Erdbeben-News 08.12.21: Oregon, Deutschland

Vor der Küste von Oregon gab es mehrere Erdbeben im 5er Bereich. Im Süden Japans fürchtet man sich vor einem starken Erdbeben. In Deutschland bebte es mit M 3,4.

Oregon: Schwarmbeben vor der Küste

Datum: 07.12.2021 | Zeit: 17:21:08 UTC | Lokation:  44.44 N ; 128.97 W | Tiefe: 10 km | Mw 5.8

Seit gestern manifestierten sich vor der Küste des US-Bundesstaates Oregon zahlreiche Erdbeben. Zwei Erschütterungen brachten es dabei auf Mw 5,8. Sechs Erdbeben hatten Magnituden von 5,5. Insgesamt wurden seit gestern 37 Erdbeben registriert. Die Hypozentren liegen 10 km tief. Die Epizentren befinden sich 399 km westlich von Coos Bay. Die Erdbeben manifestierten sich an der Cascadia-Subduktionszone. Sie beschreibt die Plattengrenze zwischen der Juan de Fuca-Platte und der des Nordamerikanischen Kontinents. Seismologen befürchten seit langem, dass sich in den nächsten 50 Jahren entlang der Cascadia-Subduktionzone ein Starkbeben ereignen wird.

Japan: Erdbeben bei den Tokara-Inseln

Datum: 07.12.2021 | Zeit: 02:13:34 UTC | Lokation:  29.35 N ; 129.45 E | Tiefe: 10 km | Mw 5.0

Im Bereich der südjapanischen Tokara-Inseln wurde eine Erhöhung der Seismizität festgestellt. Am 4, Dezember gab es ein Erdbeben der Magnitude 2,9. Seitdem folgten mehrere Hundert Erschütterungen, darunter ein Beben der Magnitude 5,0. Die stärkeren Beben konnten von den Bewohnern der Inseln gespürt werden und sorgten für Besorgnis. Man fürchtet, dass die schwachen bis moderaten Erschütterungen Vorboten eines starken Erdbebens sein könnten. Die Tokara Inseln gehören zum Ryūkyū-Archipel und umfassen Vulkaninseln wie Kuchinoshima und den Suwanose-jima. Letzterer ist in den letzten Wochen besonders aktiv und eruptiert täglich mehrere Aschewolken. Ein Starkbeben könnte sich auf die Aktivität der Vulkane des Archipels auswirken.

Deutschland: Erdbeben ML 3,4

Datum: 08.12.2021 | Zeit: 10:56:25 UTC | Lokation:   51.31 N ; 11.60 E | Tiefe: 2 km | ML 3.4

Heute Vormittag bebte die Erde in Deutschland. Der Erdstoß brachte es auf eine Lokal-Magnitude von 3,4. Das Hypozentrum lag in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 8 km südlich von Querfurt lokalisiert. Die Daten stammen vom EMSC und könnten noch korrigiert werden. Die geringe Tiefe des Erdbebenherdes lässt einen Zusammenhang des Bebens mit dem Kalisalz-Bergbau der Region vermuten.

Vulkan-News 08.12.21: Cumbre Vieja, Vulcano

Am Cumbre Vieja sind weiter Lavaströme unterwegs. Am Semeru und auf Vulcano nahm die Seismizität zu. 

Cumbre Vieja: Lava an der Steilklippe

Staat: Spanien | Koordinaten: 28.57-17.84 | Eruption: Flankeneruption

Die Eruption am Cumbre Vieja geht weiter. Auf den LiveCams erkennt man aktuell einen rot illuminierten Himmel oberhalb der Steilklippe zum Meer. Lavaströme sind unterwegs, die zum Teil in Tubes fließen. Gestern Nachmittag steigerte sich kurzfristig die Tätigkeit am Schlackenkegel: es wurde mehr Tephra ausgestoßen. Ein Video zeigt Bombeneinschläge auf der Flanke des Kegels. Zudem wurden größere Risse im Kegel entdeckt. Auch in besiedeltem Gebiet taten sich in den letzten Tagen Risse auf. Aus einigen quoll etwas Lava. Seismizität, Tremor und Bodenhebung präsentieren sich vergleichsweise schwach. Generell beobachten wir eine Aktivitätsabnahme, zugleich ist die Situation sehr dynamisch und im steten Wandel begriffen, so dass es jederzeit zu überraschenden Ereignissen kommen kann.

Semeru mit Aschewolke

Staat: Indonesien | Koordinaten: -8.108, 112.92 | Eruption: Dom

Das VAAC detektiert eine Aschewolke, die bis auf einer Höhe von 4300 m aufgestiegen ist. Zugleich berichtet das VSI von einer Abnahme der vulkanischen Aktivität. Gestern wurden nur wenige Eruptionen detektiert, dafür aber eine leichte Zunahme der Seismizität verzeichnet. Die Zahl der Opfer des Pyroklastischen Stroms ist weiter gestiegen: es wurden mindestens 39 Menschen tot geborgen.

Vulcano: Zunahme der Seismizität

Staat: Italien | Lokation: 14.87 ; 38.50 | Eruption: Fumarolisch

Gestern veröffentlichte das INGV sein neues Wochenbulletin zum Vulcano. Zusammenfassen kann man sagen, dass die Situation angespannt bleibt. Der Kohlendioxid-Ausstoß bleibt hoch, ist an einigen Messtationen aber zurückgegangen. Der Schwefeldioxid-Ausstoß bleibt hoch. Die Fumarolen-Temperaturen sind erhöht und nur an einer Messstation rückläufig. Die Seismizität hat hingegen zugenommen, was besonders für die Erdbeben mit niedrigen Frequenzen gilt. GPS-Messungen zeigen weitere Flächenausdehnungen, ohne dass es zu einer Erhöhung der Hangneigung gekommen wäre. Die Wassertemperaturen in den Brunnen zeigen einen abnehmenden Trend. Die Vulkanologen halten es für möglich, dass es zu phreatischen Eruptionen kommen könnte.

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