Vulkan Telica in Nicaragua auch Anfang Oktober aktiv

Telica in Nicaragua eruptiert weiterhin Aschewolken

Der Vulkan Telica im Westen Nicaraguas ist auch nach den Eruptionen Ende September zum Anfang des neuen Monats weiter aktiv. Seit dem 29. September werden explosive Eruptionen und Ascheemissionen registriert. Zuletzt dokumentierte das VAAC Washington am Abend des 1. Oktober eine Aschewolke, die mehrere hundert Meter über den Krater aufstieg.



Telica

Nach Angaben des Vulkanasche-Warnzentrums wurde am 1. Oktober um 20:30 UTC eine Aschewolke registriert, deren Obergrenze bei Flugfläche FL050 lag. Das entspricht etwa 1.500 Metern über dem Meeresspiegel. Da der Telica-Gipfel 1.036 Meter hoch ist, stieg die Asche damit fast 500 Meter über das Gipfelniveau auf. Die Wolke wurde mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h nach Nordosten verfrachtet.

Die Eruptionen wurden von Anwohnern in Fotos festgehalten. Die Vulkanasche ist überwiegend von hellgrauer Färbung mit einem leicht bräunlichen Touch, was auf fragmentierte Lava aus teilweise chemisch umgewandeltem Material hinweist, so wie es zuletzt am Ätna auf Sizilien der Fall gewesen war, der überwiegend rötlichbraune Asche emittierte. Chemische Untersuchungen zeigten, dass sich die Lava bereits länger in erstarrter Form im Schlot befunden hatte und durch Hitze und Gase zu tonartigen Mineralien umgewandelt wurde.

Nach den eruptiven Episoden in der letzten Monate setzte Ende September eine weitere Phase explosiver Aktivität ein. Der Telica produziert dabei phasenweise Aschewolken, zwischen denen die Emissionen wieder abklingen können. Am 2. Oktober meldete das VAAC Washington, dass eine zuvor beobachtete Ascheemission beendet war. Wegen der jüngsten Aktivität wurden neue Ascheemissionen jederzeit für möglich gehalten.

Der Telica gehört zu den aktivsten Vulkanen Nicaraguas. Sein Gipfel wird von einem rund 700 Meter breiten Doppelkrater geprägt. Wegen des vergleichsweise einfachen Zugangs und des tiefen Kraters ist der Vulkan bei Besuchern beliebt. Angesichts der aktuellen explosiven Aktivität wird jedoch vom Aufstieg und einer Annäherung an den Krater abgeraten.

Der internationale Flugfarbcode steht auf Orange. Für die Bevölkerung gilt die nationale Warnstufe 2.

Telica emittiert am 30. September Vulkanasche

Telica stößt erneut Vulkanasche aus und blickt auf ein bisher ungewöhnlich aktives Jahr zurück

Am Telica in Nicaragua ist es heute ein weiteres Mal zu einer Ascheemission gekommen. Das VAAC Washington dokumentierte gegen 13:00 UTC eine Aschewolke, die auf der Webcam sichtbar war. Sie stieg bis in eine Höhe von etwa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel auf und wurde mit einer Geschwindigkeit von 9 km/h nach Südwesten verfrachtet. Die Aschewolke war damit nur etwa 200 Meter höher als der 1.036 Meter hohe Vulkangipfel. Für die folgenden zwölf Stunden wurde weiterhin eine geringe Aschebelastung in Gipfelnähe prognostiziert; nach 18 Stunden wurde keine weitere Asche erwartet. Wegen dichter Bewölkung waren die Satellitenbilder nur eingeschränkt auswertbar was heißen soll, dass die Asche dort nicht sichtbar war.


Telica im Juli

Die heutige Emission steht im Zusammenhang mit einer seit Jahresbeginn ungewöhnlich oft beobachteten Aktivität. Bereits am 2. Januar und am 19. Februar registrierte das VAAC Aschewolken, die jeweils bis etwa 1.500 Meter Höhe aufstiegen. Ende Mai kam es erneut zu anhaltenden Ascheemissionen bis rund 1.500 Meter.

Deutlich stärker wurde die Aktivität im Sommer. Am 24. Juli wurde eine Explosion beobachtet, bei der eine Aschewolke etwa 150 Meter über den Gipfel aufstieg. Ende Juli und Anfang August erreichten die Aschewolken Höhen von 2,1 bis 2,4 Kilometern über dem Meeresspiegel und drifteten nach Westen und Südwesten. Am 11. August wurden nochmals Wolken bis 1,7 bis 2 Kilometer Höhe beobachtet; die Asche wurde dabei bis zu 140 Kilometer vom Vulkan verfrachtet. Am 20. August folgte eine weitere, gut 1,2 Kilometer hohe Aschewolke.

Der Telica gehört damit auch 2026 zu den weiterhin aktiven Vulkanen Nicaraguas. Die wiederkehrenden kleinen Ascheemissionen und Explosionen entsprechen grundsätzlich seinem typischen Aktivitätsmuster. Der Global Volcanism Program führt für 2026 eine unsichere Eruptionsphase und dokumentiert mehrere Episoden mit Ascheausstoß.

Erst gestern berichtete Vnet über die Aktivität am Masaya, der ebenfalls Aschewolken emittierte. Somit sind in Nicaragua aktuell 2 Vulkane schwach aktiv.

Telica: Vulkan in Nicaragua stößt Vulkanasche aus

Telica in Nicaragua eruptiert erneut – Aschewolke zieht über 140 Kilometer

Der Telica im Westen Nicaraguas befindet sich weiterhin in einer Phase erhöhter eruptiver Aktivität. Am Dienstag, 11. August 2026, registrierte das Washington Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) erneut eine Ascheemission. Satellitenaufnahmen des Wettersatelliten GOES-19 zeigten gegen 12:30 UTC eine Vulkanaschewolke über dem Krater. Sattelittenaufnahmen zeigten, dass sie weit über das Meer hinaus zog.

Telica. © VAAC Waschington

Die Asche erreichte nach Angaben des VAAC eine Höhe von bis zu Flugfläche FL055, entsprechend etwa 1.700 Metern über dem Meeresspiegel. Da der Gipfel des Telica rund 1.036 Meter hoch ist, stieg die Eruptionswolke damit ungefähr 650 Meter über den Kraterrand auf. Starke Höhenwinde verfrachteten die Asche mit 58 km/h nach Südwesten bis Westsüdwesten. Auf Satellitenbildern konnte die Aschewolke bis zu 75 nautische Meilen, also rund 140 Kilometer, vom Vulkan verfolgt werden.

Die Eruption steht im Zusammenhang mit einer seit Ende Juli anhaltenden Aktivitätsphase. Am 24. Juli war eine Explosion registriert worden, bei der eine Aschewolke etwa 150 Meter über den Gipfel aufstieg. In den folgenden Tagen kam es wiederholt zu Ascheemissionen. Ende Juli wurden dabei deutlich größere Wolken beobachtet. Das Smithsonian Global Volcanism Program wertete die Entwicklung als neue eruptive Aktivität.

Der Telica gehört zu den aktivsten Vulkanen Nicaraguas. Sein Vulkankomplex besteht aus mehreren ineinander verschachtelten Kegeln und Förderschloten. Der Gipfel wird von einem etwa 700 Meter breiten Doppelkrater geprägt. Historisch sind zahlreiche explosive Eruptionen überliefert.

Die aktuelle Aktivität beschränkt sich nach den vorliegenden Beobachtungen bislang auf Explosionen und Ascheemissionen. Hinweise auf größere Lavaströme oder pyroklastische Ströme liegen nicht vor. Aufgrund der wiederholten Explosionen bleibt der Vulkan jedoch aufmerksam zu beobachten.

Vulkan Telica eruptiert weiterhin Aschewolken bis auf 2100 m Höhe

Telica bleibt aktiv und stößt Vulkanasche aus – Masaya wieder ruhiger

Der nicaraguanische Vulkan Telica bleibt weiterhin unruhig und sorgt mit anhaltenden Asche- und Gasemissionen für erhöhte Aufmerksamkeit bei Anwohnern und Behörden. Nach Angaben des Washingtoner VAAC wurden in der Nacht Vulkanaschewolken registriert, die bis auf etwa 2.100 Meter Höhe (Flugfläche FL070) aufstiegen und mit starken Höhenwinden in westliche Richtung verfrachtet wurden. Die Ascheemissionen dauern bereits seit mehreren Tagen an und werden kontinuierlich überwacht. 

Telica

Auch die nicaraguanischen Zivilschutzbehörden bestätigen die anhaltende Aktivität. Demnach stößt der Telica regelmäßig Gas- und Aschesäulen aus, die Höhen zwischen 250 und 350 Metern über dem Krater erreichen. Die Eruptionswolken ziehen überwiegend nach Südwesten, zeitweise aber auch nach Nordwesten. Begleitet werden die Ausbrüche von ballistischen Gesteinsfragmenten, die aus dem Krater geschleudert werden. Direkte Auswirkungen auf die umliegenden Ortschaften wurden bislang nicht gemeldet.

Das örtliche Katastrophenschutzkomitee COMUPRED hat die Überwachung des Vulkans intensiviert und steht in engem Kontakt mit den Bewohnern der umliegenden Gemeinden. Die Behörden beobachten insbesondere, ob sich Intensität oder Ausbreitungsrichtung der Aschewolken verändern, da dies Auswirkungen auf Siedlungen und den Flugverkehr haben könnte.

Aufgrund der restriktiven Politik des zunehmend diktatorisch regierenden Präsidenten Ortega und seiner Frau findet man nicht nur wenige Berichte lokaler Medien in internationalen Suchmaschinen, sondern das Institut für Territorialstudien INETER, das für die Überwachung von Erdbeben und Vulkanen zuständig ist, kommuniziert sehr sparsam und veröffentlicht kaum Daten.

Der rund 1.036 Meter hohe Telica zählt zu den aktivsten Vulkanen Nicaraguas. Sein offener Krater ist für häufige strombolianische Explosionen und phreatische Eruptionen bekannt. Größere explosive Ausbrüche sind zwar selten, doch kleinere Ascheeruptionen treten regelmäßig auf und können sich innerhalb kurzer Zeit verstärken.

Während der Telica aktuell das vulkanische Geschehen in Nicaragua dominiert, ist die Aktivität des ebenfalls aktiven Masaya-Vulkans wieder zurückgegangen. Nach den VONA-Warnungen vor Ascheemissionen am 28. Juli gab es keine weiteren Meldungen mehr. Damit konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Vulkanologen derzeit vor allem auf den Telica, dessen Entwicklung weiterhin genau beobachtet wird.

Vulkane Masaya und Telica in Nicaragua gleichzeitig ausgebrochen

Zwei aktive Vulkane in Nicaragua eruptieren gleichzeitig und stoßen Asche aus

Nachdem es in den letzten Wochen um die Vulkane Nicaraguas relativ ruhig bestellt war, haben nun gleich zwei Vulkane innerhalb weniger Stunden angefangen, Vulkanasche auszustoßen. Sowohl der Masaya im Südwesten des Landes als auch der rund 70 Kilometer nordwestlich gelegene Telica erzeugten schwache Explosionen, bei denen Aschewolken aufstiegen, die vom VAAC Washington per Satellit und von INETER-Webcams nachgewiesen wurden. Die Eruptionen waren zwar vergleichsweise klein, sprechen aber für ein Aufleben der Aktivität entlang der nicaraguanischen Vulkankette.

Am Masaya wurde die Aschewolke in der Nacht zum Dienstag in einer Höhe von 1200 Metern über dem Meeresspiegel registriert. Sie breitete sich mit dem Wind in südwestlicher Richtung aus und konnte noch in 11 Kilometern Entfernung vom Krater nachgewiesen werden. Die Emissionen waren auf Satellitenbildern ebenso erkennbar wie auf den Überwachungskameras am Vulkan.

Telica

Bereits einige Stunden zuvor war auch der Telica aktiv geworden. Dort erreichte die Asche eine Höhe von etwa 1800 Metern. Die Wolke blieb zunächst in Gipfelnähe und dehnte sich 8 Kilometer vom Krater aus. Auch in diesem Fall gingen die Vulkanologen davon aus, dass die Emission nur von kurzer Dauer sein würde. Allerdings gab es bis jetzt wiederholte Sichtungen von Ascheemissionen.

Masaya und Telica gehören zur rund 300 Kilometer langen Vulkankette Nicaraguas, die sich parallel zur Pazifikküste erstreckt. Sie entstand durch die Subduktion der ozeanischen Cocos-Platte unter die Karibische Platte am Mittelamerikagraben. Entlang dieser tektonischen Grenze steigt Magma auf und speist zahlreiche aktive Vulkane.

Obwohl beide Feuerberge demselben Vulkangürtel angehören, unterscheiden sie sich in ihrem Verhalten deutlich. Der Masaya ist für seinen langlebigen offenen Förderschlot bekannt, in dem sich über Jahre hinweg ein Lavasee befand. Heute dominieren Gas- und gelegentliche Ascheemissionen sein vulkanisches Gebaren. Der Telica dagegen zeichnet sich durch häufige, meist kurze, phreatische und vulcanianische Explosionen aus, bei denen Asche und Gesteinsfragmente ausgeworfen werden. Ein direkter Zusammenhang zwischen den nahezu zeitgleichen Ascheemissionen besteht nach allgemeinem Kenntnisstand nicht.

Telica eruptierte Asche am 18. Juli

Vulkanausbruch am Telica – Asche in 1500 m Höhe detektiert

León, 19.07.2025 – In Nicaragua bleibt der Telica weiterhin unruhig. Heute Vormittag kam es zum zweiten Mal in diesem Monat zu Ascheeruptionen. Wie das VAAC Washington in einer VONA-Meldung proklamierte, erreichte die Vulkanasche eine Höhe von rund 1.500 Metern und driftete in Richtung Westen.

Ausläufer der Aschewolke erreichten die Stadt Chinandega, wo es zu leichtem Ascheniederschlag kam. Ansonsten überquerte die Aschewolke überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen und richtete weder nennenswerte Schäden an, noch versetzte sie die Bevölkerung in Panik. Leichter Ascheniederschlag kann den Boden sogar mit wertvollen Mineralstoffen anreichern und somit als natürlicher Dünger wirken. Bei starkem Ascheniederschlag besteht jedoch die Gefahr, dass Pflanzen ersticken und der Boden mit schädlichen Substanzen kontaminiert wird. Besonders bedenklich sind saure Schwefelverbindungen sowie das Halogen Fluor, das sich äußerst aggressiv verhält und insbesondere für Weidetiere giftig ist.

Nach der Eyjafjallajökull-Eruption auf Island verweigerten Kühe beispielsweise das Heu von Wiesen, die nach dem Ausbruch mit Asche bedeckt waren.

Das zuständige Institut INETER hat bislang keine weiteren Daten zu dem Vulkanausbruch veröffentlicht. In den letzten Tagen registrierte das EMSC jedoch einige schwache Erdbeben vor der Küste bei León. Die Stadt liegt rund 20 Kilometer südlich des Telica. Die Beben ereigneten sich in größerer Tiefe am Mittelamerikagraben. Die dort stattfindende Subduktion ist letztlich für die Schmelzbildung verantwortlich. Das dabei durch partielles Schmelzen entstehende Magma steigt entlang der Cordillera de los Maribios auf und lässt dort die Vulkane wachsen.

Zur nicaraguanischen Vulkankette gehört auch der Masaya. In seinem Krater brodelte viele Jahre lang ein kleiner Lavasee, doch seit einigen Monaten scheint dieser nicht mehr aktiv zu sein. Zumindest ist auf der Livecam keine Rotglut mehr zu sehen.

Telica: Vulkanausbruch in Nicaragua

Vulkan Telica in Nicaragua ausgebrochen – Vulkanasche regnete auf der Vulkanflanke nieder

Telica, 05.07.2025 – Gestern ereignete sich am Telica in Nicaragua eine explosive Ascheeruption. Eine Aschewolke stieg einige Hundert Meter über Kraterhöhe auf und wurde in Richtung Südwesten geweht. Die Tephra regnete überwiegend auf der Vulkanflanke ab, doch vorsorglich wurde in der gleichnamigen Stadt am Fuß des Vulkans die Bevölkerung alarmiert und vor möglichem Ascheniederschlag gewarnt. Eine VONA-Meldung des VAAC gab es nicht.

Der Telica ist ein 1061 m hoher Stratovulkan in der Cordillera de los Maribios. Hierbei handelt es sich um eine vulkanisch geprägte Bergkette im Westen von Nicaragua. Der Vulkan zählt zu den aktivsten Feuerbergen des Landes und liegt im Departamento León, gut 30 km nordöstlich der Stadt León.

Im Januar 2025 begann der Telica mit neuen Eruptionen, nachdem er zuvor 4 Jahre ziemlich still war. Echtzeitdaten des Vulkans liegen leider nicht vor, von daher ist es schwierig, Prognosen anzustellen. Während Satellitenfotos aus dem Januar thermische Anomalien im Krater zeigten, präsentierte sich der Vulkan auf den letzten wolkenfreien Bildern Ende Juni frei von Hotspots. Doch nach der Explosion von gestern könnte sich das wieder ändern.

Der Telica verdankt seine Existenz der Subduktion der Cocos-Platte unter die Platte Mittelamerikas. Die Cocos-Platte taucht dabei bis in den Erdmantel ab, wird partiell geschmolzen, wodurch eine Gesteinsschmelze entsteht, die hinter der Subduktionszone aufsteigt und im Hinterland der Küste eine Vulkankette entstehen lässt, die parallel zur Küste verläuft.

Die Subduktion verursacht nicht nur Vulkanausbrüche, sondern auch Erdbeben, von denen es entlang der Cocos-Platte zahlreiche gibt: In den letzten 24 ereigneten sich 6 Beben mit Magnituden im Dreierbereich entlang der Küste von Nicaragua. Direkt in Vulkannähe wurden aber keine Beben mit diesen Magnituden festgestellt.

Telica verursachte Ascheeruption

Ascheeruption am Vulkan Telica – Behörden beobachten die Lage genau

León, 25.05.25 – Am Samstagmorgen hat der Vulkan Telica im westlichen Nicaragua eine Ascheeruption verursacht. Gase, Asche und Gesteinsbrocken wurden dabei bis zu 600 Meter über Kraterhöhe ausgestoßen und drifteten in südwestlicher Richtung. Obwohl die Aschewolke deutlich sichtbar war, wurden in den umliegenden Gemeinden keine Schäden verursacht. Große Teile des ausgeworfenen Materials sind in den Krater zurückgefallen.

Ascheruption am Telica. © R580

Laut lokalen Medienberichten wurden die nicaraguanischen Katastrophenschutzkomitees Comupred und Codepred umgehend aktiviert, um das Geschehen zu überwachen und auf mögliche Folgeereignisse vorbereitet zu sein.

Die Eruption erscheint bis jetzt nicht in den einschlägigen vulkanologischen Quellen und findet weder bei INETER noch beim VAAC Washington Erwähnung.

Der Vulkan Telica gehört zu den aktivsten Feuerbergen Nicaraguas. Er liegt im Departement León und ist Teil der sogenannten Vulkankette von Marrabios. Mit einer Höhe von 1.061 Metern dominiert er die umgebende Landschaft und gilt als kontinuierlich aktiv. Die erste dokumentierte Eruption datiert auf das Jahr 1529. Seitdem wurden regelmäßig Ausbrüche registriert. Einige der Ausbrüche wirkten sich auf die Bevölkerung aus.

Im Mai 2011 sorgte der Telica für Aufmerksamkeit, als eine größere Aschewolke ausgestoßen wurde. Damals mussten rund 60 umliegende Dörfer evakuiert werden. Im Vergleich dazu verlief das aktuelle Ereignis deutlich milder, wird von den Behörden jedoch weiterhin aufmerksam verfolgt. Die Eruption stellt in diesem Jahr kein Einzelfall dar: Bereits im Januar und März fanden vergleichbare Ausbrüche des Telica Erwähnung bei Vnet.

Die Bevölkerung wird aufgerufen, Schutzmaßnahmen einzuhalten: Dazu zählen das Bedecken von Mund und Nase bei Ascheregen, das Abdecken von Wasser- und Nahrungsmittelvorräten sowie das Meiden längerer Aufenthalte im Freien. Wissenschaftler betonen, dass vulkanische Aktivitäten wie diese ein natürlicher Bestandteil des geologisch aktiven mittelamerikanischen Raums sind – dennoch mahnt die Explosion zur Wachsamkeit.

Telica eruptiert Aschewolken im Februar

 

Vulkan Telica stößt Asche- und Gaswolken aus – León in Alarmbereitschaft

Der Telica, einer der aktivsten Vulkane Nicaraguas, hat am Wochenende erneut Gas- und Aschewolken ausgestoßen, die über 200 Meter über den Krater aufstiegen, bevor starker Wind sie erfasste und niederdrückte. Dabei wurde die Vulkanasche in südwestlicher Richtung verweht. Das VAAC Washington erfasste die Aschewolken und brachte VONA-Warnungen heraus. Die Emissionen erreichten eine Höhe von 1500 m. Es kam zu leichtem Ascheniederschlag in Siedlungen in Windrichtung, bislang wurden jedoch keine Schäden in den umliegenden Gemeinden gemeldet.

Tatsächlich ist der Vulkan in diesem Jahr immer wieder unruhig und eruptiert kleinere Aschewolken. Auf den Shakemaps sind in den letzten 7 Tagen keine Erdbeben am Telica eingezeichnet. Nur am benachbarten San Cristóbal gab es 2 schwache Erschütterungen.

Der Vulkan Telica ist ein 1.036 Meter hoher Schichtvulkan im Departamento León in Nicaragua, etwa 15 Kilometer nordöstlich der Stadt León. Im Falle eines größeren Ausbruchs könnte die Stadt in Mitleidenschaft gezogen werden. Entsprechend nervös ist man, wenn es wie jetzt kleinere Ausbrüche gibt, denn man befürchtet, dass größere Eruptionen folgen könnten. Die nicaraguanischen Behörden überwachen den Vulkan rund um die Uhr, um Veränderungen in seiner Aktivität frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung einzuleiten.

Der Telica ist bekannt für seine sporadisch stattfindenden Eruptionen und anhaltende fumarolische Aktivität. Normalerweise gibt es keine Warnzeichen der beginnenden Aktivität, obgleich vor manchen Eruptionen Schwarmbeben auftreten. In den letzten Jahren zeigte er eine Zunahme an explosiven Ausbrüchen, begleitet von schwefelhaltigen Gasemissionen, die gelegentlich in benachbarten Regionen wahrnehmbar sind.

Als einer der aktivsten Vulkane des Landes verzeichnete Telica in den letzten Jahren mehrere Eruptionen. Die letzte größere eruptive Phase begann im April 2021 und dauerte bis März 2022, wobei schwache Ascheexplosionen und Aschewolken beobachtet wurden.