan Schotter fördern. Es gilt eine 13 km durchmessende Sperrzone um den Gipfel. Es wird empfohlen, sich den Ufern des Flusses Besuk Kobokan höchstens auf 500 m zu nähern.

Das VSI berichtete in seinem Update am 09. November für den Beobachtungszeitraum 12.00-18-00 WIB über die Abgänge von 2 Pyroklastischen Strömen. Während der erste Strom relativ klein war und ein seismisches Signal von 360 Sekunden Dauer verursachte, war das Signal des Hauptstroms deutlich stärker und hielt 3255 Sekunden an. Man kann davon ausgehen, dass in den 54 Minuten mehrere Pyroklastische Ströme abgingen. Normalerweise entstehen sie durch Kollaps-Ereignisse am Lavadom, oder gehen von einer Lavastromfront ab. In den Tagen vor dem Ereignis stieg der Tremor am Semeru deutlich an: es wurden täglich bis zu 20 Tremorphasen detektiert. Darüber hinaus gab es auch die normale strombolianische Aktivität. Pro Tag ereigneten sich zwischen 70 und 80 Explosionen.

Pyroklastische Ströme entstehen oft in Serien, da sie meistens dann auftreten, wenn die extrusive Aktivität hoch ist und Lavadom und/oder Lavastrom schnell wachsen. Das Gefahrenpotenzial bleibt am Semeru hoch. Zuletzt kam es im Dezember 2021 zu einer Serie Pyroklastischer Ströme, die auch Zerstörungen verursachte und Todesopfer forderte.

Erdbeben-News am 11.11.22: Indien

Indien: Erdbeben Mw 5,4

Datum: 10.11.22 | Zeit: 05:01:07 UTC |  28.43 N ; 94.40 E | Tiefe: 16 km | Mw 5,4

Im Norden von Indien bebte es mit einer Magnitude von 5,4. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 16 km. Das Epizentrum wurde 11 km südlich von Shi Yomi lokalisiert. Dem EMSC liegen Wahrnehmungsmeldungen vor. Sie beschreiben leichte Erschütterungen. Das Beben erschütterte das Himalaya-Vorgebirge in der Region Arunachal-Pradesh.


Nachbeben Mb 4,5 an der italienischen Adriaküste

Datum: 10.11.22 | Zeit: 17:54:13 UTC | 43.91 N ; 13.36 E | Tiefe: 10 km | Mb 4,5

Die italienische Adriaküste zwischen Ancona und Rimini kommt nicht zur Ruhe. Nach dem moderate-starken Erdbeben vom Mittwoch gab es weitere Nachbeben Das Stärkste brachte es gestern Abend auf eine Magnitude von 4,5 und hatte ein Hypozentrum in 10 km Tiefe. Das Erdbeben konnte im Adriaraum gespürt werden. Ein Blick auf die Shakemap zeigt den Bebencluster kurz vor der Küste. Man erkennt einen kleineren Cluster weiter südlich im Landesinneren. In den Regionen dazwischen wird es auch große Spannungen entlang der Störungszonen geben und es ist wahrscheinlich, dass es weitere Erdbeben geben wird.