Vulkan-News 15.01.22: Popocatepetl

  • Der mexikanische Popocatepetl wird wieder etwas aktiver

Popocatepetl wird munterer

Staat: Mexiko | Lokation: 19.028, -98.62| Eruption:  Vulcanianisch

Nach einer Phase recht geringer Aktivität, wird der Vulkan nach Mexiko City munterer. Gestern meldete CENAPRED eine Eruptionswolke, die gut 1000 m über Kraterhöhe aufstieg. Webcam-Bilder zeigen, dass auch glühende Tephra gefördert wurde. Außerdem wurden 28 Exhalationen von Asche und Dampf beobachtet. In den letzten Tagen kam es auch zu vereinzelten vulkanotektonischen Erdbeben. Es bewegt sich Magma im Untergrund.

Vulkan-News 15.01.21: Hunga Tonga-Hunga Ha’apai:

  • Auf Tonga entstanden Tsunamis infolge der Eruptionen am Hunga Tonga-Hunga Ha’apai

Hunga Tonga-Hunga Ha’apai: Neue Tsunami-Warnung

Staat: Tonga | Koordinaten: -20.545; -175.393 | Eruption: Surtseyanisch

Update 16:15 Uhr: Langsam kristallisiert sich das Ausmaß der Eruption heraus, auch wenn ihre Folgen noch nicht komplett klar sind: es dürfte sich um den stärksten Ausbruch der letzten Jahre gehandelt haben und befindet sich mindestens auf Augenhöhe mit den stärksten Vulkanausbrüchen des letzten Jahrhunderts. Die größte Explosion war nicht nur auf den anderen Inseln des Archipels zu hören gewesen, sondern sogar als deutlich wahrnehmbare Druckwelle zu spüren. Sie brachte Menschen zum Wanken und Scheiben zum Klirren. Der Schirm der Eruptionswolke war riesig und maß fast 500 Kilometer im Durchmesser. Im Größenvergleich zu Deutschland würde sie die halbe Republik bedecken.

Der Tsunami-Alarm wurde ausgeweitet und umfasst nun auch Fidschi, Samoa, Neuseeland und andere Archipele Ozeaniens. Die gefährdete Zone reicht bis zur Westküste der USA. Dort sind bereits erste Wellen angekommen. Sie waren bis zu einem Meter hoch.

Originalmeldung: Die Eruption des Inselvulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai geht weiter. Das VAAC Wellington brachte eine weitere VONA-Warnung heraus. Demnach erreicht die Eruptionssäule aus Wasserdampf und Vulkanasche eine Höhe von 15 km. Satellitenaufnahmen zeigen, dass sie sich in der Stratosphäre schirmförmig ausbreitet. Es entstehen starke vulkanische Gewitter mit Tausenden Blitzen.

Heute Morgen wurde eine weitere Tsunami-Warnung ausgerufen. Sie gilt für das gesamte Archipel. Die Höhen der bisherigen Flutwellen lagen im Dezimeter-Bereich, doch Videos dokumentieren, dass das Wasser weit die Küsten hinauf strömte und Überflutungen anrichtete.

Die Inseln erheben sich nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und haben sowieso schwer mit dem Klimawandel-bedingten Meeresspiegelanstieg zu kämpfen, da kommen die Tsunamis bestimmt ziemlich ungelegen. Zudem besteht immer die Gefahr von Kollaps-Ereignissen an der jungen Vulkaninsel, die dann hohe Tsunamis auslösen könnten. Die Meeresspiegel-Messstation in der Hauptstadt Tongas zeigt aktuell streuende Messpunkte an. Demnach könnten die aktuellen Wellen mehr als 150 cm hoch sein. Vergleichbares geschah erst vor 4 Jahren auf Krakatau. Dort wurden recht große Zerstörungen an den Küsten angerichtet und es gab auch Todesopfer.

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