Aktuelle Aktivität am Vulkan Manam: kontinuierliche Ascheemissionen
Die jüngste VONA-Meldung des VAAC Darwin vom 8. Februar dokumentiert eine kontinuierlich anhaltende Ascheemission am Inselvulkan Manam, der vor der Küste Papua-Neuguineas liegt. Die jüngste Meldung wurde um 05:30 UTC veröffentlicht, als eine Aschewolke beobachtet wurde, die bis in Flughöhe FL070 (rund 2.100 Meter über dem Meer) aufstieg und sich mit etwa 10 Knoten (18,5 km/h) nach Südosten verlagerte. Die Ausdehnung der Wolke blieb auf den Nahbereich um den Vulkan begrenzt. Prognosen zeigen eine anhaltende Drift der Asche in gleicher Richtung bei ähnlicher Wolkenhöhe. In den letzten 2 Tagen gab es vergleichbare Meldungen über Ascheemissionen, so dass man von einer länger anhaltenden Aktivität ausgehen kann.

Die Einschätzung des VAAC Darwin beruht auf Satellitenbeobachtungen (Himawari-9) und Modellrechnungen. Für die Luftfahrt bedeutet dies eine lokale Beeinträchtigung in niedrigen Flughöhen, während ein großräumiges Risiko durch hochreichende Asche derzeit nicht besteht. Vor Ort ist in Windrichtung mit Ascheregen zu rechnen, der sich auf die Gesundheit der Inselbewohner auswirken und Atemwege beeinträchtigen kann.
Manam ist ein hochaktiver Stratovulkan mit steilen Flanken, der auf einer kleinen Insel im Bismarckmeer aufragt. Sein Magma ist vergleichsweise gasreich, weshalb der Vulkan zu plötzlichen explosiven Ausbrüchen neigt und dabei nicht nur Aschewolken emittiert, sondern auch gröbere Tephra bis hin zu Lavabomben und Blöcken ausstößt. Gelegentlich werden Lavaströme und pyroklastische Ströme generiert. Charakteristisch sind wiederkehrende kurze Eruptionsphasen, die rasch einsetzen und ebenso abrupt abklingen können. Historisch gehören sowohl moderate Ascheemissionen als auch stärkere Paroxysmen zum Aktivitätsspektrum.
Die aktuelle Lage deutet auf andauernde, aber begrenzte Eruptionstätigkeit hin. In früheren Jahren gingen solche Phasen mit Ascheemissionen oft in Paroxysmen über, die auch die Evakuierung der wenigen permanenten Inselbewohner nötig machten.







