Vulkan Stromboli am 03.01.22

Staat: Italien | Koordinaten: 38.79; 15.21 | Aktivität: Lavastrom

Erneuter Lavaüberlauf am Stromboli

Am Stromboli gab es gestern Abend einen neuen Lavaüberlauf. Wie schon bei den vorangegangenen Episoden floss der Lavastrom aus dem Nordschlot des Kraters und ergoss sich über die Sciara del Fuoco. Dabei teilte sich der Strom in zwei Arme. Der Aktivität voran ging Lavaspattering. Nachdem die Tätigkeit heute Morgen etwas zurückging, lebt der Lavastrom zur Stunde wieder auf. Das Geschehen lässt sich über die Thermalcam verfolgen. Allerdings sieht man dort nur den oberen Bereich der Sciara del Fuoco. Der Strom verschwindet dann in dem neu entstandenen Kerbtal, das sich infolge der Lavastromtätigkeit und den Abgängen pyroklastischer Ströme seit Oktober bildete. Auf Drohnenvideos ist zu sehen, dass der Lavastrom heute Nacht verhältnismäßig breit war und kleine Kaskaden bildete. Die Lavafront stagnierte kurz vor der Küste. Es gingen aber glühende Schuttlawinen ab, die bis ins Meer flossen. Das Video kann man in unserer FB-Gruppe betrachten. Leider lässt es sich auf anderen Webseiten nicht einbinden. Das geht nur mit Fotos des gleichen Autors, die ich Euch hier zeigen kann.

Eigentlich wäre gestern der neue INGV-Wochenbericht fällig gewesen, doch aufgrund des Jahreswechsels verzögert sich sein Erscheinen. Leider sind auch App und Website des LGS down, sodass kaum Daten zur Verfügung stehen. Daher kann ich jetzt nur kurz die geophysikalischen Parameter anreißen: Anhand der Seismik des INGVs lässt sich ablesen, dass der Tremor leicht erhöht ist. Die Anzahl der VLP-Beben ist vergleichsweise gering. MIROVA detektiert eine moderate Thermalstrahlung. Sie hat eine Leistung von 50 MW. Generell erscheint mir die ermittelte Leistung von Lavaströmen auf der Sciara vergleichsweise gering zu sein. Das kann an der Steilheit des Hangs liegen, sodass der Winkel zum Satelliten ungünstig ist und er nur einen Teil der tatsächlichen Fläche abtasten kann. Dadurch erscheint die Leistung geringer als sie tatsächlich ist.

Generell muss ich leider feststellen, dass der Internet-Datenfluss von Seiten europäischer Observatorien in den letzten Jahren eher zurückgegangen ist als dass er ausgebaut wurde. Das kann verschiedene Gründe haben: Einmal natürlich der Mangel an Personal und Geld, zum anderen aber auch, dass weniger Anhaltspunkte für Spekulationen und Beunruhigung der Bevölkerung geliefert werden sollen.

Vulkan Yellowstone am 02.01.23

USGS veröffentlichte Jahresbericht zur Aktivität der Yellowstone-Caldera

Der Geologische Dienst der USA hat heute seinen Jahresbericht zur Aktivität der Yellowstone-Caldera veröffentlicht. Er enthüllt die geophysikalischen Parameter eines der größten Vulkane der Welt. Der Bericht beginnt mit einer Übersicht der seismischen Aktivität, die sich im Jahr 2022 im oberen Mittelfeld des fünfjährigen Durchschnitts bewegte. Es wurden fast 2500 Erschütterungen registriert. Das stärkste Erdbeben manifestierte sich im Osten des Parks und hatte eine Magnitude von 4,2. Es war die stärkste Erschütterung seit einem Beben M 4,4 im Jahr 2017. Das war auch das Jahr mit den meisten Erdbeben der letzten 5 Jahre. Damals wurden 3427 Erschütterungen detektiert. Das Jahr mit den wenigsten Erdbeben war 2019, als sich 1216 Beben ereigneten.

Letztes Jahr verteilten sich die meisten Erdbeben auf 26 Schwarmbeben. Sie machten 67% aller Beben aus. Diese Schwärme werden meist durch Wechselwirkungen zwischen Grundwasser und vorhandenen Verwerfungen ausgelöst. Der mit Abstand stärkste Schwarm ereignete sich im Gebiet des Grizzly Lakes zwischen dem Norris Geyser Basin und Mammoth Hot Springs. Diese Sequenz begann im Sommer und setzte sich mit Unterbrechungen bis zum Jahresende fort. Dieser Schwarm zählte fast 1000 Beben.

Mittels GPS-Daten und InSAR-Messungen wurden die Bodendeformationen überwacht. Im Großen und Ganzen setzte sich der vorherrschende Trend der Bodensenkung fort, der im Jahr 2015 begann. Kurzzeitig sah es so aus, als würde es eine schwache Bodenhebung am Nordrand der Caldera geben. Daten von 2021 deuteten an, dass sich der Boden um ca. 1 cm gehoben hatte, doch neue Messungen vom September 2021 und Oktober 2022 zeigten, dass die Bodenhebung wieder verpufft war.

Im Jahr 2022 waren die größten Geysire des Parks weniger aktiv als in den Vorjahren. Besonders der Steamboat-Geysir, der höchste aktive Geysir der Welt, schwächelte und erzeugte im Jahresverlauf 11 Wassereruptionen. Im Jahr 2021 eruptierte er 20 Mal, in den beiden Vorjahren wurden je 48 Eruptionen gezählt. Im Jahr 2018, dem Jahr in dem die Aktivitätsphase begann, waren es 32. Die abnehmende Häufigkeit der Ausbrüche des Steamboat-Geysirs könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich die derzeitige Aktivitätsphase ihrem Ende nähert.

Obwohl es momentan keine Anzeichen für einen möglicherweise bevorstehenden Ausbruch gibt, trafen sich die Wissenschaftler des YVO im letzten Jahr zu einer Notfallübung.

Erdbeben-News 02.01.23: Azoren

Azoren: Erdbeben Mw 5,3

Datum: 02.01.23 | Zeit: 07:20:28 UTC | 40.41 N ; 29.46 W | Tiefe: 10 km | Mw 5,3

Nördlich der Azoren ereignete sich heute Früh ein Erdbeben der Magnitude 5,3. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. das Epizentrum wurde 186 km nordöstlich von Lajes das Flores verortet. Das Erdbeben war tektonischen Ursprungs und manifestierte sich am Mittelatlantischen Rücken. Hierbei handelt es sich um die kontinentale Naht zwischen Europa und Nordamerika. Sie ist als divergente Plattengrenze angelegt und die Kontinente entfernen sich voneinander. So wird der Abstand zwischen den Kontinenten pro Jahr um 2-3 Zentimeter. Dabei handelt es sich um einen recht langsamen ozeanischen Rücken. Die ozeanischen Rücken im Pazifik bringen es auf 11-14 cm Divergenz pro Jahr.

Der Erdstoß sollte wenigstens auf den westlichen Inseln der Azoren zu spüren gewesen sein, obwohl keine Wahrnehmungsmeldungen beim EMSC vorliegen. In der gleichen Region gab es gestern und heute je ein Vorbeben der Magnitude 4,7. Ihre Hypozentren lagen ebenfalls 10 km tief.


Griechenland: Erdstoß Mb 4,6

Datum: 02.01.23 | Zeit: 05:28:08 UTC | 36.36 N ; 21.60 E | Tiefe: 50 km | Mb 4,6

Heute Morgen gab es im Süden von Griechenland ein moderates Erdbeben der Magnitude 4,6. Das Hypozentrum wurde in 50 km Tiefe festgestellt. Das Epizentrum lag nach Angaben des EMSC 58 km süd-südwestlich von Koróni. Es liegen Wahrnehmungsmeldungen vor.


Deutschland: Erdbeben Mb 2,1

Datum: 02.01.23 | Zeit: 03:22:17. UTC | 49.08 N ; 8.28 E | Tiefe: 12 km | Ml 2,1

In der Nähe von Karlsruhe bebte es heute mit einer Magnitude von 2,1. Der Erdbebenherd befand sich in 12 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 12 km west-nordwestlich von Karlsruhe verortet. Noch näher lag der Ort Jockgrim. In der Region hatte es im letzten Jahr mehrere Erschütterungen gegeben.


Sizilien: Erdbeben Ml 2,0 nahe Stromboli

Datum: 02.01.23 | Zeit: 02:55:02 UTC | 38.89 N ; 15.38 E | Tiefe: 231 km | Ml 2,0

Wenige Kilometer nordöstlich der liparischen Vulkaninsel Stromboli ereignete sich ein Erdbeben der Magnitude 2,0. Der Erdbebenherd befand sich in einer großen Tiefe von 231 km und damit bereits im oberen Erdmantel. In der Region könnte das Magma entstehen, dass am Vulkan ausgestoßen wird. Das Epizentrum wurde 51 km west-nordwestlich von Tropea festgestellt. Der Vulkan selbst ist weiterhin unruhig. MIROVA detektiert eine schwache Thermalstrahlung mit 4 MW Leistung. Vorgestern gab es eine Phase mit erhöhtem Tremor, wie es für Lavaüberläufe typisch ist. Mir liegen aber keine Berichte vor, dass entsprechend beobachtet wurde. Gestern konnte ich auf der Livecam Lavaspattering beobachten, sodass ich es für wahrscheinlich halte, dass wir am Stromboli bald weitere Lavaströme sehen werden.

Vulkan-News 02.01.23: Sakurajima

Sakurajima mit heißen Schloten. © Copernikus/Sentinel

Sakurajima mit 2 heißen Schloten

Staat: Japan | Koordinaten: 31.581, 130.659 | Aktivität: Explosiv

Der Sakurajima im Süden Japans bleibt aktiv und eruptierte in den letzten Stunden zweimal so stark, dass das VAAC Tokio VONA-Warnungen herausgab. Demnach stieg die Vulkanasche bis auf einer Höhe von 3400 m auf und driftete in Richtung Südosten. Es waren die ersten beiden Eruptionen des neuen Jahres am Saku. Laut einem JMA-Bericht, der heute veröffentlicht wurde und den Beobachtungszeitraum vom 30. Dezember bis 2. Januar abdeckte, gab es nur 2 vulkanotektonische Erdbeben. Es wurde schwacher Tremor registriert. Hochlichtempfindliche Kameras nehmen nachts rot illuminierten Dampf über dem Krater auf. Die Asche der Eruption von heute stieg 1500 m über die Kraterhöhe auf. Vulkanische Bomben und Blöcke landeten in 1 km Entfernung zum Minamidake. Es besteht die Gefahr, dass bei den Eruptionen kleine pyroklastische Ströme ausgelöst werden. Daher bleibt die Alarmstufe „3“ (von 5) bestehen. Die Besteigung des Vulkans ist verboten.

Das Wetter am Vulkan ist derzeit schön. Obwohl es tagsüber sehr dunstig wird und die Sicht dadurch eingeschränkt ist, zeigen neue Satellitenaufnahmen 2 heiße Schlote im Minamidake. Man sieht auch, dass der Showadake kalt ist. Die Aufnahmen entstanden im gefilterten Lichtspektrum, sodass die Wärmestrahlung sichtbar wurde. MIROVA registriert nur sporadisch eine schwache Wärmestrahlung.

Der Sakurajima bildet eine Halbinsel in der Bucht von Kagoshima. Die Stadt liegt ca. 10 km vom Vulkan entfernt und bekommt bei größeren Eruptionen gelegentlich Ascheregen ab. In Kagoshima starten Schiffe zu den Vulkaninseln im Ryukyu-Archipel. Hier ist es vor allem der Suwanose-jima, der in den letzten Jahren aktiv ist. Dieser Vulkan eruptierte gestern eine Aschewolke, die bis auf einer Höhe von 1800 m aufstieg und nach Süden driftete. Über die Eruption berichtete ich bereits gestern. An dieser Stelle reiche ich das zugehörige Video nach.

Der Kurillenvulkan Ebeko ließ im neuen Jahr auch nicht lange auf seine erste Eruption warten. Das VAAC meldete eine Aschewolke in 3700 m Höhe. Sie wurde vom Wind in Richtung Süden verfrachtet. Der Alarmstatus steht auf „orange“

Vulkan Villarrica am 01.01.23

Villarrica mit strombolianischer Eruption

In Chile ist der Villarrica weiter aktiv und eruptiert strombolianisch. Gestern Abend um 23:56 Uhr feuerte er eine Tephra-Ladung in den Himmel, die bis zu 150 m über den Kraterrand aufstieg. Glühende Schlacken landeten dabei auf der Nordwestflanke des Vulkans und landeten in einer Entfernung von bis zu 480 m zum Kraterrand. Bedenkt man, dass die Sperrzone nur einen Radius von 500 m hat, warf die Eruption die Schlacken schon verhältnismäßig weit aus. Andersherum könnte man argumentieren, dass die Sperrzone zu knapp bemessen ist, um Vulkanwanderer vor größeren Eruptionen zu schützen. Generell kennt ihr ja meine Einstellung, dass solche Sperrzonen offiziell eingerichtet werden müssen, aber es nicht in Strafen gipfeln sollte, wenn sich eigenverantwortliche Vulkanwanderer über die Verbote hinwegsetzen. Im Zweifelsfall ist man für seine Handlungen selbst verantwortlich und wenn was passiert, muss man mit den Konsequenzen leben oder ggf. auch sterben. Natürlich kann man diese Einstellung kontrovers diskutieren: Was wäre, wenn eine geführte Gruppe in ein Sperrgebiet eindringt und etwas passieren sollte? Wussten die Gruppenmitglieder, auf welche Gefahren sie sich einließen und inwieweit konnten sie die Gefahren selbst abschätzen? Daher sehe ich die Zukunft für Vulkanspotter eher düster.

Die geophysikalischen Parameter haben sich seit meinem letzten Update nur unwesentlich verändert: heute wurde ein vulkanotektonisches Erdbeben aufgezeichnet. Überwiegend gibt es langperiodische Erdbeben, von denen gestern 752 registriert wurden. Sporadisch werden thermische Anomalien beobachtet, die moderate Leistung haben. Seit September wurde eine Bodenhebung von ca. 2 cm festgestellt.

In Chile stehen 2 weitere Vulkane auf Alarmstufe „gelb“. Bei ihnen handelt es sich um den Lascar, der im letzten Monat eine moderate Ascheneruption hinlegte und der Nevados de Chillán. Beide Vulkane gelten zwar als aktiv, erzeugten in den letzten Tagen aber keine Eruptionen, sodass der Villarrica der einzige eruptierende Vulkan in dem südamerikanischen Land ist.

Naturkatastrophen-News zum neuen Jahr

Wärmstes Sylvester aller Zeiten

In Deutschland erlebten wir gestern den wärmsten Jahreswechsel seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Gleich an 4 Messstellen wurde die 20 Grad Marke geknackt: am wärmsten war es im bayerischen Wielenbach, wo gegen 14 Uhr 20,8 Grad gemessen wurden. Auch in München, in Müllheim bei Freiburg und in Ohlsbach wurden Temperaturen über 20 Grad gemessen.  Laut DWD gab es die zuvor höchste Temperatur an Silvester im Jahr 1961: damals kletterte das Quecksilber auf 17,0 Grad. Das war im baden-württembergischen Müllheim. Zum Jahreswechsel 2021 war es in Freiburg 16,9 Grad warm. Die Rekordtemperaturen alleine stellen natürlich noch keine Naturkatastrophe dar, aber die Häufung von neuen Rekorden und Extremwetterereignissen sind Manifestationen der Klimakatastrophe und haben vielfältige Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem, die in ihrer Gänze noch gar nicht überschaubar sind. Leider scheint es unmöglich zu sein, die einfachsten Maßnahmen gegen den Klimawandel umzusetzen, schließlich wollen wir ja auch, dass alles so bleibt wie wir es seit Jahrzehnten gewohnt sind. Nicht zuletzt fehlt es am politischen Willen, wirkungsvolle Maßnahmen durchzusetzen. Wir werden ja nicht von Politikern regiert, sondern von Lobbiesten bestimmt und die vertreten Interessengruppen, deren einziges Ziel es ist, Reichtum anzuhäufen!

Auch heute bleibt es in Deutschland ungewöhnlich warm. Der DWD hat für den Norden Höchsttemperaturen um 13 Grad vorhergesagt. Im Südwesten kann es örtlich nochmal bis 20 Grad warm werden. Sollte das milde Wetter weiter anhalten, stellt sich die Natur auf den Frühling ein und erste Knospen könnten sprießen. Kommt dann der Winter zurück, könnten die Pflanzen geschädigt werden. Sollte kein strenger Frost mehr kommen, dann müssen wir uns im Sommer auf besonders viele Schädlinge vorbereiten. Vor allem der Borkenkäfer könnte zu weiterem Waldsterben sorgen. Die Dürre der letzten Jahre hat viele Bäume geschädigt und geschwächt, sodass sie besonders anfällig sind.


Hagel und Überflutungen auf der Arabischen Halbinsel

Kurz vor dem Jahreswechsel hat es auf der Arabischen Halbinsel weitere Unwetter gegeben, die neben Starkregen Hagel brachten. In mehreren Ländern war es zu den stärksten Hagelstürmen seit 15 Jahren gekommen. In Jordanien musste die Felsenstadt Petra evakuiert werden. Auch im Emirat Kuwait regnete und hagelte es stark. Dort wurden im Sommer 2016 Rekordtemperaturen von 54 Grad gemessen. Man geht vor Ort davon aus, dass die Extremwetterereignisse mit dem Klimawandel zusammenhängen. In der heiligen Stadt Mekka (Saudi Arabien) kam es zu sintflutartigen Regenfällen, die Straßen in Flüsse verwandelten und Autos fortspülten.

Vulkan-News 01.01.23: Popocatepetl

Popocatepetl verabschiedete 2022 mit Kracher

Staat: Mexiko | Lokation: 19.028, -98.62 | Aktivität: Asche-Eruptionen

Der mexikanische Vulkan Popocatepetl hat das alte Jahr mit einem Kracher verabschiedet und erzeugte eine explosive Eruption, bei der glühende Tephra bis auf die Außenflanke des Vulkans geschleudert wurde. Vulkanasche erreichte eine Höhe von 6100 m und driftete in Richtung Nordosten. CENAPRED berichtete gestern von 153 Asche-Dampf-Exhalationen und 123 Minuten Tremor.


Suwanose-jima eruptiert Asche

Staat: Japan | Koordinaten: 29.64, 129.72 | Aktivität: Strombolianisch

Im südjapanischen Ryukyu-Archipel war es der Suwanose-jima, der sich mit der Eruption mehrerer Aschewolken zu Wort meldete. Die Asche stieg bis zu 1800 m auf und wurde vom Wind in Richtung Südosten verfrachtet. Glühende Tephra landete im Kraterbereich. Die Seismizität ist relativ unauffällig und es gab nur einige vulkanotektonische Erdbeben.


Fuego mit Silvesterfeuerwerk

Staat: Guatemala | Koordinaten: 14.47, -90.88 | Aktivität: Strombolianisch

Der Fuego in Guatemala legte ebenfalls ein Silvesterfeuerwerk hin, allerdings schwächelt er in Bezug auf die Frequenz der Explosionen ein wenig: INSIVUMEH berichtet von 2 bis 4 Explosionen pro Stunde, was etwa halb so oft ist, wie es in den letzten Wochen nach dem Paroxysmus üblich war. Dafür wurde glühende Tephra bis zu 300 m hoch ausgeworfen. Aschewolken schafften es sogar bis auf 5200 m Höhe. Es scheint also zu sein, dass der Vulkan weniger oft, aber dafür stärker eruptiert.


Ätna setzt Tätigkeit fort

Staat: Italien | Koordinaten: 37.73, 15.00 | Aktivität: Effusiv

Der Ätna auf Sizilien wechselte ins Neue Jahr ohne große Überraschungen und fuhr mit seiner Lavastrom-Aktivität fort. Auf der Thermalcam erscheint die Lava wieder heißer zu sein, sodass man davon ausgehen kann, dass die Förderrate gerade erhöht ist. MIROVA detektiert auch dementsprechend die stärkste thermische Strahlung seit Eruptionsbeginn. Sie liegt bei 922 MW. Ab 1000 MW wird die Strahlung als sehr hoch angesehen. Außerdem gab es heute 2 Erdbeben unter der Südflanke des Vulkans. Sie hatten die Magnituden 2,8 und 2,0 und manifestierten sich in nur 3 km Tiefe. Die Epizentren wurden vom EMSC 11 km nord-nordöstlich von Paternò verortet. In der Gegend gab es bereits öfters stärkere Erdbeben, die von ihrer Natur her tektonischer Art waren, aber möglicherweise durch aufsteigendes Magma verursacht wurden, das Spannungen im Untergrund erzeugte und so die Beben triggerte.