Popocatépetl stößt Vulkanasche bis auf 6400 m Höhe aus

Popocatépetl eruptiert bei schönstem Wetter Aschewolken bis auf 6400 m Höhe

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl bleibt aktiv und stößt Vulkanasche sowie Gase aus. Nach Angaben des VAAC Washington wurden am 3. August Ascheemissionen beobachtet, die sich mit dem Wind in südwestlicher Richtung ausbreiteten. Satellitenbilder des Wettersatelliten GOES-19 und Bilder von Webcams dokumentierten die Aktivität. Die Aschewolke reichte bis auf eine Höhe von 6.400 Metern über dem Meeresspiegel und driftete in Richtung Südwesten.

Popocatépetl

Die anhaltenden Emissionen zeigen, dass sich der rund 5.426 Meter hohe Stratovulkan weiterhin in einer Phase moderater Aktivität befindet. Auf den Afar-TV-Livestreamaufnahmen lassen sich in den letzten 12 Stunden explosive Ascheeruptionen ausmachen sowie mehrere schwache Dampfexhalationen. Während der Nacht ist ein intensiver roter Lichtschein rot illuminierter Dampfwolken zu sehen. Sie deuten auf glühende Lava im Schlotbereich des tiefen Kraters hin.

Die Asche-Emissionen können je nach Windrichtung die Luftqualität in umliegenden Ortschaften beeinträchtigen und stellen insbesondere für den Luftverkehr nahe dem Hauptstadtflughafen eine Herausforderung dar. Je nach Windrichtung können bereits kleinere Eruptionen den Flugverkehr startender und landender Flugzeuge beeinträchtigen.

Der jüngste Lagebericht des mexikanischen Vulkanüberwachungszentrums CENAPRED beschreibt insgesamt zwanzig schwache Exhalationen, die hauptsächlich aus Wasserdampf und vulkanischen Gasen bestanden. Darüber hinaus registrierten die Seismometer 65 Minuten harmonischen Tremor mit sehr geringer Amplitude. Harmonischer Tremor entsteht durch die Bewegung von Magma oder vulkanischen Gasen im Fördersystem und gilt als Hinweis darauf, dass der Vulkan weiterhin unter Druck steht.

Die offizielle Alarmstufe bleibt unverändert auf Gelb Phase 2. CENAPRED appelliert erneut an die Bevölkerung, den Vulkan nicht zu besteigen und die Sperrzone von zwölf Kilometern um den Krater strikt einzuhalten. Selbst kleinere Explosionen können glühende Gesteinsbrocken über weite Entfernungen auswerfen. Dabei werden häufig Schuttlawinen ausgelöst, die bereits Bergsteiger auf der Flanke des Popocatépetl getroffen und getötet haben. Zudem besteht bei starken Regenfällen die Gefahr, dass sich in den Schluchten Schlamm- und Gerölllawinen bilden. Die Behörden beobachten den Popocatépetl daher weiterhin rund um die Uhr.

Popocatépetl eruptierte am 24. Juni Aschewolke auf 7300 m Höhe

Popocatépetl stößt wieder Asche aus – Warnstufe bleibt auf Gelb Phase 2

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl stieß heute erneut eine Aschewolke aus, die höher als üblich aufstieg. Nach Angaben des VAAC Washington wurde am Dienstag eine anhaltende Ascheemission beobachtet, deren Wolke eine Höhe von rund 7.300 Metern erreichte und mit etwa 19 km/h nach Westen zog. Satellitenbilder und Webcam-Aufnahmen bestätigten die Ausbreitung der Vulkanasche über weite Gebiete westlich des Kraters. Auf den Livestreams konnte ich aufgrund dichter Bewölkung allerdings nichts erkennen. Anders sah es gestern aus, als sich bei schönstem Winterwetter mehrere kleinere Eruptionen ereigneten (siehe Bild).

Popocatépetl

Die Eruptionswolke wurde um 13:51 UTC erfasst. Prognosen zufolge könnte sich die Asche im Tagesverlauf weiter nach Westen ausbreiten. Für die Luftfahrt stellt Vulkanasche insbesondere in der Nähe des Vulkans ein potenzielles Risiko dar, da sie Triebwerke und andere technische Systeme beeinträchtigen kann.

Das mexikanische Nationale Zentrum für Katastrophenprävention (CENAPRED) meldet ebenfalls anhaltende vulkanische Aktivität. In den vergangenen 24 Stunden registrierten die Wissenschaftler 277 starke Entgasungen und Asche-Dampf-Exhalationen. Diese bestanden überwiegend aus Wasserdampf, vulkanischen Gasen und geringen Ascheanteilen. Größere Explosionen wurden im Berichtszeitraum nicht gemeldet. In den Tagen zuvor waren deutlich weniger Exhalationen registriert worden. Dafür zeigten nächtliche Aufnahmen schwache strombolianische Eruptionen, bei denen einige glühende Lavabrocken auf die Außenflanke des Kraterbereichs geschleudert wurden. Tremor wurde im aktuellen Bericht nicht erwähnt. Zusammen mit der stärkeren Explosion vom heutigen Tag ergibt sich das Bild einer moderaten Aktivitätssteigerung. Möglicherweise räumte die Explosion einen Teil des Lavadoms aus, der sich im Krater immer wieder neu bildet.

Die offizielle Warnstufe bleibt unverändert auf Gelb Phase 2, der zweithöchsten Stufe innerhalb der gelben Alarmphase. Nach Einschätzung der Behörden sind weiterhin leichte bis mäßige Explosionen möglich. Dabei können glühende Gesteinsfragmente in der Umgebung des Kraters niedergehen.

CENAPRED appelliert deshalb erneut an die Bevölkerung, den Vulkan nicht zu besteigen und die bestehende Sperrzone strikt einzuhalten. Rund um den Krater gilt ein Sicherheitsradius von zwölf Kilometern. Das Betreten dieses Bereichs ist aufgrund möglicher Explosionen und herabfallender vulkanischer Geschosse gefährlich.

Der 5.426 Meter hohe Popocatépetl zählt zu den aktivsten Vulkanen Mexikos und wird aufgrund seiner Nähe zu den Ballungsräumen Mexiko-Stadt, Puebla und Tlaxcala rund um die Uhr überwacht.

Explosivität am Vulkan Popocatepetl nimmt weiter zu

Explosivität am Popocatépetl nimmt weiter zu – Vulkanausbruch wirft rotglühende Tephra bis auf den Hang aus

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl ist in den letzten Tagen wieder deutlich unruhiger geworden und erzeugt häufigere Explosionen, die neben Vulkanasche auch rotglühende Tephra fördern, die im oberen Bereich der Vulkanflanke niedergeht. Webcamaufnahmen zeigen dabei rot illuminierte Dampfwolken, die so grell aufleuchten, dass das gesamte Bild überstrahlt wird. Dennoch scheint es eine Diskrepanz zwischen den visuellen Beobachtungen und den Messwerten der Vulkanologen zu geben, die ich mir nicht erklären kann.

Popocatepetl

In den vergangenen Tagen hat sich die Explosivität des 5.426 Meter hohen Vulkans weiter gesteigert. Livecam-Aufnahmen dokumentieren anhaltende Eruptionen, bei denen glühende Lavabomben und Gesteinsfragmente bis auf die oberen Flanken des Vulkankegels geschleudert werden. Die ballistischen Auswürfe stellen insbesondere im Gipfelbereich eine Gefahr dar, weswegen die Besteigung des Vulkans weiterhin untersagt bleibt.

Auch satellitengestützte Beobachtungen bestätigen die aktuelle Unruhe und das VAAC Washington veröffentlicht seit Mitte Mai wieder deutlich regelmäßiger Warnungen vor Vulkanasche, als es in den ersten Monaten des Jahres der Fall gewesen war. So meldeten die Washingtoner am frühen Morgen des 3. Juni eine Ascheemission, die bis in Höhen von etwa 6.000 Metern über dem Meeresspiegel aufstieg Die Aschewolke driftete mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h nach Süden und Südwesten ab.

Nach Angaben des Nationalen Zentrums für Katastrophenprävention (CENAPRED) wurden innerhalb der letzten 24 Stunden 33 Exhalationen geringer Intensität sowie 22 Minuten vulkanischer Tremor registriert. Tremor gilt als Hinweis auf die Bewegung von Magma und vulkanischen Gasen im Fördersystem und kann eine erhöhte eruptive Aktivität begleiten. Was mich verwundert, ist, dass die Explosionen als Exhalationen eingestuft werden, obwohl rotglühende Tephra ausgestoßen wird. Die Explosionen zerstören den Lavadom, der am Boden des Kraters wuchs. Der Tremor fluktuiert deutlich: Am 1. Juni wurden 66 Minuten aufgezeichnet. Diese Werte liegen aber immer noch deutlich unter denen der stärkeren Eruptionsphasen der Vorjahre.

Die mexikanischen Behörden halten die Warnstufe weiterhin auf „Gelb Phase 2“. CENAPRED fordert die Bevölkerung eindringlich auf, den Kraterbereich nicht zu betreten und die bestehende Sperrzone von zwölf Kilometern strikt einzuhalten. Aufgrund der Gefahr herabfallender Lavabomben und möglicher stärkerer Explosionen bleibt die Situation am Popocatépetl aufmerksam zu beobachten.

Vulkanausbruch am Popocatepetl förderte dichte Aschewolke

Anhaltende Ascheeruption am Popocatépetl – Eruptionswolke steigt bis auf 6.100 Meter Höhe

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl hat in den vergangenen Tagen seine Explosivität deutlich gesteigert und mehrere teils kräftige Ascheeruptionen erzeugt. Besonders am Morgen des 30. Mai kam es zu einer länger anhaltenden Eruption, bei der eine dichte Aschewolke bis auf Flughöhe FL200 (rund 6.100 Meter über dem Meeresspiegel) aufstieg. Unter dem Einfluss starker Höhenwinde driftete die Wolke in südwestliche Richtung und war über weiten Teilen Zentralmexikos sichtbar.

Popocatepetl

Bereits um 7:00 Uhr registrierten die Überwachungskameras des Nationalen Zentrums für Katastrophenprävention (CENAPRED) eine starke Ascheemission. Nur wenige Minuten später, um 7:07 Uhr, folgte eine deutlich stärkere Explosion. Aus dem Krater schoss eine dunkle Aschesäule empor, die rasch an Höhe gewann und sich zu einer ausgedehnten Eruptionswolke entwickelte. Der Ausbruch wurde unter anderem von der Afar-TV-Livecam aufgezeichnet und dokumentierte, dass die Explosion zu den stärkeren Ereignissen der vergangenen Tage gehörte. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Explosionen dazu beitragen, den Lavadom zu zerstören, der sich während der Phase geringerer Explosivität in den vergangenen Wochen am Kraterboden gebildet hatte.

Am Wochenende wurden die geophysikalischen Daten von den CENAPRED-Forschern leider nicht aktualisiert. In den 24 Stunden vor dem Ausbruch registrierte das Vulkanbeobachtungsinstitut insgesamt 267 Exhalationen sowie 24 Minuten vulkanischen Tremors. Dies gilt als Hinweis auf anhaltende Bewegungen von Gasen und Magma im Untergrund. Der Popocatépetl, von den Einheimischen auch „Don Goyo“ genannt, zählt zu den aktivsten Vulkanen Nordamerikas und zeigt seit Jahren eine wiederkehrende explosive Aktivität.

Trotz der markanten Ascheeruption beließen die Behörden die Warnstufe auf Gelb Phase 2. Diese Stufe signalisiert eine erhöhte vulkanische Aktivität mit möglichen Explosionen, Ascheemissionen und dem Auswurf glühender Gesteinsfragmente. Die Bevölkerung wird weiterhin aufgefordert, den Kraterbereich nicht zu betreten und die bestehende Sperrzone von zwölf Kilometern strikt einzuhalten.

Vulkanausbruch am Popocatépetl erzeugt größere Aschewolke

Popocatépetl stößt größere Aschewolke aus – Behörden warnen weiter vor Annäherung an den Vulkan

Der mexikanische Vulkan Popocatépetl hat am Donnerstag erneut eine Aschewolke ausgestoßen. Livecam-Aufnahmen dokumentieren, dass sie deutlich größer war als üblich. Im Widerspruch dazu weisen die Angaben des Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) von 14:11 UTC lediglich eine diskrete Emission vulkanischer Asche aus, die sich in südöstliche Richtung bewegte. Die Aschewolke erreichte laut VAAC eine Höhe von 5,8 Kilometern über dem Meeresspiegel und driftete mit etwa 19 km/h nach Südosten.

Satellitendaten von GOES-19, Webkameraaufnahmen sowie meteorologische Modellrechnungen bestätigten die Emission. Dem VAAC zufolge erstreckte sich die Aschewolke wenige Minuten nach dem Ereignis über den südöstlichen Bereich des Vulkans. In sozialen Medien geteilte Augenzeugenberichte und Bilder deuten jedoch darauf hin, dass die Aschewolke deutlich höher aufstieg und eine hohe Dichte aufwies. In der Stadt Heroica Puebla de Zaragoza, die gut 45 Kilometer westlich des Vulkans liegt, entstanden Aufnahmen der markanten Eruptionswolke. Diese stieg offenbar mindestens 2500 Meter über Kraterhöhe auf und nicht lediglich 400 Meter, wie es der offizielle Bericht nahelegt. die breite Basis der Aschewolke deutet darauf hin, dass der Gipfelbereich von einem Dichtestrom eingehüllt wurde. Möglicherweise blies die Explosion den Lavadom am Kraterboden zumindest teilweise aus.

Der lokale Beobachter René Ochoa veröffentlichte Bilder der Aschewolke und bezeichnete sie als „schockierend“. Dies verdeutlicht, dass das Ereignis zumindest nicht alltäglich war.

Größere Auswirkungen auf internationale Luftverkehrsrouten wurden bislang nicht gemeldet. Dennoch beobachten die Luftfahrtbehörden die Entwicklung aufmerksam, da selbst kleinere Aschewolken eine Gefahr für Flugzeuge darstellen können.

Die für die Vulkanbeobachtung zuständige Behörde CENAPRED bestätigte am Donnerstag, dass die Warnstufe weiterhin auf „Gelb Phase 2“ verbleibt. Diese Stufe signalisiert eine erhöhte vulkanische Aktivität mit möglichen kleineren bis moderaten Explosionen, Ascheemissionen und dem Auswurf glühender Gesteinsfragmente. Die Sperrzone rund um den Gipfel bleibt auf einen Radius von 12 Kilometern festgelegt.

In den vergangenen 24 Stunden registrierten die Vulkanologen 230 Exhalationen von Asche-Dampf-Wolken sowie insgesamt 246 Minuten anhaltender Emissionsphasen. Länger anhaltender Tremor wurde offenbar nicht gemeldet. Obwohl auch die Vulkanologen Aufnahmen der Aschewolke veröffentlichten, wird in ihrem täglichen Update nicht näher auf das Ereignis eingegangen. Ein explosiver Vulkanausbruch fand keine ausdrückliche Erwähnung.

Zudem warnen die Behörden bei starken Niederschlägen vor der Gefahr von Schlamm- und Gerölllawinen (Laharen) in den Schluchten an den Flanken des Vulkans. Solche Ströme können vulkanisches Material mobilisieren und in tiefer gelegene Gebiete transportieren.

Zweiter Schlammgeysir springt in Mexiko

Zweiter Schlammgeysir in Mexiko entstanden: Warum El Salitre plötzlich ausbricht bleibt rätselhaft

Nur zwei Tage nach dem spektakulären hydrothermalen Schlammausbruch im mexikanischen El Salitre sorgt bereits ein zweites Ereignis für Aufsehen. In derselben Gemeinde im Bundesstaat Michoacán berichten Bewohner nun von einem weiteren Schlammgeysir, der sich diesmal auf einem anderen Grundstück entwickelte. In sozialen Medien geteilte Videos zeigen heißen Schlamm, der unter Druck aus einem Schacht austritt und einen engen Hinterhof flutet. Es wird vermutet, dass es sich bei diesem Schacht um einen Wasserbrunnen handelt. Offizielle geologische Bewertungen stehen bislang noch aus, doch die Hinweise verdichten sich, dass es größere Änderungen im Hydrothermalsystem von Ixtlán de los Hervores gibt.

Schlammgeysir im Brunnen

Das erste Ereignis hatte am 26. Mai für internationale Aufmerksamkeit gesorgt: Im Innenhof eines Hauses in der Gemeinde El Salitre brach plötzlich ein Gemisch aus heißem Wasser, Dampf und Schlamm aus dem Untergrund hervor. Behörden sperrten die Umgebung ab und schickten Expertenteams los, um Temperaturen, Gasemissionen und mögliche Risiken zu untersuchen und das Areal abzusperren. In Medienberichten war zunächst von einem „Geysir“ die Rede – geologisch präziser wäre jedoch vermutlich die Bezeichnung Schlammgeysir oder Schlammvulkan.

Nachdem sich der Schlammausbruch vom 26. Mai zunächst beruhigt hatte, gibt es inzwischen Aufnahmen, die kleinere Schlammaustritte in dem Hinterhof zeigen, der regelrecht mit Schlamm überflutet wurde.

Gerade der zweite Ausbruch könnte für Geologen besonders aufschlussreich sein. Sollte sich bestätigen, dass der neue Austritt aus einem Wasserbrunnen stammt, würde dies auf einen veränderten Druck im hydrothermalen System hindeuten. Bereits bestehende künstliche Schächte könnten als bevorzugte Aufstiegswege für heißes Tiefenwasser, Dampf und vulkanische Gase dienen. Wichtig wäre es, herauszufinden, ob es sich um ein Phänomen handelt, das auf das Hydrothermalsystem beschränkt ist, oder ob sich möglicherweise Magma im tieferen Untergrund ansammelt, welches die Energie für die Änderungen des Hydrothermalsystems bereitstellt.

Der geologische Hintergrund lässt solche Ereignisse zumindest möglich erscheinen. El Salitre liegt nahe der bekannten Thermalregion von Ixtlán de los Hervores, einer Zone mit natürlichen heißen Quellen und wahrnehmbarem Schwefelgeruch. Die geothermische Aktivität ist hier seit Jahrhunderten bekannt. Die Region befindet sich am Nordrand des Michoacán-Guanajuato-Vulkanfelds, zu dem auch der gut 70 Kilometer entfernte Schlackenkegel Paricutin gehört, der erst 1943 entstand.

Ob El Salitre nun eine Phase verstärkter hydrothermaler Aktivität erlebt oder ob lokale Veränderungen im Untergrund die Ursache sind, bleibt offen. Der mutmaßliche zweite Schlammgeysir deutet jedoch darauf hin, dass das geothermale System derzeit dynamischer ist als bislang angenommen.

Weiterer Tornado in Mexiko gesichtet

Tornado in Mexiko trifft Coahuila – Schäden bislang begrenzt

Ein Tornado hat im Norden des mexikanischen Bundesstaates Coahuila für Aufsehen gesorgt. Nahe des Ortes Santa Eulalia, die an den Grenzen der Kommunen Zaragoza und Ciudad Acuña liegt, bildete sich am Dienstag ein deutlich sichtbarer Wirbelsturm, der von zahlreichen Augenzeugen fotografiert und gefilmt wurde. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Bilder eines gut ausgeprägten Tornadotrichters und sorgten weit über die Region hinaus für Aufmerksamkeit.

Der Tornado entstand im Zuge schwerer Gewitter, die den Norden Coahuilas erfassten. Meteorologen sprechen von Bedingungen, die die Bildung sogenannter Superzellen begünstigten – besonders kräftiger Gewitter mit rotierenden Aufwinden, aus denen Tornados hervorgehen können. Die mexikanische Zivilschutzbehörde bestätigte das Ereignis und warnte zeitweise vor weiteren gefährlichen Wetterentwicklungen in der Region.

Zunächst lagen nur wenige Informationen über mögliche Auswirkungen vor. Lokale Behörden hatten in den ersten Stunden nach dem Ereignis noch keine offiziellen Angaben zu Schäden oder Verletzten veröffentlicht. Inzwischen deuten erste Berichte darauf hin, dass es vereinzelt zu Sachschäden gekommen ist, doch eine „Schneise der Verwüstung“, wie es oft in den USA vorkommt, hinterließ der Tornado in dem dünn besiedelten Gebiet nicht. Medien meldeten umgestürzte Bäume sowie Schäden an einfachen Gebäudestrukturen in Teilen. Hinweise auf Todesopfer oder Verletzte gab es nicht.

Dass Tornados in Mexiko auftreten ist bei uns weniger publik, doch gerade der Nordosten des Landes gilt als vergleichsweise anfällig für dieses Wetterphänomen. Bundesstaaten wie Coahuila, Nuevo León und Tamaulipas liegen meteorologisch im Einflussbereich ähnlicher Wetterlagen wie der Süden der USA. Warme, feuchte Luftmassen vom Golf von Mexiko treffen dort auf trockenere Luft aus dem Hochland und schaffen besonders im Frühjahr günstige Voraussetzungen für starke Gewitter mit Tornado-Potenzial.

Mexiko: Ausbruch eines neuen Schlammgeysirs

Neuer Schlammgeysir entsteht in Mexikos Geothermalregion Ixtlán de los Hervores

In der mexikanischen Gemeinde El Salitre bei Ixtlán de los Hervores im Bundesstaat Michoacán hat sich überraschend ein neuer Schlammgeysir gebildet. Anwohner berichteten, dass sich auf einem privaten Grundstück plötzlich der Boden öffnete und unter lautem Zischen heißer Schlamm, Wasser und Dampf austraten. Auf Fotos und Videos des Ausbruches ist zu sehen, wie der Geysir den dunklen Schlamm unter intensiver Dampfentwicklung mehrere Meter hoch auswirft – Schätzungen zufolge erreicht die Fontäne eine Höhe von bis zu 5 Metern.

Der Hinterhof

Die Behörden reagierten umgehend auf das hydrothermale Phänomen. Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes rückten aus und sperrten das Gebiet ab und richteten einen Sicherheitsparameter ein. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die neu entstandene Austrittsöffnung mehr als vier Meter Durchmesser haben könnte. Wegen der hohen Temperaturen, möglicher Gasemissionen und beobachteter Bodenbewegungen wurden Bewohner aufgefordert, Abstand zu halten. Berichten zufolge brachten die Eigentümer des Grundstücks zunächst Tiere in Sicherheit, nachdem der Ausbruch plötzlich begonnen hatte.

Die Schlammeruption kommt nicht völlig überraschend, wenngleich es keine Vorzeichen einer bevorstehenden Eruption gab: Ixtlán de los Hervores zählt zu den bekanntesten Geothermalgebieten Mexikos. Seit langem ist die Region für heiße Quellen, Dampfaustritte und natürliche Geysire bekannt. Der Name „de los Hervores“ – sinngemäß „der kochenden Quellen“ – verweist bereits auf die intensive hydrothermale Aktivität des Untergrundes.

Vulkanologisch liegt die Gegend in einem besonders aktiven Teil des mexikanischen Vulkangürtels und steht im weiteren Zusammenhang mit dem Michoacán-Guanajuato-Vulkanfeld, einer Provinz mit mehr als tausend kleinen Schlackenkegeln. Zu diesem Feld gehört auch der berühmte Vulkan Parícutin, der 1943 buchstäblich auf einem Maisfeld entstand und innerhalb weniger Tage zu einem der bekanntesten Beispiele monogenetischer Vulkanbildung wurde.

Ein direkter Zusammenhang zwischen dem neuen Schlammgeysir und Parícutin besteht nicht. Trotzdem sind beide Erscheinungen Ausdruck desselben geodynamischen Hintergrunds, der von einem hohen geothermischen Gradienten der Region geprägt wird. Wärme aus der Tiefe steigt mit Fluiden entlang von Störungssystemen auf und schaffen ideale Bedingungen dafür, dass heißes Wasser und Dampf plötzlich neue Wege an die Oberfläche finden.

Popocatépetl mit Kraterglühen und Ascheexhalationen

Popocatépetl eruptiert Vulkanasche auf FL 200 – intensives Kraterglühen beobachtet

Der Vulkan Popocatépetl liegt südöstlich der mexikanischen Hauptstadt und dominiert an klaren Tagen das Stadtbild. Der Vulkan zeigt weiterhin Aktivität, auch wenn sie nicht mehr so stark ist, wie es noch vor 2 Jahren der Fall gewesen war, als der Vulkan hier ständig in den Schlagzeilen stand. Ein aktuelles VAAC-Washington-Advisory meldet eine neue Ascheemission, deren Wolke sich bis in 20.000 Fuß Höhe (FL200) erstreckt und südwärts mit etwa 15 Knoten driftet. Im metrischen System ergibt das eine Höhe von gut 6100 m bei einer Windgeschwindigkeit von 28 km/h. Zudem erkennt man auf den Livecams intensives Kraterglühen in Form rot illuminierter Dampfwolken.

In den letzten 24 Stunden registrierte das für die Vulkanbeobachtung zuständige Institut CENAPRED zehn Exhalationen sowie ein vulkanotektonisches Erdbeben der Magnitude 1,1, das sich um 01:36 Uhr ereignete. Tremor mit einer Gesamtdauer von 126 Minuten wurde nur am Sonntag aufgezeichnet. Er begleitete 18 Exhalationen. Die Frage ist, wann die Vulkanologen zwischen Eruption und Exhalation unterscheiden, denn einige Eruptionswolken bestehen überwiegend aus Vulkanasche und erreichen Höhen von mehreren Hundert Metern über dem Krater. Meiner Meinung nach kann man getrost von Eruptionen sprechen, sobald die Asche so konzentriert ist, dass sie VONA-Warnungen auslöst, wie es am Popocatepetl immer wieder der Fall ist.

Die Rotglut am Krater zeugt davon, dass glühendes Magma hoch im Fördersystem steht. Zuletzt wuchs ein kleiner Lavadom am Grund des Kraters.

Die Warnstufe verbleibt in der gelben Phase 2, was auf anhaltende Aktivität und mögliche explosive Episoden hinweist. Das nationale Katastropheninstitut CENAPRED mahnt eindringlich, den Gipfel nicht zu besteigen, da jederzeit Explosionen mit glühenden Gesteinsfragmenten auftreten können. Eine Sperrzone von zwölf Kilometern rund um den Krater bleibt strikt einzuhalten.

Der Stratovulkan gehört zum Transmexikanischen Vulkangürtel und entsteht durch Subduktion der Cocos-Platte unter die Nordamerikanische Platte. Seine nahezu perfekte Kegelform erhebt sich auf 5.426 Meter und dominiert die Landschaft zwischen Puebla und dem Bundesstaat México.